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Seltsame Rotation des rechten Hodens im Hodensack und Angst vor einer Hodentorsion

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  • Seltsame Rotation des rechten Hodens im Hodensack und Angst vor einer Hodentorsion

    Sehr geehrter Herr Thomas Kreutzig-Langenfeld,

    hiermit möchte ich mich mit einer urologischen Frage nach dem Zustand meines rechten Hodens an Sie wenden.
    Meine Geschichte ist eigentlich sehr lang, aber nun werde ich versuchen, mich möglichst kurz zu fassen. Erstens bin ich 17 und komme tatsächlich nicht aus Deutschland, sondern aus Bulgarien. Da wir aber leider über keine so guten Urologen verfügen, habe ich mich dazu entschlossen, hierher über meine Probleme zu schreiben.
    Im April dieses Jahr habe ich plötzlich bemerkt, dass mein rechter Hoden waagerecht (ich meine abnormal, also habe ich beim anderen Hoden nie bemerkt) im Hodensack stand. Ich unternahm dann etwas ganz Spontanes, was ich sicherlich nicht habe machen sollen. Ich habe den Hoden sozusagen zurechtgerückt oder so habe ich zumindest geglaubt. Aber dann begann ich eine Hodentorsion zu befürchten und für zwei Wochen hat der Hoden ja nicht unerträglich, aber nichtsdestoweniger geschmerzt. Ich hatte Angst, habe aber aus dem oben genannten Grund keinen Urologen besucht. Was ich versäumt habe, ist, dass ich auch einen Knoten im rechten Hoden habe ertasten können, also nur einmal und danach war der weg. Bei dieser Situation habe ich selbstverständlich auch an Hodenkrebs gedacht. Dann hat der rechte Hoden im Mai auch hier und da geschmerzt und einmal habe ich wieder diese komische Rotation beobachtet, habe diesmal aber nichts vorgenommen und der Hoden ist von selbst in die richtige (hoffentlich) Position gekommen. Dann habe ich Mitte Juni so akute Beschwerden gehabt und der Hoden drehte sich wieder um seine Achse. Ich bin auch wieder daraufgekommen, an Hodentorsion zu denken. Das ist zwar in der Nacht passiert und nun bin ich mit meinen Eltern in ein Krankenhaus gefahren. Da hat mich ein Arzt untersucht, der sich sogar nicht vorgestellt hat, aber der hat gesagt, dass alles in Ordnung ist. Und wenn es eine Hodentorsion gegeben hätte, wäre der Hoden auch größer geworden und es wäre zu einer Verfärbung des Hodensacks gekommen - das waren seine Worte. Aber ich habe nicht verstanden, ob er ein Urologe war oder einfach ein Arzt, der Nachtdienst hatte. Ich habe nicht nachgefragt, weil er auch nicht ganz nett war (mindestens meiner Meinung nach), aber so verhalten sich fast alle Ärzte in Bulgarien, was mich ziemlich enttäuscht, aber das ist ein anderes Thema. Also da ich die akuten Beschwerden hatte, habe ich übrigens auch einen deutschen Urologen im Netz konsultiert und er hat mir gesagt, dass es bei einer Torsion zu keiner Verfärbung kommt. Wie stehen Sie dazu?
    Nach dieser "Untersuchung" habe ich mich aber ein bisschen beruhigt, habe aufgehört daran zu denken und alles war gut. Bis zum Ende Juli, als der rechte Hoden sich wieder so gedreht hat. Und für eine Nacht habe ich auch gar nicht einschlafen können. Wegen der Schmerzen. Am nächsten Tage hatte ich subfebrile Körpertemperatur. Nun habe ich mich für den Besuch eines echten Urologen entschieden, habe zusammen mit meiner Familie recherchiert und einen, zu dem die meisten Meinungen relativ gut waren, in einer anderen Stadt gefunden, also sind wir zu ihm gefahren. Da musste ich ungefähr 4 Stunden vor seiner Tür warten und dann hatte einen 10-minütigen Termin mit ihm. Ich habe erklärt, wie mein rechter Hoden nach vorne gekippt ist und dass ich eine Hodentorsion für möglich halte. Der Arzt war in diesem Falle meiner Meinung nach schon ein echter Professionalist, aber ich habe mich irgendwie geschämt, war fast rot, weil es um so was geht und habe zu wenig gesprochen. Ich habe verpasst, ihn über die ersten zwei Rotationen des rechten Hodens ins Bilde zu setzen. Er war vor anderem ein Dozent, was schon viel für ihn spricht, aber vielleicht hat er sich in der Diagnose geirrt. Eigentlich hat er eine Skrotalsonographie und eine Ultraschall-Doppler-Echographie (ich weiß nicht, ob man das auf Deutsch so nennt) durchgeführt und hat gesagt, dass alles in Ordnung ist. Es sei normal, ab und zu Schmerzen da zu haben, weil die Hoden jetzt sehr aktive Tätigkeit ausüben. Er hat mir auch erklärt, dass es da einen Muskel gibt, der den Hoden wieder in die richtige Lage bringt. Und weil sich meine Hoden nun vergrößern, sei es auch normal, dass der eine z. B. nach vorne kippt usw. Trotzdem würde ich mich auch auf Ihre Meinung freuen! Ist das alles so richtig? Und die Doppler-Untersuchung zeigte, dass alles mit der Blutversorgung beider Hoden auch in Ordnung ist. Das bedeutet also keine Atrophie und daraus folgt - keine Hodentorsion, nicht wahr? Ich würde Ihnen gerne auch die Skrotalsonographie schicken, weil ich diese nicht verstehen kann. Da kann ich z. B. zwischen Hoden und Nebenhoden nicht unterscheiden. Ich habe ein Foto davon, aber hierher kann ich es Ihnen nicht senden. Wenn Sie mir Ihre E-Mail-Adresse geben, könnte ich es da Ihnen im Anhang senden, damit Sie auch sehen, ob alles in Ordnung ist. Wenn das aber für Sie zu viel wird, würde ich Sie verstehen. Ich möchte Sie suf keinen Fall durch meine urologischen Probleme belasten.
    Und ist es in Ordnung, dass der rechte Hoden einen Durchmesser von 42.2 mm hat, währen der linke einen von 47.7 mm hat? Der Arzt hat gesagt, dass es normal ist, dass der linke Hoden ein bisschen größer ist, weiß ich aber nicht.
    Ich habe mir am nächsten Tag nach der Untersuchung auch Blutuntersuchungen machen lassen und da sind alle Werte normal. Besonders wichtig sind ja die weißen Blutkörperchen. Wenn ihre Zahl in der Norm ist, deutet das darauf hin, dass es keine Infektion im Hoden gegeben hat. Ist das alles so, was ich mir denke?
    Und dann hatte ich eigentlich im August kein Problem damit und im September auch wieder fast keine Probleme (nur einmal ganz kleine Schmerzen, aber der Arzt hat ja gesagt, dass es auch normal ist; ist es eigentlich normal?). Und manchmal hatte ich und habe immer noch das komische Gefühl, dass sich der rechte Hoden anders anfühlt als der linke. Der kommt mir irgendwie flach vor, was die hintere Seite angeht, während der andere ganz normal oval ist. Aber dann sind beide wieder gleich. Bilde ich mir was ein oder?
    Und vor zwei Wochen stand der rechte Hoden wieder so waagerecht am Abend, aber am Morgen war alles schon in der richtigen Lage. Vielleicht hat dieser Muskel da funktioniert, über den der Arzt mir Bescheid gesagt hat oder ist das vielleicht so eine angeborene Neigung des Hodens, leicht nach vorne zu kippen und wieder in die richtige Lage zu gehen? Manchmal bringe ich ihn eigentlich in diese Lage, wie es schon klar wurde. Und das befürchtete ich - dass ich mir selber eine Hodentorsion angetan habe. Aber der Arzt hat dann im Juli geasagt, dass es keine gibt. Vielleicht hat es auch keine gegeben. Nach diesem Arztbesuch habe ich eigentlich nie mehr versucht, den Hoden zurechtzurücken. Aber ich habe auch ein schlechtes Gewissen, weil ich so schüchtern vor dem Arzt war und nicht gestanden habe, dass ich meinen Hoden ein paar mal zurwchtgerückt habe. Ist vielleicht auch eine 180° oder 360° Rotation möglich und dann ein Erlebnis von einer Hodentorsion, nach dem keine Spuren bleiben und durch das mein Hoden schon beschädigt worden ist und der Arzt hat das übersehen? Das befürchte ich immer noch und über das Thema ist tatsächlich nicht so weit und breit im Internetraum diskutiert worden. Und so bin ich auf diese Idee gekommen, das zu schreiben, wie ich schon auch oben erklärt habe.
    Mir bietet sich nun die Gelegenheit, auch noch zwei weitere Fragen im Zusammenhang mit dem Urologiebereich zu stellen, die mich so nah beschäftigen, obwohl es für mich auch ein bisschen peinlich ist, dass ich sie Ihnen nun stelle.
    1. Wie stehen Sie zur Selbstbefriedigung - ist sie gesund oder verbirgt sie auch Risiken? (zum Thema wurde ja viel geschrieben, aber trotzdem wird mich Ihre professionelle Meinung interessieren)
    2. Ich glaube, dass ich ein zu kurzes Vorhautbändchen habe. Das ist nun kein Problem, aber bis wann ist eigentlich die Endfrist, so eine Hürde zu nehmen? Kann man das auch mit 20 oder 25 operieren oder auch auf eine andere Art und Weise behandeln?
    Sie sollen sich natürlich nicht dazu verpflichtet fühlen, alle meine Fragen zu beantworten. Wenn Sie sie für zu peinlich und unflätig oder für dumm halten, beantworten Sie sie nicht!
    Meine Erzählung ist trotz allem vielleicht sehr lang geworden. Aber das ist ja meine ganze Geschichte.
    Ich hoffe auf eine baldige Antwort und würde ich mich sehr auf Ihre Meinung und Hilfe freuen!

    Mit freundlichen Grüßen

    Georgi Lyubenov

    PS: Die anderen Leute im Forum könnten auch meine Fragen beantworten. Würde mich auch auf alle professionellen Rückmeldungen freuen!

  • Re: Seltsame Rotation des rechten Hodens im Hodensack und Angst vor einer Hodentorsion

    Die Länge Ihres Textes ist wohl nicht Ihr Ernst........

    1. Wie stehen Sie zur Selbstbefriedigung - ist sie gesund oder verbirgt sie auch Risiken? (zum Thema wurde ja viel geschrieben, aber trotzdem wird mich Ihre professionelle Meinung interessieren)

    KEIN RISIKO!!

    2. Ich glaube, dass ich ein zu kurzes Vorhautbändchen habe. Das ist nun kein Problem, aber bis wann ist eigentlich die Endfrist, so eine Hürde zu nehmen? Kann man das auch mit 20 oder 25 operieren oder auch auf eine andere Art und Weise behandeln?

    Untersuchung UND GGF: OP!!!

    Ihren Hoden und die Lage oder Rotation kann ich hier wirklich nicht bewerten.
    Eine Torsion oder einen Tumor würde ein Urologe bei der Untersuchung sicher finden!

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: Seltsame Rotation des rechten Hodens im Hodensack und Angst vor einer Hodentorsion

      Sehr geehrter Herr Dr. Thomas Kreutzig-Langenfeld,

      ich danke Ihnen sehr dafür, dass Sie meinen so langen Text durchgelesen haben! Und auch für die Antworten auf meine Fragen!!!

      Ich möchte mich auch herzlichst entschuldigen, dass mein Text so lang geworden ist!

      Was den Hoden angeht, habe ich jetzt keine Schmerzen und werde auch keinen Urologen aufsuchen. Aber ist es wirklich normal, dass der Hoden ab und zu wegen seines Wachstums schmerzt? Und durch eine Skrotalsonographie kann man sowohl eine Torsion als auch Krebs feststellen, nicht wahr?

      Ich schätze wirklich die Rolle dieses Blogs. Ich weiß natürlich, dass Sie keine Diagnosen hier stellen dürfen, aber es ist gut, wenn es so eine Plattform gibt, wo man sich über Urologie und Probleme in dem Gebiet austauschen kann.

      Nochmals ganz herzlichen Dank und Entschuldigung für die Länge des Textes!

      Mit freundlichen Grüßen

      Georgi Lübenow

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      • Re: Seltsame Rotation des rechten Hodens im Hodensack und Angst vor einer Hodentorsion

        Bezüglich der kurzen vorhautbändchen..hatte es erst Ende der 29 machen lassen... Vorher wars mir relativ egal.. Der Text oben schon recht viel

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        • Re: Seltsame Rotation des rechten Hodens im Hodensack und Angst vor einer Hodentorsion

          Georgi Lyubenov

          Eine Sonographie des Hodens mit speziellem Schallkopf (Urologen haben den) kann sicher einen Tumor ausschließen. Auch zur Frage einer Torsion ist die Untersuchung gemeinsam mit der Sonographie (Doppler) recht sicheR.

          LIEBEN GRUSS

          DR. T. KREUTZIG-LANGENFELD

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          • Re: Seltsame Rotation des rechten Hodens im Hodensack und Angst vor einer Hodentorsion

            Vielen Dank für Ihre Hilfe, Herr Dr. Thomas Kreutzig-Langenfeld!

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