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Nebenhodenentzündung

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  • Nebenhodenentzündung

    Ich habe ein Paar Beiträge zum Thema Nebenhodenentzündung gelesen, trotzdem habe ich noch Fragen dazu.

    Ich habe seit ca. 1 Woche Schmerzen im linken Hoden. Da ein Freund von mir schon seit einem Jahr von einer Nebenhodenentzündung geplagt wird, habe ich sofort den Arzt aufgesucht. Bei mir hat der Urologe durch Abtasten eine Nebenhodenentzündung festgestellt. Ich habe 5 Tage ein Antibiotikum genommen (Ciprohexal). Heute habe ich Cotrium forte (kein Antibiotikum) verschrieben bekommen. Beschwerden habe ich immer noch.

    Jetzt die Fragen:
    1.
    Ich habe einen Bluttest gemacht, aber keinen Urintest, der Arzt meinte, es sei nicht notwendig, soll ich trotzdem auf einen Test bestehen oder würde der Urintest nicht viel bringen?
    2.
    Ich habe außerdem seit ca. 2 Monaten noch eine Pilzinfektion, kann es einen Zusammenhang zwischen der Nebenhodenentzündung und der Pilzinfektion geben?
    3.
    Was kann die Ursache für die Entzündung sein? Ich hatte seit Anfang Dezember keinen GV mehr mit meiner Freundin. Wie lang ist die Inkubationszeit bei einer Nebenhodenentzündung?
    4.
    Ich habe das Antibiotikum nur 5 Tage lang genommen, reicht es aus?
    5.
    Wie könnte ich verhindern, dass die Krankheit chronisch wird?
    6.
    Wie sicher ist es, dass es definitiv eine Nebenhodenentzündung ist und nicht eine andere Krankheit?

  • RE: Nebenhodenentzündung


    Nun, einen guten Abend quo vadis!
    Hier die Antworten auf Ihre Fragen. Doch zunächst einmal die Information, daß Auch das Cotrim forte ein Antibiotikum ist!

    1. Ich habe einen Bluttest gemacht, aber keinen Urintest, der Arzt meinte, es sei nicht notwendig, soll ich trotzdem auf einen Test bestehen oder würde der Urintest nicht viel bringen?

    Weder Blut noch Urinteste sind in der Diagnose wirklich sicher. Neben dem Tasten ist eine Doppler-Sonographie oft Hilfreich. Nicht jeder Urologe hat aber so ein teures Gerät und es ändert auch an der Therapie letztlich nichts.

    2. Ich habe außerdem seit ca. 2 Monaten noch eine Pilzinfektion, kann es einen Zusammenhang zwischen der Nebenhodenentzündung und der Pilzinfektion geben?

    Die Pilzinfektion ist häufig die Folge einer längeren antibiotischen Therapie. Pilze und Bakterien halten sich im Normalfall in dauerndem Kampf gleichauf. Wenn das Antibiotikum die Barkterien killt... freuen sich die Pilze....
    Also eine Pilzcreme drauf.....

    3. Was kann die Ursache für die Entzündung sein? Ich hatte seit Anfang Dezember keinen GV mehr mit meiner Freundin. Wie lang ist die Inkubationszeit bei einer Nebenhodenentzündung?

    Klare Inkubationszeiten gibt es nicht. Häufig kann ja auch trotz Urintest der Erreger nicht nachgewiesen werden.

    4. Ich habe das Antibiotikum nur 5 Tage lang genommen, reicht es aus?

    Ich behandele in der Regel wenigstens 10 Tage. Meist empfehle ich auch eine Partnertherapie.


    5. Wie könnte ich verhindern, dass die Krankheit chronisch wird?

    Ausreichend lange Behandlung und etwas Schonung während der Abheilphase (kann einige Wochen dauern!).


    6. Wie sicher ist es, dass es definitiv eine Nebenhodenentzündung ist und nicht eine andere Krankheit?

    Die Diagnose ist in der Regel recht sicher. Medizinisch wesentliche alternative Ursachen für die Beschwerden lassen sich recht leicht erkennen und sollten für einen Facharzt für Urologie eigentlich kein Problem darstellen.


    Gute Besserung und
    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig

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    • RE: Nebenhodenentzündung


      Vielen Dank für Ihre Antworten, Dr. Kreutzig. Eine Frage habe ich noch:
      Darf man während einer Nebenhodenentzündung Geschlechtsverkehr haben oder masturbieren?

      Kommentar


      • RE: Nebenhodenentzündung


        Wenns nicht mehr akut schmerzhaft ist ... ja. Ggf. bitte aber daran denken, daß Erreger übertragbar sein könnten .... also sicherheitshalber lieber mit... oder während einer laufenden Partnertherapie...
        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig

        Kommentar



        • Re: Nebenhodenentzündung

          Hallo zusammen,

          ich habe vor circa 1 Woche Schmerzen im linken Hoden verspürt und habe sofort Angst bekommen, dass es etwas Schlimmes ist. Da ich natürlich als Mann nicht gleich zum Arzt gehen wollte, um mir Gewissheit zu verschaffen, habe ich das Internet nach möglichen Krankheiten abgesucht und bin auch auf dieser Seite gelandet. Hier habe ich viele Antworten gefunden, deshalb möchte ich etwas zurückgeben und meine Geschichte erzählen. Vielleicht hilft sie ja dem Einen oder Anderen.

          Alles hat angefangen, dass ich vor circa 1 Woche Schmerzen an meinem linken Hoden verspürt habe. In den kommenden Tagen verspürte ich immer mehr Schmerzen, zudem entwickelte sich eine kugelförmige Masse unterhalb des Penis, bzw. über meinem linken Hoden. Ich kaufte Ibuprofen 400mg und rieb ihn mit Pferdesalbe ein. Zusätzlich rollte ich ein Handtuch zusammen und lagerte nachts meinen Hoden hoch. Heute morgen flippte meine Freundin aus, da ich immer noch nicht zum Arzt wollte. Die Schmerzen waren nicht mehr so stark, aber der Knubbel war immer noch da. Deswegen ging ich ihr zu Liebe zum Urologen. Dieser untersuchte mich und stellte eine gutartige Zyste fest. Zur Erklärung hier bitte: http://www.vasweb.org/de/leistungen/...ebenhoden.html

          Er sagte mir ich solle jetzt mal abwarten, da es meist von selber weggeht. Ich bin überglücklich, da es nichts bösartiges ist und ich auch keine Medikamente nehmen muss. Am Schlechtesten ging es mir nicht wegen den Schmerzen, sondern am meisten Sorge bereitete mir die Ungewissheit, ob ein Krebs oder Tumor vorliegt. Daher kann ich nur jedem, der Probleme hat empfehlen: Geht zum Arzt! Der sagt euch, was los ist. Ich konnte nicht mehr richtig schlafen, weil ich überall Angst hatte vor einer ernüchternden Diagnose! Jetzt geht es mir wieder gut und ich kann mich darauf konzentrieren, wie sich die Zyste entwickelt und verbessernde Maßnahmen ergreifen!

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          • Re: Nebenhodenentzündung

            Guten Abend und nachträglich alles Gute zum Neuen Jahr.

            Gerne würde ich mal die Schwarmintelligenz nutzen.

            Ende September Befund linke Nebenhode entzündet, Blut im Sperma

            Ciprofloxacin für 10 Tage vom Urologen verschrieben.
            Nach 5 Tagen abgebrochen, da Befund vom Labor vorlag. Nur
            Ureaplasma Parvum (PCR) stark positiv gefunden, alles andere negativ.

            Urologe auf Doxycyclin 10 Tage 200mg gewechselt. Kur komplett durchgeführt.

            Danach kein Blut mehr im Sperma aber immer noch leichtes Ziehen bei den Hoden.

            31.12.2018 erneut Blut im Sperma und leicht mehr Schmerzen in den Hoden.

            Wie weiter? Was mich stak verunsichert im Internet habe ich zwei Lager von Spezialisten gefunden, die einen sagen Ureaplasma Parvum kann man mit Antibiotika nicht behandeln, die anderen sagen es sei möglich. Gehe ich davon aus, dass man es mit Antibiotika nicht behandeln kann, dann wäre Antibiotika sogar kontraproduktiv, da es mein Immunsystem schwächt!

            Bin mal gespannt auf die Antworten.

            Matthias

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            • Re: Nebenhodenentzündung

              Entscheidend ist nicht wie der Erreger heisst, sondern ob es Symptomatik gibt.
              Die Länge der antibiotische Therapie wähle ich anders.... aber der Erfolg ist letztlich entscheidend.

              Lieben Gruß

              Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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