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Ständiger Harndrang und andere Symptome

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  • Ständiger Harndrang und andere Symptome

    Sehr geehrter Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld,

    ich bin männlich und 23 Jahre alt und habe nun seit gut einem Jahr vermehrte Beschwerden.
    Hier nun ein chronologischer Abauf meiner Krankengeschichte:

    -seit gut 4 Jahren leide ich an Paruresis, der Angst vor dem Wasserlassen. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob dies mit den folgenden Problemen im Zusammenhang steht.

    -Im September 2014 war ich mit dem Auto unterwegs uns meine Blase hat angefangen zu Zittern und ich musste wie verrückt auf die Toilette. In Folge traten keine Schwierigkeiten auf. Ich bin dann trotzdem zum Urologen um herauszufinden, ob irgendwelche körperlichen Ursachen dafür verantwortlich sind. Der Arzt stellte eine minimale Menge an Blut im Urin fest. Hierbei meinte er jedoch dies sein nicht weiter schlimm... Das Zittergefühl in der Blase wiederholte sich noch 2-3 Mal im Laufe von einem Jahr.

    -Mitte 2015 hatte ich durch einen Sportunfall einen Sturz auf mein Steißbein und einen Schlag in Richtung Hodengegend, wobei ich dies nicht genau zuordnen kann, da der Schmerz sich über eine Region verteilte und ein blauer Fleck oberhalb des inneren Oberschenkels war.

    -Sommer 2015 war ich sehr viel mit dem Fahrrad unterwegs. Hier könnte ich eine starke Auswirkung auf meine Prostata vermuten.

    -April 2016 bist heute befinde ich mich in urologischer Behandlung, da folgende Symptome innerhalb kurzester Zeit auftraten: vermehrter Harndrang, abgeschwächter Harnstrahl, teilweise geschwächte Erektion, kaum eine morgentliche Erektion, Brennen beim und nach dem Wasserlassen, nach dem Stuhlgang vermehrtes Brennen in Harnröhre. Dies auch bei mehreren Urologen:

    -1. Urin unauffällig --> dann Endoskopie: "Kalibrierung Meatus ergibt 30 Char.[...]penile Harnröhre ist weit, die pars bulbosa ist auf 18 Charriere eingeengt und prsphinkter entzündlich verändert. Der Sphinkter ist intakt, der BCA beträgt 2,5cm, der Blasenauslaß ist weit. Blasenwand i. S. einer Balkenblase umgebau. Blasenprozess lässt sich ausschließen. Ostien erscheinen nicht refluxiv." Diagnose: Blasenentleerungsstörung, Bulbäre Harnröhrenstenose, U. posterior... Dies wurde dann mit Tavanic 250 mg über 10 Tage behandelt. Dadurch verbesserten sich auch die Beschwerden, kamen jedoch nach geringer Zeit wieder zurück.

    -Besuch Uniklinikum, da anderer Arzt in Ruhestand ging. Hier wurde eine Blasendruckmessung durchgeführt. Diagnose: Zusammenspiel von Beckenboden und Blasenauslaß ist in einer Diskoordination. Dies führe ich jedoch auf die Paruresis zurück, da ich sonst meine Muskulatur normal entspanen kann. Dies wurde mit einem Biofeedback behandelt. Jedoch ohne Erfolg.

    -Auf mein Anliegen wurde Sperma bei mir getestet. Urin war weiterhin unauffällig. Im Sperma wurden Bakterien gefunden. Hier bekamm ich ein Antibiotikum. Bei der nächsten Untersuchung waren diese Bakterien weg, jedoch neue Bakterien da (Darmbakterien). Hier bekamm ich als erstes 2xLevofloaxcin (jewils ca. 10Tage) verschrieben und danach Amoxiclav für 3 Wochen.


    Nun zu meinen Fragen:

    1. Woher können Darmbakterien kommen, da ich zu dieser Zeit keine Sex hatte. Diese wurden ja auch bei der ersten Untersuchung nicht gefunden?

    2. Wenn Bakterien im Sperma gefunden werden, jedoch nicht im Urin, stammen diese entweder aus Hoden, Nebenhoden oder Prostata? Prostata wurde abgetatstet, jedoch unauffällig. Ich habe teilweise ein Ziehen im rechten Hoden. Dieser ist aber nicht angeschwollen.

    3. Sind 18 Charriere wirklich zu eng?

    4. Können diesFolgen eines Penisbruchs sein?

    5. Welche weiteren Untersuchungen kommen Ihnen in den Sinn?

    6. Was für weitere Krankheiten kommen noch in Frage?

    Ich möchte Ihnen Danken, dass Sie Ihr Wissen und Ihre Meinung auf diesem Forum teilen! Ich weiß, dass dieser Text etwas lange ist, dies zeigt jedoch, wie sehr ich mit den Problemen zu Kämpfen habe. Ich hoffe Sie können mir ein paar Denkanstöße geben.

    Liebe Grüße!









  • Re: Ständiger Harndrang und andere Symptome

    Das ist für eine "Beratung" im Forum deutlich zu individuell und zu komplex.
    Eine bakterielle Prostatitis hat nicht unbedingt etwas mit Sex zu tun.

    Den Befund der Endoskopie halte ich für unauffällig.... eine Prostatitis ist als Ursache denkbar. Die psychogene Komponente hier sicher auch nicht unbeteiligt!

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: Ständiger Harndrang und andere Symptome

      Vielen Danke für Ihre schnelle Antwort.

      Mit ist jedoch unklar, woher diese Bakterien stammen könnten?

      Welche weiteren Untersuchungen würde Sie machen? Mein Arzt beschränkt sich leider nur auf die Spermaanalyse und beachtet nichts weiteres.

      Mit freundlcihen Grüßen!

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      • Re: Ständiger Harndrang und andere Symptome

        Es ist nicht immer klar, wie Bakterien die Prostata erreichen. Kanalikulär, Hämatomen oder lymphogen sind alle möglichen Optionen.

        Untersuchungen kann ich so nicht entscheiden, da dafür Kenntnis aller Befunde und des Patienten erforderlich ist!

        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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