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Hoden beim Laufen "abgekl

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  • Hoden beim Laufen "abgekl

    Hallo,

    ich habe mir vor ca. 2 Wochen beim Lauftraining den linken Hoden durch zwei Nähte meiner Hose abgeschnürt ohne dies zunächst zu registrieren.

    Zunächst habe ich nur ein leichtes ziehen bemerkt und ignoriert (ich habe nicht bemerkt, daß es an der Kleidung liegt).
    Im weiteren Verlauf wurden die Schmerzen jedoch stärker (bis zu einem "nervenartigen" Schmerz hinein in die Wirbelsäule), starke Übelkeit und weiche Knie, so daß ich meinen Lauf dann irgendwann abbrach.

    Insgesamt habe ich den Schmerz von seinem Beginn an wohl ca. 20-30 Minuten (dämlicherweise) ignoriert.

    Ich war am vierten Tag nach diesem Vorfall beim Urologen und habe "2mg Terazosin Winthrop" verschrieben bekommen.

    Seit diesem Vorfall habe ich sporadisch ziehende Schmerzen im linken Hoden (insbesondere bei dem Versuch sexueller Betätigung).
    Ansonsten fühlt sich der Hoden links leicht unnatürlich (gefühlloser?) an. Der rechte Hoden fühlt sich wie immer an (kribbelt mal, etc.), links passiert nichts.

    Das schlimmste jedoch ist, daß ich seit diesem Vorfall keine Erektion mehr zustande bekomme.
    Beim Versuch zu onanieren komme ich zum Samenerguß (ohne brauchbare Erektion), jedoch ist die Spermamenge viel geringer als gewohnt.
    Hinzu kommt, daß ich den Eindruck habe, der rechte Hoden würde "allein arbeiten" (starke, fühlbare "Äderung" um den rechten Hoden bei Aktivität und ein Gefühl von Anstrengung).

    Was ist beim Laufen passiert?
    Ist mein linker Hoden "tot" oder abgestorben (Nervenschaden?)?
    Was kann ich tun?

    Für Hilfe wäre ich sehr dankbar, da ich doch ziemlich verzweifelt bin und dieser Zustand für mich unhaltbar ist!


  • RE: Hoden beim Laufen "abgekl


    Hallo,
    was in diesem Zusammenhang das Terazosin bringen soll, will sich mir nicht erschließen.... Es handelt sich dabei um ein Prostata-Mittel (ein sog. Alpha-Blocker). ....?

    Es könnte sein, daß sich der Hoden beim Laufen verdreht hat und dann (ganz oder teilweise) wieder in der korrekten Lage ist. Das sollte mal wirklich gut untersucht werden. Schmerzen im Hoden halten aber oft lange an... es ist also denn Geduld gefragt. Bei einer vollstädigen und anhaltenden Verdrehung wäre es für eine Intervention zu spät.... dafür sprechen aber Ihre Becshwerden auch nicht.

    Erektion und Schmerz sind schlechte Partner... das geht nicht zusammen.... Wenn der Hoden wieder ok ist, sollte auch die Erektion wieder funktionieren.

    Sonst bitte noch mal melden.

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig

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    • RE: Hoden beim Laufen "abgekl


      Hallo Dr. Kreutzig,

      vielen Dank erstmal für Ihre schnelle und in Teilen auch beruhigende Antwort.

      Mein Urologe hat mir das Prostata-Mittel verschrieben, da er der Ansicht war der Vorfall hätte zu einer Reizung der Prostata geführt.
      Auf meine Einwände hin sagte er, Prostata und Hoden seien als Einheit zu betrachten.
      Auf diese Prostata-Reizung hat er auch die Erektionsstörungen geschoben.

      Diese Erektionsstörungen liegen im übrigen auch vor, wenn ich in diesem Augenblick keine Schmerzen habe (lediglich ein "Unwohlsein" im Hoden).

      Könnten Sie vielleicht so nett sein, mir noch ein paar Anregungen zu geben, wie ich herausfinden kann ob der Hoden teilweise oder ganz verdreht ist oder war?

      Welche Untersuchungsmethoden sind dafür geeignet (Sonografie?)?
      Diese Hinweise wären sehr hiflreich um meinem Arzt erforderlichenfalls ein paar Anregungen zu geben.

      Das ich noch (ziehendes) Schmerzempfinden im betrfoffenen Hoden habe, spricht doch eigentlich dafür, daß er nicht "abgestorben" ist und somit wohl keine vollständige Verdrehung vorgelegen hat, oder irre ich da?
      Eine dauerhafte Schädigung ist dann wohl nicht zu befürchten?

      Welche Möglichkeiten habe ich die Heilung zu beschleunigen?
      Muß ich das ganze einfach "aussitzen"?
      Ist "Abstinenz" hilfreich oder eher nicht?

      Nochmals vielen Dank für Ihre Hilfe!

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      • RE: Hoden beim Laufen "abgekl


        Ach ja,
        ich vergaß noch zu erwähnen, daß es beim Laufen nicht "von selbst" passiert ist, sondern der Hoden zwischen zwei Nähten (Slip und Einsatz der Sporthose) meiner Kleidung ein-/abgeklemmt war.
        Dies habe ich als Ursache jedoch erst am Ende bemerkt.

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        • RE: Hoden beim Laufen "abgekl


          Hallo nochmals,
          eine Verdrehung des Hodens (wenn Sie ganz wieder zurück gedreht ist) lässt sich leider mit keiner Methode sicher diagnostizieren. Sie sollten aber "für das nächste mal" wissen, daß Sie sofort einen Kollegen aufsuchen, der aber mit einem guten Ultraschall-Gerät incl. Doppler-Sonographie ausgestattet ist.
          Vieles spricht hier gegen eine vollständige oder auch jetzt noch teilweise bestehende Verdrehung.

          Was können Sie nun tun?
          Ich würde zu schmerzstillenden und auch abschwellenden Medikamenten raten. Bewährt hat sich da Ibuprofen (gibt es auch als gut verträgliches Granulat (Dolo-Puren)).
          Abstinenz ist nicht nötig.... aber Ruhe tut gut.... also nicht "zu wild".

          Sie können die Erektion auch etwas "supporten" in dem Sie von den modernen Potenzmitteln (Viagra/Cialis/Levitra) gebrauch machen. Sie sollten das mit Ihrem Urologen besprechen. Ein Rezept dafür benötigen Sie ohnehin.

          Gute Besserung!!

          Lieben Gruß

          Dr. T. Kreutzig

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          • RE: Hoden beim Laufen \


            Hallo Dr. Kreutzig,

            ich war mittlerweile erneut beim Urologen und der meinte nach Abtasten und Sonografie, daß alles in Ordnung sei und ich mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

            Eine Verdrehung sei nicht erkennbar und abgestorben sei bei dem \"Laufunfall\" auch nichts, da ich sonst viel stärkere und dauerhafte Schmerzen hätte.

            Der ziehende Schmerz im linken Hoden hat sich mittlerweile auch fast vollständig gelegt (nur gelegentlich ein gewisses \"Unwohlsein\" ist dort geblieben).

            Unglücklicherweise habe ich nach wie vor das Problem, das sowohl von selbst, als auch bei intensiver Bemühung keine wirklich \"brauchbare\" Erektion zustande kommt. Und selbst wenn, hat diese keinen Bestand und verschwindet sofort mit Ende der direkten Stimulation.
            Auch bedarf es einer gewissen mentalen und und körperlichen Bemühung/ Anstrengung um überhaupt zum Orgasmus zu kommen (geringere Empfindung und Lustempfindung).
            Dieser fühlt sich dann auch anders an ist auch nicht wirklich befriedigend.

            Hinzu kommt, daß meinem Eindruck nach die Menge an Ejakulat (trotz vorangegangener 1-2 wöchiger Abstinenz) sehr gering ist (verglichen mit früher).

            Das einzige positive Zeichen sind die mittlerweile \"zurückkehrenden\" nächtlichen/ morgendlichen Erektionen, die ich in den Wochen zuvor auch nicht hatte.

            Ich bin, wie Sie sicher verstehen können, nach wie vor beunruhigt und leider nicht ganz so optimistisch wie mein Urologe.
            Auf potenzfördernde Mittel (Viagra) möchte ich zunächst verzichten, da ich zunächst die Ursache erforschen und in den Griff bekommen möchte, bevor ich nur etwas gegen die Symptome unternehme.

            Haben Sie Rat für mich?
            Vielen Dankim voraus!

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