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Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen

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  • Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen

    Hallo Herr Dr. Kreutzig,

    erstmal vielen Dank dass Sie sich nach Ihrer Zeit in der Praxis auch noch dem Forum hier widmen.

    Ich fasse mich kurz in Aufzählungen zur besseren Übersicht:

    17.12.16: Geschützter Analverkehr mit einem anderen Mann. Homosexuell. Oral für 30 sek ungeschützt und 1 Lusttropfen abbekommen.

    19.12.16: Beginn eines lt. Arzt Viralen Infekt (Hält bis heute noch an, aber wird besser)

    21.12.16: Brennen beim Wasserlassen, eitriger Ausfluss aus Harnröhre
    sofort Urologe, 7 Abstriche wurden gemacht
    Antibiotika 21.12.16 & 22.12.16 Azithromyzin, 23.12.16 bis 27.12.16 Cefixim

    Das Brennen blieb trotz Antibiotika nur der eitrige Ausfluss war am ersten Tag weg.
    Seitdem klarer Ausfluss vornehmlich bei Errektion. Es reicht aber schon eine 10 sekunden Errektion aus und auch wenn er wieder schlaff ist tritt klarer durchsichtiger klebriger Ausfluss auf.

    Es wurde dann 10 Tage gewartet nach Antibiotika und das Brennen lies in der Zeit nach und trat meistens morgens nur noch auf.

    06.01.17: Blutuntersuchung und PSA Test. Kein CRP, kein PSA oder sonstige Werte abnormal.
    09.01.17: Urinuntersuchung vom Morgenurin. Ohne Befund, noch nicht mal ansatzweise Bakterien. Kein Eiweiß obwohl schaumig.

    10.01.17: Ejakulat und Abstriche von der Flüssigkeit abgegeben.

    17.01.17: Beginn Brennen beim Wasserlassen wieder dauerhaft, Stiche in der Blase, Schmerzen im unterbauch rechts, Schwalartige Schmerzen am Leistenlymphknoten, Sehnenschmerzen linker Fuß, rechte Hand und Gelenkschmerzen Schulter links. Gelegentlich Dammschmerzen, schmerzhafter Samenerguss. Ausfluss nach wie vor Klar, klebrig und große Mengen bei Errektion und danach.

    18.01.17: Erneute Urinabgabe, keine Bakterien

    19.01.17: Ergebniss Ejakulat ohne Befund, keine Bakterien, Abstrich der Flüssigkeit auch ohne Bakterien.

    Und nun? Kann es eine Prostataentzündung sein? Ich habe ihnen schonmal anfang September geschrieben als da schon ein Verdacht auf Prostataentzündung bestand.

    Mein Urologe vor Ort ist der Meinung und fester Überzeugung dass es sich um eine abakterieller chronische Prostataentzündung handelt und würde eine Therapie mit Polstimol mal anstreben wollen. Desweiteren schickt er mich noch zum Mikrobiologen.

    Meine Angst Herr Dr. Kreutzig ist dass die Bakterien nicht richtig gewachsen sind und ich doch eine Tripperinfektion habe die sich nun im ganzen Körper schön ausbreitet und ich dadurch zu Grunde gehe.

    Noch zu guter letzt: Im Oktober und November hatte ich zeitweise unmengen an Urin ausgeschieden. 2,5 Liter in 24 Stunden und davon meist 1,5 Liter in 4-6 Stunden. Aktuell kommt kaum was raus. Heute zum Beispiel nur etwa 400ml seit 07 Uhr in 4 Toillettengängen. Eben 85ml nach 4 Stunden. Trinkmenge heute bei etwa 1,2 Liter bis jetzt.

    Vielen Dank schonmal für Ihren Rat was Sie machen würden und was Ihnen einfällt.


  • Re: Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen

    Die Tripper-These ist eher Unsinn... die Trinkmenge und die Menge der Urinausscheidung hängen einfach zusammen...
    Eine Prostatitis ist möglich!

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen

      Hallo Herr Dr. Kreutzig,

      vielen Dank für Ihre Antwort.

      Meine Beschwerden halten nun immernoch an und werden nicht besser.

      Akut sind momentan folgende Probleme:

      - Klarer Ausfluss aus Harnröhre bei bzw nach geringster Errektion (die muss nicht vollendet sein)
      Dieser Ausfluss ist durchsichtig und klebrig. Dauert etwa 20-30 Minuten an und brennt am Harnröhrenausgang

      - Ganztags das Gefühl dass was in der Harnröhre ist. Ab und an starke Schmerzen in der Harnröhre beim Penis zurückziehen

      - Brennen beim Wasserlassen zeitweise nicht immer

      - Oft Stechen, ziehen am Harnröhrenausgang.


      Habe nun nächste Woche nochmal einen Termin ausgemacht beim Urologen. Macht es Sinn eine Doxycyclin Therapie zu beginnen und wielange sollte diese sein?

      Azithromyzin und Ceferixin wurde mir ja schon im Dezember direkt bei Beginn der Symptome gegeben. Ciprofloxacin vertrage ich nicht (musste ich schon im August abbrechen wegen Gelenk und Sehnenschmerzen).

      Kann das eine Chlamydieninfektion sein?

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      • Re: Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen

        Eine Infektion mit Chlamydien und Mykoplasmen ist zumindest gut denkbar.
        Entscheidung der Therapie bitte via Urologen. Wenn Doxycyclin verwendet wird, rate ich zumindest meinen Patienten zu einer Therapie über wenigstens 20 Tage.

        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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        • Re: Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen

          Vielen Dank Herr Kreutzig,

          der Urologe den ich sofort nach eintreten der Symptome besucht hatte meinte dass Doxyciclin nicht mehr verwendet wird weil kein Bakterium mehr darauf anspricht. Wie sehen Sie das?

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          • Re: Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen

            Ich kann das nicht beurteilen, weil ich keinen Befund kenne. Ich bezweifele aber, daß ein Nachweis von Chlamydien und Mykoplasmen mit einem Antibiotiogramm vorliegt.

            Lieben Gruß

            Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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            • Re: Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen

              Nein... ein Antibiottiogramm liegt nicht vor weil ja kein Bakteriennachweis stattgefunden ist.

              Gestern Abend hatte ich starke Hodenschmerzen im rechten Hoden mit Ausstrahlung in die Leiste. Heute ist dieser Schmerz so gut wie weg und eher im Dammbereich.

              Dennoch. Wenn ich jetzt nochmal auf gut Glück Doxycyclin nehme, wie lange sollte dies dann sein?

              Befunde waren alle negativ bis jetzt.

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              • Re: Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen

                Ich kann Therapieentscheidungen hier nicht für Sie treffen.
                Mein Rat an Patienten mit Beschwerden ist immer eine 20 Tage Therapie.

                Lieben Gruß

                Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                • Re: Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen

                  Hab nun 30 Doxycyclin bekommen. 1. Woche 2x 100mg und ab 2. Woche soll ich dann auf 1x 100mg runter gehen. Es ist ein Therapieversuch. Aber ob er was bringt steht in den Sternen.

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