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Hartnäckige Urinkeime oder doch Chlamydien??!

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  • Hartnäckige Urinkeime oder doch Chlamydien??!

    Hallo Dr. Kreutzig,

    folgende Krankengeschichte liegt hinter mir:

    Es begann vor ca. 3 Monaten mit weiß-gelblich wässrigem Ausfluss (vor allem morgens) und einem Entzündungsgefühl und einem Pieksen in der Eichel. Ich sofort zum Urologen. Verdacht auf Chlamydien, 5 Tage Doxycyclin (pro Tag 1×200 mg) verschrieben bekommen. Nach 3 Tagen war der Urintest zurück. Negativ! Mein Urologe sagte, ich sollte das Medikament sofort absetzen, also hab ich das Doxycyclin nur genau 3 Tage eingenommen. Ich sollte erneut zu ihm kommen, wenn ich weiter Beschwerden habe.

    Natürlich hatte ich weiterhin Beschwerden, also wurde ein Abstrich gemacht aus der Harnröhre (ca. 2 cm tief). Ergebnis eine Woche später: Urinkeime! Mehr Infos hatte er nicht für mich. Ich sollte Ciprofloxacin für 3 Tage einnehmen (pro Tag 2×500mg). Dies tat ich. Es half wunderbar, allerdings waren meine Beschwerden erst nach 4 Tagen komplett weg und ich hatte es ja nur 3 Tage genommen! Hatte ein schlechtes Gefühl danach... und tatsächlich...

    Nach 3 Wochen wieder Ausfluss morgens entdeckt, aber das Entzündungsgefühl in der Eichel war weg. Also noch mal einen Urintest gemacht. Wieder negativ! Eine Woche später erneut Abstrich: Immer noch Urinkeime vorhanden, aber etwas weniger als vorher. Er verschrieb mir als nächstes Amoxicillin (pro Tag 3×1000mg) für 10 Tage! Der Ausfluss war VOR der Amoxicillin-Kur schon geringer geworden. Habe dann das Amoxicillin genommen. Nach 7 Tagen tat sich noch nichts, habe es trotzdem zu Ende genommen. Jetzt, 1 Woche nach Behandlungsende ist der Ausfluss weg, aber ich habe ab und zu noch ein Kribbeln in der Eichel und ich weiß nicht, ob es wirklich weg ist...

    Meine Fragen an Sie wären:
    1. Haben Sie schon von Urinkeimen gehört, die so hartnäckig sind?
    2. Könnten es auch Chlamydien sein? Obwohl alle Tests negativ waren?
    3. Wie schätzen Sie die Dosishöhe und die Therapiedauer der Antibiotika ein?
    4. Meine Beschwerden sind zwischenzeitlich von alleine besser geworden, könnte das heißen, dass "die Sache" chronisch geworden ist?
    Danke für Ihre Zeit und Hilfe!



  • Re: Hartnäckige Urinkeime oder doch Chlamydien??!

    1. Ja, s. 2.
    2. Ja
    3. Zu Kurz! Ich behandele zumindest meine Patienten z.B. mit Doxycyclin über 20 Tage
    4. Nicht unbedingt.... der Körper kann natürlich auch selbst Keime bekämpfen

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: Hartnäckige Urinkeime oder doch Chlamydien??!

      Hallo Dr. Kreutzig,

      meine aktuellen Beschwerden sind nur noch ein Druckgefühl im Dammbereich und manchmal evtl. ein Ziehen in den Hoden, wobei das so gering ist, dass ich es mir auch einbilden könnte.

      Meine Fragen:
      1. Könnte das eine Prostatitis/Nebenhodenentzündung sein oder sind entsprechende Beschwerden heftiger als meine?
      2. Würden sie trotz meiner geringen Beschwerden auf Chlamydien testen?
      3. Wenn ja, mit welcher Methode?
      4. Ist ein Abstrich auch bei 1,5 cm Tiefe auf Chlamydien aussagekräftig?
      5. Kann man Prostatitis/Nebenhodenentzündung über Entzündungswerte im Blut nachweisen?
      Ich danke.

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      • Re: Hartnäckige Urinkeime oder doch Chlamydien??!

        1. "kann" geht immer.....
        2. Kann man machen.....
        3. PCR
        4. ja
        5. Fast nicht!

        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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        • Re: Hartnäckige Urinkeime oder doch Chlamydien??!

          Hallo nochmal,

          ich habe nun 2 Wochen lang morgens immer geguckt, ob ich etwas aus der Harnröhre pressen kann. Es ist jetzt nur noch hin und wieder ein ganz kleiner Tropfen klarer Ausfluss, der sich zu Fäden zieht.

          Ich war zwischendurch bei einem anderen Urlogen, habe Urin abgegeben, aber wieder wurde nichts gefunden (PCR)! Er hat mir (vorsichtshalber) Azithomitrin verschrieben für 6 Tage. Ich bin mir unsicher, ob ich es nehmen soll...

          Meine letzten Fragen an Sie:
          1. Kann der Ausfluss von der Prostata kommen? Wie sieht dieser normalerweise aus?
          2. Halten Sie es für nötig, dass ich nochmals mit Antibiotika behandelt werde?
          3. Ist es möglich, dass ich auch ohne (eindeutige) Beschwerden immer noch die Keime vom Anfang in der Harnröhre habe?
          4. Wie schädlich ist es Antibiotika einzunehmen, obwohl man es evtl. nicht braucht? Bzw. nach wie vielen Einnahmen wirkt es womöglich nicht mehr gegen Keime?
          Danke für Ihre Zeit und schöne Feiertage!

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          • Re: Hartnäckige Urinkeime oder doch Chlamydien??!

            Hi,
            ich kann dir nur was zu frage 1 sagen. Prostatasekret ist eher milchig/weiß. Ich gehe aber am ehesten davon aus, dass es lusttropfen oder harnröhrensekret ist, beides völlig normal und passt genau auf deine Beschreibung. Du hast ja nachts und morgens (mehrere) errektionen, da bilden sich schon mal lusttropfen. Ich habe das auch ab und zu wenn ich morgens aufwache, ganz normal!

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            • Re: Hartnäckige Urinkeime oder doch Chlamydien??!

              Entscheidend für eine Therapie ist entweder eine Symptomatik oder ein klarer Befund. Daher am besten noch mal Diagnostik. Pauschal kann man die Fragen nicht beantworten. Zu. 1. haben Sie von NoName7 je bereits eine korrekte Auskunft bekommen.

              Lieben Gruß

              Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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