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Bakterielle Prostatis

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  • Bakterielle Prostatis

    Hallo Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld!
    Nach mehrmahliger Antibiotika-Therapie (bei festgestellten enterococcus faecalis im Ejakulat) in einem Jahr 4x mit Clavamox, 1x Azithromycin/Cefixim, 1x (Medikament weiß ich nicht mehr, waren 3 Tableten - wo zu ich 2 Stk. auf einmal einnehmen musste) und immer wieder die gleichen Keime festestellt wurden, habe ich immer wieder mal ein Ziehen in der Leiste bis in den Rücken. Bonjour-Tropfen am Morgen meist nach dem urinieren. Urologe sagt - da er alles versuch hätte, im Blut und Harn nichts zu finden ist - kann er von seiner Seite her nichts mehr machen. Eine weitere Ejakulatprobe würde nichts bringen. Das einzige wäre noch eine Harnröhrenspiegelung (ich habe aber keine Schnmerzen ind der Harnröhre - auch nicht beim beim Wasserlassen). Eine Rötung/Entzündung der Eichel kommt dann, wenn ich diese nicht mit einer Fettsalbe (Linola) einreibe und diese z.B. übre Nacht mit dem Ejakulat nach dem GV (auch mit Kondom) länger in Berührung war. Ist die Eichel/Vorhaut auch ein mal entzündet, ist die Entzündung/Rötung mit Ihrer empfohlenen Mischung (Betaisaidon/Linola Salbe) in ca. 2 Tagen wieder o.k!
    Eine zweite Meinung von einem Urologen habe ich mir auch noch eingeholt: er hält von anlegen der Kulturen nicht viel! Keime würden immer wieder vorkommen und meint es gehe eventuell von meinem Kopf aus. Er würde ein Beschneidung empfehlen wenn sich die Eichel/Vorhaut immer wieder mal rötet!
    Ich bin kein "Hypochonder" und mental eignetlich ziemlich gefestig - ich bilde mir das nicht ein (auch den Tropfen am Morgen nicht). Ein CT wurde auch gemacht Prostata und Samenblase wären ein wenig verdickt, PSA Werte sind immer im grünen Bereich!
    Was würden Sie empfehlen?
    Vielen Dank!


  • Re: Bakterielle Prostatis

    Entschuldigung - sollte im Tex " Bakterielle Prostatitis" heißen!

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    • Re: Bakterielle Prostatis

      Ich kann das so sicher nicht abschließend bewerten. Erst einmal nichts tun? Nicht selten handelt es sich um "Verunreinigungen" in der Kultur. Bei Beschwerden/Fieber ist aber eine antibiotische Therapie sinnvoll.


      Lieben Gruß

      Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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      • Re: Bakterielle Prostatis

        Vielen Dank für Ihre Meinung! Ich weiß dass Sie hier keine generellen Therapievorshläge geben können, aber die jeweils zweiwöchigen Clavamox-Kuren haben im Endeffekt bis jetzt ja nichts gebracht. Laut Befund würden auf diese Bakterienkultur nur dieser Wirkstoff ansprechen der über Tablettenform eingenommen werden kann. Bleibt dann hier nur eine intravenöse Therapie über und wird dies dann evtl. Stationär vorgenommen? Oder gibt es hier noch andere Möglichkeiten? Auf alle Fälle werde ich nochmals einen anderen Urologen aufsuchen.
        Vielen Dank vorerst für Ihre Bemühungen!

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        • Re: Bakterielle Prostatis

          Ich sagte ja bereits etwas zum Thema Verunreinigung..... in diesem Falle nichts tun. Ich kann es aber nicht bewerten, da ich Sie und die Befunde nicht kenne....


          Lieben Gruß

          Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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          • Re: Bakterielle Prostatis

            Vielen Dank für Ihr Bemühen!

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            • Re: Bakterielle Prostatis

              Guten Tag Herr Dr.! Nun wurde ich im Klinkium nochmals durchgechekt. Sämtliche Urinproben negativ auf Erreger, Uroflow-Werte normal, keine Keime mehr im Ejakulat, PSA normal, Prostata leicht vergrößert, im Blut kein Hinweis auf Chlamydien und Mykoplasmen etc. Trotzdem ziehen in der Leistengegend/richtung linker Hoden und Rücken, Bonjourtropfen am Morgen (auch mal nachtropfendes Prostatasekret nach dem urinieren). Keine Probleme beim Wasserlassen, Errektion, Orgasmus.
              Beschwerden mit geröteter/gefleckter Eichel, ziehen mit Sekrettropfen, lange und unangenehme Erektionen in der Nacht sowie Leistungsschwäche mit gefühlten/empfundenen Herzrhytmusstörungen beim Sport kommen immer zusammen. Herz fehlt nichts (Echocardiographie wurde auch gemacht) und auch sonst konnte nichts festgestellt werden. Kann es sein, dass hier doch Mykoplasmen im Spiel sind die sich nicht nachweisen lassen? Das Problem hat sich ja von der Eichel (was nie richtig zur Ruhe gekommen ist) in Richtung Prostata verlagert. Wie beschrieben, wurden aber nie derartige Erreger festgestellt. MfG, t.wolf

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              • Re: Bakterielle Prostatis

                Ich habe hier schon unglaublich oft etwas zum Problem des Nachweises von Chlamydien und Mykoplasmen geschrieben. Ein negativer Test ist KEIN sicherer Ausschluss.

                Lieben Gruß

                Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                • Re: Bakterielle Prostatis

                  Vielen Dank Herr Dr. für Ihre Antwort! Mir scheint auch ob das Problen etwa hier begraben liegt. Mich wundert nur dass dann hier nicht mit einer Therapie angesetzt wird. Ich habe ja schon alles durch und bin heute immer nochauf dem Stand vom letzten Jahr, außer das nun keine Keime mehr im Ejakulat nachgewiesen wurden (was ja auch schon mal ein Teilerfolg ist). Ich werde mich mal mit dem Urologen nächste Woche über ein Therapie unterhalten. Wie ich schon gelesen habe, ist ihre Wahl Doxy über 4 Wochen - wäre das auch bei mir eventuell angebracht? Ich weiß, dass Sie keine Therapie hier verschreiben, mir wäre nur mal Ihre Meinung anhand meines Kurzen Berichtes wichtig! Ich kann dies ja mal meinem Urologen vorschlagen, entscheiden wird es dann ja immer er.
                  Vielen Dank für Ihre Mühe!

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                  • Re: Bakterielle Prostatis

                    Ich mache zumeist 3 Wochen Doxycyclin. Eine Garantie für einen Erfolg gibt es jedoch nicht. Und: auch nach einer erfolgreichen antibiotischen Therapie können Beschwerden noch 6-8 Wochen persistieren. Entscheidung über Erfolg also quasi erst in ca. 3 Monaten (!) möglich.

                    Lieben Gruß

                    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                    • Re: Bakterielle Prostatis

                      Hallo Herr Dr.! Nun sieht es folgendermaßen aus: Mir wurde vom Urologen dann kein Doxy verschrieben sondern eine 4-Wöchige Kur mit Diclofenac. Laut Urologen hätte sich bei mir die bakterielle zu eine abakteriellen Prostatitis entwikelt. Nach der Kur war der morgendliche Bonjour-Tropfen fast ganz weg und das Ziehen am Hoden hat sich auch gelegt. Es wurde mir empfohlen, eventuell nach 4-6 Wochen nochmals eine 2 Wöchige Kur mit Diclofenac zu machen. Die Behandlung des 4-Wochen Zyklus ist nun schon gute 6 Wochen her. Leichte Schemrzen habe ich nur sporadisch, mal eine Woche nichts, dann plötztliches Ziehen mit Tropfen aber max. 1-2 Tage (und das hauptsächlich in der Nacht) auch den Bonjour-Tropfen. Ich bin aktiver Radsportler und war bewusst lange Abstinent. Ich habe auch schon langsam wieder begonnen (meine Urologe meinte, ich könnte dies langsam angehen). Nach den Touren (nicht zu lange, gut gewärmt und einen dementsprechenden Sattel) hatte ich keine Probleme. Ich werde auch diese Saison eher die gemütliche Seite des Radsports angehen und mir hier nicht ein Dauerproblem zu holen.Lästig sind nur noch die öfters mal etwas leicht schmerzhaften, länger anhaltende Eerrektionen in der Nacht. Egal ob ich vorher GV hatte oder nicht, diese kommen trotzdem. Schemerzen beim GV oder Probleme beim Wasserlassen habe ich keine. Ist dies eventuell beim "Ausheilen" normal, dass die Symptome so urplötzlich für 1-2 Tage auftreten und wie lange kann sich dies noch hinziehen? Warum entstehen diese unangenhemen Errektionen (ich weiss das Errektionen in der nacht noraml sind - aber nicht so und in der Länge) und gibt es hier eventuell noch etwas dagegen? Könnte das auche eine Art Priapsisums sein (was ich nicht hoffe!)? Sobald ich mich dann auf den Rücken (bin Bauch- und Seitenschläfer) lege und die Beine anwinkle, geht diese sofort zurück.
                      Für Ihre Meiung wäre ich dankbar!
                      MfG
                      t.wolf

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                      • Re: Bakterielle Prostatis

                        Zuerst einmal teile ich diese Art von Kur medizinisch nicht..... Die resultierenden Folgen können somit von mir kaum bewertet werden....
                        Ein "Priapismus" ist hier eher nicht das Thema...


                        Lieben Gruß

                        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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