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Prostatabeschwerden, Harnwegsbeschwerden

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  • Prostatabeschwerden, Harnwegsbeschwerden

    Sehr geehrter Herr Kreutzig-Langenfeld,

    ich habe schon seit etwas mehr wie 2 Jahren Beschwerden mit den Harnwegen.

    Angefangen hat es mit einer Blasenentzündung vor etwa 4 Jahren mit Blutnachweis, die aus dem nichts kam. Kein Geschlechtsverkehr. Wurde mit Antibiotika behandelt. 1 Jahr später das selbe und nach einem halben später wurde es chronisch.

    Eine Blasenspiegelung wurde gemacht: Kleine Entzündung an der Blase und eine Reizblase. Wieder Behandlung mit Antibiotika.

    Beschwerden sind ruckartig nach der Therapie gekommen: Gefühl, dass die Harnwege verstopft sind, nach 2-3 h Schlaf schmerzen an Penis, Hoden Bauch, Nieren und Übelkeit. Nach dem Aufwachen war ein Schlaf nicht mehr möglich. Es kam auch nicht viel Urin raus.

    Therapieversuch mit Tamsulosin, was bei dem ersten Gebrauch sehr gut geholfen hat. 1 Monat später kamen wieder die Beschwerden. Wieder Antibiotika. Seit dem ein hin und her: Tamsulosin, Antibiotika.

    Urodynamik wurde gemacht: Kein Befund, außer, dass die Prostata vergrößt sein soll. Bisher wurde meine Prostata noch nie genauer Untersucht.

    Im Moment: Tamsulosin hilft bei den Beschwerden, die Wirkung lässt mit der Zeit nach und die Beschwerden mit den Nierenschmerzen usw. kommen wieder.

    Meine Frage:
    1) Was halten Sie davon, das meine Prostata noch nie genauer Untersucht wurde? Reicht da eine Urodynamik?

    2) Was halten Sie vom Beschwerdebild? Was würden Sie vorschlagen?


    Tut mir leid für den Langen Text, habe aber schon einiges durchmachen müssen. Viele Ärzt wollen schon nichts mehr machen. Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen

    Blizzard123

  • Re: Prostatabeschwerden, Harnwegsbeschwerden

    Männer haben niemals eine isolierte Blasenentzündung, sondern immer auch eine Prostatitis.
    Wenn Bakterien nachgewiesen werden können muß eine passende Therapie erfolgen. Bei V.a. Chlamydien und Mykoplasmen ggf. eine probatorische antibiotische Therapie über einen längeren Zeitraum.

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: Prostatabeschwerden, Harnwegsbeschwerden

      Vielen Dank für Ihre Antwort, Herr Kreutzig-Langenfeld.

      Also das Problem zu Beginn war, das nicht nach Bakterien geschaut wurde, sondern einfach Blind ein Antibiotikum verschrieben wurde für 10 Tage. Das ging dann über ein Jahr. Fand es auch komisch, das erst ein 2. Arzt überhaupt erst auf die Prostata eingegangen ist. War aber 1 Jahr später.

      Geschlechtskrankheiten wurden letzten Monat ausgeschlossen. Kann ja auch nicht sein, weil ich das erste Mal vor etwa einem Jahr hatte(auch immer mit Kondom) und die Beschwerden viel früher angefangen haben.

      Auch findet man keine Bakterien oder Blut im Urin seit Februar 2017. Trotzdem konnte man eine Entzündung bei der Blase feststellen.

      Was bisher probiert wurde:
      -Spasmex(keine Wirkung)
      -Ofloxacin(über 10 Mal, hatte irgendwann die Wirkung verloren, immer für 10 Tage)
      -Doxycyclin (hatte damals gut geholfen, 10 Tage)
      -Nifurantin (mit Tamsulosin hatte es gut geholfen, aber irgendwann wurden die Beschwerden sehr schlimm)
      -Prosturol (keine Wirkung, über 30 Tage Anwendung)
      -Ciprofloxacin (2x über 10 Tage, hat spät gewirkt, aber dafür dann für ein Monat beschwerdefrei)

      Im Moment mache ich eine längere Antibiotikakur mit Ciprofloxacin(500 mg) für 28 Tage und ich weiß, das man mit der Wirkung etwas länger warten muss. Bisher hat es kaum angeschlagen. Fehlen nur noch 5 Tage.

      Was halten Sie vom Antibiotikum und der Therapie?

      Mit freundlichen Grüßen
      Blizzard123




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      • Re: Prostatabeschwerden, Harnwegsbeschwerden

        Eine längere antibiotische Therapie scheint mir schon sinnvoll. Ob es hilft, muss man abwarten.


        Wie (wenn nicht durch den Nachweis von Bakterien) ist denn die Entzündung der Blase festgestellt worden?


        Support habe ich gute Erfahrungen mit Quercetin gemacht.


        Lieben Gruss


        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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        • Re: Prostatabeschwerden, Harnwegsbeschwerden

          Vielen Dank nochmal für Ihre Antwort. Sie sind echt sehr motiviert!

          Die Entzündung wurde durch die Blasenspiegelung festgestellt.
          "Eine kleine Entzündung und Reizblase", hat der Arzt gesagt.
          Monate vor der Blasenspiegelung wurde Blut im Urin gefunden, später dann nicht mehr. (Zum Zeitpunkt der Blasenspiegelung wurde kein Blut mehr im Urin gefunden)

          Zur Blasenspiegelung hatte er noch gesagt, das man an der Harnröhre sehen kann, dass ich zu wenig Sex habe...

          Ich werde Quercetin mal ausprobieren und Sie auf dem laufenden halten.

          Viele Grüße

          Blizzard123

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          • Re: Prostatabeschwerden, Harnwegsbeschwerden

            Bei der Blasenspiegelung lässt sich zumindest einmal keine Prostatitis feststellen.
            An der Harnröhre kann man nicht sehen, wie viel Sex jemand hat - das ist wirklich Unsinn!
            Lieben Gruß

            Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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            • Re: Prostatabeschwerden, Harnwegsbeschwerden

              Ja, so eine Diagnose "Prostatitis" hat bisher kein Arzt gestellt.

              Wie sieht es mit der Urodynamik aus? Könnte man damit eine Prostatitis feststellen?
              Da wurde zumindest eine etwas vergrößerte Prostata bei der Untersuchung festgestellt. Bei der Blase wurde da nichts festgestellt. Die Untersuchung fand letztes Jahr im Mai statt.

              Find es merkwürdig, das bisher kein Ultraschall oder MRT von der Prostata gemacht.

              Viele Grüße und nochmals vielen Dank für Ihre Antwort!

              Blizzard123

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              • Re: Prostatabeschwerden, Harnwegsbeschwerden

                Die Urodynamik erfasst die Funktion der Blase und der ableitenden Harnwege. Damit auch keine Prostatitis zu diagnostizieren.

                Klinische Symptomatik / Urinkultur und Ultraschall sichern die Diagnose. Ein MRT ist eher überfüssige und teure Diagnostik.

                Lieben Gruß

                Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                • Re: Prostatabeschwerden, Harnwegsbeschwerden

                  Danke nochmal für Ihre Antwort!

                  Urinkultur wurde schon gemacht: negativ.

                  Ultraschall hab ich jetzt jedes mal vorgeschlagen, aber kein Arzt möchte darauf eingehen. Es wird gesagt, die Urodynamik soll für eine Prostatauntersuchung ausreichen, was ich einfach nicht glauben kann.

                  Von der Symptomatik habe ich häufiges urinieren, mittlerweile auch schmerzhaftes Nachtröpfeln und auch das Gefühl, nach dem urinieren wieder sofort zu müssen. Auch teilweise abgeschwächter Harnstrahl. Schmerzen strahlen teilweise bis zum Schambein aus und auch andere, nahe Regionen aus.

                  Ich habe noch eine andere Frage:
                  Seit etwa 10 Jahren habe ich Probleme mit der rechten Hüfte. Es ist immer etwas mehr geworden und die Schmerzen gehen bis zum Oberschenkel. Letztes Jahr hat mein Orthopäde einen Beckenschiefstand diagnostiziert. Habe Krankengymnastik verschrieben bekommen und habe die Übungen regelmäßig gemacht, aber keine Verbesserung.

                  Könnte das irgendwie im Zusammenhang stehen?

                  Vielen Dank für Ihre Antwort

                  Viele Grüße

                  Blizzard123

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                  • Re: Prostatabeschwerden, Harnwegsbeschwerden

                    Die Einstellung Ihrer Ärzte teile ich nicht.

                    Ein Zusammenhang mit der Hüfte eher nein!

                    Lieben Gruß

                    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                    • Re: Prostatabeschwerden, Harnwegsbeschwerden

                      Sehr geehrter Herr Kreutzig-Langenfeld,

                      also bisher scheint das Antibiotikum etwas geholfen zu haben, aber ganz weg sind die Schmerzen nicht. Das Nachtröpfeln ist komplett geblieben.

                      Vor allem hatte ich jetzt einmal rechts, nah an der Leiste, eine etwas rote, auffällige Stelle. Sieht aus wie ein Pilz, wie es ein anderer hier auf dem Forum gezeigt hat. Seit 2 Tagen hab ich das auch auf der anderen Seite.

                      Frage: Kann das vom Nachtröpfeln kommen? Die Menge, die rauskommt, ist nicht gerade wenig.

                      Das ganze kann aber keine Pilzinfektion der Harnwege sein, oder?

                      Mit freundlichen Grüßen

                      Blizzard123

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                      • Re: Prostatabeschwerden, Harnwegsbeschwerden

                        Kaum wahrscheinlich.Jedoch am besten mal dem Dermatologen zeigen!

                        Lieben Gruss


                        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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