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Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

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  • Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

    Guten Tag,

    ... wenn ich das ausgedruckte Skript richtig verstanden habe so gibt es einen oberflächliches und eine intensives Testverfahren zur Feststellung von Prostatakrebs.

    a) Wenn die reine Abtastmethode kaum echte Hinweise gibt, so ist diese als
    Ersatz für eine zahlungspflichtige Vorsorge-Untersuchung natürlich nicht
    empfehlenswert.

    b) Für mich stellt sich hier insbesondere die Frage : wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass man mit der Feststellung des PSA-Wertes das Erkrankungswahrscheinlichkeit spürbar senken kann.

    Wie ich hörte ist die Aussagekraft der PSA-Untersuchung auch bei Fachleuten sehr umstritten.

    c) Wenn man sich auf den PSA-Wert nicht verlassen möchte und immer noch Sorgen hat, welche Untersuchungsmethode zur Feststellung von Prostata-Auffälligkeiten gibt es sonst noch ?!


  • Re: Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

    Guten Tag,

    ... wenn ich das ausgedruckte Skript richtig verstanden habe so gibt es einen oberflächliches und eine intensives Testverfahren zur Feststellung von Prostatakrebs.
    Diese Aussage verstehe ich nicht! Welches Skript? Und diese Testverfahren gibt es auch nicht!

    a) Wenn die reine Abtastmethode kaum echte Hinweise gibt, so ist diese als
    Ersatz für eine zahlungspflichtige Vorsorge-Untersuchung natürlich nicht
    empfehlenswert.

    b) Für mich stellt sich hier insbesondere die Frage : wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass man mit der Feststellung des PSA-Wertes das Erkrankungswahrscheinlichkeit spürbar senken kann.

    Wie ich hörte ist die Aussagekraft der PSA-Untersuchung auch bei Fachleuten sehr umstritten.

    c) Wenn man sich auf den PSA-Wert nicht verlassen möchte und immer noch Sorgen hat, welche Untersuchungsmethode zur Feststellung von Prostata-Auffälligkeiten gibt es sonst noch ?!
    In allen Präventionsstudien die gelten (die PLCO-Studie ist ja peinlich eliminiert) konnte der Wert des PSA-Wertes gezeigt werden.

    Natürlich können Sie die Erkrankungswahrscheinlichkeit mit PSA nicht senken. Sie können aber die Wahrscheinlichkeit einer frühzeitigeren Entdeckung des Prostatakarzinoms steigern. Immerhin werden ca. 75-80% der Prostatakarzinome via einer PSA-Wert-Veränderung gefunden.

    Es ist anzumerken, da der PSA-Wert kein Tumormarker, sondern ein Organmarker ist. Die Interpretation sollte nur von Leuten gemacht werden, die auch etwas davon verstehen. Das ist leider oftmals nicht so recht gegeben. Neben dem PSA-Wert ist auch der Wert des freien PSA-Wertes wichtig. Dazu Alter/Prostatagröße und PSA-Verlauf.

    Der Tastbefund ist schon deshalb additiv wichtig, weil es auch Prostatakarzinome gibt, die PSA-negativ sind (ca. 15%-20%).

    Ist ein interpertationsbedürfiger PSA-Wert oder PSA-Verlauf vorhanden, kann ggf. auch ein Multiparameter MRT weitere Hinweise geben.

    Also Alles nicht so einfach......


    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

      Das ist ja halbwegs beruhigend. Was kann man denn noch tun um die Eindeutigkeit des Befundes nahe der 100-Prozent-Marke zu bringen. Mir fiele hierzu nur eine CT oder überhaupt eine gründliche Roentgen-Untersuchung an.

      Die Einstufung eines Restrisiko kann ich bei dieser Sache nicht als wirklich beruhigend einstufen, weil gemäß Ihren Aussagen ja noch 25 bis 20 Prozent Restrisiko besteht, dass sich schleichend ein Krebs-Karzinom bildet.

      Es ist sehr wichtig, dass der Anfangsverdacht auch zuverlässig ermittelt werden kann. Eine intensivere Diagnose erfordert ja erst einmal ein aussagefähiges Untersuchungsergebnis des PSA-Wertes.

      b) Mein Urologe hat eine Urinprobe und Blutprobe ins Labor geschickt bringt
      das denn bei der beschriebenen Sachlage überhaupt etwas ? Proben machen
      ja nur dann Sinn, wenn man gezielt nach bestimmten Anhaltspunkten sucht.

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      • Re: Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

        Es gibt KEINE Methode, die das erfüllen könnte. Sicherheit erreicht man dann eher durch den Verlauf.... Und dem Einhalten des jährlichen Abstandes..... Somit auch PSA-Verlauf Aussagekräftig.

        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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        • Re: Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

          Das ist sicherlich auch ein wichtiger Hinweis. Ein negativer Befund könnte dazu führen, dass man davon ausgeht, dass erst einmal in den nächsten Jahren nichts passieren kann.

          Was kann man denn überhaupt bei einem Karzinom im Anfangsstadium machen ?

          - ist es wirklich so, dass man bei dieser Sachlage noch mit einer
          gezielten Bestrahlung den Krebs unter Kontrolle bringen kann ?!

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          • Re: Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

            Die Entscheidung zur Therapie hängt von verschiedenen Faktoren. Je früher, desto besser sind die Heilungschancen!

            Lieben Gruß

            Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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            • Re: Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

              Wo finde ich mehr über die Faktoren ?
              > dann könnte ich mich konkreter auf ein Arzt-Gespräch hierzu vorbereiten.


              > leider weiß ich zudem immer noch nicht, ob der PSA-Test wirklich so aussagefähig ist wie man im allgemeinen immer wieder behauptet.

              > das dann ggf. immer noch ein Restrisiko von 15 - 20 Prozent bestehen sollten
              stört mich ehrlich gesagt sehr an dem PSA-Test !!!

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              • Re: Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

                Ihr Anspruch ist mit der Realität nicht zu decken.
                85% Sicherheit ist für einen Test schon absolute Spitze! Der Psa-Wert und dessen korrekte Interpretation ist etwas für Fachleute und nicht für die Google-Eigenbildung geeignet.


                Die anderen Faktoren (u.a.):
                Beschwerden/Kenntnis des Patienten
                Prostatagröße
                Tastbefund
                Ultraschall
                Transrektaler Ultraschall
                Urinbefund
                .........


                Lieben Gruß

                Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                • Re: Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

                  Danke für die aufklärenden Erläuterungen.

                  Zum Schluß möchte ich noch ein anderes unangenehmes Gerücht einmal ansprechen : ich hörte dass gelegentlich Bestrahlungen mit dem Ziel ein gutartiges Karzinom zurückzubilden mit nicht unheblichen Nebenwirkungen verbunden sein können. Das jedenfalls sagte mir als betroffener mein Vater.

                  a) Nach meinem Eindruck ist das wie immer eine Frage der Intensität und Dauer der behandlungsbezogenen Bestrahlung.

                  b) Um welche Strahlenart handelt es sich hier überhaupt ?!

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                  • Re: Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

                    Ich glaube es ist wenig zielführend, hier über die verschiedenen Methoden der Therapie des Prostatakarzinoms eingehend zu diskutieren. Eine Bestrahlung ist immer dann eine sinnvolle Methode wenn sie mehr nützt als schadet. Damit ist ihre Frage im Ansatz hinreichend beantwortet.
                    Gerüchte, Auffassungen und Thesen von mehr oder weniger kompetenten Inhalt gibt es im Internet sehr reichlich. Das Problem ist immer die Selektion der Qualität der Aussagen.

                    Was die Art der Bestrahlung angeht, so handelt es sich beim Prostatakarzinom um Gammastrahlung die verwendet wird.

                    Lieben Gruß

                    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                    • Re: Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

                      Leider wurde immer versäumt den Leuten zu sagen, dass der PSA-Wert kein eindeutiger Marker ist, sondern einfach nur ein Indikator, dass man da mal näher schauen sollte, was diesen Wert denn so in die Höhe treibt, denn das kann alles Mögliche sein.
                      Ich glaube, das verunsichert Viele.

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                      • Re: Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

                        Einfach mal nur Leute zum PSA was sagen lassen, die was davon verstehen!
                        Es gibt so unglaublich viel Unsinn in Netz....
                        PSA ist ein ORGANMARKER!!
                        Und kein anderer Blutwert kann so SPEZIFISCH etwas zu EINEM Organ sagen!!
                        Daher schon ist der PSA-Wert extrem wertvoll!

                        Lieben Gruß

                        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                        • Re: Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

                          Ja, natürlich und das ist eine prima Sache, jedoch sagt er nichts darüber aus, das genau für eine Störung vorliegt, daher ist es kein Marker für Krebs, sondern ein Indikator, dass da etwas nicht stimmt. Auch z.B. BPH kann den PSA hocht treiben und einiges andere auch.
                          Dass dieser Wert seinen Sinn hat, ist unbestritten, aber er wird oft falsch kommuniziert, was immer zu vielen Missverständnissen führt, was aber schade ist, denn dadurch kommt es zu dieser Anti-Bewegung, die dahingehend, genau wie beim Impfen, leider schon warnehmbar ist.

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                          • Re: Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

                            So ist es .... Eben ein Organmarker!.

                            Lieben Gruß

                            Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                            • Re: Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

                              a) Wenn man den PSA-Wert als Indikator wahrnimmt um eine tiefergehende Untersuchung zu rechtfertigen so ist das von der Verfahrensweise sicherlich auch für jeden Bürger gut darstellbar. Das habe ich jedenfalls nun so verstanden.

                              b) Kann man Tumsoblok oder Tumsolin auch absetzen wenn das Prostata-Leben "zyklusbedingt" mal für einige Zeit nicht in Erscheinung tritt. Ich würde das gerne machen, weil ich das Präparat gerne ausschließlich leidensbedingt einsetzen möchte statt als Vorbeuge-Mittel ...

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                              • Re: Prostatakrebs-Vorsorge * die Zuverlässigkeit der PSA-Methode ...

                                Tamsulosin beugt in keiner Weise vor, sondern ist eine Therapie einer Symptomatik.
                                Ob eine Vorbeugung möglich ist, entscheidet sich anhand der Symptomatik und der Prostatagröße.

                                Lieben Gruß

                                Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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