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Anhaltende Nebenwirkungen nach Finasterid-Einnahme in 2013

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  • Anhaltende Nebenwirkungen nach Finasterid-Einnahme in 2013

    Hallo,
    ich hatte im Jahr 2013 (im Alter von 23 Jahren) einen Monat lang täglich Finasterid zu mir genommen (1mg/Tablette, gegen drohende Alopezie (die dann natürlich doch kam haha)). Nachdem ich damals nach kurzer Zeit Nebenwirkungen im Bereich der Sexualität feststellte (verminderte Libido, Erektionsstörungen etc.) setzte ich die Tabletten dann ab, was dann aber zunächst dazu führte, dass die Nebenwirkungen zunächst schlimmer wurden (zur sexuellen Problematik gesellten sich dann noch weitere Nebenwirkungen wie depressive Verstimmung, Schlafstörungen etc.). Mit der Zeit verschwanden die meisten der Nebenwirkungen dann aber doch, wobei fünf Nebenwirkungen noch länger vorhanden (wenn auch in verminderter Form, aber dennoch) waren/sind:

    1. Verminderte Libido
    2. Schwierigkeiten eine Erektion zu bekommen
    3. Schwierigkeiten eine Erektion aufrecht zu erhalten
    4. Ejakulat ist sehr wässrig
    5. Orgasmus ist häufig wenig bis kaum/nicht intensiv

    Ich war seit 2013 mehrfach bei unterschiedlichen Urologen und Endokrinologen. Das letzte Mal erst vor wenigen Wochen im Juli 2017. Meine Hormonwerte sind allesamt unauffällig (schon damals wie auch heute), ALLE Ärzte mein(t)en, es sei ein psychisch bedingtes Problem.
    Die Urologen rieten mir allesamt, über einen bis zwei Monate hinweg täglich Cialis zu mir zu nehmen, die Endokrinologen rieten mir zu einer Sexualtherapie.
    Tatsächlich habe ich Anfang dieses Jahres eine Psychotherapie/Sexualtherapie begonnen, und Schwierigkeiten mit der Erektion habe ich seitdem keine mehr (also Punkt 2. und Punkt 3. sind nicht mehr problematisch). Auch meine Libido würde ich, wenn überhaupt, nur MINIMAL als vermindert ansehen (aber vermutlich muss ich einfach akzeptieren, dass man mit Mitte/Ende 20 nicht mehr so lustvoll ist wie mit Anfang 20). Somit sehe ich auch Punkt 1. nicht mehr als ein wirkliches Problem an.

    Dass mein Ejakulat sehr wässrig ist und meine Orgasmen recht häufig "unbefriedigend" sind, ist aber noch heute der Fall.
    Was mein Sperma anbelangt würde ich sogar meinen, es sind zwei verschiedene Konsistenzen im Ejakulat. Es gibt einen recht dickflüssigen Teil, und einen sehr wässrigen Teil, und das in einem Samenerguss. Wobei der wässrige Teil eben in der Regel deutlich überwiegt, daher empfinde ich mein Ejakulat in der Summe als sehr wässrig. Verglichen mit meinem Sperma früher, an das ich meine mich zu erinnern, ist mein Sperma auch sehr geruchsneutral (davor hatte es es irgendwie einen leicht "nussigen" Geruch") und kaum noch gelblich, was es früher auch war. Heute ist es sehr wässrig, riecht kaum und milchig-klar.
    Was meinen Orgasmus betrifft, kommt es auch vor, dass ich diesen beim Masturbieren schon intensiv erlebe. Aber es kommt auch nicht selten vor, dass ich wenig bis kaum/nichts spüre dabei, manchmal ist es sogar so, als würde man Urinieren. Beim Sex mit einer Frau ist der Orgasmus alles in allem deutlich intensiver, wobei ich auch da den Eindruck habe, dass mich irgendwas am Ende doch leicht hemmt, und ich nicht komplett zur großen Ekstase gelange.

    Meine Fragen: Was glauben Sie, wodurch könnten diese Symptome bedingt sein? Und was kann man dagegen tun?

    Kurze Infos zu mir: Ich bin 27 Jahre alt und Masterstudent der... Psychologie.

    Danke und viele Grüße

  • Re: Anhaltende Nebenwirkungen nach Finasterid-Einnahme in 2013

    IOb die Zuordnung zur Finasterid-Einnahme zutrifft? Ich habe das bei sehr sehr vielen Patienten in keinem einzigen Fall je gesehen (ich kenne aber entsprechende Berichte).
    Die Zusammensetzung des Ejakulates unterliegt sehr deutlichen Schwankungen und auch deutlichen Veränderungen mit dem Lebensalter.

    Zumindest ist mir ein alternativer Therapieansatz nicht bekannt.

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: Anhaltende Nebenwirkungen nach Finasterid-Einnahme in 2013

      Sehr geehrter Dr. Kreutzig-Langenfeld,

      vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung. Ich werde es zunächst weiterhin mit der Sexualtherapie versuchen, gegebenenfalls werde auch die Cialis-Behandlung in Anspruch nehmen, wobei ich den Eindruck habe, dass mir das hinsichtlich der noch vorhandenen Probleme nicht helfen wird.

      Viele Grüße

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