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Halbwertzeit bei Antibiotika (Prostatitis)

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  • Halbwertzeit bei Antibiotika (Prostatitis)

    Guten Tag Herr Dr. !



    Bitte klären Sie mich einmal zur Halbwertzeit von Antibiotika auf.



    Ich nehme aktuell gegen eine chronische bakterielle Prostatitis (e.Coli) das Antibiotikum Ceflacor 500.

    Mein Arzt hat mir die Dosis 2x1 (morgens und Abends jeweils) mit auf den weg gegeben.



    Die Ceflacor 500 haben laut Beipackzettel eine Halbwertzeit von 45 Minuten. Dadurch das zwischen den Gaben 12 Stunden liegen habe ich die Bedenken, das durch die Halbwertzeit

    der Wirkstoff relativ schnell im Körper abgebaut (eventuell sogar völlig abgebaut) ist bis die nächste Gabe erfolgt und somit die Keime nicht ausreichend bekämpft werden.



    Ist die Halbwertzeit ein so entscheidender Faktor oder ist es egal, wieviel Wirkstoff sich im Körper befindet, solange sich dieser nicht komplett abbaut ?

  • Re: Halbwertzeit bei Antibiotika (Prostatitis)

    Jede Substanz hat eine Herstellerinformation und Dosierungsanleitung auch in der Packungsbeilage. Die ist zuverlässig!

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

    Kommentar


    • Re: Halbwertzeit bei Antibiotika (Prostatitis)

      Vielen Dank für Ihre Rückmeldung !



      Meine Bedenken sind folgendermaßen entstanden:



      Als ich die Apothekerin auf die empfohlene Dosis vom Arzt hingewiesen habe hatte sie erwiedert, das die Dosis für dieses Produkt bei Erwachsenen eigentlich unüblich ist und man 3 mal täglich ein nehmen sollte. Beim tieferen Einstieg in die Herstellerinformation bin ich dann auf die Halbwertzeit gestoßen und habe gelesen, das die Dosis 2 mal 1 Tablette täglich bei leichten, unkomplizierten Infekten gegeben wird. Ich habe leider Angst, das die verordnete Dosis zu „lasch“ ist.



      Interpretiere ich Ihre Aussage richtig, das der Kollege sich an die Herstellerinformation hätte halten sollen oder wird die korrekte Dosis seitens des Kollegen anders ermittelt ?

      Kann man in Ihrem Fall als Facharzt sagen, das die Keime mit meiner verordneten Dosis Zeit haben „sich zu erholen“?

      Worin besteht der Unterscheid in einer Gabe von 7 Tagen 3 mal täglich und 10 Tage 2 mal täglich ?



      Vielen Dank für Ihre Mühe !

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      • Re: Halbwertzeit bei Antibiotika (Prostatitis)

        Eine Dosierung darf auch ganz individuell sein, wenn der Kollegen bei Indikation und Dosierung entsprechend gut Erfahrung gemacht hat. Am besten, Sie sprechen Ihn auf diese Frage an!


        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

        Kommentar



        • Re: Halbwertzeit bei Antibiotika (Prostatitis)

          Die Halbwertszeit bezieht sich auf den Serumspiegel und kann im Gewebe anders sein. Zudem ist die MHK des jeweiligen Erregers auch wichtig, also ob sie bei 1 mg/l oder 0,01 mg/l oder wie auch immer liegt. Jedenfalls scheint Cefaclor gut in die Prostata zu penetrieren. Das ist schonmal wichtig.

          Prinzipiell würde ich aber zu der dreimal täglichen Gabe tendieren und das ggfs. auch mit der hohen Dosis, also 3 mal 1 g, um maximale Therapiesicherheit zu haben. Ist das eine chronische Geschichte? CBP wird laut Stille 4-6 Wochen behandelt, 10 Tage wäre da vermutlich zu kurz.

          Ich schreibe als Patient mit selber chronisch bakterieller Prostatitis und kann dir bestätigen dass ich mit unterdosierten und kurzen Therapien den Keim nicht wegbekommen habe, wohl aber jetzt eine Multiresistenz habe. Ob das mit einer aggressiven Therapie anders ausgesehen hätte, ist natürlich spekulativ. Um was für einen Keim geht es?

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          • Re: Halbwertzeit bei Antibiotika (Prostatitis)

            Ich bin nicht sicher ob solche Rechenbeispiele (sehr theoretisch) hier hilfreich sind.


            Lieben Gruß

            Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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