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Ureaplasma - fehlgeschlagene Behandlung

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  • Ureaplasma - fehlgeschlagene Behandlung

    Sehr geehrter Doktor Kreutzig-Langenfeld,

    ich brauche Ihren Rat zu meinem Fall.

    Ich habe vor einem Monat eine akute Blasenentzündung bekommen (früher keine Probleme). Beim Abstrich wurde nur Ureaplasma Parvum nachgewiesen.

    Ich habe 1 Woche Doxycycline 2*100mg täglich bekommen und als die Symptome nicht ganz weg waren, habe ich noch weitere 5 Tage Doxycycline bekommen.

    5 Tage nach der Behandlung hatte ich noch Symptome (nicht mehr so akut wie am Anfang) und es wurde mir Azithromycin 6 Tage/500mg verschrieben. Heute ist der letzte Tag mit Azythromycin und ich habe das Gefühl, es sich eher verschlechtert hat.

    Also die Behandlung bisher:
    12 Tage Doxycycline 2*100mg
    6 Tage Azithromycin 1*500mg

    Ich bin jetzt verzfeilfelt und weiß nicht was der beste Weg für weitere Behandlung wäre.

    1. Soll ich 2 Wochen abwarten und Kontroll-Abstrich machen? Oder ist das sinnloss wenn die Symtopme weiterhin bestehen?

    2. Wurden Sie jetzt 20 Tage Doxycycline empfehlen oder eher ein Antibiotikum von Fluoroqionoles (7-10 Tage)?

    3. Wird normalerweise Antibiogramm für Ureaplasmen gemacht? Leider war es der Fall bei mir nicht und die Behandlung war auch nicht erfolgreich.

    4. Mein Freund hat nur 5 und halb Tage Doxycycline genommen. Wenn der Abstrich bei ihm negativ wird (2,5 Wochen nach der Behandlung) kann man davon ausgehen, dass er Ureaplasma nicht hat und keine Antibiose mehr braucht?

    Ich möchte den Keim loswerden als ich schon über 1 Monat lang kein Leben mehr habe. Dazu besteht bei uns Kinderwunsch was die Sache noch komplizierter macht.

    Vielen Dank für Ihre Hilfe im Voraus.

    Viele Grüße,
    Anika

  • Re: Ureaplasma - fehlgeschlagene Behandlung

    Die Frage ist, ob Sie eine therapiebedürftige Infektion haben. Meist ist das eher nicht der Fall. Siehe dazu auch diese gute Seite: http://werner-mendling.de

    Akute Harnwegsinfektionen haben mit den Erregern eher keinen Zusammenhang. Hier sind es die typischen Gramnegativen Keime.

    Wichtig ist die Stabilisierung der vaginalen Flora.

    Wenn eine Therapie wegen der Ureaplasmen, dann lang genug (20 Tage Doxycyclin).

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: Ureaplasma - fehlgeschlagene Behandlung

      Hallo Doktor Kreutzig-Langenfeld,

      danke für die rasche Antwort.

      Ich befürchte die Entzündung besteht wahrscheinlich doch durch Ureaplasmen Parvum.

      Als noch kein Ergebnis vom Abstrich lag, habe ich Munoril (für typische Blasenentzündung) bekommen, der gar nicht geholfen hat. Danach müsste ich Ibuprofen schlucken um überhaupt ein Bisschen schlaf zu bekommen. Nachts ist es immer am schlimmsten.

      Ich habe keine Gynäkologische Symtome, kein Jucken in der Scheide, kein Ausfluss, keine Schmerzen. Ich war auch bei Frauenärztin und sie sagte da sei ok. Sie hat auch unter Mikroskope nach Pilz/Bakterien gesucht und nichts gefunden.

      Das Brennen (nicht nur beim Wasserlassen) empfinde ich eher in Harnröhre.

      Was schlagen Sie vor?

      Jetzt ein Abstrich um nach Bakterien zu suchen (heute letzter Tag mit Azythrocymin)?

      Oder

      Abstrich in 2 Wochen und jetzt Vaginalflora zu unterstzützen?

      oder lieber noch was anderes?

      Nochmal Danke!

      Grüße!

      Kommentar


      • Re: Ureaplasma - fehlgeschlagene Behandlung

        Das kann ich natürlich auf diesem Wege für Sie nicht entscheiden. Beide Optionen können Sinn machen!

        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

        Kommentar



        • Re: Ureaplasma - fehlgeschlagene Behandlung

          Hallo Doktor Kreutzig-Langenfeld,

          was würden Sie bzgl. meinen Freund vorschlagen?
          Ich möchte Ping-Pong Effekt und erneute Anteckung vermeiden.

          Er hat nur 5,5 Tage Doxycycline genommen (hatte nie Symptome).

          Glauben Sie ein negativer Abstrich wird aussagekräftig oder was empfehlen Sie? Ich vermüte Der Artz wird ihm ungern ein Antibiotikum ohne Symptome/Nachweis verschreiben...

          Danke und Grüße!

          Kommentar


          • Re: Ureaplasma - fehlgeschlagene Behandlung

            Sorry, dass ich mich einmische aber was möchtest du denn hören? Du hast doch bereits einen Rat von Herr Dr. Kreutzig auch in Bezug auf die Pathogenität der Ureaplasmen (eben eher nicht pathogen)
            Ich weiß nicht ob du den Link vom Doc angeschaut hast - hier wird explizit auf das Thema Ureaplasma Parvum eingegangen
            http://werner-mendling.de/portfolio-...n-ureaplasmen/
            Hier mal ein Auszug aus dem Text...
            "Man kann zur Zeit 12 verschiedene Arten identifizieren. Seit Jahrzehnten kennt man Mycoplasma hominis und Ureaplasma urealyticum im Urogenitaltrakt. Vor wenigen Jahren wurde durch molekulare Methoden Ureaplasma parvum entdeckt, das in über 80% der Fälle früher als Ureaplasma urealyticum fehlgedeutet worden ist. Seit Jahren ist wissenschaftlich auch Mycoplasma (M.) genitalium bekannt, das aber erst seit etwa 2015 in kommerziellen Labors mit molekularbiologischer Technik bestimmbar ist. Nur dieses M. genitalium ist als Erreger von urogenitalen Infektionen bei Mann und Frau identifiziert! Die anderen „alten“ Arten kommen im Genitaltrakt von gesunden Frauen und Männern häufig asymptomatisch vor und müssen weder gezielt gesucht noch gezielt antibiotisch behandelt werden, was aber im Alltag noch weitgehend so nicht umgesetzt wird."

            Hat denn dein Freund überhaupt Symptome???

            Zu allem anderen wird dir Dr. Kreutzig-Langenfeld bestimmt antworten.

            Kommentar


            • Re: Ureaplasma - fehlgeschlagene Behandlung

              Auch Ureaplasma kann Entzündung verursachen! Meine Ärztin hatte ja schon genug solche Fälle. Bei mir hat Ureaplasma Utheritis verursacht. Leider gehöre ich zu den wenigen bei den die Infektion symptomatisch verläuft.

              Wenn du kein Utheritis hattest, kannst du dir wahrscheinlich nicht vorstellen wie unangenehm das ist und warum man erneute Ansteckung vermeiden möchte.

              Daher meine Frage wie man mit dem asymptomatischen Partner am besten vorgehen kann und um ein Abstrich für die Prüfung tatsächlich reicht...

              Grüß

              Kommentar



              • Re: Ureaplasma - fehlgeschlagene Behandlung

                Wenn Behandlung indiziert ist, dann Partnertherapie!!

                Lieben Gruß

                Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

                Kommentar


                • Re: Ureaplasma - fehlgeschlagene Behandlung

                  Hallo,

                  ich antworte hier auf Anikas private Nachfrage hin, ob ich mittlerweile symptomfrei bin.

                  Leider bin ich das nach mittlerweile 1 Jahr und 9 Monaten noch immer nicht.
                  Mir wurde jetzt im Juni 2018 nach leichter Dehnung der Blase (ohne Narkose, üblicherweise wird es in Narkose mit sehr viel Druck gemacht, davor hatte ich Angst...) im Kurklinikum Bad Nauheim Interstitielle Zystitis diagnostiziert, da nach der Dehnung der Blase zahlreiche kleine rote Punkte, die zum Teil auch bluteten, aufgetreten sind. Auch von einer Rötung sprach er, das hat er allerdings nicht in den Bericht geschrieben.

                  Ganz am Anfang hat ein "normaler" Urologe (angeblich kennen sich alle mit chronischen Blasen- und Harnröhrenbeschwerden und Interstitieller Zystits aus - meiner Erfahrung nach trifft das aber nur auf sehr wenige spezialisierte Uros in Deutschland zu) eine leichte Harnröhrenentzündung und eine reizlose Blase diagnostiziert und schlug zur Behandlung Spülungen der Blase (die ja angeblich reizlos war - wie unlogisch) vor, bevorzugt mit BCG (Erzeugung einer echten Blasenentzündung mit Tuberkolosebakterien, bis zu 6 Wochen starke Symptome, aber hoffentlich Stärkung der lokalen Abwehr danach - ich war schockiert!), DMSO (ätzt die äußere Schutzschicht der Blase weg - das kam ebenfalls nicht in Frage - wie ich später erfuhr, ist das Zeug für Praxen gar nicht zugelassen....) und letztlich einigten wir uns dann auf Gepan Instill (soll die angefriffene Schutzschicht vorübergehend ersetzen wie ein "Pflaster" - leider muss man eben mit nen Katheter durch die Harnröhre, die nach so langen Beschwerden gereizt und verkrampft ist, einführen). Der Urologe ging leider sehr unsanft mit mir um und ignorierte meine Bitte, einen Kinderkatheter zu nehmen (hatte ich irgendwo als Rat gelesen), stattdessen meinte er, wichtig sei, er komme gut durch, und ich sah, dass das Ding eine raue Oberfläche hatte. Es war der Horror, ich hatte Schmerzen im Bereich 8/10, die sich 3 Tage wie ständige Schnitte in die Harnröhre angefühlt hatten... Das ständige Völlegefühl in der Blase war zwar tatsächlich für etwa 2 Tage besser, aber so richtig konnte ich das natürlich wegen der sehr stark gestoegenen Harnröhrenschmerzen nicht geniessen... Ich fragte den Urologen, was er denn jetzt vermutet, was ich habe - er meinte, es könne Interstitielle Zystitis sein. Wie er das denn behandeln wolle, wenn es durch die Harnröhre so starke Schmerzen verursacht? Sowas behandele er nur lokal mit den Spülungen.

                  Da ich mir eine weitere Behandlung bei dem Arzt nicht vorstellen konnte, suchte ich noch mehrere andere Urologen auf, die meine Beschwerden fast alle auf die Psychoschiene schoben, auch Gyns übrigens, oder eben weitgehend ratlos waren.

                  Bis ich dann im Klinikum Lüneburg landete. Der Arzt, der dort eine Sprechstunde für Patienten mit Interstitieller Zystitis und Chronischem Beckenschmerz (und den hast du automatisch, wenn du schon monatelang unter Blasenbeschwerden leidest!), leitet, ist ganz anders als alle Uros, die ich vorher aufgesucht habe, ich habe gleich gemerkt, dass er ganz genau weiß, wovon ich spreche (hatte/ hat er selbst so etwas, frage ich mich manchmal?). Er nimmt sich jeweils etwa eine Stunde Zeit, um alle Unterlagen genau zu studieren, und dann hört er einem ganz genau zu. Er nimmt Erreger wie Ureaplasma übrigens sehr ernst, und da wir ausschließen wollten, dass ich den Erreger immer noch habe, habe ich noch mal wochenlang verschiedene Antibiotika bekommen, die bei mir (außer Moxifloxacin, dazu gleich noch mehr) auch immer vorübergehend geholfen haben - möglicherweise, weil ich doch noch Ureaplasma hatte oder einfach nur, weil die ABs, die dagegen helfen, eben auch entzündungshemmend wirken. Von daher komisch, dass Azi bei dir zu einer Verschlechterung führt, es wirkt noch stärker entzündungshemmend als Doxy.
                  Von Moxifloxacin und allgemein Fluorchinolonen würde ich dir dringend abraten! Bei mir hat das zu einer Verschlimmerung geführt zumindest während der Einnahme, und da es Chondroitin bindet, genau den Stoff, der in Gepan Instill enthalten ist... der also ein Baustein der Blasenschutzschicht ist, ist davon auszugehen, dass Fluorchinolone die Blasenschutzschicht schädigen/ abtragen. Vielleicht wirken Fluorchinolone/ Cipro daher auch so gut gegen Blasenentzündung, weil sie die äußerte Schicht mitsamt Bakterien daran einfach ablösen...? Der selbe Effekt ist auch verantwortlich für die bekannten Sehnenschäden. Ich wäre sehr vorsichtig damit. Habe leider selbst nun schon mehrfach Cipro und auch Moxi hinter mir und wer weiß, was das angerichtet hat. Bei Einnahme von Antibiotika auch immer Milchsäurebakterien einnehmen, es gibt von Laktopia mittlerweile auch welche, die Histamin senken (bei Eintzündungen immer von Vorteil, sollte es ggf. sich zu ner IC entwickeln, ist Histamin meist ein starker Trigger).

                  Seit die IC bei mir diagnostiziert worden ist, habe ich jetzt endlich Anspruch auf Elmiron (unnötig teuer, daher bekommt man es erst nach Nachweis der Erkrankung, was eben 1-2 Jahre dauern kann, bis die Schäden sichtbar werden). Der Urologe in Lüneburg hätte es mir schon früher verschrieben, als ich ihm die Bidler der Basenspiegelung zeigte, denn er sah dort unten im Blasenhals/ dreieck (?) eine Rötung und fast überall in der Blase erweiterte Adern. Da der 1. aber ja "reizlose Blase" aufgeschrieben hatte, konnte er es mir nicht versuchsweise verschreiben (ansonsten verschreibt er einem alles, was geht, er möchte einem so gut es geht schnell helfen!).

                  Seit ich Elmiron nehme, geht es mir deutlich besser, aber trotzdem habe ich täglich noch Schmerzen und Drang. Ich weiß immer noch nicht genau, woher es kommt und wie ich es am besten in den Griff bekomme habe. Trigger sind quasi ALLE Nahrungsmittel (nur beim Fasten war ich mal fast komplett beschwerdefrei - leider keine Dauerlösung), Kälte, Stress, harter Untergrund, Stuhlgang (Zusammenhang mit Darm,?!),...

                  Resultat ist, ich bin immer noch damit beschäftigt, herauszufinden, wie ich die Beschwerden noch besser in den Griff bekommen kann, aber es geht mir immerhin viel besser als am Anfang. Schmerz und Drang von etwa Level 7-9/10 auf 1-4/10 gesunken, Das Gefühl der immer vollen Blase habe ich nur noch ganz selten - das kommt wahrscheinlich von Histamin (ganz schwer zu meiden!). Fast noch durgehend habe ich ein gewisses Reizgefühl, meist ganz unten in der Blase, manchmal außen im Intimbereich, am Harnröhrenausgang... In der hinteren Harnröhre, wo es bis vor der langen AB-Therapie immer schmerzte, eigentlich gar nicht mehr. Ich kann auch endlich wieder sitzen, zumindest gepostert. Auch nach dem Aufwachen/ nachts ist der Harndrang nicht mehr zum Durchdrehen stark und ich kann infolge weniger verrampft Wasser lassen (vorher dauerte es morgens mehrere Minuten auch auch tagsüber zu Teil).
                  Ablenkung, leichte Bewegung und Hobbys helfen mir, leichtere Beschwerden (1-2 oder 3) nicht (so stark) wahrzunehmen, aber man ist erst ab einem gewissen niedrigen Schmerz- und Dranglevel überhaupt in der Lage dazu, wieder solche Dinge zu tun.

                  Ich bin jedenfalls seit 1,5 Jahren arbeitsunfähig und hatte, da das mit meinem Partner (ausreichende Therapie) unklar war, 1 Jahr gar keinen GV (wobei mir das mittlerweile sogar gut tut). Er hat sich dann letztlich doch noch mal untersuchen lassen und trotz negativer Befunde von einem anderen Arzt wiederum 20 Tage Doxy noch mal bekommen. Jetzt konnte ich die Ureaplasmen erstmal abhaken, endlich. Nach etwa 12 Wochen (mit einigen Pausen) ABs bei mir und einer sowie noch mal drei Wochen bei ihm sollten die Dinger doch mal weg sein.Der Kinderwunsch bleibt aber weiterhin unerfüllt, sowohl natürlich als auch in der Kinderwunschklinik (gerade noch mal einen Kryo-Versuch gemacht) - ich tippe mittlerweile auf immunologische Sterilität meinerseits. Leider ist diese, wie alle meine Probleme, die ich habe (Allergien, PCO, IC) weitgehend unerforscht...

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                  • Re: Ureaplasma - fehlgeschlagene Behandlung

                    Jetzt noch mal etwas allgemeiner bzw. auch auf dich bezogen:

                    Kommen die Beschwerden die die Mykoplasmen?
                    Zumindest können sie eine Infektion verursachen, wenn sie in hoher Zahl vorliegen, was sie bei mir auch taten (sogar sehr hoch) - bei dir auch? Die gehen ja in die Zellen des Urothels, vermehren sich dort und nehmen auch die Energie aus deinen Zellen wie Parasiten. Von daher logisch, dass das Urothel geschädigt wird und man daurch Drang und Schmerzen bekommt.

                    Allerdings sehe ich bei mir noch zwei andere mögliche Auslöser - oder vielleicht muss(te) auch alles zusammen wirken?
                    Ich hatte ja eine IVF mit sehr hohem Östrogenspiegel (2.000 statt normal beim Eisprung 200) und zu niedrigem Progesteron-Spiegel (nur knapp 10, sehr grenzwertig, insbesondere bei so hohem Östrogenspiegel). Nun verändern Sexualhormone einerseits die Darm- und Vaginalflora (bei solchen Extremen wohl eber zum Negativen) und außerdem konkurriert der Abbau von Histamin mit dem Abbau von Östrogen. Im Anschlusszyklus, in dem eine Krxo geplant war, musste ich dann täglich 3, später sogar 6 mg Östrogen schlcuken, damit die Gebärmutterscleimhaut schön aufgebaut wird. Also hatte ich insgesamt wochenlang sehr hohe Östrogenspiegel...

                    Dann vermute ich ja mittlerweile auch ein überaktives Immunsystem bei mir (habe ja auch Allergien und eben eine Einnistungsstörung unklarer Ursache). Es kann ja auchs ein, dass diese Mykoplasmen eine Autoimmunreaktion in Blase und Harnröhre getriggert haben - d.h., die Erreger sind längst weg, aber die Symptome bleiben.

                    Dass man die Schmerzen eigentlich nur in der Harnröhre hat, ist bei ganz Vielen mit IC pbrigens so... Ich will dir keine Angst machen, ich glaube sogar, dass man das anfangs sogar wieder loswerden kann, wenn es früh genug richtig behandelt wird.
                    Manchmal frage ich mich auch, ob die Harnröhrenschmerzen auch einfach vom ewigen Anspannen des Beckenbodens durch den Dauerdrang kommen. Dagegen hilft z.B. kurmäßig Urorec oder Tamsulosin etwas, oder auch Physiotherapie (gibt aber wenige, die das anbieten im Intimbereich).

                    Zu deinen Fragen:
                    Ich würde - wie ich es ja auch getan habe - auf GV verzichten, bis dein Partner noch mal 3 Wochen ein AB (Doxy?) genommen hat. Es wäre mir ebenfalls auch einfach zu unsicher, dass es vielleicht gerade nur noch asuheilt, was wohl auch 6-8 Wochen dauern kann, und du das dann in der zeit vom Partner wieder bekommst.

                    Die Vaginalflora würde ich auch aufbauen sowie auch die Darmflora, z.B. mit Gynoflor (hat auch etwas Estriol, kann die Zellen in der Umgebung schneller aufbauen - aber bei Histaminproblemen ggf. auch nicht gut - probieren) und Histamed von Lactopia, am besten auch richtige Darmreinigung, vielleicht auch mit Fasten, woran die eine Auslassdiät anschließen könntest (denn die Blase reagiert jetzt auf jeden Fall auf Reizstoffe und ggf. zusätzlch auch auf Hisamin und quais allergisch auf alles Mögliche - muss man immer selbst austestem was man besser und schlechter verträgt).

                    Statt weiteren Abstrichen würde ich empfehlen, den 1. Morgenurin per PCR zukünftig untersuchen zu lassen, soll genauso exakt sein (völlig sicher sind solche Tests eh nie).

                    Dann noch, was ich dir allgemein so raten würde:
                    Dich mit der Ernährung beschäftigen, wie ich oben schon schrieb. Bei geschädigtem Urothel vetträgt man definitiv keine Reizstoffe wie Alkohol, Kaffee, alles Saure (auch Ost), keinen Kakao, ggf. allgemein kein Histamin (am besten dann mal einige Reitage einlegen) und auch nicht zu viel Kalium... Auch Zucker sollte man weitgehend meiden, ich esse sowie fast nur noch weiße Schokolade und Karamell, Pfefferminzbonbons und Lakritz. Oh, und allgemein Bio essen, wann immer es geht. Einige sind auch beschwerdefrei geworden, nachdem sie Gluten und Milchprodukte komplett getrichen haben - das werde ich auch noch mal proboeren.

                    Dann würde ich mal den PH-Wert deines Urins wegen ggf Übersäuerung untersuchen, es gibt da so Teststreifen. Morgens und abends sind leicht saure Werte normal, mittags und nachmittags sollte es aber basisch, als schön blau, werden - hängt auch ganz stark von der Ernährung ab, babsisch ist v.a. Gemüse, aber man kann auch so stark übersäuert sein, dass der Urin trotzdem nie richtig basisch wird. In dem Fall versuch mal, wenn es brennt oder generell öfter mal Natron oder Basenpulver/ Tabletten zu dir zu nehmen.

                    Dann gint es noch ne Reihe Nahrungsergänzungsmittel, die man probieren kann - ich nenne jetzt beispielhaft nur mal Eibischtee (kalt angesetzt), Curcuma und Ingwer (am besten auch als Gewürz beim Kochen einsetzen), Quercetin (auch in Zweibel und allem Gelbem). Allgemein darauf achten, Schweinefleisch, stark Verarbeitetes, Konserviertes etc. nicht zu essen, möglichst alles selbst frisch machen.

                    Als Letztes und eigentlich wichtigste Punkt rate ich dir, einen Urologen zu suchen, der Erfahrung in der erfolgreichen Therapie solcher Beschwerden hat. Dr. Kreutzing hatte ja schon geschrieben, dass bei der überaktiven Blase Medikamente wie Spasmex und Mictonorm helfen - bei chronischem Beckenschmerz/ Urethralsyndrom/ IC hilft das erfahrungsgemäß nicht - probier die mal, falls noch nicht geschehen. Es helfen bei den genannten Beschwerdebildern auch keine normalen Schmerzmittel, Ibu macht es sogar meist noch schlimmer - sowie alle sauren Schmerzmittel. Als Schmerzmittel kommen in Frage: Paracetamol (aber viel zu schwach und leberschädigend), Metamizol (hemmt allerdings den Histaminaabu, suboptimal auf Dauer), Antirheumatika, Antidepressiva wie Mirtazapin (wirkt zugleich antihistaminerg und dadurch auch entzündungshemmend). Dann sollte der Arzt dir noch weitere Medis verordnen, die zu der vermuteten Ursache deiner Beschwerden passen - bei mir snd das 3 verschiedenenAntiallergika. Die Schmerzmittel nehme ich übrigens schon nicht mehr.

                    Aber ich schweife ab... Also der Urologe sollte sich mit Chronischem Beckenschmerz etc. auskennen und meist kennt er sich auch mit komplizierten/ asymptomatischen Erregern/ Infektionen aus oder ist entsprechend vernetzt, dass er sich erkundigt. Es sollte die Ursache deiner anhaltenden Beschwerden ganz genau abgeklärt werden. Du musst dazu bereit sein, auch andere Ursachen für möglich zu halten, dass die Schmerzen bei dir nict weg gehen. Denn wenn du nichts machst oder vielleicht nur immer wieder Antibiotika nimmst, wird es möglicherweise nur immer schlimmer oder eben nicht besser werden.

                    Falls du einen "IC-Arzt", suchen möchtest, schau doch mal auf der Homepage des ICA:
                    https://www.ica-ev.de/

                    Wie gesagt, die kennen sich auch mit ähnlichen, harmliseren Beschwerdebildern aus, gegeb dir z.B. Ernähtungstipps, kommen vielelicht erhöhter Ansoannung oder hormonale Zusammenhängen auf due Spur bzw. ihr gemeinsam.

                    Wenn du magst, schreib mir per PN deinen Wohnort und ich würde mich erkundigen, zu wem du am besten gehst.

                    Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen, zumindest einige Denkanstöße geben.

                    Ganz liebe Grüße und alles Gute!!
                    Melody123





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                    • Re: Ureaplasma - fehlgeschlagene Behandlung

                      Nachtrag: Ich meinte natürlich am Ende "atypische Erreger" statt "asymptomatischer" und hab noch vergessen zu schreiben, dass ich mittlerweile eine Urologin gefunden habe, die die Instillationen mit Gepan Instill und Kinderkatheter meist schmerzarm hinbekommt unddiese auch weitgehend schmerzfrei in Bad Bauheim verabreicht werden (da wird Heparin, Lidocain und Lubricano verwendet) - das Instillagel sollte kurz einwirken und ein hydrohiler Kinderkatheter genommen werden.

                      Mit den Antirheumatika meinte ich COX-Binder wie Arcoxia.

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                      • Re: Ureaplasma - fehlgeschlagene Behandlung

                        Hallo Melody,

                        danke für deine Beiträge.
                        Ich bin inzwischen 8 Wochen nach der Behndlung aber nicht geheilt.
                        Ich habe keine Schmerzen beim Wsserlassen, wenig Harndrang aber Stechen, Ziehen und Spasmen? In der Harnröhre und Intimbereich.

                        Ich glaube eher, dass die Ureaplasmen die Nervenendungen beschädigt haben und die verursachen die Schmerzen/Misempfinden.

                        Viele Ärtzte nehmen Ureaplasmen nicht ernst genug. Wenn man Pech hat wie wir, können die ernsthafte Konsequenzen haben.

                        Ich habe viel geforscht und die Ärtzte die sich mit Ureaplasmen/Chlamydien richtig auskennen, verschreiben so gennanten Protokol - mindestens 4-6 Wochen 3 verschiedene ABs (vor allem Metronidazol) weil diese Bieste sich in anderen Bakterien verstecken können.

                        Ich hatte 4 PCRs ohne Ureaplasmen-Nachweis nach der Behandlung aber Biorezonans hat die weiterhin nachgewiesen.

                        Ich möchte gerne Physiotherapie machen, vielleicht sind die verkramfte Muskeln der Beckenboden das Problem.

                        Dir alles Gute!

                        Anika

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                        • Re: Ureaplasma - fehlgeschlagene Behandlung

                          Hallo Anika,

                          Schmerzen beim Wasserlassen hatte ich auch nie, immer nur nach Abstrichen oder Kathetern, was ja normal ist.

                          Es kann sein, dass deine Nerven einfach noch überreizt sind von der Entzündung.
                          Es kann auch sein, dass dadurch entstehende Verkrampfungen zu einem Teufelskreis führen (Reizung der Nerven durch die Verspannung, schlechtere Durchblutung etc.).
                          Sehr wahrscheinlich finde es aber nach deinen Beschreibungen, dass irgendwie eine Schädigung des Urothels vorliegt (also der Schleimhaut in Harnröhre und evtl. auch Blase), sodass reizende Stoffe im Urin tiefer ins Gewebe sickern, wo sie eigentlich nicht hinkommen sollten/ würden, und dort dann massiv die Nerven reizen.

                          Bei mir ist es wohl so, dass Histamin zu einer Schwellung der Blasenschleimhaut mit ständigem Völlegefühl führt. Das hatte ich aber nur ganz am Anfang, dann das erste halbe Jahr hatte ich zwar auch erhöhten Harndrang, aber in erster Linie höllische Schmerzen in der Hanrrnöhre. Auch kann es sein, dass die Harnröhrenschmerzen aus der Blase kommen - du hast dort Wunden/ undichte Stellen, die nach der Leerung der Blase aneinander reiben - da die Blase gar nicht so viele Nerven hat, der Körper dir aber signalisieren möchte, dass dort Entzündungen sind, leitet er die Schmerzen an Stellen in der Nähe weiter, wo sehr vele Nerven sind: In die Harnröhre und den Intimbereich.

                          Meine Harnröhre (aber möglicherweise kommt auch das wie gesagt aus der Blase) brennt v.a., wenn ich Reizstoffe wie Pfeffer/ scharfe Gewürze, Alkohol, Kaffe/ schwarzen Tee, sehr viel Säure (Zitrus/ Orange, Tomate, Erdbeeren, Ananas etc.) zu mir genommen habe.

                          Wie würdest du deine Schmerzen beschreiben, z.B. wie eine Verbrennung? Wie schlimm sind sie auf einer Skala von 1-10 im Tagesverlauf?
                          Hast du auch Probleme mit den Wasserlassen/ Harnstrahl, z.B. dass es nicht sofort läuft, dass der Strahl immer wieder stoppt, sehr dünn/ scharf etc. ist? (Wäre ein Hinweis auf Verspannung)

                          Dass du v.a. abends die Stärksten Probleme hast, lässt schon vermuten, dass du tagsüber Dinge zu dir nimmst, die die Schleimhaut reizen. Hinzu kommt dann abends (wie auch morgens - aber da hast du über Nacht ja gefastet), dass der urin auch suaer wird, was ein zusätzlicher Reizfaktor sein kann.

                          Daher meine Empfehlung: Versuche doch mal, wenigstens 3-7 Tage ganz reizarm zu essen. Z.B. (Glutenfreies?) Brot mit Frischkäse/ Butterkäse/ Ei am Morgen, Reis oder Kartoffeln mit frischem oder tiefgekühltem histaminarmen Gemüsesorten wie Brokkoli, Zucchini, Möhre, Kürbis ... etc. mittags und abends mit Milchsoße, Joghurtsoße oder Quark jeweils mit frischen/ tiefgekühlten Kräutern statt Gewürzen, ggf. etwas Fleisch und Fisch dazu (kein Schweinefleisch). Kochen oder dünsten - beim Braten entstehen schon wieder Röststoffe, die reizend wirken können. Keine Fertigprodukte wie Brühe oder Soßenpulver, Sojasoße etc.
                          Und dann mal NUR 2-3 Liter stilles Wasser trinken. Ggf. morgens und abends noch Basenpulver/ Tabletten dazu.

                          Verspannungen bekommt man eigentlich automatisch, wenn man dort ständig Schmerzen hat, die sollten auch unbedingt immer wieder gelöst werden. Als schnelle Hilfe probiere dann doch mal Tamsulosin (mir als Allergiker geht davon die Nase total zu!) oder Urorec (vertrae ich besser). Das entspannt den Beckenboden. Auch würde ich als Schmerzmittel ggf. mal vorübergehend auf Metamizol/ Novalgin umsteigen, da das nicht sauer ist und auch entkrampfend wirkt, zudem etwas stärker ist.

                          Entspannend wirken auch Wärme und die Beine im Liegen in den Schneidersitz zu machen oder die Fußsohlen aneinander zu machen so in Rautenform.

                          Noch mal zu den Mykoplasmen:
                          Ich hab da auch sehr viel zu gelesen.
                          Sie können sich nicht in anderen Bakterien verstecken, du meinst sicher, dass sie sich, wenn sie in den zellen sind, vorm Immunsystem verstecken können und auch für Antibiotika dort schwer erreichbar sind, Auch haben sie verschiedene Formen wie Borrelien, also aktive, Fortpflanzungsstatus und Schlafmodus - im Schlafmodus (zystische Form) könnte es schwer sein, sie nachzuweisen, allerdings sollte man dann eigentlich auch keine Probleme haben, wenn sie ja ruhen, nur, wenn sie aktiv sind - und dann kommen sie aus den zellen raus und sich leichter nachzuweisen.

                          4 negative Tests bei einer Mykoplasma-Art, die am wenigsten pathogen gilt (wenn eher im Vaginalbereich), macht es schon recht wahrscheinlich, dass die Therapie mit den Antibiotika erfolgreich war und es entweder von vorneherein andere Ursachen für deine Beschwerde gab (z.B. Nahrungsmittelunverträglichkeiten/ Histaminintoleranz, siehe oben) oder du nun "nur noch" unter Folgeschäden wie gereizte/ löcherige Schleimhäute leidest.

                          Mit diesen Protokollen wäre ich sehr vorsichtig/ skeptisch, du meinst sicherlich Wheldon-Protokoll etc. Dieser wurden soweit ich weiß allesamt von zwar Wissenschaftlern/ Biologen, aber keinen Humanmedizinern entwickelt. Metronidazol tötet diese ruhenden, zystischen Formen ab, allerdings greift es auch die Nerven an und kann sie nachhaltig schädigen. Die anderen Antibitika können dein Mikrobiom und deinen darm schädigen. Also insgesamt ist der Nutzen sehr fraglich und der Schaden, der entstehen kann, recht wahrscheinlich und enorm. Weswegen auch kaum ein Humanmediziner so etwas verschreibt. Die verwendeten Antibiotika haben alle eine entzündungshemmende Wirkung und Metro eben auch auf die Nerven (weswegen es ggf. auch bei Multipler Sklerose irgendwie wirkt), aber das kann nicht der Grund sein, sie bis zu 1,5 Jahren oder so zu nehmen, wenn keine entsprechenden Bakterien mehr vorliegen, dazu sind die Nebenwirkungen und Gefahren viel zu groß.

                          Zwar habe ich auch Studien gelesen, aus denen hervorgeht, dass Mykoplasmen bei Vielen (20-30 Prozent etwa) nach der 1. und 2. Behandlung nicht ganz weg gehen (allerdings waren da dann die Tests weiterhin positiv, was bei dir ja NICHT der Fall ist!), die aber spätestens nach den 3 ABs Doxy, Azi und Moxi dann keine Symptome mehr hatten.



                          Ich wünsche dir, dass du die Beschwerden bald für immer los bist.

                          Alles Gute und LG
                          Melody

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