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Hodenschmerzen

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  • Hodenschmerzen

    Hallo.

    Seit ca. 3 Wochen leide ich unter starken Schmerzen in der Hodengegend die über die Samenleiter in den Unterleib ausstrahlen. Mehrerer Untersuchungen (Ultraschall, Doppler, MRT) waren "glücklicher Weise" ohne Befund. Man diagnostiziert (ich meine vermutet) eine beginnend persistierende Nebenhodenentzündung (da ich dort sehr druck-schmerz-empflindlich bin). 1 Woche lang nehme ich jetzt Antibiotika ( 2 x tgl.) und Voltaren (2 x tgl.) habe aber immer noch Schmerzen. Ist das normal ? Sollte da Antibiotika (verodnet sind noch weitere 2 Wochen) nicht langsam mal helfen ? Für starke Schmerzen nehme ich noch Novalgin oder Tramdolor.

    Im Moment bin ich etwas ratlos.

    bocky

  • RE: Hodenschmerzen


    folgende Info noch: Blut- und Urinwerte waren alle top in Ordnung. Keine Anzeichen von Entzündungen o.Ä.

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    • RE: Hodenschmerzen


      Entzündungen des Nebenhodens können Geduld fordern und lang brauchen. An eine Nervenreizung und an einen Leistenbruch mit Nervenreizung/-druck sollte hier noch gedacht werden.
      Lieben Gruß

      Dr. T. Kreutzig

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      • RE: Hodenschmerzen


        Danke Dr. Kreutzig.
        Der Leistenbruch wurde auch durch 2 Urulogen ausgeschlossen.

        Kann es sein, dass sich die Samenstränge verschlungen haben oder so etwas ähnliches ? Obwohl die Durchblutung in den Hoden gut ist, also weder Torsion noch Infarkt vorliegen zieht es aber auch in der Leistengegend. Kann das auch nur durch die Hodenentzündung kommen ?

        Gruß
        bocky

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        • RE: Hodenschmerzen


          Ein Verdrehung im eigentlichen Sinn besteht da eher nicht. Wohl aber kann auch eine kleine (nicht erkennbare!) Einklemmung eines der empfindlichen Nerven solche Beschwerden machen.
          Lieben Gruß

          Dr. T. Kreutzig

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          • RE: Hodenschmerzen


            Schmerzen sind immer noch vorhanden. Bin jetzt in schmerztherapeuticher Behandlung (sogar mit Schmerzpflaster BTM). Erneute Untersuchung in Diagnoseklinik ohne neuen Befund. Es ist zum verzweifeln. Kann eine ursprüngliche Nebenhodenentzündung tatsächlich noch so lange nachwirken (Erinnerungsschmerz) ?Man zweifelt irgendwann an seinem Verstand.

            Kommentar


            • RE: Hodenschmerzen


              Es kann schon lange dauern. Aber es sollte auch eine Tendez zur Besserung haben. Wenn der Nebenhoden nicht sicher die Ursache ist, rate ich manchen Patienten auch zu einer sog. Neurolyse, das bedeutet, der Samenstrang wird ganz fein in seine "Bestandteile zerlegt". Dabei ggf. Verwachsungen mit Nerven, die die Ursache sein könnten gelöst.
              Eine solche Operation aber nur, wenn wirklich nichts anderes hilft.

              Lieben Gruß

              Dr. T. Kreutzig

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              • RE: Hodenschmerzen


                Hallo Dr. Kreutzig,
                vielen Dank für diese Information.

                Sollte ich ggf. grds. auch mal einen Neurologen hinzuziehen ?

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                • RE: Hodenschmerzen


                  Hi.
                  Nach jetzt ca. 9 Wochen bin ich ziemlich Beschwerde frei und nehme kein Schmerzpflaster mehr.

                  Habe mich zwischenzeitlich auch durch einen Osteopathen am Lendenwirbel behandeln lassen, obwohl das MRT in diesem Bereich ohne Befund war.

                  Was letztlich geholften hat, weiss ich nicht.

                  Ich wünsche hier jedenfalls allen geplagten Forumsmitgliedern gute Besserung.

                  Viele Grüße
                  bock

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                  • Re: Hodenschmerzen

                    Sehr geehrter Herr Dr Kreutzig Langenfeld, genau diese Beschwerden habe ich auch seit über einem Jahr nur auf der rechten Seite. 5 Urologen ratlos...
                    Sie schreiben:

                    Ein Verdrehung im eigentlichen Sinn besteht da eher nicht. Wohl aber kann auch eine kleine (nicht erkennbare!) Einklemmung eines der empfindlichen Nerven solche Beschwerden machen.

                    Wie kann man eine so eine nicht erkennbare Einklemmung feststellen? Bzw was kann man da machen?

                    Kommentar



                    • Re: Hodenschmerzen

                      Nicht ganz einfach zu beurteilen. Ggf. nach Untersuchung und analgetischer Therapie ggf. eine Samenstrangblockade und OP (Neurologe). Das ist aber ein langer Weg, den Sie intensiv mit Ihrem Urologen besprechen sollten!.

                      Lieben Gruß

                      Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                      • Re: Hodenschmerzen

                        Ok vielen Dank. Einmal muss ich noch nachfragen, falls so eine Einklemmung eines empfindlichen Nervs besteht kann sich so etwas von selber iwie iwann wieder entklemmen? Was wäre noch möglich? Eine kleine Vernarbung oder Einblutung? Ist das auch nicht zu erkennen und kann das auch von selber nach Jahren wieder verheilen?
                        Danke Danke Danke

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                        • Re: Hodenschmerzen

                          Möglichkeiten gibt es viele.......
                          Alle Eventualitäten hier zu diskutieren, macht keinen Sinn!

                          Lieben Gruß

                          Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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