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chemische Zystitis

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  • chemische Zystitis

    Hallo Herr Dr. Kreutzig,

    ich habe seit Monaten das Problem an immer wiederkehrenden "Schüben" mit starken Blasenschmerzen/Brennen zu leiden und es wird eher schlimmer als besser, Antibiotika hilft nicht.
    Zur Vorgeschichte. 2008 im Dezember bis Januar 2009 bekam ich im Krankenhaus 3 Wochen Infusionen gegen eine angebliche(!) Eierstockentzündung, da ich Unterleibsschmerzen hatte, die, wie ich heute denke, eher auf Stress zurück zu führen waren. Ich hatte einen positiven Chalmydienbefund und bekam im Krankenhaus eine Triple Antibiose mit Ceftriaxon, Doxycyclin und Metronidazol über drei Wochen i.v. Danach noch wegen einer (ebenso angeblichen) Multiresistenz in der Scheide (erworben im KH) Vamcomycin 1 Tag. Nicht vertragen (Hautjucken), dann 10 Tage Zyvoxid. Gut vertragen.
    Unabhängig von der Antibiose besserten sich meine Unterbauchschmerzen und ein ganzes Jahr lang war ich beschwerdefrei!
    Dann musste ich wegen einer Sehnenansatzentzündung am Oberschenkel Diclophenac nehmen, zwischenzeitlich auch Ibuprofen und Piroxicam ausprobiert. Dazu 10 Tage Prednisolon.
    Nach dem 10. Tag der Einnahme von Diclophenac und Prednisolon bekam ich eine hammerheftige Blasenentzümndung- OHNE BAKTERIEN:. das war im August 2010! Seitdem habe ich immer wieder Probleme mit keimlosen Blasenentzündungen und derzeit wöchentlich, sehr schlimm :-(

    Kann es sein, dass ich mir mit der Einnahme und den Infusionen eine chemische Zystitis zugezogen habe und mich quasi eigenhändig vergiftet habe???
    Könnte diese Tripe Antibiose (nach der ich 1 Jahr beschwerdefrei war) und/oder Diclophenac, Ibuprofen, Piroxicam (im Wechsel, nicht gleichzeitig) und Prednisolon eine chemische zystitis verursachen?
    Bekomme ich das jemals wieder weg oder bleibt der Stoff im Körper wie bei der Strahlenzystitis und bekomme ich das nie wieder weg und es wird immer schlimmer wie bei der interstitiellen Zystitis?
    Darauf gekommen bin ich über Fachartikel im Internet.

    Herzlichen Dank, ich hoffe sie haben einen Rat, ob ich mir meine Blase eventuell "vergiftet" habe?


  • Re: chemische Zystitis

    Ich glaube nicht, dass es nach den angegebenen Substanzen und deren Dosierung eine Chemozystitis entwickelt haben kann.


    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig

    Kommentar


    • Re: chemische Zystitis

      Vielen Dank
      Da ich aber wirklich sehr beunruhigt bin, wegen der viiiielen Medikamente und der jetzigen starken Probleme bitte ich um ein wenig mehr Licht ins Dunkel.

      Habe nocheinmal die Medikamentendosierung nachgelesen:

      2009
      Doxycyclin Tabletten und Infusionen insgesamt 9 Wochen,
      Metronidazol " " insgesamt 8 Wochen
      Ceftriaxon 4 Wochen i.V.
      Zyvoxid Tabletten 10 Tage
      Vancomyxin 1 Tag (sofortiges Hautjucken noch während der Infusion)

      Danach über 1 Jahr keine Blasenbeschwerden

      2010 6 Wochen Diclophenac
      Unregelmäßig Ibuprofen, aber niemals zusammen
      3 Tabletten Piroxicam ebenfalls nicht zusammen mit Diclophenac.
      Prednisolon

      Während der Therapie mit Diclophenac und Prednisolon sehr starke Blasenentzündung. Direkte Folge einer zweiten und dritten Blaseentzündung im Anschluss. Blutund Leukozyten postiv, keine Keime.
      Dann halbes Jahr nichts und seitdem immer wieder auftretende Blasenschmerzen.

      Absehen davon, dass es sehr unwahrscheinlich ist, wie sie ja sagen, KANN eine chemische zystitis auch erst später kommen oder wäre das schon während der AB-Infusionen 2009 aufgetreten.
      Und durch 6 Wochen Diclophenac und prednisolon ist es auch eher sehr unwahrscheinlich, oder?

      Herzlichen Dank nochmal

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      • Re: chemische Zystitis

        Eine chemische Zystitis gibt es m.E. NUR nach Chemotherapie.
        Ihre Medikation ist dafür m.E. NICHT ein Verursacher.

        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig

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        • Re: chemische Zystitis

          Vielen lieben Dank.
          Ich kam eigentlich nur darauf, da ich das gelesen habe:
          http://www.arznei-telegramm.de/html/...412117_01.html

          und hier S. 20, http://www.painful-bladder.org/pdf/D...tment_IPBF.pdf

          Da wird Ketamin (was bei mir nicht zutrifft) und dann eben ein NSAR angegeben. Wobei es da um einen längeren Zeitraum ging.
          Und Diclophenac ist ja wirklich ein häufiges Medikament. Das wäre ja sicher aufgefallen. Nicht nur bei mir.

          Also geht das Rätsel raten weiter, weshalb meine Blase die Selbstzerstörung eingeleitet hat

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