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Massive ED - Angst vor Fibrose

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  • Massive ED - Angst vor Fibrose

    Sehr geehrter Dr. med. Thomas Kreutzig-Langenfeld,

    vorerst möchte ich Ihnen meinen größten Respekt dafür aussprechen, dass Sie hier in ihrer Freizeit sozusagen ehrenamtlich Ratsuchenden Hilfe geben! Vielen Dank dafür! Ich versuche mich im folgenden kurz zu fassen:

    Ich bin 26 Jahre alt und habe seit einem halben Jahr eine starke ED, nur sehr schwache Morgenerektion, Schmerzen in Penis und teilweise verhärtete Schwellkörper.
    Beschwerden traten über Nacht nach heftigen GV auf. Normale Sonografie war unauffällig, der Urologe tippte auf psychische Ursachen. Erektionen waren nurnoch schwer zu bekommen, teils schmerzhaft zu beginn. Nach etwa einen Monat war eine leichte Verbesserung bemerkbar, nach der Einnahme von Cialis ging es einigermaßen, allerdings hatte ich es dann einmal wieder wohl übertrieben und hinterher enorm starke Schmerzen, sodass ich mich in die Notambulanz begab.
    Doppler-Sonografie stellte links nur noch eine schwache Durchblutung fest und der Arzt meinte mein Penis fühle sich verhärtet an und diagnostizierte eine Schwellkörperthrombose und vermutete eine Fibrose, seitdem bin ich psychisch am Ende.

    Mein eigentlicher Urologe konnte mir die verschlechterte Durchblutung im Doppler nicht erklären, meinte allerdings ich hätte generell einfach einen etwas härteren Penis und weder eine Verhärtung noch eine Fibrose. Ich solle mir keine Sorgen machen und abwarten.
    Allerdings bilde ich mir seitdem ein das meine seitliche Schwellkörper sich vergleichsweíse hart anfühlen. Bei Masturbation nehmen Schmerzen zu und es es wird schlimmer. Nach einen warmen Bad, bei Beckenbodengymnastik oder beim Wasserlassen bessert es sich meistens.

    Bei mir wurde kürzlich eine Harnröhrenentzündung festgestellt, erneute Vorstellung beim Urologen folgt in Kürze, Antibiotische Therapie mit 1-0-1 Doxycyclin 100mg findet gerade statt.

    Meine Frage daher könnten meine Beschwerden statt durch Fibrose durch eine Caverntis (oder etwas anderen) entstanden sein, die einfach nie richtig Ruhe bekommen hat und daher über nicht Monate wurde?
    Ist eine Verhärtung (ohne Schrumpfung und je nach Tagesform variabel) der Schwellkörper im schlaffen Zustand zwangsläufig Folge eine Fibrose? Oder können hier auch andere Ursachen eine solche Diagnostik entstehen lassen? Mal abgesehen von der psychischen Komponente, die ja definitiv eine Rolle spielt, aber nicht meine Schmerzen sowie schlechte Morgenerrektion erklärt.

    ich hoffe der Umfang ist tolerabel

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael

  • Re: Massive ED - Angst vor Fibrose

    Ich Crashe kurz deinen Beitrag, der Herr Doktor wird dir bestimmt noch antworten.
    zu deinen verhärteten schwellkörpern, das nennt sich Hard flaccid und beruht auf Verspannungen im beckenboden die eben dann in den Penis ausstrahlen (findet man auf englischsprachigen Seiten häufig). Das erklärt auch warum es sich bei warmen Bädern, beckenbodenübungen und auch wasserlassen bessert. Die Schließmuskeln werden dort enstspannt. Das hatte ich während meiner CPPS Karriere auch!

    bzgl der Harnröhrenentzundung, warum hattest du diese? Chlamydien? Diese werden häufig mit Doxy behandelt.

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    • Re: Massive ED - Angst vor Fibrose

      Eine Cavernitis ist möglich. So oder so macht es wahrscheinlich Sinn, einen PDE-5-Hemmer wie Tadalafil regelmäßig in tiefer Dosis zu nehmen. Das verbessert auch die Perfusion.

      Lieben Gruß

      Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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      • Re: Massive ED - Angst vor Fibrose

        Vielen vielen Dank für die schnelle und präzise Antwort!

        Eine Frage hätte nich noch::
        Hätte man eine Schwllkörperfibrose nicht eindeutig im Ultraschall erkannt?
        Was sind denn die klassischen Symptome der Schwellkörperfibrose und wie diagnostiziert man das? Im Internet findet man Daten nur über IPP



        @noname7
        Chlamyidien war negativ. Keine Ahnung
        Auf hard flaccid bin ich auch schon gestoßen, ich bete das dies und nicht eine Fibrose der Grund ist..

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        • Re: Massive ED - Angst vor Fibrose

          Im Ultraschall nicht immer eindeutig. Daher pragmatisch und symptomorientiertes Vorgehen m.E. Sinnvoll.

          Lieben Gruß

          Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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