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Prostatitis: Beschwerden nach Antibiose

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  • Prostatitis: Beschwerden nach Antibiose

    Guten Tag,

    ich habe nach einer symptomreichen (häufiger Harndrang, Kältegefühl, Schmerzen, Ausfluss, wie auch Flankenschmerzen) diagnostizierten Prostatitis (Kliebsiella im Ejakulat) für 11 Tage Cotrim Forte und da noch starke Symptome dann nochmal vier Wochen Cipro erhalten.

    Im Moment liegt die Antibiose eine Woche zurück und ich habe noch leichte Symptome, wie:

    leichtes Brennen nach Ejakulation für ca. 15min +
    leichtes Druckgefühl beim Urinieren und auch danach etwas

    Ich bin 29 und trinke im Moment viel Johannisbeersaftschorle 3-5 Liter / Tag und achte auf mich. Medis habe ich gut vertragen.

    Meine Frage: Es wird davon gesprochen, dass nach erfolgter Antibiotika Kur noch für einige Wochen Symptome mit der Prostata auftreten können, liegt die obige Symtpomatik erfahrungsgemäß noch in diesem Bereich ?

    MfG
    ChSi

  • Re: Prostatitis: Beschwerden nach Antibiose

    Das ist durchaus möglich....

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

    Kommentar


    • Re: Prostatitis: Beschwerden nach Antibiose

      Sehr geehrter Herr Doktor,

      leider habe ich jetzt, beginnend 1,5 Wochen nach der Antibiose einen starken Rückfall: geschwollene Prostata, häufiger Harndrang, fieberähnliche Symptome und trüber Urin. Wahrscheinlich provoziert durch einen Luftzug.

      Das sieht sehr nach einem Rückfall aus. Arztbesuch und die Ejakulatuntersuchung sind in Erwartung.

      Meine Frage nach der relativ langen Antibiotikakur wäre, welche drei Optionen sie favorisieren würden:

      1. abwarten mind. einen Monat, wenn nötig Ibu und alternative Methoden, wenn nicht besser 2 oder 3.

      2. erneute Antibiotikakur max. vier Wochen

      3. Langzeitantiobiose mind. zwei Monate.

      Für den Fall Sie sagen würde ich gerne wissen, wo die Präferenz seitens 2 oder 3 - für einen ungünstigen Verlauf liegt.

      Danke im Voraus für die Antwort.

      MfG

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      • Re: Prostatitis: Beschwerden nach Antibiose

        Das sollte sich am Keimbefund orientieren und mit dem Urologen besprochen werden. Bei Bakterien ggf. 2 oder 3.

        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

        Kommentar



        • Re: Prostatitis: Beschwerden nach Antibiose

          @ChSi: Habe auch ne chronisch-bakterielle Prostatitis mit Klebsiellen. Vielleicht können wir uns etwas austauschen (privat), wenn das hier im Forum geht.

          Ich persönlich würde, falls Cotrim im Antibiogramm testet, damit therapieren (wegen den potentiellen Cipro NW). Ich bin mit der Akademie der Wissenschaften in Polen in Kontakt. Dort gibt es eine experimentelle Phagentherapie. Bei Klebsiella-Prostatitis 40-50 % Erfolgschance (= zwei Viergläserproben im Abstand von mindestens 2 Wochen keimfrei). Allerdings weiß ich nicht, wie lange die Patienten nachbeobachtet wurden. Man sollte 6 Monate nach Therapieende nochmals schauen, ob es bis dahin nicht zum Rezidiv kam. Kosten so 1000 €. Man braucht auch ein Schreiben vom Uro in D, dass man schon erfolglos konventionell therapiert wurde.

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          • Re: Prostatitis: Beschwerden nach Antibiose

            Puh, da klammert sich wohl jemand an jeden Strohhalm. 1000€ für eine Behandlung in Polen, nichts für ungut, aber ich denke unsere Methoden in Deutschland sind schon etwas weiter!
            wenn man das richtige AB auswählt, können Klebstellen auch inD geheilt werden. Die Frage ist nur, sind es wirklich die Bakterien, die für die Probleme verantwortlich sind?!?!

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            • Re: Prostatitis: Beschwerden nach Antibiose

              "unsere Methoden in Deutschland sind schon etwas weiter!"

              Wenn man in Polen mit Antibiotika austherapiert ist, kann man sich noch einer experimentellen Phagentherapie unterziehen. In D gibt es da m.W. keine Alternative mehr, vor allem keine so nebenwirkungsarme. Ob man die Keime aber wirklich komplett rauskriegt, da bin ich auch skeptisch. Ich werde es vielleicht ausprobieren, falls mir von den Infektiologen hier keine Therapieoption eröffnet wird.

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              • Re: Prostatitis: Beschwerden nach Antibiose

                Kurzes Update zur Prostatitis:
                Ich bin seit etwa zwei Monaten beschwerdefrei. Die Beschwerden nach der Antibiose führe ich neben dem Abheilvorgang von circa zwei Monaten auf eine Art Trauma durch die Entzündung und/ oder begleitenden Symptome zurück. Das kann sich sehr hartnäckig gestalten.

                Zwei Faktoren wirkten hier sehr negativ
                - langes sitzen
                - Kälte

                also vermeiden.

                Ich glaube, wie schon hier beschrieben, ist eine konsequente Antibiose entscheidend.

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