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Verletzung äußerer Blasenschliessmuskel durch Katheter

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  • Verletzung äußerer Blasenschliessmuskel durch Katheter

    Ich schildere kurz mein Problem.
    Ich heiße Harald bin Anfang 50 und hatte zusehens Schwierigkeiten beim Wasser lassen. Untersuchung beim Urologen ergab, stark vergrößerte Prostata. Unterschiedliche Messungen ergaben zwischen 60 und 90ml.
    Medikamente brachten nur bedingt Linderung. Als dann auch noch ein akuter Harnverhalt passierte, entschloss ich mich zu handeln. Mein Weg sollte eine Embolisation sein.

    Nun das Problem.

    Vor dem Eingriff wurde ein Katheter gelegt. Beim füllen des Ballons gab es einen kurzen Stich. Da kein Urin rauslief, wurde er wieder entfernt. Plötzlich kam reichlich Blut aus der Harnröhre. Dauerte ca. eine Minute, dann beruhigte sich das Ganze. Als ich eine halbe Stunde später pinkeln musste kann erst normaler Urin, als der Blasenschliessmuskel aber abschliessend zusammen zog, schoss viel Blut aus der Harnröhre. Beruhigte sich sobald der Schliessmuskel wieder Ruhe gab. Selbes Spiel in den kommenden Stunden noch 2 mal. Wurde in der Klinik zu einem Urologen gebracht, der mir einen Spülkatheter legte. In der Folgezeit kein Blut im Urin. Der Eingriff wurde dann auch durchgeführt.
    Nun habe ich den Katheter nun schon 10 Tage in der Harnröhre und es hört immer noch nicht auf, dass etwas Blut zwischen der Harnröhre und dem Katheter läuft. Dieses geht meiner Meinung nach einher mit den zwanghaften Muskelkontraktionen des äußeren Blasenschliessmuskels. Ich denke bzw. bin mir sicher, dass dieser beim Aufpumpen des Katheters verletzt wurde, weil der Katheter nicht weit genug eingeführt war. Nun weiß ich nicht, wie ich mich weiter verhalten soll. Wie gesagt ist mein Urologe nun in Urlaub. Er meinte bei meinem Besuch gleich nachdem ich die Klinik verlassen hatte, der Katheter sollte 10 Tage verbleiben, dann sollte das verheilt sein. Bekomme auch Antibiotika.
    Da aber der äußere Blasenschliessmuskel nicht zur Ruhe kommt (sobald ich daran denke zieht er sich krampfhaft zusammen), denke ich heilt die Verletzung aber auch schlecht. Ich kann das Anspannen des Schliessmuskels nur bedingt unterdrücken. Vermutlich löst das der Katheter aus. Am Tage geht es noch halbwegs (gestern nur ganz wenige Tropfen, nachts aber wieder mehr).
    Was soll ich tun?
    Noch mit diesem recht grossen Spülkatheter abwarten?
    Spülkatheter gegen einen kleineren normalen Katheter tauschen lassen, damit weniger Spannung am Schliessmuskel vorhanden ist? Der Hausarzt meinte gestern, ein kleinerer würde Vernarbungen begünstigen.
    Wenn er raus ist und immer noch so stark blutet trotzdem mal 1-2 Tage ohne Katheter probieren?
    Bin ziemlich verzweifelt!!!
    War gestern wie geschrieben beim Hausarzt, dieser meinte das würde ganz sicher von alleine heilen, dauert aber. Ich brauche Geduld. Ist das wahrscheinlich?

    Besten Dank schon mal für Ihre Rückmeldung.

  • Re: Verletzung äußerer Blasenschliessmuskel durch Katheter

    Eine Verletzung wahrscheinlich - meist aber ohne Folgen!

    Eine Embolisation sehe ich bei der Größe der Prostata und in Ihrem Alter eher kritisch. Es gibt eine Chance der medikamentösen Therapie durch Einsatz von a-Reductasehemmern wie Finasterid oder besser Dutasterid und Kombination mit einem Alphablocker oder Tadalafil.

    So lange es nicht oder nur schlecht läuft, könnte man die Situation durch einen Bauchdecken-Katheter erleichtern. Dann wäre auch der leidige Fremdkörper aus der Harnröhre.....

    Zu erwartende Therapiezeit medikamentös (da leicder später Start) wenigstens ca. 3-6 Monate.

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: Verletzung äußerer Blasenschliessmuskel durch Katheter

      Sehr geehrter Herr Dr. T. Kreutzig-Langenfeld,

      herzlichen Dank schon mal für Ihre Antwort.

      Leider habe ich mich undeutlich ausgedrückt. Die Embolisation wurde dann 2 Tage nach der Verletzung durchgeführt. Ich weiß, viele sehen das Verfahren als experimentell, auf der anderen Seite ist das nun der von mir eingeschlagene Weg. Ich werde sehen, ob ich hier die richtige oder falsche Entscheidung getroffen habe. Die Medikamente die Sie genannt haben wollte ich langfristig mit deren Nebenwirkungen nicht einnehmen. Ein operativer Eingriff war mittel- bis langfristig unausweichlich.

      Mein Problem ist im Moment die durch den ersten Katheter erfolgte Verletzung des Schliessmuskels.
      Wie verfahre ich nun, dass es best und schellst möglich heilt. Im Moment heilt es schlecht, da ich immer wieder den äusseren Schliessmuskel unbewusst anspannen muss. Dadurch wird die verletzte Stelle ständig beansprucht. Nachts im Schlaf noch mehr als am Tag.

      Meine Frage ist, heilt sowas, wie auch mein Hausarzt sagt, ziemlich sicher von selbst und ich brauche einfach Geduld oder muss man was ändern?

      Möglich und meine Idee wäre anstelle des 18er Spülkatheters einen kleinen 12er Katheter, welcher den Schliessmuskel nicht so stark auseinander spannt. Mein Hausarzt meinte das wäre aber nach dem Heilen wegen der Vernarbung negativ.
      Oder vielleicht den Katheter ganz raus, damit es aber unter Umständen nach jedem Pinkeln und Anspannen des Schliessmuskels wieder nicht heilt?

      Können Sie mir hier bitte noch Ihre Meinung kund tun?

      Besten Dank im Voraus und beste Grüsse

      Harald D.

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      • Re: Verletzung äußerer Blasenschliessmuskel durch Katheter

        Jeder Fremdkörper ist schlecht und wird unvermeidbar zu Infektionen führen und Blutungen provozieren.
        Also raus so schnell es geht! Das aber erst nach Urinkultur und ggf. Passender Therapie. Ein Hausarzt ist hier kaum der kompetenteste Partner. Eine Urologe sollte es schon sein!

        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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        • Re: Verletzung äußerer Blasenschliessmuskel durch Katheter

          Guten Tag Hr. Kreutzig Langenfeld,

          danke für Ihre Antwort.

          Ich weiß, der Hausarzt ist ein schlechter Ersatz, deshalb wende ich mich ja auch noch an Sie, an den Fachmann.

          Ich bin ja auch schon am Startpunkt, sobald mein Urologe wieder aus dem Urlaub zurück ist.
          Ich nehme zur Zeit auch ein vom Urlogen verschriebenes Antibiotikum.

          Gestatten Sie mir noch eine letzte Frage.
          Ist davon auszugehen, dass seine solche Verletzung in der Regel wirklich von alle heilen kann/wird?

          Beste Grüsse, Harald D.

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          • Re: Verletzung äußerer Blasenschliessmuskel durch Katheter

            1. Kann ich nicht der Ersatz fü+r Ihren Arzt sein - ich kann und darf hier auch keine individuellen Therapieratschläge geben

            2. Spontane Heilung sehr wahrscheinlich

            3. Antibiotische Therapie währen eines Fremdkörpers ( Dauerkatheter) nur begrenzt sinnvoll!


            Lieben Gruß

            Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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            • Re: Verletzung äußerer Blasenschliessmuskel durch Katheter

              Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

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              • Re: Verletzung äußerer Blasenschliessmuskel durch Katheter

                Blutung war die letzten beiden Tage deutlich weniger geworden. Waren nur noch ein paar Tröpfchen. Heute Nacht sehr unruhig geschlafen, am Morgen wieder deutlich mehr Blut. Mist, dachte das wird jetzt.

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                • Re: Verletzung äußerer Blasenschliessmuskel durch Katheter

                  So lange ein Fremdköper drin ist, wird das immer wieder sein.
                  Viel trinken einzig sinnvolle Empfehlung! Neben dem, was ich schon sagte!

                  Lieben Gruß

                  Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                  • Re: Verletzung äußerer Blasenschliessmuskel durch Katheter

                    Hallo,

                    möchte mich nochmal melden um anderen später vielleicht bei einem ähnlichen Problem zu helfen.
                    Ich war vor 5 Tagen nochmals beim Arzt.
                    Da der Katheter schon 14 Tage drinnen war, hatte er entschieden ihn raus zu nehmen. Da es ausgerechnet Freitag war und das Wochenende bevor stand, war ich sehr skeptisch.
                    Allerdings fügte sich alles zum Positiven.
                    Das starke Bluten trat nicht mehr auf und meine Angst nicht pinkeln zu können war auch unbegründet. Im Gegenteil klappte es 10 Tage nach der Embolisation schon besser als direkt vor dem Eingriff. Stand heute, alles ist gut und mein Problem beim pinkeln scheint weiterhin immer besser zu werden.

                    Wünsche allen alles Gute.

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