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Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

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  • Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

    Guten Abend Hr. Dr. Kreutzig-Langenfeld,

    da ich verfolgt habe, dass Sie, verständlicheweise, kein Freund von ewig langen Romanen sind, versuche ich, so kurz wie möglich, meine nun seit nahezu 15 Monaten andauernde Odysee zu beschreiben:

    Begonnen hatte alles mit einer Chlamydien-Infektion vor besagter Zeit. Behandelt mit AB-Kuren in mehrmonatigen Abständen, da subjektiv nie wirkliche Besserung:

    Erstbehandlung: Doxy 16 Tage mit 100 mg/Tag
    Behandlung 2: Doxy 15 Tage mit 200 mg/Tag
    Behandlung 3: Metronidazol 7 Tage mit 400 mg/Tag
    Behandlung 4: Doxy 10 Tage mit 200 mg/Tag

    Im Laufe des o.g. Zeitraumes wurden immer weider mehrfach wiederholte urologischen Untersuchungen durchgeführt. Zig Abstriche (teilweise sehr tief und wenig einfühlsam äußerst schmerzhaft), Urinuntersuchungen (inkl. Prostatamassage), Ejakulat, Prostatauntersuchungen, Zystoskopie, US Blase, Hoden, Uroflow, PSA usw.)

    Die Chlamydien selbst wurden nach der Erstbehandlung nie mehr festgestellt auch keine anderen Bakterien oder Pilze (die Antibiosen wurden teilweise auf Vermutung bzw. aufgrund der anhaltenden Symptomatik hin verschrieben)
    Ich habe mich da ganz extremst hineingesteigert !

    Bis heute habe ich eine permanenete Harnröhrenschmerzsymptomatik und ein Drücken am Damm, das sich nur schwer beschreiben lässt. Es brennt, reißt und drückt diffus. Der Schmerz lokalisiert sich etwa dort, wo der Penis bzw. die Harnröhre aus dem Körper (oberhalb des Hodens) austritt. Wasserlassen ist möglich, brennt aber manchmal am Ende etwas und fühlt sich seither einfach sehr unangenehm in der Harnröhre an. Der Strahl ist relativ kräftig aber tröpfelt zum Ende hin sehr dünn (das war früher nie)
    Verändere ich z.B. direkt beim Wasserlassen nur etwas die (Körper-)Position bricht der Harnstrahl sofort ab, als wenn der ganze Beckenboden verkrampft und "dichtmacht" und läuft dann nach konzentriertem initialen Warten wieder an. Allerdings brennt es dann dabei.Die ganze harnröhre fühlt sich total verkrampft und "gequetscht" an.

    Beim Geschlechtsverkehr direkt habe ich paradoxerweise keinerlei Schmerzen. Die Ejakulation fühlt sich manchmal "heiß" und brennend an. Ein paar Stunden später geht jedoch die gleiche Symptomatik wieder von vorne an.
    Auch nachts wache ich nicht von Schmerzen oder Harndrang auf. Jedoch beginnt nach dem morgendlichen Aufstehen einige Zeit später alles wieder von vorne.

    Im Urin (vor allem morgens im Erststrahl) schwimmen permanent immer seltsame Wölkchen und Fetzen herum. Lt. Urologe könne das schon mal von den Schleimhäuten kommen, die sich permanent erneuern würden. Diese Schwebstoffe sind aber zu jeder Tageszeit in meinem Urin. Das war vorher auch nie so. Auch hier nach mehrmaligen Urin-Kulturen, kein Bakterien oder Erregernachweis.

    Ich habe hierzu 2 Fotos mit beigefügt (würden Sie sich diese bitte einmal ansehen)

    https://www.dropbox.com/s/5podqqcb8k...to1...jpg?dl=0
    https://www.dropbox.com/s/xp3fznas58...to2...jpg?dl=0

    Die Urolgen sind am Ende und es gäbe keine Erklärung, was dieses heftige und anhaltende Beschwerdebild erklären könne und haben mich nun mit der Empfehlung "entlassen", bei einem Psychosomatiker vorstellig zu werden.

    Hätten Sie denn eine Vermutung, was dass denn sein könnte bzw. kennen Sie vllt. vergleichbare Fälle aus eigener Praxis ? Jede Untersuchung (vor allem die Zystoskoie) hat die o.g. Schmerzsymptomatik kontinuierlich weiter verschlimmert. Ich bin psychisch mittlerweile ein Wrack geworden.

    Vielen lieben Dank für Ihre Rückantwort

  • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

    Nachtrag: Der Urin wurde auch auf Albumin hin untersucht. Ergebnis: Negativ

    Kommentar


    • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

      Kann man so natürlich schlecht beurteilen. Eine persistierende Infektion möglich. Ich behandele niemals 3x mit dem gleichen Antibiotikum. Der negative Abstrich schließt leider nicht sicher aus.


      Lieben Gruß

      Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

      Kommentar


      • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

        Vielen Dank für Ihre Rückantwort

        dazu hätte ich noch ein paar Fragen:

        1. Kann es sein, dass ich mir dann eine dauerhafte Doxy-Resistenz eingefangen habe?
        Gäbe es denn - im Falle des Falles - noch eine Alternative?
        Fluorchinolone haben ja diese dauerhaft schädigenden Nebenwirkungen und ich habe bereits stark entzündete Gelenke.

        2. Oder im Bestfall: Kennen Sie Fälle aus eigener Praxis, bei denen solche Beschwerden, auch ohne nochmalige AB-Einnahme, wieder verschwunden sind ?

        3. Zu den vielen Abstrichen: Hätte denn da (der erste ausgenommen) nicht zumindest einmal ein positiver Nachweis dabei sein müssen ?

        4. Könnte sich denn eben oder auch gerade aufgrund der vielen Untersuchungen eine chronische Harnröhrenentzündung entwickelt haben ? Sprich: Bakterien längst besiegt, nur Ursache zwischenzeitlich andersgelagert bzw. hausgemacht ?

        5. Könnten diese Schleim-/Fetzenbeimengungen im Urin denn auch von einer (abakteriellen) Prostatitis oder einem CPPS stammen ? Soll ja alles mögliche bei diesem Beschwerdebild geben

        Danke nochmal, dass Sie sich hier die Zeit nehmen. Über so manchen Kollegen da draußen würden Sie vermutlich nur noch mit den Kopf schütteln (ohne hier pauschalisierend oder anmahsend sein zu wollen)

        Vielen Dank und lieben Gruß

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        • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

          1. Ja - kann aber auch primär so gewesen sein


          2. Auch das ist möglich (natürliche Heilung)

          3. nicht unbedingt!

          4. Eher nein

          5. Kann am ehesten Prostatasekret sein (von physiologisch bis Prostatitis- bedingt)


          Leider haben Sie recht.....was so manche Kollegen betrifft!

          Lieben Gruß

          Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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          • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

            Hallo Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld,

            leider will das ganze Symptomatik nicht besser werden. Also bin ich nochmals zu einem Urologen. Dieser hat u.a. auch die Prostata per US angesehen sowie mit dem Finger abgetastet, den PSA-Wert bestimmt (1,06) und 2 Urinkulturen angelegt. Zusätzlich hat er noch die Blasenentleerung auf Restharn kontrolliert.
            Alles ohne Befund.

            Hätte ich eine Prostatitis, hätte ich lt. seiner Aussage einen erhöhten PSA-Wert und Schmerzen beim direkten Abtasten haben müssen. Ein AB wollte er mir aufgrund fehlenden Nachweises nicht einfach so verschreiben, und "aufgrund der vielen Kuren keine Bakterien mehr da sein können" und dies nur unnötig Resistenzen fördern würde.

            Aufgrund meiner Schilderung meiner Harnröhrenschmerzen, will er jetzt noch eine Urethrozystoskopie machen, um zu kontrollieren, was es mit den permanent vorhandenen Fetzen und schleimigen Beimengungen im Urin auf Sich hat bzw. wie die Schleimhaut aussieht.

            Meine Fragen an Sie hierzu wären:

            1. Stimmt das mit den o.g. Aussagen bzgl. der Prostatitis ?

            2. Ich habe eine irre Angst vor der Spiegelung, da ich bereits vor einem Jahr mal eine hatte (allerdings unter Sedierung) und diese nachher sehr schmerzhaft war und ich Monate hinterher noch "Blasenbeschwerden" hatte.
            Er meinte eine Spiegelung sei harmlos und darf nicht weh tun, max. ein bisschen Zwicken und dauere nur 1 - 2 Minuten.
            Stimmt das mit "harmlos" und ist diese wirklich so schnell vorbei ? Wie hoch ist denn das Risiko sich bei einer solchen Untersuchung einen Prostataschaden/-entzüdung bzw. eine Harnröhrenstriktur einzufangen ?

            3. Nachdem die alles nun schon so lange andauert, war er auch der Meinung, dass es Syptomatiken gäbe, die sich im Laufe der Zeit regelrecht verselbstständigen würden und diese nur mehr sehr schwer unter Kontrolle zu bringen seien und man mit jeder erneuten Untersuchung nur noch der Symptomatik "hinterherrennen" würde bzw. diese auch noch weiter aufrechterhalten würde.
            Kennen Sie so etwas vllt. auch aus eigener Praxis-Erfahrung ? Für michist das nur noch sehr schwer einzuschätzen

            Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung

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            • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

              Bitte entschuldigen Sie den etwas zu lang geratenen Text. Sie haben hier schon genug "Romane" zu lesen.

              Kommentar



              • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                Ich bewerte Ihre Fragen:

                1. Ich sehe das anders. Ich bin der Auffassung, daß es auch nicht selten eine latente Prostatitis durch Chlamydien und Mykoplasmen gibt, die sich in den Kulturen und Abstrichen nicht erkennen lässt.

                2. versuche ich zu vermeiden - Frage der Therapierelevanz darf man stellen!

                3. Natürlich gibt es auch den Schmerz, der zur eigenständigen Erkrankung werden kann!


                Lieben Gruß

                Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                  Hallo Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld,

                  heute habe ich die neuen Untersuchungsergebnisse von meinem Arzt erhalten:

                  - Urinkultur nach Prostata-Massage: OK / negativ

                  - Ejakulatprobe: wiederholt erhöhte PMN-Elastase
                  (was wohl auf eine chron. Prostatitis hindeutet)

                  Keime und/oder Bakterien wurden wieder nicht nachgewiesen (daher auch kein Antibiogram)

                  Jetzt soll evtl. nochmals eine längere antibiotische Therapie erfolgen.

                  Dazu hätte ich noch 2 Fragen:

                  1. Da ich auch in Beiträgen verfolgt habe, dass es, aufgrund des verspannten Beckenbodens, wohl so etwas wie einen prostatischen Reflux von Urin gibt und die Prostata sich dann entzündet, könnte der gelegentliche Ausfluss und die Beschwerden doch auch davon kommen oder (was auch das permanente Fehlen eines Bakteriennachweises erklären könnte) ?

                  2. Falls ich um eine erneute AB-Behandlung nicht herumkommen sollte und ich bereits 3 x mit Doxy behandelt wurde und Fluorchinolone nicht einnehmen kann, hätte ich die Frage nach einer Alternative, die evtl. doch noch vorhandene Chlamydien etc. gleich mit wegputzt (natürlich im Bewusstsein dessen, dass sie hier keine konkreten Therapieenpfehlungen aussprechen dürfen - das würde ich direkt vor Ort machen). Möchte diesmal nur nicht unvorbereitet in das Gespräch gehen. Auch Ärzte lassen sich in einem offenen Gespräch durchaus auf sinnvolle Patientenvorschläge-/alternativen ein.

                  Herzlichen Dank

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                  • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                    1. Schwer zu sagen. Letztlich ist das eine Hypothese....

                    2. Leider stehen die Gyrasehemmer derzeit voll in der Kritik. Eine Option ist dann noch das Clarithromycin.

                    Lieben Gruß

                    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                    • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                      Hallo Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld,

                      danke sehr für Ihre Rückantwort. Meinen Termin/Gespräch beim Urologen hatte ich zwischenzeitlich.

                      Er hat mir jetzt ein ganz anderes Antibiotikum für eine 4-wöchige Therapie verschrieben.
                      Dieses nennt sich Nifurantin.
                      In der Dosis von 5 Tage 'a 2 Tabletten sowie 3 Wochen lang 'a 1 Tablette.
                      Dieses AB würde wohl weitestgehend nur im Urogenitaltrakt (u.a. auch in der Prostata wirken).

                      Frage: Sie empfehlen ja oft genug eine ausreichend lange AB-Therapie, was ja hier gegeben wäre.
                      Wirkt das o.g. AB denn tatsächlich (auch) bei einer Prostatitis bzw. in der Prostata und ist einen Versuch wert ?
                      Bin etwas erschrocken, da im VWZ des Beipackzettel steht, dass dieses wohl für Frauen bei u.a. Blasenentzündungen vorgesehen ist.

                      P.S.: Ich möchte Sie höflich bitten, sich hier nicht als Kontrollinstanz, privater Berater o.ä. "missbraucht" zu sehen. Versuche meinem Urologen schon zu vertrauen. Bin nur total verunsichert und möchte auch mehr als ungern zum "Urologen-Hopper" mutieren.

                      Lieben Dank

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                      • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                        ....also mit geeignet, meinte ich u.a. auch, ob dieses AB etwaige Keime wie Chlamydien/Mykoplasmen (wenngleich auch niemals mehr nachgewiesen) gleich mit ausradieren würde ?

                        Kommentar


                        • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                          Nicht meine Lieblingstherapie, kann man aber machen!


                          Lieben Gruß

                          Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                          • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                            Hallo Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld,

                            wollte mich mal wieder melden, da die Symptomatik nicht besser, eher schlimmer geworden ist.

                            Sprich: Harnröhrenschmerzen, brennen und wundes Gefühl in der Harnröhre, ab und an Hodenschmerzen und Drücken an der Blase Vor allem im Sitzen.
                            In der ersten Portion des Morgenurins sind immer noch weiße Fetzen/Fäden die Aussehen, wie abgestossene Schleimhaut sowie schleimartige Gebilde enthalten. Riechen tut er aber völlig neutral.

                            Keine Schmerzen beim Sex und bei/nach einem Orgasmus. Im Gegenteil: Nach einer Ejakulation fühlt sich die Harnröhre entspannt und für einen Moment schmerfrei (wie früher) an. Ca. eine halbe Stunde später jedoch ist sie wieder derart reiz- und schmerzempfindlich, dass es kaum auszuhalten ist. Stress, Ärger und Sorgen verstärken die gesamte Symtomatik noch ganz erheblich.

                            Die Urinkulturen sowie die letzte Ejakulatprobe und US waren wieder völlig in Ordnung. Es ist zum Heulen. So geht das jetzt seit über 1,5 Jahren am Stück.

                            Nachdem bisher nicht wirklich bzw kein AB helfen konnte, habe ich nun vor 14 Tagen Azithromycin 500 mg erhalten und zwar initial als One-Shot mit 3 Tabletten. Da ich auch schon länger mit einer Bronchitis (im Blutbild erhöhte Mykoplasmen pneumoniae IgA +15 ) zu kämpfen habe, wurden direkt im Anschluss nochmals 6 Tage Azi 250 mg vom Internisten "drangehängt". Länger wollte er nicht geben, da dieses Medikament wohl nicht für eine lange Behandlungszeit zugelassen sei.
                            Ergebnis: Keinerlei Besserung, der Harnröhren-/Prostatasymptomatik

                            Frage 1.) Wenn ich im Genitalbereich noch immer Bakterien gehabt hätte, dann hätte diese 2-fache Azi-Kur doch etwas bewirken müssen oder ? Ich meine, dass sind ja nun wirklich keine Drops.

                            2.) Könnte man sich diese Mykoplasmen aus dem Genitalberich auch oral und somit dann in der Lunge einfangen ? Der Internist meinte: Nein, da das 2 verschiedene Arten von Bakterienstämme wären. Azi aber bei beiden hilft.

                            3.) Ist das normal, dass die Blase und die Harnröhre jeden Tag, im Urin sichtbare, Schleimhautpartikel absondert ?

                            Vielen Dank.

                            Kommentar


                            • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                              1. Nicht zwangsläufig z.B. bei Resistenz, was man nie sagen kann
                              2. Lunge nein
                              3. ja - zumindest möglich - muss man untersuchen


                              Lieben Gruß

                              Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

                              Kommentar


                              • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                                Hallo Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld,

                                herzlichen Dank für Ihre schnellen Rückantworten.

                                Zu Ihrer Antort auf Frage 3 hätte ich noch eine Frage: Wie oder was müsste man denn hier noch genau untersuchen?
                                Vor einer (Urethro)-Zystoskopie habe ich panische Angst, wegen der Schmerzen und/oder möglicher Verletzungsgefahr und dadurch entstehender Harnröhrenverengung. Oder wäre diese hier nicht wirklich nötig ?

                                Danke nochmal und lieben Gruß

                                Kommentar


                                • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                                  Eine Zystoskopie ist zumeist verfechtbar. Urinuntersuchung sollte ausreichen Klärung bringen!


                                  Lieben Gruß

                                  Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

                                  Kommentar


                                  • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                                    Hallo Herr Doktor Kreutzig-Langenfeld,

                                    die Urinuntersuchung habe ich zwischenzeitlich durchführen lassen. Zweimal sogar (inkl. PCR aus Morgenurin). Ergebnis: Alles in Ordnung - keine Bakterien und oder Blut etc. Auf die schwimmenden Teilchen im Urin angesprochen, meinte der Urologe, dass dies von den Schleimhäuten komme, die sich permanent erneuern würden.

                                    --> Ich habe hierzu 2 Links angefügt. Dürfet ich Sie höflich bitten, sich das nochmal anzusehen:







                                    Trotz alledem habe ich weiterhin Harnröhrenschmerzen (speziell dort wo der Penis aus dem Körper tritt) und ein Druckgefühl sowie eine Art peinigendes Jucken, Kribbeln am Damm. Diese Symptomatik verstärkt sich ungemein beim Anspannen der Beckenbodenmuskulatur und zieht dann unvermittelt in die gesamt penile Harnröhre hinein.

                                    Da das alles nicht weggeht, ist das Abtatsten der Harnröhre und das Anspannen des Beckenbodens sind schon zur reinsten täglichen Manie seit 2 Jahren geworden. Der Schmerz ist aber wirklich da und keine Einbildung und im meinem Kopf kreist permanent das Thema Bakterien, die dies alles am Leben halten.

                                    Die Harnröhre fühlt sich innen nach wie vor total und gereizt und wund an. Das Wasserlassen selbst brennt aber komischerweise nicht. Nur manchmal fühlt es sich sehr unangnehm an. Wenn ich allerdings während der Miktion unten an die Harnröhre drücke, dann schmerzt es. Ja, ich weiß, es macht keinen Sinn, dies zu machen aber ich kenne diese Symptomatik so an mir nicht, dass da etwas weh tut.
                                    Meistens ist der Harnstrahl gleichmäßig und relativ normal (je nachem ob die Vorhaut zurückgezogen ist oder nicht), mal bricht er auch kurz ab, wenn der Beckenboden sich so verspannt und die Harnröhre sich gereizt anfühlt.

                                    Manchmal habe ich auch Hodenschmerzen. Hier wurde ein US gemacht und alles abgetastet. Ohne auffälligen Befund. Ein Nebenhoden war schon einmal ca. 1 Woche verhärtet und vergrößert, ist aber von selbst wieder verschwunden. Ich habe auch in der LWS starke Probleme und Schmerzen, seit zig Jahren. Der Urologe meinte, dass ich hier mal einen Orthopäden aufsuchen soll, da soetwas bis in die Hoden ausstrahlen kann.
                                    Wenn ich keine Schmerzen beim Sex (die ich tatsächlich nicht habe - ausser ich habe am gleichen Tag mehrmals Sex) und keinen Ausfluss hätte, kann ich auch keine Infektion haben, so seine Worte.


                                    Meine Fragen an Sie wären nochmal (und ich bitte Sie, diese nicht als Kontrollinstanzfragen zu verstehen - ich weiß, dass Sie davon verständlicherweise wenig begeistert sind):

                                    1.) Was ist Ihre Meinung zu den Fetzen im Urin ? Stösst die Blasen-/Harnröhrenschleimhaut sowas wirklich täglich ab ?
                                    Es sind ja auch Schmerzen da (mein Urolge hat nur abgewunken - da eingeschickte Urinkultur wiederum i.O. - eine Zystoskopie wollte er nicht machen)

                                    2.) Da das ganze sich jetzt schon fast 2 Jahre hinzieht, habe ich Angst, dass sich die Harnröhre dadurch langsam immer mehr verändern könnte und sich eine Striktur oder Verengung bildet. Die Blase kann ich aber nahezu restlos entleeren. Wie hoch ist hier die Wahrscheinlichkeit nach Ihrer Erfahrung ?

                                    3.) Macht der Besuch bei einem Orthopäden denn Sinn, zwecks der manchmal auftretenden Hodenprobleme oder hängt könnte dies doch u.a. auch mit der Harnröhren-/Damm-Symptomatik zusammenhängen ? Spielt hier Stress und innerlicher Druck eine Rolle ? Ich habe das Gefühl, das dies manchmal so ist.

                                    4.) Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass sich hier mittlerweile im Laufe der Monate und durch die vielen teils sehr schmerzhaften Untersuchungen ein CPPS entwickelt hat. Also quasi ein "eigens herangezüchtetes" Schmerzsyndrom, das sich verselbstständigt hat, durch die eben nicht verschwindenwollende Symptomatik ?

                                    Ich danke Ihnen recht herzlich.

                                    Ich sage Ihnen, ich könnte laut hinausschreien über so manchen "Kollegen" dort draußen.......und Entschuldigung für die "1.000 Fragen" und den relativ langen Text!

                                    Beste Grüße

                                    Kommentar


                                    • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                                      Die Einordnung der Symptomatik ist für mich auf diesem Wege kaum möglich. Ich kann aber versuchen, zu Ihren Fragen etwas zu sagen:

                                      1. es gibt tatsächlich eine recht aktive Erneuerung der Schleimhaut der Urethra und solche Flocken können vorkommen. Sollte aber nicht ständig so sein. Die Urinkultur gibt in der Tat die beste Auskunft über Infektionen mit Bakterien und kann diese nahezu 100% sicher ausschließen (das gilt jedoch nicht für eine mögliche Infektion mit Chlamydien und Mykoplasmen)

                                      2. Das ist eher nicht zu befürchten und hier können Sie entspannt sein

                                      3. Stress und innerlicher Druck spielen eher eine Rolle als orthopädische Probleme

                                      4. Ich bin kein Fan der Diagnose CPPS, weil ich Sie immer als eine gewisse Hilflosigkeit der Medizin einordne. Schmerzen können aber durchaus als solche eine eigenständige Erkrankung werden, weshalb die Bekämpfung der Schmerz-Symptomatik auch immer ein wichtiger Faktor ist.

                                      Lieben Gruß

                                      Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                                      • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                                        Alles klar. Herzlichen Dank für Ihre schnelle und soweit mögliche Einschätzung.

                                        ÜBRIGENS:

                                        Ihre mitentwickelte HERREN-CREME ist übrigens der Hammer. Mittlerweile erneut nachbestellt.
                                        Da brennt definitiv nichts (und ich habe sehr empfindliche Haut). Weder beim Duschgel noch bei der Pflegecreme. Endlich zwei sinnvolle Produkte auf dem spärlichen (Intim)-Pflegemarkt für Männer, die halten, was sie versprechen.
                                        Sehr ansprechende Optik in Verbindung, mit einer super Pflegewirkung und einem völlig eigenen, frischen und zugleich markant-männlichen Duft.

                                        Danke hierfür. Das muss und sollte auch mal gesagt werden !

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                                        • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                                          Vielen Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung. Es freit mich, daß Sie die Creme gut vertragen und sie einen guten Effekt hat.

                                          Das hört man natürlich gerne!

                                          Lieben Gruß

                                          Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                                          • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                                            Hallo Herr Dr. Kreutzug-Langenfeld

                                            ich hätte mal noch eine Frage zum Restsperma nach der Ejakulation.

                                            Nach der Masturbation und/oder GV gehe ich normalerweise zeitnah zum Wasserlassen (u a. auch weil danach ein entsprechender Harndrang da ist)

                                            1.) Ist es normal, dass nach jedem Orgasmus dieser starke Harndrang vorhanden ist und es dabei auch mal etwas brennen kann ? Der Harnstrahl läuft direkt nach dem Sex auch immer erstmal sehr zögerlich an

                                            2.) Ist es normal, dass nach der Ejakulation und trotz folgenden Wasserlassen einige Stunden oder über den Tag verteilt noch einige Tropfen Restsperma herauslaufen können ? Manchmal ist das auch über Nacht so, wenn ich am Vorabend GV hatte (auch hier, wenn ich danach nochmal auf Toilette war)
                                            Verbleibt da evtl. noch etwas in der Prostata und wird quasi "zeitversetzt" noch abgegeben ?

                                            3.) Ist es normal, wenn ab und zu nach dem Stuhlgang ebenfalls ein fadenziehender klarer Tropfen (kein Urin) vorhanden ist ?

                                            Vielen Dank

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                                            • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                                              1. das Brennen nein! Die Verzögerung ist aber völlig normal

                                              2. möglich......

                                              3. auch das ist möglich

                                              Lieben Gruß

                                              Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                                              • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                                                Hallo Herr Dr Kreutzig-Langenfeld,

                                                Danke sehr für Ihre Rückinfos.

                                                Eine Frage zu dem bei mir vor 1 Jahr erhöhten PMN-Elastase-Wert (ELAS): Dieser lag damals bei 904,00 +

                                                In der letzten Ejakulatprobe vor ca. 1 Monat war nichts (pathogenes) zu finden (bei bleibender Beschwerdesymptomatik)

                                                Wie aussagekräftig ist den dieser Marker bzw. der o.g. Wert ? Dankeschön und besten Gruss.

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                                                • Re: Harnröhrenschmerzen / Prostataprobleme seit über einem Jahr

                                                  Ist weder spezifisch noch für den Urogenitaltrakt von Bedeutung.

                                                  Lieben Gruß

                                                  Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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