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langjährige Prostataentzündung

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  • langjährige Prostataentzündung

    Sehr geehrter Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld,

    nach jahrelangen Beschwerden und etlichen Behandlungen bei mehreren Urologen weiss ich nicht mehr weiter!
    Daher bin ich auf Ihre Meinung zu folgender Krankheitsgeschichte sehr gespannt:

    - 07/2012: Beschwerden, Abstrich Harnröhre: positiv auf Chlamydien -> 10 Tage Doxycyclin, danach beschwerdefrei bis
    - 07/2013: wieder Beschwerden, Urinprobe -> Diagnose: Prostataentzündung, 14 Tage Doxycyclin, kaum Besserung
    - Weitere AB: 14 Tage Ciprofloxacin, 14 Tage Levofloxacin, 10 Tage Levofloxacin, 20 Tage Doxycyclin, 21 Tage Cefixim, 42 Tage Trimethoprim
    - Uroflow, Blasenspiegelung, Sonographie, MRT, Abstriche, Urin und Ejakulat unauffällig, jedoch AK im Blut Chl. trachomatis und Chl. pneumoniae leicht erhöht
    - Symptome: Keine Libido, Gefühl verstopfter Harnröhre beim Urinieren und Ejakulieren, Rückenschmerzen, Erschöpfung, Durchfall, Ziehen in der Leiste, Muskelschmerzen in Beinen

    Ich bin männlich und Anfang 30.

    Ich bin Ihnen schon jetzt sehr dankbar!

  • Re: langjährige Prostataentzündung

    Die antibiotische Therapie ist sicherlich in ausreichendem Maß erfolgt.
    Somit wäre für mich hier eine symptomatische Therapie, Wärme, ausreichende Trinkmenge und auch Quercetin sinnvoll.

    Einige Ihrer Symptome haben mit der Sache auch eher nichts zu tun.

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: langjährige Prostataentzündung

      Vielen Dank für Ihre Antwort, Herr Dr. Ich schätze Ihre Meinung sehr.
      Welche Symptome meinen Sie?
      Denken Sie, die Diagnose ist falsch bzw. unvollständig?
      Ich habe auch Tamsubloc, Pollstmol und Cystinol probiert, leider ohne Erfolg.
      Zusätzlich nehme ich Kürbiskerne.

      Vielen Dank!

      Kommentar


      • Re: langjährige Prostataentzündung

        Erschöpfung und Muskelschmerzen sind zum Beispiel keine typischen Symptome einer Prostataentzündung.
        Das Quercetin könnte hilfreich sein.

        Lieben Gruss


        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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        • Re: langjährige Prostataentzündung

          Sehr geehrter Herr Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

          ich habe ähnliche Probleme wie mss. Eine kurze Zusammenfassung meines Leidens:

          Ich hatte ca. 2005 eines morgens bei der Morgenerrektion starke Schmerzen und bemerkte eine Krümmung in Glied, die leicht nach links zeigte. Beim Urologen wurde eine IPP diagnostiziert, wobei mir eine Lösung verschieben wurde, die ich mit Wasser einnehmen musste. Die Lösung hat keine Veränderung gezeigt, jedoch ist die Krümmung irgenwann verschwunden. Leider musste ich danach auch verstellen, dass ich seitdem an keine feste Erektion mehr bekommen habe, sowie es vor der Krümmung immer ausnahmslos der Fall war. Mit dem Verschwinden der Krümmung war die Festigkeit der Erektion aufeinmal schlagartig weg.
          Seitdem habe ich durch die Jahre nur immer eine mittelmäßige Errektion, Morgenerrektionen habe ich fast überhaupt nicht mehr.
          Ich war bei vielen Urologen, die mich immer nur mit Potenzmittel vertrösten haben, die aber bei mir keine Veränderung hervorgebracht haben.

          Ich habe hier gelesen, dass eine Prostatis ebenfalls Errektionsstörungen auslösen können.
          Ich habe auch seit Längerer Zeit immer ständigen Harndrang und kann teilweise meine Blase nicht richtig entleeren. Ich habe Schmerzen beim Wasserlassen, wenn ich auf die Harnröhne drücke, sonst merke ich nicht beim normalen Wasserlassen. Ich hatte früher auch schon mal Schmerzen beim Wasserlassen ab und zu und auch schon mal ein Brennen bei der Ejakulation.

          Kann es sein, dass ich eine chronische Harnröhrenentzündung habe, die mit den Jahren eine Prostatits verursacht hat ?

          Wie sollte ich am besten vorgehen? Leider konnte mir bis jetzt kein Urologe helfen und ich habe jahrelang damit gelebt.
          Leider kann ich auch nicht ausschließen Chlamyden oder ähnliches zu haben, da ich früher auch schon ungeschützt Geschlechtsverkehr hatte.

          Über eine kurze Antwort wäre ich Ihnen sehr sehr dankbar.

          MfG

          Mr.Wen

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          • Re: langjährige Prostataentzündung

            Eine Prostatitis kann bakteriell oder bakteriell sein. Ggf. Ist eine lange antibiotische Therapie erforderlich (bei der bakteriellen Prostatitis bis 3 Monate). Wirkstoffe wie Tadalafil helfen bei der Potenz und erleichtern die Fiktion.
            Harnröhre/Prostata und Blase kann man nicht getrennt voneinander betrachten. Sie infizieren sich auch normalerweise nicht separat!

            Lieben Gruß

            Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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            • Re: langjährige Prostataentzündung

              Vielen Dank für die schnelle Antwort.
              Welche Vorgehen würde Sinn machen zu erst. Eine Blasenspiegelung, Harnröhrenabstrich oder Prostatauntersuchung ?

              MfG
              Mr.Wen

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              • Re: langjährige Prostataentzündung

                Eine Blasenspiegelung würde ich versuchen zu vermeiden, da bei einer Infektion eigentlich obsolet!
                Also Abstrich/Urin und Sono.

                Lieben Gruß

                Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                • Re: langjährige Prostataentzündung

                  Vielen Dank für die Beratung.
                  Des Weiteren ist noch zu erwähnen, dass mein Urinstrahl schon seit sehr langer Zeit verdreht ist. Evtl. könnte das auch relevant für die Diagnose sein
                  Heute Nachmittag müsste ich 4mal in kurzen Abständen Wasser lassen. Die Blase scheint sich nicht ganz entleeren zu können aufgrund der Entzündung.

                  MfG

                  Mr Wen

                  Kommentar


                  • Re: langjährige Prostataentzündung

                    Das sind eher sehr unsichere Symptome.....
                    Keine besonderen Rückschlüsse möglich!

                    Lieben Gruss

                    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

                    Kommentar



                    • Re: langjährige Prostataentzündung

                      Sehr geehrter Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld,

                      vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
                      Ich nehme nun Quercetin Kapseln (250 mg / Tag). Ist diese Dosierung ausreichend? Wie lange wird eine Wirkung auf sich warten lassen?
                      Die Muskelschmerzen in den Beinen hatte ich auch 2012, als die Chlamydien nachgewiesen worden sind. Ist es Ihrer Meinung nach absolut sicher, dass die Chlamydien nach diesen AB-Gaben eliminiert worden sind?

                      Vielen Dank.

                      Kommentar


                      • Re: langjährige Prostataentzündung

                        1.
                        Bei Quercetin hat mir ein Patient berichtet, daß Dosen ab >2000mg erst bei Ihm wirksam waren. 250mg halte ich für viel zu wenig, Es gibt aber auch keine Daten dazu.

                        2.
                        Absolute Sicherheit gibt es in der Medizin nicht. Sie haben aber wirklich lange Therapiezyklen gehabt.

                        Lieben Gruss


                        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                        • Re: langjährige Prostataentzündung

                          Danke!
                          In der Beilage zu dem Präparat, das ich nehme, wird vor der Einnahme einer höheren Dosis als 250 mg pro Tag gewarnt!
                          Müsste ich mir Sorgen machen, wenn ich z.B. 10 Kapseln pro Tag zu je 250 mg nehmen würde?

                          Kommentar


                          • Re: langjährige Prostataentzündung

                            Das kann ich nicht sagen - nur berichten von meinem Patienten und ich selbst habe auch bereits einmal höhere Dosen getestet. Ich kann/darf/werde aber keine Empfehlung geben oder gar Verantwortung übernehmen.

                            Lieben Gruß

                            Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

                            Kommentar


                            • Re: langjährige Prostataentzündung

                              Vielen Dank, Herr Dr.
                              Natürlich verstehe ich das. Ich bin momentan bei 1000 mg pro Tag und werde die Dosis wohl auf 2000 mg pro Tag steigern.
                              Welche Dauer ist sinnvoll bei dieser Dosis?

                              Kommentar


                              • Re: langjährige Prostataentzündung

                                Ich kann auch dazu keinen konkreten Aussagen machen, da das Quercetin bei der Prostatitis noch recht neu im Einsatz ist.
                                Als Natursubstanz vermute ich, daß eher die längere Therapie erforderlich sein dürfte.

                                Lieben Gruß

                                Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

                                Kommentar


                                • Re: langjährige Prostataentzündung

                                  Ich finde es super, dass Sie sich auch am Sonntagabend die Zeit für die Beantwortung der Fragen nehmen! Vielen Dank.
                                  Halten Sie diese Therapie für wirklich erfolgsversprechend?
                                  Glauben Sie, ich kann mit dieser wirklich wieder ganz gesund werden?

                                  Kommentar


                                  • Re: langjährige Prostataentzündung

                                    1. Eine Therapie ohne Erfolgsaussichten würde ich nicht raten.....
                                    2. ja


                                    Lieben Gruss


                                    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

                                    Kommentar


                                    • Re: langjährige Prostataentzündung

                                      Das klingt sehr gut. Nochmals vielen Dank für Ihren kompetenten Rat, Herr Dr. Ich werde Ihnen in ein paar Wochen berichten. Alles Gute für Sie.

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                                      • Re: langjährige Prostataentzündung

                                        Sehr geehrter Herr Kreutzig-Langenfeld,

                                        leider lässt mir das Thema keine Ruhe. Nach tagelangen Recherchen im Internet bin ich mir ziemlich sicher, dass ich an einer chronischen Prostatits leide. Die Symptome scheine alles zu passen:

                                        Häufiger Harndrang, Blase kann nicht komplett entleert werden, Nachtropfen, Urinstrahl nicht mehr so stark, Errektionsstörung in Form von, dass der Penis nicht mehr so fest wird wie früher

                                        Die Errektionsstörungen habe ich mittlerweile 13 Jahre. Der häufige Harndrang scheint ausgeprägter als früher.

                                        Ich hatte vor 6 Monate, aufgrund einer Infektion im Magen-Darmbereeich, ein Antibiotika (Flagyl 500 mg) verschrieben bekommen. Nach einigem Tagen der Anwendung war meine Infektion weg und uch bemerkte, dass ich wieder eine sehe gute Erektion hatte, welche ich die ganzen 13 Jahre nicht mehr in der Form hatte. Evtl. hat das Antibiotika auch das Problem mit der Prostatits versucht zu bekämpfen? Ich hatte es nur eine Woche genommen wegen der Infektion, später waren die Errektionsprobleme dann wieder da.
                                        Könnte es sein, dass das Antibiotika auch die Prostatits heilen könnte, aber da ich es nur für kurze Zeit genommen habe, nicht ganz beseitigen könnte?

                                        Ich habe jetzt etwas bange, dass nicht durch die langjährige Prostatitis sich ein Geschwür evtl. gebildet hat, welches dann auch Prostatakrebs verursachen könnte.

                                        Wie sollte ich am besten vorgehen? Ich habe mir erstmal einen Termin beim Hausarzt geben lassen und meine Postata rektal abtasten zu lassen.

                                        Ich bin jetzt 40 Jahre alt und bin etwas verzweifelt, dass ich diese Symptome jahrelang nicht erkannt habe.

                                        Vielen Dank für Ihre Hilfe im Vorraus.

                                        MfG

                                        Mr.Wen

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                                        • Re: langjährige Prostataentzündung

                                          Ich rate ab, via Google Diagnosen zu stellen.
                                          Es gibt keine Hinweise dafür, daß eine Prostatitis ein Prostatakarzinom auslösen könnte.
                                          Ansprechpartner sollte nicht der Hausarzt, sondern der Urologe sein.
                                          Lieben Gruß

                                          Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                                          • Re: langjährige Prostataentzündung

                                            Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
                                            ich habe im Februar einen Termin bei meinem Urologen.

                                            Welche Vorgehensweise wäre Ihrer meiner nach am sinnvollsten?

                                            MfG

                                            Mr.Wen

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                                            • Re: langjährige Prostataentzündung

                                              Untersuchen lassen nd je nach Ergebnis therapieren!

                                              Lieben Gruß

                                              Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                                              • Re: langjährige Prostataentzündung

                                                Lieber Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld,

                                                wie versprochen, berichte ich Ihnen.
                                                Nach ca. einer Woche Einnahme von Quercetin 1000 mg pro Tag, geht es mir schon wesentlich besser!
                                                Ich fühle mich nicht mehr so schlapp, fühle mich nicht mehr krank. Urinieren fast wieder normal, Erektion stärker.
                                                Ich merke, es kommt langsam wieder alles in Ordnung! Wenn es so weitergeht, bin ich in einiger Zeit beschwerdefrei! Ich plane, das Quercetin noch mindestens vier Wochen einzunehmen, jedoch die Dosis bei 1000 mg pro Tag zu belassen, da ich nach Lesen einiger Studien herausgefunden habe, dass Dosen > 1000 mg / Tag nicht empfohlen werden.

                                                Ich bin Ihnen sehr, sehr dankbar!

                                                In einigen Wochen werde ich Ihnen noch einmal berichten.

                                                Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie frohe, gesegnete Weihnachten!

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                                                • Re: langjährige Prostataentzündung

                                                  Es freut mich, daß es Ihnen besser geht und hoffe, les geht so weiter!

                                                  Auch Ihnen gesegnete Weihnachtstage!

                                                  Lieben Gruß

                                                  Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

                                                  Kommentar