• *** Aus aktuellem Anlass ***

    Haben Sie Fragen zum Coronavirus, die Sie gerne von einem Experten beantworten lassen würden? In unserem neuen Corona-Forum beantwortet unsere Expertin Frau Dr. med. Athanassiou kostenlos all Ihre Fragen zum Thema!

  • Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Hodenschmerzen und Erektionsstörung nach Orchidopexie

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Hodenschmerzen und Erektionsstörung nach Orchidopexie

    Hallo Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld,

    im November letzten Jahres hatte ich starke Schmerzen im linken Hoden. Dieser war etwas gerötet und leicht gedreht, woraufhin mein Hausarzt mich ins Krankenhaus überwies wegen Verdachts auf Hodentorsion. Dort hat mich der Oberarzt der Urologie mit Ultraschall untersucht und meinte es wäre ziemlich sicher keine Torsion, allerdings sähe es etwas ungewöhnlich aus. Daher wurde der linke Hoden in einer OP freigelegt, eine Hodentorsion lag nicht vor. Allerdings wurde der Hoden trotzdem fixiert (Orchidopexie), da es laut Arzt möglicherweise eine kurzzeitige unvollständige Torsion vorgekommen war, die sich aber selbst gelöst hat.

    Nach Heilung der Wunde schienen die Symptome auch verschwunden zu sein, allerdings konnte ich in den letzten Monaten einen deutlichen Rückgang der Erektionsfähigkeit feststellen. Die Erektion kippte ohne weitere Stimulation schon nach wenigen Sekunden auf die linke Seite weg (ich kann die Beckenbodenmuskeln links nicht anspannen). Seit einigen Wochen habe ich, insbesondere nach dem Samenerguss wieder deutliche Schmerzen im linken Hoden. Beim Orgasmus sind die Kontraktionen des rechten Hodens auch viel stärker.

    Kann es sein, dass die Orchidopexie die Muskeln bzw. Nerven am linken Hoden geschädigt hat? Ist es normal, dass der Kremasterreflex beim fixierten Hoden nicht funktioniert?


  • Re: Hodenschmerzen und Erektionsstörung nach Orchidopexie

    Die Erektion hängt mit diesem Eingriff ganz sicher nicht zusammen. Schmerz und Muskelveränderung schon eher ..... Aber auch nicht sehr wahrscheinlich!

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

    Kommentar


    • Re: Hodenschmerzen und Erektionsstörung nach Orchidopexie

      Das heißt, es ist ungewöhnlich, dass der Kremasterreflex beim fixierten Hoden nicht funktioniert? Wenn ich am rechten Oberschenkel mit der Hand über die Innenseite streiche, zieht sich der Hoden wie gewöhnlich nach oben, auf der linken Seite bewegt sich nichts.

      Oder könnte es eine neurologische Ursache haben? (habe manchmal Schmerzen auf der linken Seite in der unteren LWS bzw. am Kreuzbein links, allerdings nicht wirklich gleichzeitig mit den Hodenschmerzen) Mein Orthopäde hat beim letzten Röntgen eine Nearthrose L5/S1 festgestellt. Verlaufen in dem Bereich Nerven zum Hoden?

      Kommentar


      • Re: Hodenschmerzen und Erektionsstörung nach Orchidopexie

        Ja, das ist genau das Segment!

        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

        Kommentar



        • Re: Hodenschmerzen und Erektionsstörung nach Orchidopexie

          Ist das auf Dauer gefährlich bzw. kann zu Impotenz führen? Habe auch das Gefühl, dass der linke Hoden dauerhaft nicht mehr dunkelrot, sondern lila-blau und an der Unterseite fast gräulich aussieht. Dazu mangelndes Empfinden, wenn ich ihn berühre. Kann es sein, dass der Hoden langsam "abstirbt"?

          Kommentar


          • Re: Hodenschmerzen und Erektionsstörung nach Orchidopexie

            1. Nein
            2. Eher nein
            3. Sicher nein!

            Lieben Gruß

            Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

            Kommentar


            • Re: Hodenschmerzen und Erektionsstörung nach Orchidopexie

              Ich habe nochmal die Hoden vom Urologen untersuchen lassen, ist alles in Ordnung. Urin und Blut waren auch unauffällig. Kann es sein, dass eine Prostatitis zu Erektionsstörungen und einem "Abdrücken" des Samenstrangs führt?

              Ich hatte letzten Herbst leichte Probleme mit Inkontinenz und Brennen beim Wasserlassen, die sich aber wieder von selbst gelegt haben (möglicherweise aber ursächlich für die Hodenschmerzen im November?). Mein Hausarzt meinte, es könnte in meinem Alter (20) nichts an der Prostata sein, hatte mir vor ein paar Wochen, als ich wieder über Inkontinenz und Brennen geklagt habe ein Antibiotikum (Cefuroxim) für 1 Woche verschrieben und dadurch haben sich diese Beschwerden auch gebessert, die Erektionsstörungen und wenig "Gefühl" im linken Hoden sowie beim Orgasmus quasi nur Druck und Muskelkontraktionen am rechten Hoden allerdings bestehen weiterhin...

              Wie könnte man eine Prostatitis, wenn nicht in Blut oder Urin, erkennen? Und kann es sein, dass eine Prostatitis einseitig verstärkte Auswirkungen hat?

              Kommentar



              • Re: Hodenschmerzen und Erektionsstörung nach Orchidopexie

                Eine Prostatitis drückt nich den Samenstrang ab und ist auch nicht einseitig. ....

                Eine urologische Untersuchung ist im Zweifel sicher sinnvoll.


                Lieben Gruß

                Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

                Kommentar