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Schmerzen in Penis, Prostata und Nieren

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  • Schmerzen in Penis, Prostata und Nieren

    Hallo,

    nachdem ich mit einer Frau ein One-Night Stand hatte, haben sich ca. 1 Woche danach rote, raue Stellen entlang des Eichelkranzes erstreckt. Darauf folgten Hodenschmerzen, Beckenschmerzen und Nierenstechen (alles ausschließlich rechts). -> Alles ähnliche Schmerzsymptome wie bei einer Prostatitis.

    Ich war bei zig Ärzten, doch sie konnten keine Erreger & Co feststellen. (Urin, Sperma und Blut).

    Über ca 6 Monate hinweg wurden die Schmerzen gaaaanz langsam weniger und traten nur noch etappenweise auf. Heute gut 9 Monate später gibt es Tage an denen es furchtbar und nur mit Schmerzmitteln auszuhalten ist und dann gibt es wieder Tage die deutlich weniger schlimm sind. Völlig weg sind die Schmerzen aber nie und begleiten mich seitdem konstant.


    Vor ca. einer Woche hatte ich eine sehr schmerzhafte Phase und es zeigten sich sogar rote flecken auf der Eichel (wie raue trockene Haut). "Übernacht" verschwanden die Schmerzen und jetzt habe ich plötzlich seit ca. 5-6 Tagen ein sich sehr taub anfühlenden Penis. Es fühlt sich an, als wäre eine leichte örtliche Betäubung vor Ort. Erektionen sind (fast) nicht möglich, selbst das pinkeln fühlt sich irgendwie seltsam taub an, weil man den Strahl nicht mehr richtig spüren kann.

    Ich bin 30 Jahre und sobald die Ärzte negative Laborwerte sehen, zucken die meisten mit den Achseln und wissen kein Rat. (nicht böse gemeint)
    Ich weiß einfach nicht mehr weiter.

    Was könnte ich noch tun? Fällt Ihnen noch etwas ein, wenn Sie über den "Tellerrand hinaus" denken? Oder ein Laborwert, den man gerne vernachlässigt, aber in seltenen Fällen Probleme verursachen kann? Erreger/Keime auf die man sonst nicht testet, oder sowas in der Art?

    freundliche Grüße

  • Re: Schmerzen in Penis, Prostata und Nieren

    Chlamydien und Mykoplasmen sind möglich, da sie sich oft nicht nachweisen lassen. Hier wäre eine Prostatitis die Folge und eine antibiotische Therapie über wenigstens 20 Tage erforderlich (z.B. mit 2x100mg Doxycyclin).
    Die Eichel ist eher sekundär..... hier können Sie versuchen:

    Bitte 2-3x/Tag eine 1:1-Mischung von Betaisodonna-Salbe und Linola-Fett (oder Bepanthen) Salbe auftragen (bekommen Sie in der Apotheke). Zwischendurch immer ganz gut waschen (saure Seifen) und sehr gut trocknen (Fön).


    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: Schmerzen in Penis, Prostata und Nieren

      Kann aber auch ein CPPS sein. Ich war davon auch fast 3 Jahre betroffen, ähnliche bzw gleiche Symptome wie eine prostatitis. Da ich in den 3 Jahren aufgrund von negativen Urin, Sperma, Abstrich und STD-Screenings keine AB‘s genommen habe, weiß ich das es bei nichts bakterielles war, obwohl ich immer davon ausgegangen war...
      ursache war bei mir wohl die Psyche und daraus resultierende Verspannungen im Becken...

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      • Re: Schmerzen in Penis, Prostata und Nieren

        Dr. Kreutzig-Langenfeld tz
        Ist es theoretisch möglich, das Myko und Chlam GAR NICHT nachgewiesen werden können, obwohl man Sie hat? Oder eliminieren öftere Widerholung der Tests die falsch-negativ Ergebnisse?

        Zum Thema Antibiotika: Ich hatte damals welches verschrieben bekommen und es hatte DEFINITIV Einfluss auf mein Schmerzempfinden und auf die restlichen Symptome, allerdings wurde mir "nur" zweimal á 7-10 Tage AB verschrieben mit gut und gerne 4 Wochen Abstand zwischendrin. Auch damals war die erste Vermutung chlamydien und daraus resultierende Prostatitis. War das zu wenig? Hat sich evtl. eine Resistenz gebildet? Bringt


        @noName7:
        Über ein psychisches Problem denke ich nun auch schon seit längerem nach. Alles was ich bisher habe, sind ein Haufen negativer Testergebnisse und trotz konstanter "umherwandernder" Schmerzen, müsste ich der gesündestes Mensch auf Erden sein. Wie ging es bei dir weg? Einfach versucht zu ignorieren?
        Ich versuche konstant was anderes zu machen (auch Bewegung) und dennoch habe ich seit dem kein Sex mehr gehabt weil ich Angst habe, ich könnte was ansteckendes haben. Und das mit tauben Gefühl in Penis ist seit ca. einer Woche auch neu -.-


        Besten DANK (!) für eure Antworten. Grüße

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        • Re: Schmerzen in Penis, Prostata und Nieren

          Ja, ich habe aufgehört negativ zu denken, da das ja definitiv Einfluss auf schmerzen hat. Dann habe ich meinen Urologen vertraut, ich bin auch nicht ganz auf der Seite von Dr. Kreutzig bzgl chlamydien und deren Nachweis, da ich mir einige Infos von Ärzten, Professoren, Experten und Laboren eingeholt habe, diese verneinten die These von Dr. Kreutzig, es gebe zwar falsch negative Ergebnisse, keine Frage, aber wenn eine Person mehrere PCR Untersuchungen hat (die korrekt durchgeführt werden) muss man manchmal eben auch anerkennen, das nicht Bakterien für die Symptome verantwortlich sind. Aber ich bin nur ein Laie und kein Experte (auch überhaupt nicht negativ an Dr. Kreutzig gerichtet, der wohl gute Erfolge mit seiner Behandlung hat)

          positiv war auch Bewegung, Sex und Generell alles was Spaß macht!!!

          sehr zu empfehlen:
          https://en.m.wikipedia.org/wiki/Chro..._pain_syndrome

          hier steht auch warum Doxy bei CPPS helfen kann, wenn keine Bakterien für die Beschwerden verantwortlich sind.

          alles gute!

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          • Re: Schmerzen in Penis, Prostata und Nieren

            Bezüglich der Diskussion um CPPS bleiben wohl Fragen offen. Allein eine antiphlogistisch (unterstellte) Wirkung der antibiotische Therapie kann m.E. nicht für die Besserung der Symptomatik verantwortlich sein. Dann müsste ja Ibuprofen z.B. stets um Klassen besser helfen....

            Meine Information zu den falsch negativen Testen stammt auch von namhaften Professoren (wie auch immer man das Gewichten mag). Fakt ist, daß Chlamydien und Mykoplasmen intrazellulär lebende Mikroorganismen sind. Allein eine PCR aus Prostatagewebe könnte sicher eine Diagnose stellen. Da hier die Diagnostik gefährlicher als eine Therapie ist - kaum sinnvoll.

            @Ademon: nach meiner Erfahrung zu kurze Therapie - Resistenz eher nicht zu erwarten aber auch kaum bewertbar.

            Lieben Gruß an Beide!

            Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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            • Re: Schmerzen in Penis, Prostata und Nieren

              Wie gesagt Herr Doktor, war von meiner Seite aus überhaupt nicht negativ an Sie gerichtet, ich bin auch kein Experte. Wie bei allen liegt die Wahrheit wahrscheinlich irgendwo in der Mitte und da vieles ja nur Spekulation und keine definitive beweislage ist, kann man ja auch nicht zu 100% sagen, was nun korrekt ist...aber sei es drum, wie Sie es sagen sind in Sachen CPPS auch noch viele Fragen offen. In diesem Bereich ist die Forschung in Deutschland wirkich schlecht!!! Gab sogar schon Urologen die den Begriff gar nicht kannten...für einen Facharzt schon ziemlich schwach...
              aber ich denke wir lassen die Diakussion, da es mehr fragen als antworten gibt und Sie deutlich mehr Ahnung und Erfahrung als ich haben.
              ich wollte nur mal meine Erfahrung wiedergeben, dass es durchaus CPPS gibt und meine Erfahrung teilen.

              Eine Nachfrage aber noch an Sie, eigentlich müssten doch selbst bei einer nicht nachgewiesenen chlamydien Infektion, Entzündungszeichen und/oder entzündliche Prostata festgestellt werden, oder??


              @anemon:
              alleine deine Angst vor neuinfektionen und die Vermeidung dadurch von GV (gibt ja auch Kondome) spricht ja schon für einen psychischen ‚Knacks‘, wie gesagt negative Einstellung und denken hat durchaus große Auswirkung auf unser Wohlbefinden...wenn man will, kann man sich jede Krankheit mit allen Symptomen ‚einreden‘ ohne diese Krankheit zu haben.
              hatte ich vorhin vergessen, ich habe eine Verhaltenstherapie beim Psychotherapeuten gemacht und nebenbei auch ganz gute Erfahrungen mit der Körpertherapie nach Dr Pohl gemacht (aber recht teuer), die Psychotherapie und Entspannung hatte die beste ‚wirkung‘ und Das alles ohne Medikamente ;-) und somit kostenlos ;-)

              jeder muss für sich selber einen Weg finden. Was dem einen hilft, hilft nicht automatisch dem anderen...

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              • Re: Schmerzen in Penis, Prostata und Nieren

                Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld, "Meine Information zu den falsch negativen Testen stammt auch von namhaften Professoren (wie auch immer man das Gewichten mag)."
                darf man mal fragen wie aktuell diese Information ist? und ob sich die Aussage auf einen einzelnen Test beruht?

                Ich bin auch seit 2 Jahren mit einer abakteriellen Prostatitis gestraft und lese hier gelegentlich mit.
                PCR Tests bei 5 Urologen und in einer Uniklinik ergaben nichts. Mir wurde auch gesagt kann schon mal falsch sein aber bei Ihnen haben jetzt sechs sieben negative PCR Tests zudem keine Endzündungszeichen....
                Zudem gab es bei mir 2 Monate vor auftreten der Symptome einen Unfall bei der mein Becken in Mitleidenschaft gezogen wurde gehe von daher von CPPS aus. Physio lindert auch vorübergehend...

                Ich will hier nicht an Ihrer Kompetenz zweifeln, es ist nicht böse gemeint. Es treibt einen als Betroffenden einfach zusätzlich in den Wahnsinn wenn man immer wieder das mit den Nachweisproblemen liest... Wahrscheinlich schlägt es bei dem einen oder anderen leicht ins Psychosomatische über und man nimmt Langzeit Antibiotika bis in die Ewigkeit...

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                • Re: Schmerzen in Penis, Prostata und Nieren

                  Ich habe das auch nicht als Kritik aufgefasst. Vielmehr wollte ich einen Diskussionsbeitrag leisten.....
                  Es ist tatsächlich so, daß es nicht immer Entzündungszeichen gibt. Manchmal ist es die Symptomatik und der Druckschmerz der Prostata einzig hinweisend.

                  Lieben Gruß

                  Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                  • Re: Schmerzen in Penis, Prostata und Nieren

                    Genau das meine ich. Das ist Benzin ins Feuer der verzweifelten Patienten gießen. Was sollen wir tun? Wir können uns selbst kein Antibiotika verschreiben geschweige denn dann in Punkto Partnerbehandlung... Da würde nur sich scheiden lassen und Antibiotika nehmen warten Antibiotika nehmen warten die Lösung sein.

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                    • Re: Schmerzen in Penis, Prostata und Nieren

                      Von "Benzin" kann kaum die Rede sein, wenn man hier sachliche Argumente austauscht.....
                      Die passende Therapie sollten Sie schon mit Ihren behandelnden Ärzten absprechen....
                      Hier können Sie ggf. Inspiration/Anregung bekommen.

                      Lieben Gruß

                      Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                      • Re: Schmerzen in Penis, Prostata und Nieren

                        Außerdem, bleibt es dir selbst überlassen welchen Weg zu einschlägst.

                        ausserdem kann Dr. Kreutzig hier keine Therapie für dich entscheiden...und auch deine Situation nur bedingt bewerten, da er dich und deine Befunde nicht kennt.

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                        • Re: Schmerzen in Penis, Prostata und Nieren

                          Vielen Dank für eure Antworten!

                          Genau das ist ein Teil des Problems. Laut Medizinischer Untersuchung ist man gesund, aber man fühlt sich nicht so und hat jeden Tag Schmerzen. Leider ist es dann an dem Punkt schwer sich positive Gedanken zu machen, wenn man weiß, dass es durchaus die Möglichkeiten von nicht-entdeckten Keimen und/oder falsch-negativ Tests gibt.

                          Dr. Kreutzig-Langenfeld

                          Szenario:
                          ANGENOMMEN ich hätte seit 9 Monaten eine Chlamydien- oder Mykoplasmen "Infektion". Wie würde sich das JETZT äußern?
                          -> Besiegt der Körper die Erreger irgendwann? Müssten die Schmerzen genau so schlimm wie ganz am Anfang sein? Wird der Körper "immun" gegen den Schmerz, ist aber weiterhin "infiziert"? (ich hoffe Sie verstehen was ich meine)

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                          • Re: Schmerzen in Penis, Prostata und Nieren

                            Infektionen können, müssen aber keine Beschwerden machen. Irgendwann wird der Körper wohl aber mit jeder Infektion einmal fertig. Unklar aber wann.

                            Lieben Gruß

                            Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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