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Blasenentleerungsstörung

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  • Blasenentleerungsstörung

    Hallo,
    ich schreibe hier für meinen Mann der zur Zeit im Krankenhaus liegt. Wir sind langsam am verzweifeln, weil kein Arzt helfen kann. Und nun zum Thema:

    Mehr aus Spaß habe ich meinem Mann ende November 2016 den Blutdruck gemessen, dieser was viel zu hoch 160 zu 115, was mich sehr verwundert hat, da er recht schlank und erst 39 Jahre alt ist. Nach Anraten meinerseits ging er eine Woche später zum Arzt. Dieser nahm Blut ab und schaute schließlich wiederum eine Woche später die Nieren und Blase mit Ultraschall an. Er war schockiert, da die Blase eine enorme Größe hatte und die Nieren schon kurz vorm Versagen waren. Er musste sofort zum Urologen, dort wurde festgestellt, dass seine Blase mit über 2 Liter Urin gefüllt war. Und das Schlimme er fühlte nichts dabei. Einzig sein immer "aufgeblähter" Bauch war im Wochen zuvor aufgefallen. Wir dachten er verträgt vielleicht keine Lactose mehr. Es wurde ein Suprapubischer Katheter gesetzt damit sich die Nieren erhohlen konnten. Eine Woche später wurde Blasenspiegelung gemacht. Keine Auffälligkeiten!! Keine Vergrößerung der Prostata oder sonstiges. Es wurde vermutet das es ein Neurologisches Problem ist. Nach zwei Tagen hatte er eine starke Blasenentzündung, mit viel Blut im Urin. Er spürte auch diese nicht. Nur durch den Katheter war zu erkennen, das etwas nicht stimmt. Hausarzt gab Antibiotikum, da das durch den Kat. nun öfter vorkommen kann. Er ging immer von Hausarzt zu Urologen und umgekehrt um ständig irgendwelche Nierenwerte und Bluttests machen zu lassen. Beim Neurologen hätte er erst im April 2017 einen Termin bekommen. Nun war schon Ende Dezember er hatte bereits die zweit Blasenentzündung, aber keine ging auf das eigentliche Problem ein. Im Januar endlich hatte der Urologe dann einen Termin beim Neurologen festgemacht. Ich machte mir große Sorgen, dass er MS oder womöglich einen Hirntumor hat. Gott sei dank wurde dies durch MRT und andere Untersuchungen ausgeschlossen. Also doch nicht neurologisch??
    Er sollte ins Krankenhaus zur Urodynamik. Dort wurde Urin abgenommen, und festgestellt, das immer noch eine Blasenentzündung besteht, aber zu allem Überdruss mit Keimen die keiner kannte. Es musste nach Norddeutschland geschickt werden. Wegen der Keime konnte keine Urodynamik gemacht werden. Auf das Ergebnis musste er weitere 2 Wochen warten. Das Antibiotikum gibt es nicht in Tablettenform, deswegen musste er jetzt für 5 Tage ins Krankenhaus um 3 mal am Tag eine Infusion zu bekommen. Wärenddessen wurden weitere Untersuchungen gemacht. Röntgenaufnahmen, Blasenspiegelung und heute endlich die Urodynamik. Mit dem Ergebnis ALLES IN ORDNUNG!!

    Keiner weiß was. Es muss doch irgendwas nicht stimmen. Jetzt wollen sie auf gut Glück doch an der Prostata rum operieren obwohl nichts auffälliges an ihr ist. Das will er erstmal nicht machen lassen. Mir klingt das ehr nach Verzweiflungstat der Ärzte. Keiner kann sich sowas erklären. Fakt ist:

    Mann hat kaum Gefühl in der Blase kann nur Urinieren, wenn die Blase übervoll ist und diese bis über einen Liter Restharn nicht entleeren. Ist nicht soviel drin kann er überhaupt nicht.
    Ach ja auf Borriliose wurde ebenfalls kontrolliert.

    Es tut mir leid, dass der Text so lang ist. Aber wir wissen langsam nicht mehr weiter. MRT vom Rücken wird noch gemacht, aber ich glaube nicht an ein Ergebnis.
    Weiß jemand Rat??





  • Re: Blasenentleerungsstörung

    Es gibt auch sogenannte atone Blasen, die keine erkennbare Ursache haben. Auch durch "Einhalten" über viele Jahre kann so etwas entstehen.
    Nun ist es wichtig, die Blase zu tonisieren und regelmäßig zu entleeren. Ob Sie sich erholt, muss man abwarten. Ggf. ist auch ein intermittierender sauberer Einmalkatheterismus eine zumindest deutlich bessere Option als ein suprapubischer Katheter.

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: Blasenentleerungsstörung

      Siedler20 Guten Tag. Ich bin heute eher zufällig auf Ihren Beitrag gestossen und habe mich hier registrierst.
      Ein Grossteil ihrer Geschichte trifft auch auf mich zu. Alles begann ca. 2010 mit der Feststellung, dass auch meine Blase übervoll war (ca. 2 Liter Urin). Danach 2x Operationen die keine wesentliche Besserung brachten, dann einige Monate Bauchkatheter mit immer wiederkehrenden Blasenentzündungen. Seit etwa 7 Jahren mache ich täglich (wie vom Arzt Dr. Kreuzig erwähnt) den Einmalkatheterismus. Seither geht es mir eigentlich gut und hatte nie mehr Blasenentzündungen. Wie geht es Ihnen heute? Würde mich über eine Kontaktaufnahme freuen. Frohe Weihnachten! romabe

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