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Frage an Dr. Kreutzig

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  • Frage an Dr. Kreutzig

    Sehr geehrter Herr Dr. Kreutzig
    Da mein Freund (er ist 43 Jahre) Angst hat, zum Urologen zu gehen und ich mir schon
    sehr lange Sorgen um ihn mache, möchte ich mich heute mit einer Bitte um Auskunft
    an Sie wenden. Sein Problem ist, dass er nachts mindestens 5-10-mal zur Toilette
    gehen muß und ich ja dadurch auch nie richtig Schlafen kann. Oft habe ich ihm schon
    gesagt,dass er zum Arzt gehen soll. Leider hat mein Freund noch andere Probleme.
    Er ist Alkoholiker, trinkt seit 25 Jahren fast täglich eine Flasche Schnaps. Warscheinlich
    kein Wunder, dass er nachts immer raus muß. Eine Entziehungskur will er nicht machen,da er ja sowieso nicht mehr leben möchte. Ich habe schon alles versucht, um ihn zu helfen . Wir kennen uns erst seit drei Jahren und wohnen auch nicht zusammen. Er kommt nur manchmal zu mir oder ich gehe zu ihm. Trotz allem liebe ich
    diesen Mann, ich frage mich nur warum. schlafen kann er nachts seit vielen Jahren
    auch nicht richtig. Ich denke schon,dass das alles mit seinem Alkoholproblem zusammenhängt. Aber warum läßt er sich nicht helfen und macht die Entziehungskur?
    Mich macht das alles zur Zeit mal wieder seelisch fertig. Er gibt sein Geld nur für diesen Schnaps aus, für mich bleibt da nicht mehr so viel übrig. Deswegen gibt es auch immer wieder Streit. Seine Mutter hält zu ihm und gibt ihm auch noch Geld.
    Was soll ich bloß machen???

  • RE: Frage an Dr. Kreutzig


    Tja, da besteht ein sehr komplexes Problem. Entziehungskuren haben nur einen Sinn, wenn bei dem Erkrankten auch eine Einsicht besteht. Die Ursache des nächtlichen Wasserlassens können unterschiedlich sein. Eine Untersuchung könnte das recht leicht klären.
    Ist Ihm bewußt, daß er ggf. die Beziehung zu Ihnen aufs Spiel setzt? Sagen Sie das deutlich!
    Es hat nur eine klare Linie bei alkoholkranken Menschen einen Sinn.

    Liebe Grüße und viel Erfolg!

    Dr. T. Kreutzig

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