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Verdacht IPP

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  • Verdacht IPP

    Guten Tag,

    ich hatte hier schon vor ca. 2 Monaten geschrieben, aufgrund von Schmerzen am Penis und einer kleinen spürbaren Verhärtung von ca. 1-2 cm zwischen Eichel und Schaft.
    Ich war nun bei 3 Urologen, 2 gehen von einer beginnenden IPP aus, auf dem Ultraschall konnten aber beide Urologen nichts erkennen (kein Plaque o.Ä.), lediglich eine kleine Verhärtung ertasten (wobei ich nicht sicher bin, das beide Urologen die gleiche Stelle ertastet haben). Der dritte Urologe schließt eine IPP komplett aus (vorallem aufgrund des Alters von 34). Er hat aber ebenfalls eine Verhärtung ertastet und denkt, das sei eine Venenenzündung (diese ist aber äußerlich nicht zu erkennen und wurde von einem anderen Urologen).

    Ich habe bis heute immernoch Schmerzen, vorallem auch im Alltag nach Bewegung (beim Sport) oder bei Druck/Reibung durch enge Kleidung auf den Penis. Im erregierten Zustand tut der Penis nicht deutlich mehr weh, und nach der Ejakulation fühlt sich der Penis leicht gereizt an, was nach einiger Zeit aber wieder abklingt. Es ist aber nicht deutlich mehr als der normale Schmerz im Alltag (manche berichten bei einer IPP ja von starken Schmerzen bei der Errektion, das ist nicht der Fall). Zudem habe ich im Alltag ein recht anhaltendes Brennen/Unwohlgefühl, das vorallem abklingt, wenn ich mich hinlege. Nach dem Aufstehen oder langem entspannten Sitzen ist der Schmerz teilweise garnicht mehr wahrnehmbar, kommt dann aber wieder.

    Bezüglich der Krümmung - es ist eine leichte Krümmung nach rechts zu erkennen, der Urologe hat aber die Verhärtung links ertastet. Trotzdem meinte er, es sei eine IPP. Die Krümmung ist hauptsächlich in einem halb erregierten Zustand zu sehen und sind ca 15 Grad. In voller Errektion ist die Krümmung geringer und nur ein paar Grad. Ich habe darauf früher auch nicht genau darauf geachtet, könnte also sein dass das schon immer so. Ich dokumentiere das nun regelmäßig.

    Mir wurde nun Potaba und Vitamin E verschrieben, beides möchte ich aber eher ungern einnehmen, aufgrund der Nebenwirkungen und das ich nicht sicher bin, ob es sich überhaupt um eine IPP handelt.

    Was denken Sie?
    1) Wenn kein Plaque zu sehen ist, aber man eine Verährtung spürt, kann das eine IPP sein? Es wurde von einer Verhärtung der größe 1-2cm gesprochen sowas sollte doch im Ultaschall ersichlich sein?
    2) Kann es eine IPP sein wenn die Schmerzen und die Verhärtung auf der anderen Seite liegen - die Krümmung aber auf der gegenüberliegenden Seite ist?
    3) Wenn die Krümmung in voller Errektion geringer ist, als in halb-erregierten Zustand, spricht das nicht gegen eine IPP?
    4) Was ist von Potaba zu halten - vorallem auch bei dieser unsicheren Diagnose?
    5) Haben Sie noch eine Idee, was das sein könnte außer der IPP oder Vene?
    6) Ich möchte auf alle Fälle noch zu einem Spezialisten gehen, da mir alle Aussagen bisher sehr wage erschienen und manche Fakten nicht soviel Sinn machen (siehe oben). Ich konnte nur bisher niemanden finden, der sich auf das Thema spezialisert hat - haben Sie vielleicht Tipps?

    Ich weiß das waren viele Infos und um alles beurteilen zu können, wäre eine Untersuchung notwendig, trotzdem würde ich mich über Ihre Meinung freuen so gut das möglich ist - ich bin im Moment etwas ratlos.

    Vielen Dank!

  • Re: Verdacht IPP

    Sie machen sich sicher viel zu viele Gedanken.
    Egal wie sie das Kind auch immer nennen. Es kommt darauf an, ob es Probleme macht oder eben nicht.
    Eine ganz kausale Therapie gibt es nicht - auch Potaba hat eher wenig bis keine Effekte. Einzig die PDE-5-Hemmer scheinen (wenn auch nicht dafür zugelassen) sinnvoll zu sein.
    Ohne Plaque würde ich es auch nichts Induratio penis plastica nennen. Mehr werden Sie auch vom Weltbesten Spezialisten als Rat kaum bekommen.
    Sehen Sie mal Bei Prof. Porst in HH auf der Seite nach. Er hat eine hervorragende Sammlung an Literatur auf der Seite und ist, wenn es einen Spezialisten gibt, der den ich fragen würde.

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: Verdacht IPP

      Vielen Dank für Ihre Antwort, ich habe probiert etwas Abstand von der Sachen zu nehmen und nicht soviel nachzudenken.

      Es sind nur einige Wochen vergangen und ich habe immernoch Schmerzen an der selben Stelle. Jedoch habe ich den Penis geschont und habe das Gefühl, dass es besser ist, wenn der Penis möglichst wenig manipuliert/berührt wird. Daher habe ich seit 3 Wochen nicht mehr ejakuliert und wollte nun erstmal noch weiter abwarten ob diese "Ruhe" evtl. hilft. Nun mache ich mir jedoch Gedanken, ob es irgendwie negative Auswirkung haben könnte, wenn man einige Wochen nicht ejakuliert? Ich habe gehört, dass es für die Prostata gut ist, regelmäßig zu ejakulieren und möchte hier jetzt nichts falsch machen. Große Freude hat das Ejakulieren die letzten Male auch nicht gemacht, weil der Schmerz danach immer größer war.

      1) Ich habe zu der Frage bisher keine wirklich Antwort gefunden, daher wollte ich Sie kurz fragen - macht es etwas aus, wenn man mehrere Wochen (oder sogar 1-2 Monate) nicht ejakuliert? Oder sollte man dies doch regelmäßig tun?

      Danke für die Hilfe!



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      • Re: Verdacht IPP

        das macht nichts - und keinen Schaden!

        Lieben Gruss

        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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        • Re: Verdacht IPP

          Vielen Dank für Ihre Antwort!
          Also werde ich es weiterhin "ruhig" angehen und erstmal schonen. Gibt es einen "Zeitraum" indem man mal wieder ejakulieren sollte, oder ist das so zu vernachlässigen, dass ich mal abwarten kann, ob sich die Schmerzen beruhigen (auch wenn das noch weitere Wochen / Monate) dauert?

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          • Re: Verdacht IPP

            Und noch eine zweite kurze Frage (konnte den vorherigen Beitrag nicht editieren).

            Wenn es keine IPP ist (bisher hat sich die Krümmung nicht verändert und ist nur minimal, ca 7-8 Grad auf eine Seite, Plaque war bei den drei Ultraschalluntersuchungen nicht zu erkennen) und auch keine Venenentzündung ist, gibt es noch andere Ursachen, die man in Betracht ziehen könnte z.B. ein nervliches Problems? Die Schmerzen sind immernoch die gleichen wie oben beschrieben.

            Ich würde mich kurz über Ihre Rückmeldung zu den beiden Fragen freuen und vielen Dank für Ihre Hilfe und Experten-Rat, ich weiß das sehr zu schätzen.

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            • Re: Verdacht IPP

              1. Es gibt keinen Zeitraum
              2. Kein Nervenproblem - wahrscheinlich eher eine angeborene Krümmung und eine lokale Reizung - Verlauf entscheidet!


              Lieben Gruß

              Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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              • Re: Verdacht IPP

                Vielen Dank, das beruhigt mich.

                Wegen dem Nervenproblem - hatte vergessen zu erwähnen, dass ich Typ 1 Diabetes seit meiner Jugend habe (seit 17 Jahre, aber gut eingestellt und bisher keine bekannten Spätschäden / Nervenprobleme).

                Würde die Tatsache mit dem Diabetes etwas verändern in Bezug auf meine Fragen mit einem evtl. Nervenproblem (oder einem anderen Grund für die Schmerzen)? Entschuldigen Sie, dass ich das vorher nicht erwähnt hatte.

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                • Re: Verdacht IPP

                  Nein - verändert meine Aussagen nicht!


                  Lieben Gruß

                  Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

                  Kommentar


                  • Re: Verdacht IPP

                    Okay vielen Dank für die Antwort. Eine Frage hätte ich noch. Zwei Wochen nachdem ich beim ersten Urologen wegen den Schmerzen am Penis war (der eine IPP vermutet) war ich nochmal dort, da ich ein ungutes Druckgefühl im Damm Bereich hatte (es waren jedoch keine starken Schmerzen). Es wurde dann im Ejakulat Bakterien fesgestellt die mit Antibiotika behandelt wurden. Nach der Antibiotika Behandlung wurden in den letzten Monaten dann nochmal drei Ejakulat-Proben untersucht, alle waren negativ, also keine Bakterien mehr im Ejakulat festzustellen, somit sollte die Prostatitis ja durch sein. Ein Urologe meinte, dass die Prostata auch Schmerzen an der Penisspitze machen könnte nun dachte ich, ob vielleicht ein Zusammenhang zwischen der Prostatitis und den noch bestehenden Schmerzen am Penis bestehen könnte? 1) Kann es einen Zusammenhang geben zwischen der Prostata und den Schmerzen am Penis? 2) Kann die Prostata überhaupt Schmerzen an der Penisspitze machen? 3) Oder kann man das ausschließen und das mit der Prostatitis und den Schmerzen am Penis (und der evtl. beginnenden IPP) war einfach nur Zufall? Danke nochmal für Ihre Hilfe, ich werde das jetzt erstmal so annehmen und abwarten, die Frage mit der Prostata/Prostatitis ist mir aber immernoch im Kopf rumgegangen und nicht, dass dies evtl. der Grund ist.

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                    • Re: Verdacht IPP

                      Ich hatte auch lange Zeit ähnliche Beschwerden und auch bei mir hatten viele Urologen hier in Deutschland den Verdacht das ich IPP habe es scheint mir so als würden die Urologen hier in Deutschland nichts anderes kennen.. Es gibt auch eine Kavernitis und die hat die gleiche Symtomatik aber da hat hier absolut keiner Ahnung von. Die Erfahrung musste ich selber machen und die Kavernitis KANN INFEKTIÖS sein !! als ich lange Zeit später in der Schweiz bei einem Urologen war hat er mir erklärt das Bakterien die sich in der Harnröhre befinden sich manchmal durch das Blut oder aber bei Abstrichnahme aus der Harnröhre in den Schwellkörper eindringen können und eine Entzündung auslösen können Akut oder Chronisch und die sind dann auch nicht immer im Urin nachweisbar. Die Folgen davon ist das es zur Fibrose und Verhärtung kommen kann aber eben auch nicht je nachdem wie schwer die Entzündung ist und dann denken alle es wäre IPP. Das können Gonokkoken, Chlamidien aber auch normale pathogene Keime verursachen. Bei mir wurden eine Ultrschalluntersuchung gemacht die komplett unauffällig war was mich nicht wundert mit diesen Geräten sieht man doch eh keine Entzündung. Und ein MRT wurde gemacht vom Schwellkörper und da hat man dann gesehen das er Entzündet ist. Ich habe daraufhin 21 Tage Levofloxacin bekommen und siehe da meine "unheilbare IPP" ist ausgeheilt. Was mich aber am meisten ärgert ist das ich Hundertmal bei den Urologen hier in Deutschland darum gebeten habe bei mir ein MRT zu machen aber, weil bei mir Ultraschal und Urin unaufällig war wollte keiner eins machen vieleicht liegt das auch daran das ich Kassenpatient bin ich weis es nicht. Jedenfalls ärgere ich mich darüber bis heute, weil ich Schäden davon getragen habe die auch noch geblieben sind..(Potenz)

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                      • Re: Verdacht IPP

                        In der Literatur gibt es da auch einiges zu dem thema Kavernitis hier ein paar links:


                        https://de.healthitkenya.com/bolezni...stogo-tela.htm

                        https://www.thieme-connect.com/produ...s-0030-1262528

                        http://russischer-arzt.info/krankheiten/cavernit.html

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                        • Re: Verdacht IPP

                          Danke für die Hinweise Nil, ich werde mich dazu erkundigen.

                          An Herrn Dr. Kreutzig-Langenfeld - mich würde noch Ihr Rat zu meinem drei Fragen von dem Beitrag gestern (16:40) interessieren und ob Sie ein Zusammenhang zu der von Nil angesprochenen Kavernitis sehen können?

                          Vielen Dank für Ihre Hilfe.

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                          • Re: Verdacht IPP

                            Ich freue mich, daß es Nil besser geht - aber so einfach wie dargestellt, ist die Sache nicht. Und die Aussage zum MRT halte ich doch eher für problematisch. Eine echte Cavernitis ist extrem selten, und in der farbcodierten Duplexsonographie in der Sono gut zu erkennen.

                            Zu den Fragen:
                            1) Ja kann es geben..... Das könnte auch bei Nil viel eher das Problem gewesen sein und würde auch den Effekt der antibiotischen Therapie gut erklären

                            2) da 1 Ja - auch 2. Ja

                            3) kann man nicht sicher ausschließen



                            Lieben Gruß

                            Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

                            Kommentar


                            • Re: Verdacht IPP

                              Sehr geehrter Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld, danke für Ihre Antwort. Die Urologen bei denen ich war hatten alle sehr moderne Praxen und ich gehe mal davon aus, dass diese auch moderne Ultraschallgeräte hatten. Keiner hatte von diesen aber irgendwas zu einer Cavernitis erwähnt oder in Betracht gezogen. 1) Denken Sie es würde Sinn machen, nocheinmal mit dieser Thematik weiter nachzuforschen ob es eine Cavernitis sein könnte? (Prostatitis im Januar, die aber mit Antibiotika 9 Tage behandelt wurde und danach in mehreren Ejakulat- und Urin-Proben keine Keime mehr nachweisbar waren, die Prostatitis hat nur leichte Probleme gemacht mit unangenehmen Druck im Damm Bereich. Zur ungefähr gleichen Zeit sind die Schmerzen am vorderen Penis-Bereich aufgetreten, die bis heute noch Anhalten, aber schwankend sind (teils deutlich spürbar nach Bewegung / Errektion - teils aber auch so gut wie weg z.B nach dem Aufstehen oder bei Ruhe). 2) Wie hoch schätzen Sie die Chancen ein, dass die Prostatitis eine mögliche Cavernitis ausgelöst hat? 3) Müssten bei einer Cavernitis dann nicht dauerhaft Schmerzen bestehen? 4) Wenn die Prostatitis ausgeheilt ist (was ja der Fall sein sollte, wenn keine Keime mehr nachweisbar sind und keine Beschwerden), dann sollte die Prostata aber auch keine Auswirkungen mehr auf die Schmerzen am vorderen Penis-Bereich haben? Entschuldigen Sie die vielen Fragen, aber Ihre Antworten sind eine große Hilfe. Vielen Dank und ein schönes Wochenende!

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                              • Re: Verdacht IPP

                                1. ich glaube eher nicht
                                2. solche fragen beantworte ich nie..... die Chance ist stets 0 oder 100!!
                                3. m. E. ja
                                4. s. 3.

                                Lieben Gruß

                                Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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