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Geschlechtskrankheit seit 20 Monaten, Einschätzung

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  • Geschlechtskrankheit seit 20 Monaten, Einschätzung

    Sehr geehrter Herr Doktor,
    Ich bin jetzt 22 Jahre alt und leide seit 20 Monaten unter einer deutlichen Entzündung von Eichel, Harnöhre, Prostata, Blase, leicht Hoden und After und dass obwohl ich von Anfang an zu einem Urologen gegangen bin und mittlerweile weit über 50 verschiedene Proben/Abstriche abgegeben habe. Dabei spricht wirklich alles von Anfang an für eine schwer nachweisbare Sexuelle Infektion und dennoch hat der Urologe in meinem Fall nix gemacht. Jetzt will ich den Arzt wechseln und würde mich über Ihre unverbindliche Meinung freuen!
    Symptome Kurzform: Friere am ganzen Körper, Schwitze, fühle mich schlapp, schmerzhaft/verkrampftes Blasendruckgefühl, Dumpfe ziehende Schmerzen in Leiste, Unterbauch, Schambeinregion, Hoden, Dammbereich, After bis Pobacke- Innenseite linker Oberschenkel- alles vor allem linksseitig. Eichelentzündung sehr gleichmäßig, gerötet, berührungsempfindlich mit fiesem Jucken/Stechen; nass; kalt. Harnröhrenöffnung genauso entzündet, gerötet, geschwollen mit Stechen. Zieht sich so auch nach Innen. Beim urinieren verzögerter/ verkrampfter Harnabgang, verringerter Harnstrahl, dumpfe Schmerzen beim nach/urinieren, sehr viel nachträufeln mit Stechen, gegen Ende nimmt Stechen und Schmerzhaftes Blasendruckgefühl zu; Kann direkt wieder kleine Menge Urinieren; erhöhter Harndrang durch frieren, Blasenschmerz/-druck etc. (Restharn)
    Bei Ejakulation dumpfe Schmerzen, Druckaufbau verringert, nachlaufen von verflüssigtem Ejakulat, Stechen. After: leicht entzündet, geschwollen und spürbar erweitert mit unangenehmen Gefühl, nach Stuhlgang sehr lange nachschmieren und Stechen.(keine Hämoriden) Krankheitsgeschichte:
    Ich war kerngesund und 9 Tage vor dem Infekt auf einer der dreckigsten Toiletten der Welt (überall Urin etc.), wo ich mir ausversehen beim Abtupfen auf Harnröhrenöffnung gefasst habe, nachdem ich 2 dreckige Türgriffe und Klodeckel damit angefasst habe!! Außerdem in dem Zeitraum zum ersten Mal Sex mit Freundin gehabt.
    Fakt ist 9 Tage später kriege ich urplötzlich ganz starke dumpfe Schmerzen Schambein/Leiste und ziehenden Harndrang (extrem schmerzhaft) -die Eichelentzündung und schon am Abend/nächsten Morgen die komplette Grundinfektion die ich bis heute habe. Außerdem kriegte ich wenig später plötzlich diese Afterprobleme.
    Von Anfang an waren die Abstriche/Proben trotz deutlich sichtbarer/spürbarer Entzündung unauffällig- außerdem ging es viel zu schnell/plötzlich, ich hatte noch nie einen Harnwegsinfekt zuvor, es muss etwas sein dass auch die Eichelentzündung verursacht die sehr gleichmäßig ist (Pflege hilft nicht, nichts tun hilft nicht, Fungizid bringt nichts), etwas das möglicherweise auch die plötzlichen Afterprobleme verursacht - hatte ich nie und Hämorriden sind es auch nicht (Proktologe) Infekt muss etwas sein, dass unspezifische Entzündungsformen verursachen kann und den Harntrakt so schwächt, dass ich in der Folgezeit (20 Monate ohne Behandlung Grundinfektion) scheinbar total einfach zusätzliche Infekte wie Ecoli, Enterokokken, Staphylos, Streptokokken eingefangen habe-diese waren nachweisbar und verstärkten die Entzündung mit Stechen/Hodenentzündung- wurden nach Leitfaden für chronisch inflammatorische Prostatitis mit 4-6 Wochen Cotrim , 4 Wochen Amoxycillin wegbehandelt, sodass jetzt wieder nur noch der Grundinfekt da ist.
    1.)
    Wenn Sie Krankheitsgeschichte, Symptome lesen, würden Sie dann auch denken, dass es was sexuelles ist? Habe schon 4 Chlamydien PCR machen lassen- waren alle neg. - Kann es sein, dass sexuelle Infekte nicht unbedingt nachgewiesen werden können, obwohl sie vorliegen?
    2.) Kann PCR falsch negativ sein? oder stimmt das immer?
    2.) Der Verdacht geht in Richtung Chlamydien, Myokoplasmen, Ureaplasmen, oder Pilzinfekt. (Urin letztens für Pilz pos.- aber eig. eher unwarscheinlich-wieso sollte ich plötzlich Pilzinfekt kriegen aus heiterem Himmel- sehen Sie auch so oder?
    3.) Kann ich in der Nachbarskanzlei Ihrer Praxis eig. auch rechtliche Hilfe einholen, weil ich rechtliche Schritte gegen meinen vorigen Uro einleiten will?
    4.) Hatte anfangs vorsorglich 10 Tage Doxy genommen die nix brachten- jetzt empfiehlt mir ein befreundeter Arzt aus der Familie, dass Chlamydien, Mykos auch gegen Doxy resistent sein können laut einem Fachbericht, ich solle Azitromycin mal nehmen. - Stimmt es, dass mykos etc. gegen Doxycyclin resistent sein können?
    5.) Können Mykoplasmen unspezifische, deutlich spürbare Entzündung Harntrakt, Eichel, After verursachen?
    6.) Azitromycin- 10 Tage akut Therapie reicht sehr wahrscheinlich bei 20 Monaten Infektionsdauer nicht aus, oder? Muss dass dann ähnlich wie im up to date Leitfaden vom Krankenhaus für min. 4 Wochen bis nach Gefühl 6/8 Wochen behandelt werden? Oder würden Sie da auch 25 Tage sagen? (Ihre Meinung auf Nachfrage meiner Mum)
    7.) Meinen Sie dass man nach 20 Monaten einen sexuellen Infekt noch wegkriegen kann mit der richtigen Therapie?
    Der Umfang der Nachricht tut mir Leid, aber Sie können sicherlich verstehen wie es für mich ist, wenn man sich in die Hände eines Arztes gibt und der einem trotz aller Hinweise nicht hilft und nur Kasse macht.- Daher wechsel ich jetzt Arzt und würde gerne Ihre Meinung dazu wissen. Grüße von mir und meinem Bruder (Patient bei Ihnen gewesen)Danke für Ihr offenes Ohr.


  • Re: Geschlechtskrankheit seit 20 Monaten, Einschätzung

    Die Geschichte ist entschieden zu lang! Das ist sicher keine Geschichte, die in dieser Form im Forum beantwortet werden kann. Ich kann Ihnen aber sagen, dass man sich nicht ohne weiteres eine Infektion auf einer auch noch so verschmutzen Toilette holen kann. Ich zur Nachweisbarkeit von Infektionen, insbesondere Chlamydien und Mycoplasmen habe ich hier vielfach etwas gesagt.
    ich halte es durch aus für den falschen Ansatz, wenn Sie vorhaben gegen ihren behandelnden Urologen rechtliche Schritte einzuleiten um so ohne weiteres werde ich das sicherlich nicht unterstützen.
    Ich würde Ihnen raten ihre Haltung zu überdenken und lieber nach einer pragmatischen Lösung für sich selbst suchen.

    Lieben Gruss

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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