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Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

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  • Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

    Bilanz der letzten 8 Jahre.


    Ureaplasma Urealyticum - 2009
    7x Doxy 200 mg
    10 x Avalox 400 mg


    Streptococcus milleri Gruppe (1) - 2010 

    Cefuroxim 250 1A Pharma UTA 12 Stück N1


    Labor Negativ aber Schmerzen 2012
    7x Tavanic 500mg



    Klebsiela exytoca
    und Pseudomonas aeruginosa
    gleichzeitig gefunden
    2011 

    4 Wochen 1-1-1 Erythromycin-ratiopharm 500mg 

    + 10 Mal Tavanic 500mg


    Enterococcus faecalis - 2011

    Ciprofloxacin 1-1-1 42 Stück



    Chlamydien 2013
    10 Tage Doxycycling 200 mg

    2015 wurde wieder was gefunden und aktuell wieder 10 Tage Antibiotika.

    Auf den Punkt gebraucht.
    Der Patient ist ne "Bazillenschleuder" und hatte regelmäßig Antibiotika eingenommen.


    Der ein oder andere Swinger wird sich mit diesem Beitrag wohl auch identifizieren können.
    Deshalb mal etwas allgemeiner formuliert.

    Auch persönlicher Erfahrung ist es leider Tatsache, dass trotz p-e-r-m-a-n-e-n-t-e-r Verwendung von Kondomen beim G-e-s-c-h-l-e-c-h-t-s-v-e-r-k-e-h-r, beim überwiegend regelmäßigen Verwenden von Kondomen beim F-e-l-l-a-t-i-o aber eben auch g-e-l-e-g-e-n-t-l-i-c-h Fellatio o-h-n-e K-o-n-d-o-m praktiziert es nicht verhindert werden kann, dass man diverse Bakterien oder Keime im Ejakulat gefunden werden.

    100% Kondombenutzung wären logisch, aber leider kann man das nicht immer selbst steuern und manche Damen praktizieren Fellatio ohne Kondom und habe das Glied schneller im Mund als einem als Mann recht ist und als man reagieren kann. Ist es dann schon passiert, kann man als Mann nicht mehr widerstehen und willigt eben Fellatio ohne ein. In der Regel wird aber wenn man aktiv es steuern kann, ein Präservativ mit einem Geschmack verwendet.

    Als pflichtbewusster verantwortungsvoller Swinger wird 1 mal jährlich das Ejakulat im Labor untersucht und eine Urinprobe abgegeben auch wenn keine Beschwerden vorhanden sind. Man will ja auch niemanden bewusst infizieren.
    Deshalb wahrscheinlich auch die vielen positiven Ergebnisse. Nicht unbedingt hat man Schmerzen. Ein Großteil der Swinger ist also unter Umständen krank, obwohl sie nichts davon wissen.


    Lange Rede kurzer Sinn. Risikominimierung klingt logisch. Abstinenz geht aber nicht, da das Swingerhobby eben ein gewisses Suchtpotential verursacht und man nicht so einfach aufhören kann. Ein Psychologe wäre bestimmt ratsam.

    Aber was einem ehr bedenken macht, dass man abstumpft. Die ersten Keime waren eine psychologische Belastung. Mittlerweile hat man sich daran gewöhnt, dass man mal wieder nen Keim hat, man liest in dier Wikipedia was das für nen „toller Keim“ ist und zu welcher Gruppe er gehört. Man liest ebenfalls in der Wiki, das welches Antibiotikum man einnehmen soll, die Nebenwirkungen usw.Da in der Vergangenheit immer alles gut ging, macht man sich keine anfängliche Panik mehr. Man weiss, dass man es auch dieses Mal „überleben“ wird. Also schluckt man die „Pillen“ mit einem schlechten Gefühl, aber dennoch hat man sich gezwungenermaßen damit arrangeirt. Man weiss auch, dass man in den nächsten paar Jahren bestimmt auch mal wieder Antibiotika schlucken muss und mal wieder die Bekanntschaft mit einem neuen Keim macht.

    Ich schätze mal, als Swinger, der sich regelmäßig 1x jährlich duchchecken lässt, wird man in der Regel nicht drum rumkommen, alle 3 Jahr mal nen Antibiotikum schlucken zu müssen.

    Man rechnet es sich dann hoch. Ca. 35 Jahre alt. Bis 70 Jahre sind es noch 35 Jahre. Das bedeutet es ist nicht überraschend, dass man bis man 70 Jahre alt ist, noch 10 Keime im Labor diagnostiziert bekommt und mal wieder 10 Antibiotika verschrieben bekommt.
    Viellicht hat man Glück und es werden in den nächsten 35 Jahren nicht 10 sondern nur 5 Keime entdeckt. Realistisch gesehen werden es aber ehr mehr sein und man kann davon ausgehen, sollte man sich kein neues Hobby suchen, man insgesamt noch so 15 Keime haben wird und dementsprechend Antibiotika nehmen muss.


    Deshalb die erste Frage.
    Wie schädlich wird es für den Körper sein wenn man in den nächsten 35 Jahren noch 15 Keine findet und demensprechend Antibiotika schlucken muss

    Kann man irgend etwas tun bzw. einnehmen , damit man dem Körper wieder hilft nach dem man die Antibiotika genommen hat?

    Wer jetzt denkt, einem wäre die Gesundheit egal der ist weit geirrt. Es handelt sich hier um einen sehr gesundheitsbewussten Menschen, der nicht gleichgültig ist sondern sich eben mit den Tatsachen abgefunden hat oder abfinden muss. Wenn es Regnet wird man nass und sollte nen Regenschirm haben. Wer swingt wird wohl nicht davonkommen, dass man regelmäßig keime im Ejakulat finden kann, (wenn man sich prüfen lässt) und man dann gezwungenermaßen ein Antibiotika verordnet bekommt...
    Wer keine Lust hat zu wissen, ob es gesund ist, macht halt keine Tests, lebt dann eben mit den Bakterien und wird voraussichtlich auch keine Schmerzen spüren. Denn nicht jeder Keim macht verursacht Schmerzen oder ein Brennen.

    Deshalb die zweite Frage
    Muss man das überhaupt jedes mal behandeln, wenn man einen keim findet? Wenn man nicht getestet wäre, würsste man es ja auch nicht.
    Kann man nicht warten,bis man 2 Keime hat und dann z.B. alle 3-5 Jahre dann mit Antibiotika sich dagegen behandelt?

    Ein Kratzer muss man ja auch nicht sofort operieren? Ein Schnupfen braucht ja auch kein Antibiotikum
    Sind die ganzen Bakterienfunde vielleicht auch nur ehr Marketing der Pharmaindustrie, die relativ hoch sensible Detektionsmechanismen entwickelt hat (auch wenn Chlamydien oftmals falsch negativ diagnostrieziert werden)
    Ist ja praktisch, wenn man einen Keim findet, dann bekommt man nen Antibiotika verschrieben. Die Produktion der Pharmaindustrie muss ja auch laufen
    Ich würde gerne hier die Meinung eines Fachmannes wissen.
    Sie als Urologe haben da ja bestimmt bessere Erfahrung oder vielleicht auch Quellen, wie man sich in diesem Thema selbst „schlaulesen“ kann

    Besten Dank im Voraus für ihre mir gewidmete Zeit und einen Gruß an alle Swinger oder Freier, denen das hier wohl sehr bekannt vorkommen müsste.













  • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

    Ein signifikanter (>10.000 Keime) im Mittelstrahlurin sollte auch behandelt werden. Das soll ausreichend lang und nach Antibiogramm testgerecht sein.
    Normalerweis kann der Organismus eine solche Therapie gut vertragen.
    Mit der Pharmaindustrie hat die Behandlungsindikation sicherlich nichts zu tun.

    Lieben Gruss

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

    Kommentar


    • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

      Hallo Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld,

      Wie immer vielen dank für die schnelle Antwort und ihre mir gedimete Lebenszeit, oder in diesem Fall die sie mir und allen anderen Swingers widmen J

      Kann ich ihre Antworten wie folgend interpretieren :

      1.) Deshalb die erste Frage.
      Wie schädlich wird es für den Körper sein wenn man in den nächsten 35 Jahren noch 15 Keine findet und demensprechend Antibiotika schlucken muss
      • Das ist nicht wirklich “gesundheitsschädlich”, wenn man im Schnitt so 3 Jahre mal wieder im durchschnitt 1 Antibiotika einnehmen muss um die Keine zu killen. Viele Keime gehen ja noch 10 Tabeltten weg, machne brauchen aber auch mal 8 Wochen. Drum 1 Monat im Mittel.

      1.1) Kann man irgend etwas tun bzw. einnehmen , damit man dem Körper wieder hilft nach dem man die Antibiotika genommen hat?
      • keine Antwort bedeutet nein. Die « Kuren » die es gibt, um den Körper nach den Antibiotika zu schützen, gibt es nicht wirklich bzw. Ist halt ne Art « Halbwissenschaft » wie Schüssler Salze, Kürbiskerne bei Prostatevergrößerung usw…

      2.) Deshalb die zweite Frage
      Muss man das überhaupt jedes mal behandeln, wenn man einen keim findet? Wenn man nicht getestet wäre, wüsste man es ja auch nicht.
      Ein Kratzer muss man ja auch nicht sofort operieren? Ein Schnupfen braucht ja auch kein Antibiotikum
      Kann man nicht warten,bis man 2 Keime hat und dann z.B. alle 3-5 Jahre dann mit Antibiotika sich dagegen behandelt?


      -> Wenn die Keimzahl >10 000 liegt, dann macht das Labor ja automatisch nen Antibiogram und empfihlt dem Urologen ein Antibiotikum, welches dieser einem verschreibt.
      Um es auf den Punk zu bringen. Wenn man was verschrieben bekommt, macht es Sinn, das auch in der entsprechenden Menge einzunehmen.


      Mal noch ne andern pragmatische Frage. Als Urologe habe sie ja auch mit sich outenden Swingern beruflich in ihrer Praxis… Viele Sprechen nicht darüber offen, einige stehen aber zu ihren Taten…. Schätzen Sie diese Bilanz alle 3 Jahe nen Keim im Durchschnitt auch für realistisch ein, oder hatte ich die letzen 7 Jahre einfach « nur » Pech?


      VIelen Dank für Ihre Zeit.





      Kommentar


      • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

        Alle 3 Jahre einen Keim …. ist echt wenig…….

        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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        • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

          Hallo Herr Dr. Kreutzig- Langenfeld.

          danke für ihre Antwort.

          Dann hatte ich wohl ehr Glück anstatt Pech, dass ich mir statistisch "nur" alle 2-3 Jahre einen Keim eingefangen habe :-)


          Ich hatte oben im Posting noch unter Punkt 1.) und 1.1) gefragt, wie schädlich das ist und ob was was tun kann, ob dem Körper wieder etwas Gutes zu tun gegen die Einnahe der Antibiotika und habe versucht mir selbst ne Antwort zu geben.
          Sie hatten gar nicht geantwortet.
          Kann man auf diese Frage nicht antworten?


          Es beunruhigt mich jedenfalls schon, im Schnitt alle 2 Jahre 2 Wochen ein Antibiotika nehmen zu müssen. Vor allem da man ja oft ein Reserveantibiotikum verschrieben bekommt. Wenn man den Beipackzettel und Wikipedia liest, dann hört sich das furchtbar an.
          Da ich das Swingen nicht unterlassen kann, muss ich es in Kauf nehmen, dass ich wohl noch des öfteren Antibiotika nehmen muss.
          Ich würde hier gehen einen "vertretbaren" Weg finden, wie ich damit umgehen kann.
          Nicht das ich durch die regelmäßige Einnahme von Antibiotika dann zwar keine keine Keime im Ejakulat habe, dafür aber nen Nieren, Leberschaden oder was auch immer.... Da wären die Keime im Ejakulat wohl die weniger schlimme Alternative. Die meisten merke ich eigentlich ja gar nicht mal. Nur einige machen Probleme...


          Vielen Dank für die mir und allen Swingers gewidmete Zeit.
          Wir sind ja eine Hauptrisikogruppe die sich mit diesem Thema gezwungenermaßen auseinandersetzen müssen...

          Kommentar


          • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

            Ob man den Körper erfolgreich unterstützen kann…….
            Am ehesten mit biologisch aktiven Yoghurt/Kefir etc. wegen der Darmflora. Sonst eher nein.

            Lieben Gruß

            Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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            • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

              Hallo Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld

              Danke der schnellen Rückmeldung.


              Wie schaut es bezüglich der Gesundheitsbelastung bei der regelmäßig Einnahme von Antibiotika und Reserveantibiotikum aus.
              Persönlich habe ich bisher keine gravierenden Nebenwirkungen bemerkt. Aber ich habe ja erst 7-8 Swingerjahre hinter mit und schon so einiges geschluckt. Da wird in den nächsten 30 Jahren noch einiges an Antibiotika auf mich hinzukommen. Levofloxacin auch besser als Tavanic im Handel bekannt, hatte ich jetzt auch schon mehrfach in den letzen 4-5 Jahren genommen....
              Das werde ich wohl bestimmt nicht das letze mal im Leben genommen haben müssen...
              Tavanic ist jetzt mal nur ein Beispiel. Mittlerweile bin ich obwohl ich kein Chemiker und Biologe bin, gar gebildet im Bereich und Chemie und Biologie...
              Die andren Antibiotika die man nehmen soll, bei denen sind die Nebenwirkungen auch nicht geringer auf dem Beipackzettel beschrieben...

              Wenn nachher mal die Sehe gerissen ist, oder die Nieren defekt sind, wäre es vielleicht doch besser gewesen, nen Keim zu haben. Den hätte man weniger gespürt....

              Ab wann wird die regelmäßige Einnahme von Antibiotika definitiv kritisch und gesundheitsschädlich.





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              • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

                Mal ganz im Ernst… Was soll ich dazu sagen……. Ich kann Ihnen keine Biochemische Absolution erteilen und NW sind viel zu individuell um eine Grundsatzbewertung abzugeben….
                Eines ist hingegen sicher …. so wenig wie möglich aber so viel wie nötig!

                Lieben Gruß

                Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

                  Hallo Herr Dr Kreutzig-Langenfeld,

                  da gebe ich Ihnen Recht. Meine Frage ist schwierig zu beantworten und auch sehr individuell wohl von dem jeweiligen Menschen (Körpergewicht, Gesundheitszustand und vielen weiteren Parametern) abhängig.

                  Oftmals ist es aber so, dass man im Laufe des Lebens an deren Orten wohnt, die Ärzte wechseln will oder muss oder wie auch immer.
                  Hier die ganze Vorgeschichte zu erzählen, kann man vielleicht Stichpunktmäßig.
                  Ich Bilanziere mittlerweile

                  Jahr
                  Kreim -> Art und Dauer des Antibiotikums
                  Ein kurzer Satz zu dem Beschwerden

                  Mehr mache ich gar nicht mehr, das würde dann ja den Rahmen sprechen, es gibt ja noch anderen Patienten...

                  Vielleicht geht man dann nochmals zum HNO Arzt, der verschriebt dann gegen Sinusitis auch noch mal z.B Tavanic.
                  Der hat auch keine "Ahnung" von den ganzen Keimen. Der liest vielleicht mal drüber über die Liste, schaut mal kurz auf die Antibiotika wenn überhaupt und auch nur dann, wenn ich das explizit erwähne, dass ich tendenziell regelmäßig ABs einnehme bzw. einnehmen muss.

                  So kennt niemand die Vorgeschichte.

                  Ein Urologe, der leider in einer andern Stadt wohnt, meinte auch mal zu mir dass er ehrlich gesagt die vielen Keime gar nicht kennt. Das ist Laborsache und er verschriebt halt die "Klassiker" wie Doxycyclin blind. Den Rest vertraut er halt dem was das Labor verschreibt.
                  Das fand ch gut und ehrlich und sehr kompetent zuzugeben, dass man auch aus Spezialist hier und da mal keime hat, die man noch nie gehört hat.

                  Sie schreiben ja auch immer, 30 Tage Doxy. Anfänglich dache ich, wieso so viel. Ich habe oftmals nur 10 Tage bekommen.Mittlerweile teile ich ihn Meinung. RKI-Richtlinien empfehlen ja auch 30 Tage. Dementsprechend macht es wohl auch sinn. Aber im musste auch schon traurig feststellen, dass dies oftmals gar nicht bei vielen Urologen durchdrungen ist. Die scheinen wohl die letze Weiterbildung vor sehr langer zeit gemacht zu haben....


                  Das Problem was sich aber stell ist, dass wenn man regelmäßig kontrolliert, dann auch regelmäßig was finden kann und dementsprechend auch es Sinn macht, wenn die Grenzwerte an Keimen zu hoch sinn, ihnen mit einem Antibiotikum "an den Kragen zu gehen"
                  Das ist dann sicher eine gerechtfertigte Anwendungsweise.
                  Hier und da "mal" nen Antibiotika bringt das "Fass" auch nicht zum überlaufen... Regelmäßige Tropen über einen längeren Zeitraum schon, mal bildlich gesprochen.
                  Da ich eben auch biologisch und medizinisch ein Leihe bin ( obwohl ich mittlerweile bestimmt schon mehr Wissen mir angelesen habe als der ein oder andren praktizierenden Urologe) habe ich nichts desto trotze keine fundierte Ausbildung und kann das nicht im ganzen Zusammenhang sehen.

                  Es geht ja nicht nur um die Anzahl der Pillen, sondern auch um den Inhalt in mg und den Stoff.
                  Ob es nen Reserveantibiotikum ist oder nen "Klassiker"

                  Was ich eben rausfinden möchte, ab wann man ehr davon ausgehen sollte, dass das Fass nun mal voll ist und das Überlaufen aber sicher kommen wird und nur noch eine Frage der Zeit ist.


                  Als Swinger ist man ja in der Regel "Dauerkunde oder Patient" und hat regelmäßig einen Grund ein Antibiotikum einzunehmen.
                  Logisch sollte man den Infektionsgrund beseitigen, das ich aber halt nicht immer so leicht. Ein Psychologe ist da sicherlich langfristig eine effektivere Lösung. Der könnte oben an der Infektionskette eingreifen und somit den Verschreibungsgrund hindern. Das steht wohl außer Frage, dass das die Option erster Wahl wäre. Da dies aber in meinem Fall nur möglich ist das Risiko zu minimieren aber nicht zu eliminieren muss ich damit leben und es akzeptieren.
                  Alle 2 Jahre ein Antibiotikum für 1 Monat ist durchaus realistisch. Oftmals sind es vielleicht die Klassiker wie Doxy und Tavanic. Das habe ich nun schon mehrfach eingenommen....

                  Ähnlich wie bei Keimen gibt es sicherlich auch eine Art Grenzwert für die Antibiotikaeinnahme. Ich kann aber leider keine Quelle finden, die ich bewerten kann...
                  Drum wäre es interessant eine Art Ahnung zu bekommen, aber ann der Grenzwert für mich erreich ist. Ich bin mir sicher, dass ich wenn ich noch 35 Jahre mein Swingerhobby auslebe dann definitiv noch viele Antibiotika schlucken muss.
                  Aber wann wird es ernsthaft gefährlich für den Körper?
                  Ich habe keine Ahnung ob z.B. 30 Tage Doxy eine hohe Dosis ist, oder ob es auch Personen gibt, die mal 1-2 Jahr täglich 400 mg konsumieren müssen. Dann wären z.B. 30 Tage ja nen Tropen auf den "heißen Stein"....


                  Entschuldigen Sie bitte, dass ich so weit ausgeholt habe. Ich bin mir sicher, dass viele Swinger hier die gleichen Sorgen haben.
                  Viele sind leider sehr ignorant und sind Bakterienschleudern und posaunen dann noch in ihrer Naivität, dass sie ich noch nie nen einzigen "Krümmel" eingefangen haben. Aber die haben sich auch noch nie testen lassen....
                  Wer sucht der findet!
                  Gibt aber auch die 2 Kategorie, die ihren Trieb ausleben und verantwortungsbewusst mich ihrem Körper umgehen und auch sicherstellen wollen, das Infektionsrisiko zu minimieren.
                  Diese 2 Kategorie wird ihre antworten sehr schätzen.

                  Ich wünsche ihnen einen schönen Abend und vielen Dank für ihre Zeit und die vielen guten Tipps, die ich über Jahre schon von ihnen Erhalten habe..
                  Ich kann persönlich vielen Personen empfehlen, die in Koblenz sind, mal in ihre Praxis zu gehen. Ich wohl leider nicht ums Eck.

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                  • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

                    Grenzwerte gibt es nicht...... ein Antibiotikum wird zumeist in der Leber entgiftet.......wie viel Alkohol darf man kumulativ im Leben trinken....?
                    Es gibt grundsätzlich 3 Aspekte:

                    1. Destabilisierung der eigenen Keimflora
                    2. Belastung der Leber
                    3. Nebenwirkungen....

                    Irgendwo in diesem Spannungsfeld muss man eine individuelle Entscheidung treffen.

                    Lieben Gruß

                    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

                    Kommentar



                    • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

                      Hallo Herr Dr Kreutzig-Langenfeld

                      danke für die Erläuterung. Ich weiss, die Antwort ist leicht nicht leicht. Man kann leider nicht sagen, ab x Gramm oder kg Antibiotikum "läuft das Fass über"
                      Gibt es gar keine grobe Richtgröße. was man unter viel oder wenig Antibiotika verstehen kann.
                      Ich nehme jetzt mal den GAU an. Im Januar jedes Jahres macht mach einen Test. Man findet einen Keim. Der Keim ist ein resistenter "Bastad" und lässt sich nicht so leicht "killen". Man schluckt also immer 8 Wochen Antibiotika. Sprich den ganzen Januar und Februar eines Jahres.
                      Ich bin aktuell 35 und habe vielleicht noch so 35 Jahre die Möglichkeit dieses Swingerhobby auszuleben.
                      Ich kann als Hochrechnen 2016 Januar Februar 8 Wochen diverse Antibiotika 2017 Januar Februar diverse Antibiotika usw. Dies geht bis ins Jahr 2050 so weiter. Dann wäre ich 70 Jahre jung und der Jagdtrieb ist dann hoffentlich reduziert.
                      Das ist ja die GAU Situation
                      Wäre dies dann definitiv zu viel Antibiotika gewesen und das Fall läuft definitiv über?

                      Mit etwas Glück und Pech, muss man nur alle 2 Jahre ein Antibiotika nehmen und dann im Schnitt auch nur 1 Monat lang.
                      Wäre dies Menge denn definitiv auch zu viel?


                      Ich habe leider keine Relation, wie ich viel und wenig vergleichen kann. Sicherlich so wenig wie notwendig. Aber wenn man wüsste, dass man z.B. wenn man immer im Januar und Februar jedes Jahres Antibiotika schlucken muss, mit ziemlich grob Wahrscheinlichkeit einen Nierenschaden bekommen würde, wäre es im Gesamtkontext vielleicht überlegenswert den Keim im Ejakulat mal 1 Jahr bewusst in Kauf zu nehmen und nur alle 2 Jahre dann ein Antibiotika einzunehmen.


                      Ich habe leider auch keine Ahnung wie ernsthaft die Erkrankung von Bakterien zu nehmen ist.
                      Treponema pallidum ssp. pallidum Aka Syphilis ist sicherlich ernstzunehmend und man sollte das sofort behandeln.
                      Enterococcus faecalis, Klebsiela exytoca, Streptococcus milleri Gruppe (1) hatten mir aber keine großen Beschwerden bereitet. Ich habe die im Grunde genommen kaum bis gar nicht bemerkt.

                      Ich weiss auch gar nicht, wie es mit der Resistenz ausschaut. Wenn man im Extremfall 35 Jahre jeden Januar und Februar bis zum 70 Lebensalter diverse Antibiotika einnehmen muss, ob dann wenn man z.B. 60 Jahre alt ist, der Körper nicht mehr so jung und frisch wie mit 50 ist, die Antibiotika einen größeren Schaden hinterlassen können. Und ob die Antibiotika dann überhaupt noch wirken. Im Leben nimmt man dann ja im Schnitt bestimmt 10 Mal Doxycyclin Levofloxaci,, Erythromycin-Ciprofloxacin ein. On die dann überhaupt noch beim Körper wirken. Es werden dann zwar. die jeweils gefunden Keime mit den Antibiotika im Labor abgetötet, der Körper kennt diese Antibiotika ja und wer weis, ob sich da Resistenzen einschleichen....


                      Ist ein sehr schwieriges Thema. Ich würde mich als Nichtmediziner auch gerne in dieses Thema einlesen und informieren damit ich glauben kann, dass ich meine "Dosis" finden kann.

                      Fakt ist,
                      dass ich 35 Jahre alt bin
                      Körpergewicht zwischen 85 und 95 kg

                      Ich würde daraus gerne einen groben Richtwert erschätzen könne, was für mich zu viel oder zu wenig Antibiotika sein wird.

                      Vielen Dank für die mir gewidmete Zeit und weiterhin viel Erfolg. Sie sind ein super Arzt und ich kann jedem, der in der Nähe von Koblenz lebt nur empfehlen lieber Sie als einen ihrer Kollegen zu besuchen.



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                      • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

                        Sie theoretisieren sehr schön….. praktisch ist es mir aber einfach nicht möglich darauf eine Antwort zu geben…..
                        Vielleicht kann das eine Pharmako-Toxikologe…….

                        Lieben Gruß

                        Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

                        Kommentar


                        • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

                          Hallo Herr Dr Kreutzig Langenfeld,

                          vielen Dank für den Hinweis. Kann ich sehr gut nachvollziehen, dass man auf diese Frage aus Urologe keine Auskunft geben kann.

                          Ich werde wohl in vor Ort in Hamburg einen Pharmako-Toxikologe danach befragen. Gibt es sonst noch andere zuverlässigen Quellen, die mir auf diese spezielle Pharmafrage eine gute Antwort geben könnten?

                          Meine Hochrechnungen habe Sie auf den GAU bezogen. Jährlich 2 Monaten Antibiotika wegen diversen Keinem

                          Aus ihrer langjährigen Berufspraxis als Urologe welche "realistische Hochrechnung" könnte man für einem 35 jährigem Swinger - der bis 70 sein Hobby weiterhin betreiben will - annehmen?

                          ​Ein Urologe müsste ja bestimmt eine "Stammkunden" haben, die auch von dem gleichen bakteriellen Problem betroffen sind und die auch regelmäßig Keime Diagnostiziert bekommen und dementsprechend Antibiotika schlucken möchten.

                          Das würde mir helfen und den Pharmako-Toxikologen zu fragen.


                          Viele Grüße aus Hamburg

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                          • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika


                            Hallo Herr Dr. Kreuzig-Langenfeld.

                            Bei Keimen wie:

                            Ureaplasma Urealyticum
                            Streptococcus milleri Gruppe (1)
                            Klebsiela exytoca
                            Pseudomonas aeruginosa
                            Enterococcus faecalis

                            Handelt es sich hierbei eigentlich um schwere Infektionskrankheiten?
                            Oder sind diese Keime ehr vergleichbar mit einem Schnupfen?

                            Die Welt ist ja voll von Bakterien und Keinem.
                            Wie kann man eigentlich die Schwere der Krankheit eines Keimes einschätzen?

                            Besten Dank für ihre Zeit.

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                            • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

                              Es gibt immer eine Frage mehr als Anworten...... Bei den Keimen kommt es eben einfach immer darauf an wann sie bei wem wo sind....... Lieben Gruss Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                              • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

                                Ja ist wohl ein schwieriges Thema und es ist nicht leicht eine eindeutige Antwort zu geben. Ist ein sehr komplexes Thema. Je tiefer ich eindringe, desto mehr erkenne ich die komplexe Welt der Mikrobiologie und Antibiotika.
                                Und das als reiner Leihe. Als nicht betroffener und nicht Biologie oder Medizinstudent taucht man wohl nicht so tief ins Thema ein.
                                Testmethoden, Keimklassifikation und Antibiotikatherapie ist auch unter den Fachkundigen auch nicht so einheitlich geklärt und das ist noch vieles einfach eine "Black Box"

                                Die Frage ist eigentlich wie man halt mental damit umgehen soll, wenn man weiss, dass man mal wieder nen Keim hat.
                                Anfänglich hatte ich Angst und Panik, hatte mich hochinfektiös und kontaminiert gefühlt. Mittlerweile akzeptiere ich es, schockt es mich nicht mehr wirklich. Halt mal wieder nen weiterer Keim, nen Weiteres Antibiotika... Sicherlich ist das nicht gesundheitsfördernd, das ist klar, aber sterben werde ich davon auch nicht. Handel sich ja bisher nicht um das Bakterium Treponema pallidum ssp. pallidum oder um das Humane Immundefizienz-Virus.

                                Sicher ist es auch, dass eigentlich an der Infektionsursache "gearbeitet" werden sollte. Hier wäre Abstinenz die Lösung erster Wahl.
                                Das Infektionsrisiko kann gesenkt werden, aber als Swinger der seine Hobyysucht nicht aufhören will/kann muss man damit leben, regelmäßig Keime trotz Saver Sex sich einzufangen.

                                Wie locker, ernst solle man die regelmäßigen Keime und die regelmäßig verschriebenen Antibiotika denn mental nehmen?
                                Vielleicht könnten Sie das ein paar gute Tipps geben?
                                Vielleicht lesen hier ja auch ein paar andere Swinger mit und können ihrer Erfahrungen auch äußern?


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                                • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

                                  Ich weiß nicht warum Sie es sich so unendlich schwer machen..... der Einstieg in die Tiefen der Wissenschaft offenbart immer offene Fragen.
                                  Hier muss man wohl etwas pragmatischer sein.....

                                  Eine Infektion birgt auch Gefahren. Und die Gleichung ist einfach...... wenn die Infektion mehr schadet, als das Antibiotikum, dann ist das Antibiotikum gut und und vice versa......

                                  Kondome verhindern Infektionsübertragung sicher.... und bei allem Respekt.... die ständige Betonung Ihres "Swinger-Darseins" wirkt auf mich reichlich exibitionistisch.

                                  Lieben Gruß

                                  Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                                  • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

                                    Hallo Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld.
                                    Vielen Dank für ihre Zeitnahne antwort. Ich bin immer sehr über ihre Antwortern dankbar!
                                    Bezüglich der Betonung des Swingers. Das ist eben eine besonderer Menschenschlag. Wie anderen Personen täglich Nahrung zu sich nehmen, so selbstverständlich ist es für diesen Typ von Mensch, dass häufiger Partnerwechsel stattfindet. Somit ist das Infektionsrisiko groß. Das ist fakt. Leider ist es auch aus mehrfacher persönlicher Erfahrung ein Irrglaube, dass Kondoma erfolgreich schützen. Trotz in in der Regel 99% Anwendung und in der Regel zu 99% anwenung von Saver Sex Praktiken finden Infektionen dennoch statt. Entweder indirekt mittels Schmierinfektion. Drum kann ich aus persönlicher Erfahrung leider nur betonen, dass Präsenvative keinen 100% Schutz darstellen und man somit sich diverse Keime einfangen wird. Ich bentone das nur so, weil viele in der Regel dieses Hobby heimlich betrieben, die Clubs abens in der Regel gerammelt voll sind, aber offenziell hier keiner hingeht. Dort sieht man in der Regel auch viele Personen, die sich gar nicht über die Riskiken bewusst sind und sich auch nie testen lassen würden, wenn sie keine Beschwerden habe. Es gibt halt aber auch der anderen Teil der Swinger, die sich Gedanken machne. Ich bin mit 35 Jahren noch relativ jung. Vielleicht gibt es hier im Forum auch den ein oder andern, der auch die gleiche Probematik sie mich plagt und der einen besseren Umgang mit dem ganzen Thema gefunden hat. Als nicht Mediziner oder Biologe ist es ja auch gar nicht so einfach, sich in dieses Thema einzulesen. Ich habe auch schon die ein oder andren Fachbücher zur Urologie gelesen. Dort konnte ich eigentlich auch nicht einen Tiefgründige Antwort auf meine Fragen finden. Vielleicht gibt es die auch einfach nicht und ich muss akzeptieren, dass es immer ein großes Fragenzeichen mit diversen unkalkulierbaren Unbekannten geben wird, solange ich dieses Hobby nicht einstellen kann oder will...

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                                    • Re: Regelmäßige Keime im Ejakulat und regelmäßige Verschreibung von Antibiotika

                                      Bitte nicht vergessen, dass es hier auch sehr junge und unerfahrende Leser gibt! Die Darstellung, dass man sich als sexuell aktiver Mann auch mit Gummies ständig was einfängt, finde ich persönlich nicht gerade schön. Und das vor allem, weil es schlicht und ergreifend nicht stimmt. Ich habe mir meine momentane Harnröhrenentzündung/Prostatitis auch an einem Abend zugezogen, an dem ich einen Gummie beim GV benutzt habe. Aber die Keime sind auch nicht durch den Gummie gewandert - ich war einfach beim Vorspiel zu unvorsichtig, nein sagen wirs ehrlich - ich war zu dumm.

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