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Tragische Präputiumplastik

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  • Tragische Präputiumplastik

    Einen schönen guten Tag,

    aufgrund vollständiger Phimose unterzog ich mich in Halberstadt einer Präputiumplastik (Vorhauterweiterung), welche wohl total in die Hose gegangen ist. Ausgeführt wurde sie vor 10 Wochen ambulant unter Vollnarkose von einem Chefarzt der Urologie.

    https://www.bilder-hochladen.net/i/m47j-1-1010.jpg
    https://www.bilder-hochladen.net/i/m47j-2-8614.jpg
    https://www.bilder-hochladen.net/i/m47j-3-ce1e.jpg
    https://www.bilder-hochladen.net/i/m47j-4-28a6.jpg

    Das Ergebnis und die Folgen:

    - verbliebene Vorhaut nicht mehr beweglich (unten an der Eichel festgenäht!)
    - Spannungsschmerzen unten, weil vernähte Vorhaut an der Eichel zieht
    - Druckschmerzen oben aufgrund dicker Wulst
    - Schmerzen am Übergang von festgenähter und loser Vorhaut (bei Bewegung)
    - Inklusionszysten links oben (dick und druckempfindlich)
    - Frenulum unklar (unter festgenähter Vorhaut eingeschlossen???)
    - Schlafmangel wegen der psychischen Belastung (Folgen: Spannungskopfschmerzen, Leistungsverlust, Konzentrationsschwierigkeiten)
    - erschreckende Optik

    Meine Fragen an den Experten:

    Was mache ich jetzt????? Nachbeschneidung bei einem anderen Urologen? Plastischer Chirurg?
    Wie konnte es dazu kommen? Angeblich war das gute Stück stark vernarbt. Wenn Sie ein Medizinisches Gutachten erstellen müssten (ich weiß das können Sie anhand der spärlichen Infos und Fotos nicht), welche Feststellungen/Fehler würden Sie zu Papier bringen? Vielleicht könnten Sie zumindest ein paar allgemeine unverbindliche Anmerkungen zum Ist-Zustand des Gliedes machen?! Aufgrund meiner PKV mit hoher Selbstbeteiligung zahle ich alles aus eigener Tasche, inkl. der nun anstehenden Folgekosten. Ich möchte gern einschätzen können, ob es sinnvoll ist, gegen den "Peniskünstler" vorzugehen.

    Auf Wunsch kann ich weitere Hintergrundinfos beisteuern, aber ich wollte den ersten Beitrag nicht ausufern lassen.

    Danke!

  • Re: Tragische Präputiumplastik

    Schön ist das wirklich nicht...und für mich auch keine Vorhauterweiterung (da wird NICHTS entfernt) sondern eine Beschneidung, ziemlich radikal dazu noch.

    Optisches Ergebnis kann aber sich noch bessern, ist ja erst 10 Wochen her...mit eventueller Nach Op unbedingt warten. Und dann nur bei einem absoluten Spezialisten!!!!

    Das ist belastend, sehr sogar, ich weiß. Vielleicht hilft es dir da rechtlich vorzugehen, damit es dir besser geht (bei mir ist es zumindest so) Auch wegen noch eventuell entstehender Folgekosten...

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    • Re: Tragische Präputiumplastik

      In der OP-Voruntersuchung (anderer Arzt) habe ich ein Formular zur Teilbeschneidung unterschrieben. Was der Chefarzt letztendlich gemacht hat, kann man am Ergebnis nicht erkennen. Im Arztbrief spricht er von Präputialplastik. Im ersten Vorgespräch habe ich "klargestellt", dass so viel wie möglich von der Vorhaut erhalten werden muss, damit ich meiner Lieblingsbeschäftigung weiter nachgehen kann.

      Nach der Inaugenscheinnahme meines Gemächtes, äußerte er den Verdacht einer chr. Hauterkrankung, welche die Entstehung einer narbigen Phimose begünstigt. Er riet zur radikalen Beschneidung, weil bei mir die Gefahr einer erneuten Vorhautverengung stark erhöht sei. Ich sagte daraufhin "Wegschneiden kann man später immer noch was" und bestand auf eine möglichst sparsame Beschneidung. In seinem Kopf plante er daraufhin wohl eine Präputiumplastik, äußerte sich mir gegenüber aber anders. Er sagte: Zumindest der weiße Teil (Teil=Teilbeschneidung...) müsse weggeschnitten werden. Ein Teil der Eichel läge danach frei. An der Spitze der Vorhaut war ein etwa 1cm langer heller Bereich (siehe 1. Foto), welcher also weggeschnitten werden sollte.

      In der OP-Voruntersuchung wollte der (andere) Arzt damit beginnen, ein Formular zur Vorhauterweiterung auszufüllen. Ich korrigierte ihn, weil ich die Worte des Chefarztes im Sinn hatte ("Der weiße Teil muss weggeschnitten werden"). Nein, nein, es soll eine Teilbeschneidung durchgeführt werden, sagte ich ihm, und so wurde kurzerhand ein Behandlungsvertrag zur "Teilbeschneidung" ausgefüllt und unterschrieben. Trotzdem hat sich der Chefarzt laut Arztbrief (Entlassungsbrief) an einer Präputialplasik versucht. Wäre mir sogar lieber gewesen, wenn es denn ordentlich gemacht worden wäre. Das Ergebnis entspricht aber meiner Meinung nach auch keiner Teilbeschneidung, denn auch dafür gibt es "Regeln der Kunst".

      Die Nachbehandlung übernahm in der naheliegenden und ebenfalls zum Krankenhausträger gehörenden Praxis ausgerechnet jener Arzt, welcher die Voruntersuchung im Krankenhaus versemmelt hat (der hätte das Ding bei der Voruntersuchung vielleicht mal untersuchen sollen...). Dieser hatte wohl wenig Interesse daran, sein 2. Gehalt im Krankenhaus zu gefährden und hat die schwerwiegenden OP-Fehler unter den Teppich gekehrt. Er hätte sofort sehen müssen, dass der Chefarzt die Vorhaut an die Eichel genäht hat. Ein folgenreicher Fehler welcher sofort hätte korrigiert werden müssen. Ich als Laie kann mir das nur mühsam im Internet zusammen lesen. Und wenn ich es dann weiß, ist es zu spät. Sehen konnte ich es nicht, weil der Penis die ersten 2-3 Wochen auf Apfelsinengröße angeschwollen war. Eigendlich müsste man ihm sogar Vorsatz unterstellen können?!

      Es fühlt sich übrigens so an wie es aussieht, wie eine Rund-um-die-Uhr-Vergewaltigung...

      Seit etwa 3 Wochen hat sich nichts mehr geändert. Es scheint also der endgültige Zustand zu sein. Mit Spezialisten ist das so eine Sache. Wie findet man die??? Es gibt ja im näheren Umfeld nicht mal einen Rechtsanwalt für Medizinrecht... Die Rennerei, die Fahrerei, die Zeit, die Nerven, das verpfuschte Ding, - mir wird ganz schlecht...

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      • Re: Tragische Präputiumplastik

        Das Ergebnis ist eine rechte Katastrophe. Schwierig zu bewerten, weil es zumindest auf den Bildern keinen Befund über die Situation "hinter der Vorhaut" gab.

        Eine Teilbeschneidung scheint mir das im Ergebnis jedenfalls nicht zu sein. Lokal ist es zu erheblichen, narbigen Verwachsungen gekommen (oder sie bestanden vorher schon).
        Eine lokale Revision dürfte sich recht schwierig gestalten. Das sollte man sehr gut planen und es sollte nur jemand mit viel Erfahrung machen....

        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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        • Re: Tragische Präputiumplastik

          ein Chefarzt hat das gemacht... Ich würde dem obersten Klinikchef die Bilder vorlegen und gleichzeitig einen Anwalt für Medizinrecht einschalten.

          Kommentar


          • Re: Tragische Präputiumplastik

            Da kommt mehr zusammen bei dir...

            Ärztepfusch: Ärzte sind auch nur Menschen, und denen passieren auch mal Fehler, Murks. Selbst wenn es denen klar ist, das war Mist: Das dürfen die ihren Patienten gar nicht sagen, weil sonst deren Versicherung nicht bezahlt. Der Patient muss Fehler nachweisen und beweisen. Problem ist dabei Ärzte zu finden die einem helfen diesen Fehler zu beweisen, Ärzte zu finden die sich der Medizin, Patienten und Menschen verpflichtet sehen, und nicht Kollegen und Standesdünkel...
            (vielleicht wären manche Ärzte froh, sie dürften Fehler und Murks gegenüber ihren Patienten eingestehen, die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen...aber sie dürfen es gar nicht...)

            Präputiumplastik im Arztbrief...und auf der Rechnung? Eine Präputiumplastik hat meines Wissens eine höhere Vergütung, da kann mehr abgerechnet werden als wie bei einer Beschneidung (was bei dir gemacht wurde?)

            Die entzündliche Hautkrankheit von der dieser Chefarzt sprach...ich vermute er meinte Lichen Sclerosus. Ist tatsächlich ein Grund für eine Beschneidung. Aber diese Krankheit kann man nur durch eine histologische Untersuchung nachweisen und nicht nach Augenschein. Da hätte er vorher untersuchen müssen und dir dann die Entscheidung überlassen. Vielleicht wird er sich rausreden, dass man wegen dieser Krankheit hat so radikal beschneiden müssen?

            Was ich dir rate und an deiner Stelle machen würde: umgehend in dieser Klinik aufschlagen und eine Kopie meiner Akte verlangen, müssen die machen. Kann sein das du Kopierkosten bezahlen musst.

            Mit dieser Akte würde ich mich nach Koblenz zu Dr. Kreutzig-Langenfeld begeben, denn dies ist ein Arzt der sich der Medizin und den Menschen verpflichtet sieht...und nicht Kollegen und Standesdünkel. Denn das was passiert ist, was nicht sein sollte kann man auf den Bilder erkenne...aber genau hilft da nur eine Untersuchung...und vielleicht ein Gutachten?

            Ob in deinem Fall ein Gutachten sinnvoll ist, wird er dir sicher sagen, und falls ja mit diesem Gutachten zu eine Fachanwalt für Medizinrecht...

            Für eine eventuelle Nach OP könnte ich dir vielleicht Dr. Jürgen Schaff aus München empfehlen. Er ist u.a. Spezialist für geschlechtsangleichende Operationen.

            Ja, es ist eine Rennerei, Zeit...aber es ist dein Leben, deine Lebensqualität...was ist es dir Wert?

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            • Re: Tragische Präputiumplastik

              Die wirklich entscheidende Frage nach den Bildern.....:
              wie hat es vor der OP hinter der Vorhaut ausgesehen.

              Lieben Gruß

              Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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              • Re: Tragische Präputiumplastik

                Ich vermute im Nachhinein, dass es dort nicht gut ausgesehen hat. Er hat dies wohl auch vermutet. Nur wie hätte dies angesichts der vollständigen Phimose abgeklärt werden können? Reicht da das Abtasten aus? Mehr wurde auch bei der OP-Voruntersuchung nicht gemacht.

                Er vermutete eine chronische Hautkrankheit, welche das Entstehen einer narbigen Phimose begünstigt und bei einer Teilbeschneidung höchstwahrscheinlich zu einem Rezidiv führen würde. Dass die bestehende Vernarbung das OP-Ergebnis derart beeinflussen könnte erwähnte er nicht. Wenn er dafür eine Veranlassung gesehen hätte, hätte er doch die Operation nicht machen dürfen?!

                Der Begriff Lichen Sclerosus ist nicht gefallen, aber nach eigenen Internetstudien vermute ich, dass er diese Hautkrankheit gemeint haben könnte. Im Vorgespräch hegte er den dringenden Verdacht einer "Chronischen Hautkrankheit". Er wolle eine während der OP genommene Gewebeprobe zur Biopsie einsenden, um Gewissheit zu haben. Dies hat er nicht gemacht. Angeblich bestand laut nachbehandelndem Arzt, wohl keine Notwendigkeit. Der nachbehandelnde Arzt im benachbarten Poliklinikum steht auch beim Klinikum auf der Gehaltsliste und hat die OP-Voruntersuchung übernommen. Auch da wurde der Penis nur 30sec lang hin- und hergeschwenkt...

                Hatte ich schon erwähnt, dass zeitgleich bei mir ein Hodenimplantat in ein viel zu kleines weil nie besetztes Skrotalfach gequetscht wurde? Das kleinere Problem...


                hans Georg

                Vorhauterweiterung soll eigentlich günstiger sein, aber ich bin mir nicht sicher (Rechnung steht noch aus!). Ich vermute der Chefarzt wurde während der OP von einer Ausgangssituation überrascht, welche er so nicht erwartet hat. Möglicherweise hat er die Voruntersuchung des anderen Arztes gar nicht zur Kenntnis genommen. Dafür spricht die falsche OP-Methode. Ich unterschrieb für Teilbeschneidung, gemacht (versucht) wurde Präputialplastik. Andererseits spottete die Voruntersuchung jeder Beschreibung und hätte eh keinen Aufschluss gebracht.

                Wenn ich vorher über die Konsequenzen eines Lichen Sclerosus aufgeklärt und dieser zweifelsfrei abgeklärt worden wäre, hätte ich schweren Herzens einer radikalen Beschneidung zugestimmt. Nur das was er da zusammengeschustert hat, ähnelt auch nicht annähernd einer fachmännischen Radikalbeschneidung. Das ist ein wahrhaft einmaliges Peniskunstwerk...

                Ich werde den von dir beschriebenen Weg gehen, wenngleich ich hoffe die Spezialisten in der näheren Umgebung zu finden.

                Danke!

                Kommentar


                • Re: Tragische Präputiumplastik

                  Spätestens bei der OP sieht mann hinter die Vorhaut..... war es vorher schon so verwachsen oder ist es eine Folge der OP.... das ist die Frage!

                  Lieben Gruß

                  Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                  • Re: Tragische Präputiumplastik

                    Was wäre denn die Konsequenz aus der Antwort auf diese Frage? Täte eine vorher vorhandene starke Verwachsung das OP-Ergebnis rechtfertigen? Könnte man solche Verwachsungen nicht bei einer derartigen Operation entfernen? Möglicherweise die OP zunächst abbrechen, um dann doch eine radikale Beschneidung durchzusprechen?

                    Wie sieht es eigentlich mit der Dokumentationspflicht im Rahmen einer solchen OP aus? Müssen Fotos gemacht werden? Muss eine Gewebeprobe zur Biopsie eingesendet werden? Danke!

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                    • Re: Tragische Präputiumplastik

                      Das ist eben die Gretchenfrage. Wenn es innen so vernarbt war, dann ist das Ergebnis fast unvermeidbar... so einfach ist das mit dem Lösen nicht.... man kann es nur "scharf" machen und die Konsequenz ist eine Narbengefahr.

                      Eine spezifische Dokumetationspflicht via Photos gibt es nicht.

                      Das Ergebnis ist auf keinen Fall befriedigend so oder so!

                      Lieben Gruß

                      Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                      • Re: Tragische Präputiumplastik

                        Die wirklich entscheidende Frage nach den Bildern.....:
                        wie hat es vor der OP hinter der Vorhaut ausgesehen.

                        Lieben Gruß

                        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld
                        Wenn es vor der Op hinter der Vorhaut schon so ausgesehen hat, würde dies also dieses Op Ergebnis rechtfertigen, genauso wie die Invasivität dieses Eingriffes, da wurde ja weit mehr entfernt als abgemacht?

                        Wenn da während der Op so eine unvorhergesehene Komplikation mit Verwachsungen etc. auftraten...hätte man dies nicht dem Patienten mitteilen müssen?

                        Mich belastet es heute noch, nicht genau zu wissen was die Ärzte bei mir warum gemacht haben, und ob da was schieflief. Zugeben und sagen, Verantwortung übernehmen, dass dürfen Ärzte ja nicht....

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                        • Re: Tragische Präputiumplastik

                          hans Georg

                          Ist Ihnen etwas ähnliches widerfahren?

                          Wenn ich mir heute das Vorherfoto anschaue denke ich schon, dass das Ding innen vernarbt war. Nur vorher habe ich mich damit nicht befasst, sondern dem Arzt vertraut. Dieser riet mir zur radikalen Beschneidung. Er begründete es aber unglücklich.

                          Er sagte: Sie leiden höchst wahrscheinlich an einer chr. Hautkrankheit, welche das Entstehen einer narbigen Phimose begünstigt und sehr wahrscheinlich zu einem Rezidiv führen wird.

                          Hätte er gesagt: Ihr Penis ist innen derart vernarbt, dass eine Teilbeschneidung nur in einer Katastrophe enden kann, hätte ich mich nicht für eine Teilbeschneidung entschieden. Andererseits hätte er eine solche OP dann auch nicht machen sollen/dürfen.

                          Am Schlimmsten ist für mich derzeit, dass er die verbliebene Vorhaut fast rundherum an die Eichel genäht hat. Dem nachbehandelnden Arzt schien dies nicht erwähnenswert. Der hatte aber auch die OP-Voruntersuchung zu verantworten, welche eigentlich gar keine ausführliche Untersuchung beinhaltete. Da wurde kurz der Rüssel hin- und hergeschwenkt und der Sack durchgeknetet und das wars...

                          Ich kneife mich jeden Tag zwei-drei mal, in der Hoffnung dass ich aufwache...

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                          • Re: Tragische Präputiumplastik

                            Heute hatte ich endlich den lang ersehnten Termin in der Helios Bördeklinik zwecks Zweitmeinung. Ein plastischer Chirurg und ein Urologe (beides Chefärzte) schauten sich das Gemächt an und warteten mit interessanten Erkenntnissen auf.

                            https://www.bilder-hochladen.net/i/m4gb-1-3777.jpg

                            Der plastische Chirurg meinte, dass die Vorhaut nicht mehr von der Eichel gelöst werden sollte. Man könnte es zwar tun, aber es würde die Sache nur verschlimmern. Ursächlich sei wohl das komplett fehlende innere Vorhautblatt an der Unterseite. Es fällt mir schwer dies zu akzeptieren, aber er hat halt seine ehrliche Meinung in Anbetracht der Gegebenheiten geäußert.

                            Total schockiert bin ich von den Aussagen des Urologie-Chefarztes. Er gab folgende Aussagen zum Besten:

                            Eine Präputiumplastik sei keine Vorhauterweiterung, sondern einfach nur ein Synonym für die Zirkumzision. Insofern hätte sich sein Kollege im Ameos Halberstadt (der Operateur) nichts vorzuwerfen.

                            Auf den Hinweis dass ich einen Behandlungsvertrag zur Teilbeschneidung unterschrieben hatte sagte er: Es ist ja auch eine Teilbeschneidung gemacht worden, denn zumindest an der Oberseite wäre ja noch ein Teil der Vorhaut sichtbar. Auf meinen Hinweis, dass es auch für die Teilbeschneidung Standards gibt meinte er, dass es generell keine Standards gibt. Man müsse bei der Operation auf die Gegebenheiten reagieren und könne sich nicht an Standards halten.

                            Dass auch dieser Urologe gesagt hat, dass man bei Erwachsenen weder eine Vorhauterweiterung noch eine Teilbeschneidung macht, wird niemanden verwundern. Er mache bei Erwachsenen grundsätzlich nur vollständige Beschneidungen.

                            Dass die Vorhaut direkt an die Eichel genäht wurde, bezeichnete er nicht als Versehen, sondern als eine ganz normale Vorgehensweise. Ich habe mehrmals nachgefragt, weil ich dachte ich hätte mich verhört. Hätte man sie unterhalb der Eichel angenäht, wäre es noch schlimmer. Wo solle man sie da annähen hat er mich gefragt.

                            Auf die Frage warum die Vorhaut überhaupt irgendwo festgenäht wurde, denn die sollte ja gangbar bleiben, meinte er, es sei halt nicht genügend Material für eine andere Lösung vorhanden gewesen. Warscheinlich hat der Operateur aufgrund der inneren Vernarbung mehr wegschneiden müssen als geplant.

                            Auch die Aussagen zum Hodenimplantat waren interessant. Mir hätte man ein besonders hartes Implantat eingebaut, welches schon vor einiger Zeit vom Markt genommen wurde. Heutige Implantate seien wesentlich weicher und man könne zwischen verschiedenen Härtegraden wählen. Das steht nun wieder im Gegensatz zu den Äußerungen des hiesigen Experten (welche ich nicht anzweifeln möchte). Ich hab das Argument mit den geplatzten Brustimplantaten vorgetragen. Daraufhin holte der dabei sitzende plastische Chirurg ein Brustimplantat aus der Schublade, drückte es mir in die Hand und bat mich darum es zum platzen zu bringen.
                            Bezüglich der unglücklichen Lage des Implantats (hinter dem echten Hoden) konnte man mir keine Lösung anbieten. Lediglich den Austausch gegen ein weicheres Implantat schlug man mir vor. Dies ist aber letztlich keine Lösung, denn es täte sich ja trotzdem hinter dem echten Hoden verstecken und diesen unnatürlich nach vorne drücken.

                            Ich sitze nun hier und freue mich auf die nächste Rechnung für Garnix. Als einzig sinnvolle Lösung wurde mir vorgeschlagen, die Vorhaut an der Eichel zu belassen und stattdessen die Spannung durch Hauttransplantation (Setzung eines Zwischenstückes) zu reduzieren. Nur die Spannung ist doch nicht mein Problem?! Er zieht sich ja bei einer Erektion nicht mal krumm. Mein Problem ist die an der Eichel festgenähte Vorhaut. Dieser Zustand ist unerträglich und fühlt sich an wie eine Rund-um-die-Uhr Vergewaltigung. Genauso gut hätte man mir den Zeigefinger an die Prostata nähen können...

                            Auch wenn ich den Urologie-Chefarzt der Bördeklinik nicht ernst nehmen konnte, so hat doch der plastische Chefarzt einen recht vertrauenswürdigen und kompetenten Eindruck auf mich gemacht. Seine Aussage, dass eine Trennung der Vorhaut von der Eichel so gut wie unmöglich ist, hat dafür gesorgt, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann, wie ich nach der heutigen Untersuchung nach Hause gekommen bin.

                            Mir fehlen jetzt die Optionen. Ist es tatsächlich nicht möglich die Vorhaut wieder von der Eichel zu lösen, um sie dann unter der Glans anzunähen??? Beim Palme wedeln zerrt die Vorhaut unentwegt an der Eichel. Dadurch kommt es ständig zu Mikroverletzungen. Die unabdingbare Selbstbeglückung macht mich derzeit ziemlich unglücklich, weil sie stets mit Schmerzen verbunden ist und einen traumatisierten Penis hinterlässt.




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                            • Re: Tragische Präputiumplastik

                              Ich kann ihre Enttäuschung vollständig verstehen. Für mich ist das Ergebnis auch eines, dass man so kaum belassen kann. Ich denke schon dass es Möglichkeiten gibt hier eine Verbesserung zu erreichen gegebenenfalls auch mittels Hauttransplantation.
                              Ob der Operateur in die richtige Auskunft gegeben hat kann man natürlich so nicht beurteilen. Am besten wäre es, wenn es Bilder vom Vorbefund gäbe.

                              Lieben Gruß

                              Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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