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Libido senken oder andere Alternativen

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  • Libido senken oder andere Alternativen

    Hallo Zusammen,

    kurzer Teaser: Ich weiss nicht, wie ich mein gemeinsames Leben mit meiner Freundin weiterleben kann, ohne sie zu verletzen aber auch selber nicht zu Grunde zu gehen.

    Hintergrund: Ich (26) habe extreme Sorgen um unsere Zukunft, zugrunde liegend ist unser Sexualleben. Wir sind etwa ein Jahr zusammen und haben bisher etwa 15-20 mal geschlafen, momentan beläuft sich der Beischlaf auf etwa einmal alle 1-2 Monate. Ich liebe sie und liebe auch die Leidenschaft und den Sex in einer Beziehung, für mich ist es ein essenzieller Teil einer Partnerschaft. Sie (25) hat keine Interesse an Leidenschaft sowie Sex, oder zumindest extrem begrenzt, meistens à la "Alles Gute zum Geburtstag". Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll, wenn ich mit ihr rede, ist es ja laut ihr kein Problem und in Ordnung für eine Beziehung. Ich hatte bisher ein sehr erfülltes Sexualleben mit meinen vorherigen Partnerinnen, sie ist mir jedoch ein Partner, mit dem es mir "ernster" ist. Sie hatte ihren ersten Sex mit mir, da es zuvor nie funktioniert habe. Es ist momentan so, dass es mir täglich etwas schlechter geht in unserer Situation, ich baue Aggressionen auf, fühle mich sehr ungeliebt und in einem Tief - alles Dinge, die ich bisher noch nicht wirklich an mir kannte. Ich habe Angst, ganz langsam in eine Depression zu rutschen, oder aber auch irgendetwas verletzendes zu machen. Da der Rest sehr gut läuft und mir die Beziehung mit ihr wirklich viel gibt, überlege ich, ob es alternative Möglichkeiten gibt, gemeinsam ein glückliches Leben auf allen Ebenen leben zu können. Ich liebe Sex, so fällt mir der Gedanke schon sehr schwer, mein Libido zu drosseln. Dennoch stelle ich hier einmal die Frage, ob es denn die Möglichkeit gibt, mein Libido zu drosseln, ohne Hormone einnehmen zu müssen oder ähnliches? Ich würde sehr ungern Persönlichkeitsveränderungen oder etwas in dieser Art erleben wollen.
    Natürlich habe ich auch mit ihr geredet, es läge einmal an der Pille, sowie beruflichen Stress oder auch andere Gründe. Wenn ich versuche, irgendetwas zu ergründen oder weiter nachhake, kommt es tendenziell zum Streit - deswegen auch die Frage, ob ich denn eine Möglichkeit habe, an mir etwas zu machen um mich auf sie einstellen zu können. Probiert habe ich es bereits mit weniger Sport, weniger Kontakt zu Frauen, weniger Ausgehen und ähnliches, um mein Libido nicht noch zu stimulieren. Genau diese Dinge fördern aber auch nicht unbedingt meine eigentlich positive Haltung zu meinem Leben.

    Hat jemand eine ähnliche Erfahrung mit einem Partner gemacht oder auch einen passenden Lösungsansatz gefunden? Ich weiss selber leider nicht einmal, an welchen Arzt ich mich bei so einer Frage wenden soll, dazu Tipps? Ich habe von Mönchspfeffer gelesen, hat damit oder ähnlichen Mitteln jemand Erfahrungen gemacht?

    Ich würde mich super über eine Antwort freuen oder auch um Erfahrungsberichte ähnlicher Natur. Danke!


  • Re: Libido senken oder andere Alternativen

    Sie brauchen keine Medikamente (gibt es auch nicht) - sondern eine gemeinsame Paartherapie!

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: Libido senken oder andere Alternativen

      Libido senken...mit einer chem. Kastration? Dein Leidensdruck ist echt hoch...und was du für deine Freundin machen würdest, Respekt...aber sicher nicht der richtige Weg...

      Paartherapie denke ich auch...aber deine Freundin, sie hat ja keinen Leidensdruck? Warum sollte sie sich auf eine Therapie einlassen, warum was ändern?

      Pille kann für viele Frauen zu Libidoverlust führen...wenn sie die mal eine Zeitlang weglassen würde, nur um zu sehen ob sich da was ändern würde?

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      • Re: Libido senken oder andere Alternativen

        Vielen lieben Dank für die Antworten und die netten Worte!

        Zu dem Punkt Paartherapie, genau so wie Du schreibst, sieht meine Freundin natürlich kein Problem ein, da sie ja keins hat. Daraus folgend gibt's natürlich auch keinen Grund für sie, mit mir eine Therapie anzustreben. Sie selbst hat etwas in dem Bereich studiert und auch bei/mit einem Psychotherapeuten gearbeitet, wieso ich das mit ihrer Einsicht sehr eigenartig finde, da sie es ja eigentlich besser wissen müsste.
        Ich sorge mich halt, ob es bei ihr eventuell an der Wurzel ein Problem gibt. Ich habe momentan keine Ahnung, wie ich ihr schmackhaft machen könnte, dass sie mit mir die Therapie machen will - ein Ultimatum möchte ich nicht stellen.
        Hat jemand eine Idee, wie ich da jetzt anknüpfen könnte, ohne ihr das Gefühl zu geben, dass mit ihr etwas nicht stimmt? Die momentanen Gespräche in die Richtung führen eher zum Therapeuten-Bashing sowie zu Anschuldigungen, dass ich sie als "nicht-normal" hinstellen möchte. Ich persönlich seh das ja so, dass es in der Sexualität kein Richtig oder Falsch gibt, es aber jedoch zu Differenzen innerhalb einer Beziehung kommen kann, die sich natürlich psychisch negativ niederlegen können auf einen der Partner und dass man daran arbeiten muss und auch Kompromisse eingehen muss, dass die Beziehung harmonische Wege gehen kann. Ich selber habe über den Daumen gepeilt etwa seit meinem 14. Lebensjahr 2 mal in der Woche Verkehr - dabei ging es mir sehr gut und es gab deswegen nie Probleme. Die Drosslung, sowie die Art des Verkehrs ist einfach enorm belastend.
        Die Pille hat sie vor knapp einem Monat abgesetzt, das hat zu einer leichten Verbesserung geführt, jedoch hatten wir in diesem Monat und trotz eines Urlaubes nur 2 mal miteinander geschlafen und das war absolut das höchste ihrer Gefühle.

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        • Re: Libido senken oder andere Alternativen

          Nur weil jemand Psychologie studiert hat, heißt das noch lange nicht, dass er das eigene Leben hinterfragt hat...das schwierigste ist, ehrlich zu sein, einen ehrlichen Blick auf sich, die eigenen Einstellungen und Haltungen zu werfen? Tja, und kennst du den Spruch "Schusters Frau und Schmieds Gaul gehen barfuß"?

          Therapeuten-Bashing...was meinst du damit, wie schaut das aus?

          Die Gespräche führen nur zu Anschuldigungen...wie hast du denn angefangen, was zu ihr gesagt?

          Therapeut, braucht ihr vielleicht gar nicht...lösen müsst ihr das selber..

          Das erste...erkenne es an, dass für sie Sex nicht diese Bedeutung hat wie für dich...
          Dann mach du dir mal Gedanken...nicht was sich ändern muss/soll, was du von ihr erwartest...sondern hinspürst, hinfühlst, wie es dir geht, wie du dich fühlst, was dich belastet...und all dies darfst du ihr sagen...mit der Einschränkung ALLES in einer Ich-Botschaft!!! NIE ein DU...denn das sind Anschuldigungen, der Tod jeder Kommunikation...

          So vielleicht "Mir geht es damit nicht gut, ich liebe Sexualität, mir geht es nicht gut, weil ich meine Sexualität nicht ausleben kann..." nur so zum Beispiel...Alles nur mit ich...und dann schau, was sie sagen wird...

          Ultimatum...geht auch nicht...wenn du nicht, dann...tot...

          Niemand muss in einer Paarbeziehung einen Kompromiss eingehen...ihr müsst einen Weg finden, mit dem es euch beiden gut geht...dann kann die Beziehung harmonisch werden...da müssen beide dran arbeiten...

          Die Libido deiner Freundin...war die schon immer so...wie sieht sie das, wie war das in früheren Beziehungen, weißt du da was?
          Wie alt ist deine Freundin...und seit wann nahm sie die Pille zur Verhütung?

          Seit knapp einem Monat ist gar nichts, nach einem halben Jahr ohne Pille kann man sehen ob die eine rolle spielte...wobei bei manchen Frauen die Libido dadurch dauerhaft eingeschränkt werden kann...

          Viele Glück...und kein DU

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          • Re: Libido senken oder andere Alternativen


            Die Libido deiner Freundin...... wie war das in früheren Beziehungen, weißt du da was?
            Wie alt ist deine Freundin...
            Dies wurde bereits im allerersten Beitrag erwähnt.



            ...Sie (25) hat keine Interesse an ...
            ...
            Sie hatte ihren ersten Sex mit mir, da es zuvor nie funktioniert habe.

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            • Re: Libido senken oder andere Alternativen

              Nur weil jemand Psychologie studiert hat, heißt das noch lange nicht, dass er das eigene Leben hinterfragt hat...das schwierigste ist, ehrlich zu sein, einen ehrlichen Blick auf sich, die eigenen Einstellungen und Haltungen zu werfen? Tja, und kennst du den Spruch "Schusters Frau und Schmieds Gaul gehen barfuß"?

              Therapeuten-Bashing...was meinst du damit, wie schaut das aus?
              Das stimmt wohl - Sie selbst ist Sozialpädagogin, arbeitet aber mit Psychologen und Therapeuten zusammen. Das "Bashing" sieht wie folgt aus, sie selber hatte/hat mit eher schwierigen Fällen zu tun, wieso sie aus persönlicher Erfahrung wohl wenig "Sinn" in der Therapie im Allgemeinen sieht. Sie ist an sich Therapeuten eher abgeneigt und will sich nicht beurteilen lassen oder ähnliches. Ich persönlich habe gar keine Erfahrung mit Therapie oder ähnlichem, wieso ich mich dann auch nicht auf Erfahrungswerte berufen kann, wie ich sie zB. beim Hausarzt natürlich positiv mit einbringen könnte.

              Die Gespräche führen nur zu Anschuldigungen...wie hast du denn angefangen, was zu ihr gesagt?
              Konkret kann ich die Frage leider nicht beantworten - es steht allerdings schon seit den ersten Monaten im Raum, dass ich mir "mehr wünsche" und ich habe das versucht zu kommunizieren, es wurde aber eher verdrängt. Einige Monate dachte ich mir, ich gebe ihr Zeit, ich will, dass sie sich wohl fühlt. Ich wollte ihr Raum geben, auch sich selbst und ihre Sexualität zu entfalten und das ganze ohne Druck - da wir da eben einen durchaus unterschiedlichen Erfahrungshorizont haben, wollte ich ihr einfach Zeit und Freiheit bieten, sodass wir etwas gemeinsames in dieser Hinsicht entwicklen können. Es wurde aber mit der Zeit und dem Druck auch in mir nicht mehr ganz so einfach, so positiv an die Sache ran zu gehen. Ich versuche noch immer, nicht fordernd zu sein - aber ich denke auch die nonverbale Kommunikation, die Gefühlswelten, bauen auf einen gewissen Druck innerhalb der Beziehung auf.

              Therapeut, braucht ihr vielleicht gar nicht...lösen müsst ihr das selber..

              Das erste...erkenne es an, dass für sie Sex nicht diese Bedeutung hat wie für dich...
              Dann mach du dir mal Gedanken...nicht was sich ändern muss/soll, was du von ihr erwartest...sondern hinspürst, hinfühlst, wie es dir geht, wie du dich fühlst, was dich belastet...und all dies darfst du ihr sagen...mit der Einschränkung ALLES in einer Ich-Botschaft!!! NIE ein DU...denn das sind Anschuldigungen, der Tod jeder Kommunikation...

              So vielleicht "Mir geht es damit nicht gut, ich liebe Sexualität, mir geht es nicht gut, weil ich meine Sexualität nicht ausleben kann..." nur so zum Beispiel...Alles nur mit ich...und dann schau, was sie sagen wird...
              Das ist zB. auch ihre Meinung, sich keine externe Beratung zu suchen, allerdings tut sich intern halt herzlich wenig. Es wäre auch für mich angenehm, sich an einer neutralen Person einmal etwas zu öffnen sowie sich Tipps einzuholen. Wir lassen uns in anderen Bereichen des Lebens ja auch gerne beraten, dass wir am Ende ein besseres oder angenehmeres Leben führen können - nur hier scheint es ein Tabu zu geben.

              Die Erkenntnis der verschiedenen Wertungen in dem Thema haben wir mittlerweile durch - dennoch ist es natürlich für sie nicht nachvollziehbar, was es mit mir auf Dauer macht, wenn ich in diesem unbefriedigten Zustand bin, was es auch mit unserer Beziehung und allgemeinen Intimität macht. Ich kann aber vice versa natürlich auch nicht verstehen, ob und inwiefern es bei ihr einen Druck aufbaut.

              Das mit der Ich-Botschaft habe ich bereits so versucht, es ist allerdings auch nicht immer möglich, in emotionalen Situationen komplett analytisch zu bleiben und alles für sie so angenehm zu gestalten, wie man das gerne hätte. Allerdings habe ich auch das Gefühl, durch zu viel Nettigkeit und Eingeständnisse meinerseits, macht es das ganze noch etwas einfacher für sie, die "Uneinigkeiten" in den Hintergrund zu stellen.

              Danke nochmal für den Tipp, ich werde versuchen es weiterhin noch etwas mehr zu berücksichtigen!


              Ultimatum...geht auch nicht...wenn du nicht, dann...tot...
              Da hast Du natürlich total recht. Ich möchte jetzt nicht, dass es oberflächlich klingt, aber ich weiss am Ende auch nicht, ob ich mir eine Beziehung mit keinem oder sehr seltenen, spärlichen Sex vorstellen kann. Für mich ist das einfach ein wichtiger Teil der Intimität, welchen ich nur mit meinem Partner Teilen will und den ich auch brauche. Mich belastet das ganze natürlich, weswegen ich mir auch zB. hier gerne einen Rat einhole.

              Niemand muss in einer Paarbeziehung einen Kompromiss eingehen...ihr müsst einen Weg finden, mit dem es euch beiden gut geht...dann kann die Beziehung harmonisch werden...da müssen beide dran arbeiten...
              Das wünsche ich mir auch - bisher habe ich das eben auch so kennen gelernt, dass sich so "Probleme" lösen durch eine gemeinsame weiterentwicklung. Es gibt natürlich immer eine mehr- oder minderstarke Diskrepanz bei jedem Beziehungsthema, wir sind ja auch individuelle Personen mit eigenen Köpfen und Gefühlen. Manche kann man gerne so stehen lassen und bei anderen habe ich wie gesagt bisher die Erfahrung gemacht, dass man sich gemeinsam entwickeln kann und sich kein dauerhaftes Problem niederschlägt.

              Die Libido deiner Freundin...war die schon immer so...wie sieht sie das, wie war das in früheren Beziehungen, weißt du da was?
              Wie alt ist deine Freundin...und seit wann nahm sie die Pille zur Verhütung?
              Wie bereits oben geschrieben, sie hatte trotz längeren Beziehungen ihr erstes mal mit mir und es war anscheinend schon auch immer ein schmerzliches Thema in ihren vorherigen Beziehungen, auch mit der Folge von Seitensprüngen. Sie ist 25 und hat die Pille vor etwa 6 Monaten anfangen zu nehmen - jedoch die Mikropille, welche aber bis sie sie vor etwa einem Monat wieder absetzte auch nie problemlos "funktionierte".

              Seit knapp einem Monat ist gar nichts, nach einem halben Jahr ohne Pille kann man sehen ob die eine rolle spielte...wobei bei manchen Frauen die Libido dadurch dauerhaft eingeschränkt werden kann...
              Alles klar, allerdings war die Situation vor der Pille auch nicht deutlich besser. Die Unterschiede sind von außen betrachtet sehr marginal.

              Viele Glück...und kein DU
              Danke! Ich werde es beherzigen!

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              • Re: Libido senken oder andere Alternativen


                Dies wurde bereits im allerersten Beitrag erwähnt.




                Sorry...langsam werde ich wohl zu alt dafür

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                • Re: Libido senken oder andere Alternativen

                  Uiuiui...komplexe Sache...da hast du absolut recht, die nonverbale Kommunikation, deine Gefühlswelt, das brauchst du nicht aussprechen, das steht auch so im Raum...aber wenn es nicht kommuniziert wird, kann es nicht angegangen werden, eine fortwährende und sich steigernde Belastung für die Beziehung...

                  Das Tabu gibt es für dich nicht (finde ich klasse...) aber bei ihr...aber warum? Kann vieles sein...z. B. wie wurde Sexualität/Körperlichkeit in ihrer Familie behandelt? Eine neutrale Person wäre da für euch da sicher hilfreich...aber wenn sie keinen Sinn sieht...

                  Bei einer Ich-Botschaft geht es nicht um Nettigkeiten oder Zugeständnisse...sondern allein darum, wie es mir geht und was für mich ein Problem ist...um gemeinsam zu schauen, wie wir uns weiterentwickeln können, damit es beiden in der Beziehung gut geht...

                  Ich finde es nicht oberflächlich, wenn jemand sagt, dass er sich keine Beziehung mit spärlichem Sex (wo noch dazu das Gefühl da ist, gar nicht begehrt zu werden?) vorstellen kann...

                  Oberflächlich und fies finde ich es, wenn jemand dann "deswegen" fremd geht...(weil er nicht den Arsch in der Hose hatte für sich und seine Bedürfnisse einzustehen, ohne dem anderen Schuld zu geben?)

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                  • Re: Libido senken oder andere Alternativen

                    Ich schreibe jetzt mal als Frau hier mit :-). Ich hatte eine ähnliche Situation mit meinem jetzigen Ehemann. Als wir anfangs zusammen waren, wollte ich ihm noch nicht 100% von mir geben, hatte Angst, er verliert vielleicht das Interesse, als ich dann aber bereit war, kam von ihm nichts mehr. Ich konnte machen, was ich wollte, er hat jegliche körperliche Nähe geblockt. Für mich war das unendlich verletzend und kaum zu ertragen. Ich habe versucht zu reden, da kam dann nur, er wisse auch nicht, was los sei. Irgendwann ging es so weit, dass das zur Trennung führte. Aber ohne einander ging auch irgendwie nicht und wir kamen dann doch wieder zusammen. Aber es lief dann einfach so weiter, bis auf die Bettgeschichte war alles ganz wunderbar. Irgendwann habe ich es einfach nicht mehr ausgehalten, denn auch für mich gehört zu einer gesunden Beziehung Sex und gerade in der Anfangszeit genießt man es doch einfach in vollen Zügen. Mit ihm zu reden war nicht möglich, mich hat das fertig gemacht, ich habe die Schuld nur noch bei mir gesucht. "Mag er meine Unterwäsche nicht, mag er mein Parfüm nicht, bin ich zu fett, findet er mich eigentlich unattraktiv, was stimmt nicht mit mir". Heute für mich der völlig falsche Weg und ich muss auch sagen, er hat in mir etwas damit zerstört, einen Teil genommen, ich bin in meiner Sexualität nicht mehr so frei und unbeschwert wie ich es damals immer war. Jedenfalls habe ich ihn irgendwann raus geworfen, weil ich es satt hatte, dieses "Ich weiß nicht". Es war ein Albtraum. Und da - plötzlich - als er vor seinem Scherbenhaufen stand, konnte er mit mir reden, stundenlang. Dann ist er zu einem Sexualtherapeuten gegangen, wir haben sehr, sehr viel geredet und, was soll ich sagen, heute sind wir verheiratet und ich liebe ihn wie am ersten Tag (Gott, wie kitschig) :-).

                    Vergiss diese kuriosen Kastrationsgedanken, das bist nicht du. Und kläre das, bevor du vergisst, wie es ist, man selber zu sein. Ich habe da lange dran zu knabbern gehabt und es nagt manchmal noch heute an mir. Es gab Badewannen voller Tränen, das ist es nicht wert. Denke ich heute an diese Zeit zurück, kann ich nur mit dem Kopf schütteln über mich und mein Verhalten. Es ist wohl wichtiger raus zu rücken mit der Sprache, sagen, dass es dich fertig macht, dass es dich unendlich belastet, dass es dich verändert und sie irgendwann einen anderen Mann vor sich hat, als den, den sie jetzt liebt, dass du sie liebst, es aber für dich so keine erfüllende Beziehung ist, du gemerkt hast, dass du dich veränderst. Du läufst Gefahr, dass es zur Trennung kommt, aber wenn sie dich liebt, dann braucht es vielleicht genau diesen einen Schritt um EUCH zu retten.

                    Ich habe über Jahre die Pille genommen und es stimmt, sie kann sich wirklich deutlich auf die Libido auswirken, aber man sollte darüber dann vielleicht mit dem behandelnden Gyn sprechen, denn es gibt zig versch. Pillen oder evtl. auch andere Möglichkeiten zur Verhütung. Bei ihr scheint das Problem aber wo anders zu liegen.

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