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Brennen in der Harnröhre, bitte helfen Sie mir :/

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  • Brennen in der Harnröhre, bitte helfen Sie mir :/

    Sehr geehrter Dr. Kreutzig-Langenfeld,

    begonnen hat mein Leid mitte März 2015. Es fing damit an, dass ich ein Brennen sowie eine leichte Rötung am Harnröhrenausgang festgestellt habe, sowie ein Jucken in der Leistengegend. Darauf hin habe ich einen Dermatologen mit Schwerpunkt Geschlechtskrankheiten aufgesucht. Dieser machte einen Abstrich auf Chlamydien, Mycoplasmen sowie Soor. Ergebnis: Alles negativ bis auf einen kleinen Soor an der Eichelspitze. Gegen diesen Pilz verschrieb er mir eine Salbe mit Inhaltsstoffen Clotrimazol und Kortison. Die Salbe wendete ich 2,5 Wochen jeweils abends an, leider ohne Erfolg. Anschließend probierte ich eine Salbe mit dem Inhaltsstoff Terbinafin. Das Jucken an den Leisten war weg, das leichte Brennen am Harnröhrenausgang sowie die leichte Rötung nicht.

    Ich besuchte deswegen einen Urologen. Dort musste ich eine Urinprobe abgeben, bei der nach dem PH-Wert sowie nach Blut im Urin gesucht wurde. Es war alles in Ordnung. 30 Minuten nach dem Urinieren war ich dann beim Doktor drin und beschrieb ihm mein Leiden. Er konnte optisch keine Auffälligkeiten feststellen und verschrieb mir darauf hin für 5 Tage (morgens eine, abends eine) Ciproflaxin 250mg. Es trat keine Besserung auf weswegen ich erneut vorstellig wurde.

    Diesmal war nur die Vertretung des Arztes da, auf meine Bitten hin wurde erneut ein Abstrich auf sämtliche Krankheiten durchgeführt (Seit Beendigung der Einnahme waren erst 5 Tage vergangen, verfälscht es das Abstrichergebnis?).
    – Der Befund des Abstriches: (wieder einmal) alles negativ und dazu noch 200€ ärmer!
    Der Arzt riet mir dazu das Brennen in den Griff zu bekommen indem ich mehr trinken solle (trinke bereits 3 Liter Mineralwasser).

    In meiner Verzweifelung besuchte ich am 19.05 meinen Hausarzt. Dieser vermutete aufgrund meiner Beschreibung eine leichte Urethritis und verschriebe mir daraufhin für 7 Tage Metronidazol 400mg (o-o).
    Wieder keine Besserung! Aufgrund des Wochenendes konnte ich meinen Hausarzt erst am Montag aufsuchen, dieser verschriebe mir eine weitere Packung Metronidazol für 7 Tage.
    Nun kommt wieder mein Standartsatz: Die Beschwerden waren immer noch da. Nun schrieb der Hausarzt mir eine Überweisung an den Urologen Nummer 3. Dieser führte wieder einen Abstrich durch (meiner Meinung nichts aussagekräftig da vorher uriniert), Ergebnis wieder einmal: Alles negativ.
    Wir sind so verblieben, da ich zum Zeitpunkt der Testergebnisbesprechung 4 Tage beschwerdefrei war, dass ich mich, falls wieder was auftritt, melden sollte.

    Zwei Tage später kam das Brennen zurück. Der Arzt verschrieb mir nun ein zweites Mal Ciproflaxin, allerdings diesmal für 15 Tage. Ich nehme die Tabletten nun den 6. Tag ein und es hat sich nichts verändert. Mal brennts, mal nicht; Mal doll, mal weniger doll :/


    Kurz zusammengefasst: 4 Monate Beschwerden, 3 Abstriche gemacht, mehrere Antibiotika genommen ABER keine Besserung in Sicht :/

    Zu den Schmerzen: Brennen und leichte Schwellung am Harnröhrenausgang, manchmal tagelang nichts, manchmal starkes brennen manchmal weniger stark, brennt stärker nach urinieren, nach onanieren meist etwas besser

    1. Frage
    Wurden die Abstriche aussagekräftig aufgrund AB-Einnahme und wegen des kurz vorher erfolgten urinieren?

    2. Frage
    Kann durch die frühere Einnahme des Ciproflaxins eine Resestenz einstanden sein weswegen die im Moment durch geführte Kur nicht wirkt?

    3. Frage
    Können Sie eine Vermutung aufgrund der Schilderungen aufstellen was mir fehlt?

    Vielen Dank für Ihre Antworten

  • Re: Brennen in der Harnröhre, bitte helfen Sie mir :/

    Ich kann das auf diesem Wege kaum bewerten. Abstriche sind nicht unbedingt immer positiv, auch wenn eine Infektion besteht.
    Eine Besserung kann auch noch deutlich nach Ende der Therapie auftreten. Also erst einmal Geduld.

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: Brennen in der Harnröhre, bitte helfen Sie mir :/

      Danke für die schnelle Antwort, Herr Doktor. Was halten Sie den von den Abstrichen? Werden diese durch die AB Einnahme bzw. durch das vorherige urinieren beieinflusst ? Kann durch die beschriebene (zu kurze) Erstbehandlung mit Ciproflaxin eine Resistenz entstanden sein? Grüße Grüße

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      • Re: Brennen in der Harnröhre, bitte helfen Sie mir :/

        Unmittelbar vor dem Abstrich sollte man nicht unbedingt Wasser lassen. .... Inwiefern die Vor-Therapie Einfluss nimmt, ist nicht zu sagen. Auch eine potentielle Resistenz ist möglich aber nicht beurteilbar.... also erst einmal Geduld.

        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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        • Re: Brennen in der Harnröhre, bitte helfen Sie mir :/

          Hallo Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld,
          leider ist habe ich immer noch mit den gleichen Problemen wie vorher zu kämpfen. Nach Ihrer Empfehlung ersteinmal Geduld zu haben habe ich mich einen weiteren Monat (also bis einschließlich August) dran gehalten. Für ca. 14 Tage war das Brennen weg. Nach diesen 14 Tagen fingen bei mir die Handgelenke an zu Schmerzen und es gesellte sich ein brennen/ Kribbeln im Hoden und rechts daneben hinzu. Ein weiterer Urologe wurde aufgesucht. Dieser führte eine PCR auf Chlamydien und Gonorrhöe durch sowie einen Bluttest aus Chlamydien + Abstrich Kultur auf Mycoplasmen/ Ureaplasmen -> Alles negativ. Er verschrieb mir daraufhin trotzdem für 20 Tage Doxycyclin 200mg. Die Gelenkbeschwerden (nur Schmerzen, keine Entzündungen) wurden daraufhin besser und verschwanden fast komplett. Das Kribbeln/ Brennen im Hoden besserte sich, flackert allerdings ca. alle 3 Wochen wieder auf und "hält" dann eine Woche.
          Seit Ende Oktober kamen auch noch Schmerzen in der rechten Nierengegend hinzu die per Ultraschall, Blutabnahme (CRP, BSG) und einer Urinuntersichung abgeklärt wurden, Ergebnis: Es soll angeblich was mit der Lendenwirbelsäule sein, geht von alleine weg (ist es bis heute aber nicht).
          Letzte Woche flackerten die Schmerzen in den Hoden wiedereinmal auf und die Gelenkschmerzen setzten wieder ein. Ich fuhr auf eigene Faust ins Labor. Dort wurde eine mäßige Anzahl Leukozyten im Ejakulat festgestellt ....

          Ich bin mit meinem Latein echt am Ende... Die Schmerzen im Hoden und den Gelenken/ rechte Nierengegend sind definitiv da, die Ärzte wollen mir allerdings weiß machen es liegt an meiner Psyche -.-

          1. Frage
          Gonorrhoe/ Chlamydien sind nach jeweils 4 PCR und jeweils 2 Bluttests ausgeschlossen?

          2. Frage
          Kann es eine aufgestiegene Mycoplasmen/ Ureaplasmen Infektion sein? Diese Tests wurden ja nur per Kultur getestet, ihre Sensitivität soll ja laut Recherche nicht doll sein

          3. Frage
          Haben Sie eine weitere Idee wer (Bakterien/ Viren) Verursacher sein könnte?

          4. Frage
          Die 20 Tage Doxy haben die Gelenkbeschwerden gemildert und auch das Brennen in der Harnröhre ist weg. Halten Sie es für plausibel, dass das AB es nur nicht geschafft hat die Bakterien in der Prostata/ Nebenhoden nicht zu beseitigen aufgrund zu kurzer Therapie und es nun wieder aufgeflackert ist ?

          5. Bei Leukozyten und den Gelenkbeschwerden+ Hodenschmerzen muss doch dort was ein oder nicht?

          Über eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar. Vielen Dank im Voraus, Herr Doktor.

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          • Re: Brennen in der Harnröhre, bitte helfen Sie mir :/

            1. auch diese Teste sind kein SICHERER Ausschluß

            2. In die Niere eher nein

            3. ? Glaube ich eher nicht... kann ich aber nicht bewerten

            4. Möglich..... 6-8 Wochen nach Ende der Therapie zu entscheiden

            5. Nicht immer findet die Medizin eine Ursache....


            Lieben Gruß

            Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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