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Samenleiterentzündung

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  • Samenleiterentzündung

    Hallo, war vor einer Woche im Krankenhaus. Die hatten eine leichte Samenleiterentzündung festgestellt. Nebenhoden und Hoden waren ganz normal. Der Arzt ist davon ausgegangen, dass dies von Bakterien verursacht wurde und mir Antibiothika verschrieben. Nachdem es Wochenende war, hat das Krankenhaus etwas länger mit meiner Urinuntersuchung gebraucht. Es wurde aber festgestellt, dass ich keine schädlichen Bakterien im Urin hatte. Jetzt stellt sich mir die Frage woher ich diese Samenleiterentzündung habe und wie ich die wieder wegbekomme.
    Grundsätzlich werde ich mir sowieso einen Termin bei einem Urologen ausmachen. Aber ich kann hier die Dringlichkeit schwer einschätzen. Hab mittlerweile seit 3 Wochen diese Entzündung.
    Also hier die Fragen: Was kann so eine Samenleiterentzündung auslösen, wenn es nicht Bakterien sind? Wie soll ich mich im Moment selbst behandeln bis ich beim Urologen bin? Wie dringlich ist es so eine Samenleiterentzündung zu therapieren? Nicht dass ich da jetzt steril werde nur weil ich auf den Termin beim Urologen warte.

    Vielen Dank im Voraus


  • Re: Samenleiterentzündung

    Es kann sich um Chlamydien und Mykoplasmen handeln…. die Diagnose scheint mir unsicher. Warten sollte keinen Schaden machen!

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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    • Re: Samenleiterentzündung

      Guten Tag Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld,
      leider hat sich bis dato keine Besserung eingestellt.
      Ich war dann gleich im Krankenhaus, wo keine Bakterien in meinem Urin festegellt wurden, jedoch wurde mir trotzdem das Antibiothikum Xiclav für 5 Tage verschrieben. Nachdem sich danach keine Besserung ergab, bin ich zu einem niedergelassenen Urologen gegangen. Dieser hat wiederum meinen Urin untersucht, keine Bakterien. Er hat meine Prostata druckuntersucht, dabei war meine Prostata leicht druckempfindlich, am Ultraschall war jedoch nicht viel zu sehen. Der Arzt hat mir "Urogutt" und Zäpfchen für ein Monat verschrieben. Auch nur marginale Besserung, mittlerweile ist der linke Samenstrang im Hodensack wieder leicht schmerzhaft so wie vorher. Ebenfalls verspüre ich gelegentlich gleichzeitig Schmerzen im linken Unterbauch.
      Nun bin ich vor einer Woche wieder zum gleichen Urologen gegangen, jetzt will dieser mit einer Breitband-Antibiothikatherapie für 1 Monat beginnen mit dem Antibiothikum Ciprofloxacin. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht warum man eine Antibiothikatherapie machen will, wenn gar keine Bakterien im Urin sind. Vor allem habe ich auch gelesen dass dieses Antibiothikum heftige Nebenwirkungen hat.

      Nun meine Fragen,
      1. sind Sie der Meinung dass eine Antibiothikatherapie sinnvoll ist ohne Hinweise auf Bakterien? Vor allem hab ich auch noch nie von einer 1-Monatigen Therapie mit Antibiothika gehört. Das kann doch nicht gesund für den Körper sein.
      2. Welche Diagnoseverfahren würden Sie an meiner Stelle noch einfordern, damit man die Ursache feststellen kann, oder ist die klassische Medizin bereits ausgeschöpft?
      3. Weiters ist mir nicht ganz klar ob grds. bei einer Urinuntersuchung auch auf Chlamydien u. Mykoplasmen automatisch untersucht wird, oder ob dies eine separate Untersuchung ist?

      Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!

      Kommentar


      • Re: Samenleiterentzündung

        ach ja, und der Arzt meinte es ist eine Prostataentzündung, kommt mir jedoch komisch vor, dass bei mir nur die linke seite schmerzt. Sollte da nicht auch die rechte Seite schmerzen, wenn es eine Prostataentzündung ist?

        Mit freundlichen Grüßen

        Kommentar



        • Re: Samenleiterentzündung

          Nun meine Fragen,
          1. sind Sie der Meinung dass eine Antibiothikatherapie sinnvoll ist ohne Hinweise auf Bakterien? Vor allem hab ich auch noch nie von einer 1-Monatigen Therapie mit Antibiothika gehört. Das kann doch nicht gesund für den Körper sein.
          2. Welche Diagnoseverfahren würden Sie an meiner Stelle noch einfordern, damit man die Ursache feststellen kann, oder ist die klassische Medizin bereits ausgeschöpft?
          3. Weiters ist mir nicht ganz klar ob grds. bei einer Urinuntersuchung auch auf Chlamydien u. Mykoplasmen automatisch untersucht wird, oder ob dies eine separate Untersuchung ist?

          Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!
          1. ja…. wie hier schon oft geschrieben ist der negative Abstrich nicht beweisend…..
          2. Das kann ich nicht sagen…. der Begriff "einfordern" klingt mir - das sei mir mal erlaubt - deutlich zu negativ…..
          3. Zumeist separat …. s. dazu Antwort zu 1.

          Lieben Gruß

          Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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          • Re: Samenleiterentzündung

            Guten Tag,
            mittlerweile wurde endlich (nach mehrfachen Ersuchens) eine Untersuchung des Prostatasekrets in der urologischen Ambulanz durchgeführt. Dann kam heraus dass ich zwei Bakterienstämme in meiner Prostata habe die dort nicht hingehören. Habe mittlerweile 2 Antibiothikatherapien hinter mir. Hat alles nichts geholfen. Die Bakterien sind auch bei den Folgeuntersuchungen noch immer da. War schon auf ciproxin, unasyn und noch ein anderes antibiothikum.
            Mittlerweile bin ich auf der 3. Antibiothikumtherapie. Doppelte Dosis von ciproxin und unasyn. Ich frag mich mittlerweile wie sinnvoll und wie schädlich diese Antibiothikatherapien sind.

            Sollte man da einmal eine Pause einlegen zwischen den Antibiothikatherapien? Und mir kommt auch irgendwie vor dass die Ärzte nicht mehr weiterwissen und einfach antibiothika weiterverordnen. Oder ist das normal, dass das so lange dauert?

            lg

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            • Re: Samenleiterentzündung

              Geduld ist schon wichtig... Es kommt sehr auf die Erreger an.... Lieben Gruss Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

              Kommentar



              • Re: Samenleiterentzündung

                Guten Tag,

                leider nimmt diese Entzündung kein Ende. Bei mir wurden folgende Keime im Ejakulat festgestellt: Staphylococcus hominis und Enterococcus faecalis. Im Krankehaus wurden dann 3 Antibiothikatherapien begonnen:

                1. 2 x Ciproxin für 10 Tage
                2. 1 Beutel Moxifloxacin und 2x Unasyn für 12 Tage
                3. 2 x Ciproxin für 5 Tage und 4 x Unsayin für 7 Tage

                Nichts hat geholfen. Das Bakterium Enterococcus faecalis bildet bereits Resistenzen aus gegen Penecillin G, Fusidinsäure und Erythromycin.

                Nun habe ich den Urologen gewechselt. Dieser meint, dass ich mit den Antiobiothika aufhören soll und dass meine Schmerzen wahrscheinlich nicht von den Bakterien kommen sondern eher ein beleidigter Nerv sind. Die Schmerzen sind wie gesagt eindeutig im linken Samenleiter zu spüren als auch entlang des Beckenknochens in den Unterbauch. Im Ultraschall wird meistens eine sehr leichte Entzündung in der Samenleitergegend festgestellt. Schmerzen kommen in unterschiedlichen Schüben (manchmal hab ich keine Schmerzen, manchmal sind sie stark präsent).

                Ich weiß, dass Sie keine Ferndiagnosen machen. Aber meinen Sie dass die genannten Bakterien Schmerzen verursachen können? Und wieviele Antibiothikatherapien sollte man noch machen?

                Vielen Dank im Voraus!

                Mit freundlichen Grüßen

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                • Re: Samenleiterentzündung

                  Genau das ist eine Frage, die Sie bitte dem Urologen stellen sollten..... Lieben Gruss Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

                  Kommentar


                  • Re: Samenleiterentzündung

                    Schmerzen haben noch immer nicht nachgelassen. Es sind nun bereits 5 Antibiothikatherapien gewesen. Bin auf urogutt im moment. Neuer Abstrich wurde gemacht. Der Enterococcus faecalis ist noch immer im Ejakulat drinnen.

                    Nachdem das anscheinend nicht mehr weggeht bzw. laut meines jetzigen Arztes die black box der urologischen Medizin ist, hab ich den kampf gegen dieses Bakterium jetzt aufgegeben. Ist schon enttäuschend, dass die heutige Medizin mit einem einfachen Bakterium nicht fertig wird.

                    Meine einzige Frage, die sich noch stellt ist, ob ich das an meine Freundin weitergeben kann und sie dadurch auch Schmerzen bekommt, oder ob das eh nur mein Leiden bleibt?

                    Kommentar



                    • Re: Samenleiterentzündung

                      Ich glaube nicht, daß Ihre Partnerin ein Problem bekommen wird….

                      Lieben Gruß

                      Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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                      • Re: Samenleiterentzündung

                        Sehr geehrter Herr Dr. Kreutzig-Langenfeld, diese unendliche Geschichte hat nun eine neue Wendung genommen. Ich habe seit ein paar Tagen einen Ausfluss dazubekommen und leichtes Brennen an der Eichel beim Pinkeln. Keine Bakterien im Urin (wahrscheinlich aber noch immer im Ejakulat). Nun wird wieder mit Antibiothika behandelt (5 Tage Cipro). Ich weiß jedoch nicht ob ich diese wirklich nehmen möchte, nach so vielen Antibiothikatherapien. 1. Lauf ich da nicht Gefahr mir eine Resistenz zu züchten, wenn ich innerhalb von einem jahr so viele antibiothika verschrieben bekomme? 2. Der behandelnde Arzt will ebenfalls ein MRT nun von meinem Leistenbereich machen. Wie sinnvoll finden Sie diese Maßnahme? 3. Meinen Sie dass ein Spermiogramm sinnvoll wäre? Habe echt schon angst steril geworden zu sein, weil ich schon so lange diese Entzündung herumtrage und alle paar monate ein neues symptom dazukommt. 4. Kennen Sie in Deutschland einen Spezialisten, der sich hauptsächlich mit solchen Entzüdungen auseinandersetzt? Vielen Dank im Voraus Mit freundlichen Grüßen

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                        • Re: Samenleiterentzündung

                          Ich kann ohne Befund und Kenntnis des Patienten kaum etwas dazu sagen. Ein MRT scheint mir übertrieben… ein Spermiogramm informiert sie über den Status der Fertilität.

                          Lieben Gruß

                          Dr. T. Kreutzig-Langenfeld

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