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Biopsie, wie oft noch?

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  • Biopsie, wie oft noch?

    Ich bin 56 Jahre alt. Im April 2010 ließ ich einen PSA-Test beim Urologen machen.
    4,81ng/ml PSA-Quotient 21%
    Nach langem Zögern stimmte ich im Nov, 2010 einer Biopsie zu, bei der 12 Stanzen entnommen wurden. Gott sei Dank, alles in Ordnung.
    Nach 5 Monaten wieder PSA-Kontrolle,
    5,95ng/ml PSA-Quotient 18%,
    Wieder wurde mir dringend zur Biopsie geraten, diesmal wurden 20 Stanzen entnommen.
    Wieder alles in Ordnung.
    In 3 Monaten soll ich nun schon wieder zur Kontrolle. Was, wenn der PSA-Wert wieder gestiegen ist.
    Meine Prostata besteht ja jetzt schon nur noch aus Löchern.
    Wie oft muss ich mich biopsieren lassen um als Krebsfrei zu gelten.
    Oder geht das jetzt jedes Quartal so weiter?


  • Re: Biopsie, wie oft noch?


    Ich verstehe gut Ihre Situation. Sicherheit zu einer Entscheidung ist einzig die Biopsie. Diese ist aber leider in gewissem Umfang ein "Blindflug". Bei steigenden PSA-Werten ist ggf. eine zweite Biopsie ratsam. Eine (auch kritische) Diskussion mit dem Urologen dafür eigentlich Bedingung.

    Die Option, die Biopsie ggf. gezielter durchzuführen ist derzeit eizig das sog. Histoscanning. Dabei wird durch eine Computerauswertung von Ultraschallsignalen versucht krankhaftes und gesundes Gewebe zu unterscheiden.

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig

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    • Re: Biopsie, wie oft noch?


      Vielen Dank für die schnelle Antwort.
      Ich komme aus dem südlichen Raum Augsburg.
      Wo wird dieses Histoscanning angeboten?
      Ist es möglich dass die höheren PSA-Werte durch die Verletzung der Prostata bei der Biopsie herrühren?
      Ist es sinnvoll noch eine 3.Biopsie durchführen zu lassen?

      M.f.G.
      Manne

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      • Re: Biopsie, wie oft noch?


        Das Dilemma einer Erhöhung des PSA-Wertes ist immer..... dass es gelärt werden muss. Die Biopsie ist dafür eine Option. Histoscanning kann helfen zu entscheiden (ist aber noch nicht etabliert). Möglich ist das z.B. in München, in Augsburg evtl. auch. Die Kosten liegen bei ca. 600€ und werden zumindest durch die gesetzliche Versicherung nicht getragen.

        Jede Verletzung der Prostata erhöht auch den PSA-Wert. Nach einigen Wochen ist das aber selbst nach einer Biopsie nicht mehr als Ursache einer Erhöhung zu sehen.

        Das "Management" einer PSA-Erhöhung ist nicht so einfach.....

        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig

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        • Re: Biopsie, wie oft noch?


          Hallo,
          Ich bin kein Arzt, aber bei einer Biopsie wäre ich äusserst skeptisch. Bei Tieren sagt man, wenn erst mal Luft an den Krebs kommt geht es sehr schnell. Gemeint ist natürlich wenn Krebsgewebe angeschnitten wird und blutet. Dann wird aus blutenden Krebszellen der Körper mit diesem Blut überschwemmt.
          Eine Biopsie verletzt auch Körpergewebe in erheblichem Maße. Falls es Krebsgewebe trifft ist das höchst problematisch. Ich würde das nicht zulassen.
          Mit freundlicchen Grüßen

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          • Re: Biopsie, wie oft noch?


            Diese These ist ebenso alt wie zwischenzeitlich klar widerlegt!

            Eine OP zur Lebensrettung (bei einem fortschreitenden Tumor) kann man nur verantworten, wenn der Tumor bewiesen ist.....
            Lieben Gruß

            Dr. T. Kreutzig

            Kommentar


            • Re: Biopsie, wie oft noch?


              [quote hwmk1]Hallo,
              Ich bin kein Arzt, aber bei einer Biopsie wäre ich äusserst skeptisch. Bei Tieren sagt man, wenn erst mal Luft an den Krebs kommt geht es sehr schnell. Gemeint ist natürlich wenn Krebsgewebe angeschnitten wird und blutet. Dann wird aus blutenden Krebszellen der Körper mit diesem Blut überschwemmt.
              Eine Biopsie verletzt auch Körpergewebe in erheblichem Maße. Falls es Krebsgewebe trifft ist das höchst problematisch. Ich würde das nicht zulassen.
              Mit freundlicchen Grüßen[/quote]

              Ich habe meinen Urologen auf dieses Thema auch schon angesprochen.
              Er hat mir versichert dass keine Streuung durch die Biopsie stattfindet. Eine Behandlung oder eine OP ist ja auch erst nach einer positiven Biopsie möglich.
              Ich habe voriges Jahr auf eigene Kosten ein MRT mit MR-Spektroskopie (MRS) und Diffusionsbildgebung (DWI) machen lassen.
              Ergebnis: keine Auffälligkeiten außer ein paar Verkalkungen.
              Diagnose: zu 80% kein Tumor.
              Mein Arzt meinte, das war rausgeschmissenes Geld, da im frühen Stadium noch kein Krebs nachgewiesen werden kann.
              Bleibt also nur die Biopsie. Aber auch hier bekomme ich keine 100% Sicherheit.
              Bleibt also nur weiter zu zittern und zu hoffen, dass der erhöhte PSA-Wert andere Gründe hat.

              Manne

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              • Re: Biopsie, wie oft noch?


                Das ist in der Tat das Problem.... darauf hatte ich ja bereits hingewiesen. Histoscanning eine mögliche Option!

                Lieben Gruß

                Dr. T. Kreutzig

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                • Re: Biopsie, wie oft noch?


                  Eine Frage hätte ich noch bezüglich MRT Herr Dr. Kreuzig
                  Wie kann es sein dass verschiedene Kliniken und Radiologen ein MRT als Prostatakrebsvorsorge anbieten, wenn man im Frühstadium überhaupt nichts erkennen kann. Wenn sich jemand darauf verlässt könnte es bis man im MRT etwas sieht bereits zu spät sein. Das wäre ja schon vorsätzliche Täuschung und Körperverletzung.
                  Oder ist es einfach nur so, dass dieses Verfahren einfach zu teuer ist und von den Kassen daher schlechtgeredet wird.
                  Wie ist ihr Standpunkt dazu?

                  mit freundlichen Grüßen
                  Manne

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                  • Re: Biopsie, wie oft noch?


                    MRT in diesem Kontext anzubieten halte ich schlicht für zumindest unseriös..... wenn nicht gar für betrügerisch....
                    Fakt ist, dass das MRT nicht Tumorgewebe von normalem Gewebe sicher differenzieren kann.

                    Lieben Gruß

                    Dr. T. Kreutzig

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