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Prostatitis, Prostataentzündung

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  • Prostatitis, Prostataentzündung

    Meine Freundin hatte seit einigen Jahren öfter Blasenentzündungen, ich wurde deshalb auch schon einmal untersucht, aber es wurde nichts besonderes festgestellt.

    Jetzt habe ich auf einmal extremen Harndrang bekommen der kaum auszuhalten war und beim Arzt wurde die Diagnose Prostatitis, wahrscheinlich mit einem Übergreifen auf andere Bereiche festgestellt.

    Im Nachhinein fallen mir nun auch schwache Symptome auf, wie manchmal leichte Schmerzen bei der Ejakulation in den letzten Monaten - ein leichtes Brennen und manchmal stechende Schmerzen im Unterleibsbereich.

    Mein Urologe hat mir jetzt Ciprofloxacin 500 mg für 5 Tage verschrieben, sowie Urogutt für einen längeren Zeitraum.

    Ich kenne mich da gar nicht aus, habe aber mittlerweile gelesen das die üblicherweise verschriebene Dosis wenigstens über Wochen geht.

    Können 5 Tage wirklich ausreichen? Ich hoffe jetzt erst einmal, dass die Antibiotika anschlagen, aber natürlich mache ich mir jetzt auch Gedanken darüber, ob sie nach 5 Tagen wirklich abgetötet sein können.

    Denn wenn nicht, dann müsste ich mir noch einmal rechtzeitig eine neue Dosis holen und mit meinem Arzt sprechen.

    Sind die oft beschriebenen relativ schweren Nebenwirkungen von Ciprofloxacin wirklich so häufig und worauf muss ich achten?

    Ich nehme gleichzeitig auch noch für die Darmflora und Immunsystem Omni-Biotic und uriVESC, gibt es da noch etwas zu beachten außer den Abstand zum Antibiotika?

  • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


    Achja, können die Blasenentzündungen meiner Freundin damit in einem Zusammenhang stehen? Könnte sie mich angesteckt haben oder ich sie?

    Bis vor einigen Monaten war ich völlig beschwerdefrei und akut wurde es erst diese Woche!

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    • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


      Ein antibiotische Therapie über 5 Tage scheint mir zu kurz. Allgemein geht man zumindest dann wenn Chlamydien und Mykoplasmen vermutet werden von wenigstens 20 Tagen Therapie aus.

      Vielleicht klappts aber auch. Partnertherapie ist im Prinzip hier sinnvoll.... spätestens dann, wenns nach erster erfolgreicher Therapie wieder kommt.

      Ciprofloxacin wird allgemein bestens vertragen. Die Kombination mit den anderen Medikamenten ist unproblematisch.

      Lieben Gruß

      Dr. T. Kreutzig

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      • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


        Bisher ist noch keine wirkliche Verbesserung eingetreten, nehme das Medikament jetzt schon zwei Tage - ab wann sollte es denn anschlagen?

        Der Harndrang ist noch immer unerträglich und sehr störend!

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        • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


          Weil die Symptome nicht besser wurden bin ich auf die Ambulanz gekommen und dort wurde mir vom Arzt eine Harnwegsinfektion/Blasenentzündung diagnostiziert.

          Augmentin ist mir dafür verschrieben worden. Dachte immer Männer bekommen kaum Blasenentzündungen in meinem Alter, weil ich bin knapp über 30 Jahre alt.

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          • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


            Bei Männern gibt es stets eine Prostatitis im Rahmen einer Harnwegsinfektion. Antibiotische Therapie sollte lang genug sein. Die Besserung kann schon länger Dauern... Restbeschwerden sogar über Wochen!

            Lieben Gruß

            Dr. T. Kreutzig

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            • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


              Augmentin ist mir wieder nur für 5 Tage verschrieben worden vom diensthabenden Arzt und auf Nachfrage ob das reicht, meinte er nur, "sicher".

              Die Beschwerden sind noch immer so, dass ich kaum einer normalen Tätigkeit nachgehen kann ohne durch den ständigen Harndruck abgelenkt zu sein.

              Augmentin würde ja auch für eine Prostatis gut wirken?

              Gibt es sonst noch etwas was ich tun kann um die Genesung zu beschleunigen und einen Rückfall zu verhindern?

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              • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


                Das ist nicht das Idela-Antibiotikum..... aber wenns wirkt wirkts!
                Sie können viel Wärme anwenden (Sitzbäder....Sauta etc.) und viel trinken!

                Lieben Gruß

                Dr. T. Kreutzig

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                • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


                  Da die Beschwerden nicht besser werden und mir die Antibiotika bereits wieder ausgehen, war ich wieder beim Urologen.

                  Dieser meinte es ist auf jeden Fall eine Prostatitis und ich soll die nun bereits begonnene Antibiotika-Therapie fortsetzen, hat mir Clavamax verschrieben für weitere 15 Tage.

                  Sowie Detrusitol und Diclofenac.

                  Das Einzige was mir bisher wirklich Linderung verschafft hat, ist viel Wärme (anlegen der Wärmeflasche). Irgendwie verläuft es zur Zeit schubartig von etwas besser bis katastrophal, denn auf dem Heimweg vom Arzt musste ich ein Taxi nehmen weil die Beschwerden es unerträglich machten auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu warten.

                  Im Harn wurde nichts festgestellt, auch bei der Harnkultur nicht!

                  Natürlich steht jetzt im Raum ob es antibakteriell ist, was ich dann tun soll weiß ich noch weniger!

                  Um mich etwas durchzuspülen habe ich einen Blasentee getrunken (Solubitrat) und habe jetzt ganz vergessen zu fragen, weil ich so fertig war, ob das wenn ich sowieso keine Blasenentzündung habe etwas hilft und ob das irgendwie ein Problem sein könnte, wenn ich auch noch den Blasentee nehme?

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                  • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


                    Blasentee ist ganz ok aber keine Pflicht..... Menge machts!

                    Lieben Gruß

                    Dr. T. Kreutzig

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                    • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


                      Ich nehme jetzt noch immer Clavamax, Detrusitol und Urogutt zweimal täglich.

                      Solange ich in meiner Wohnung bin habe ich zur Zeit fast gar keine Beschwerden, bin ich aber draußen unterwegs, bei kaltem Wetter, auch bei Stress und in verspannten Haltungen, bekomme ich noch immer Beschwerden.

                      Allerdings später und nicht mehr ganz so intensiv. Ich habe auch ein paar Übungen für den Beckenboden gemacht und bei bestimmten Verspannungen vibriert der Muskel dort etwas, fast wie bei einem leichten Krampf.

                      Trotz Verbesserungen ist es noch gar nicht vorbei und in der Zwischenzeit habe ich Rötungen und leichte Hautablösungen am Penis bekommen, vermutlich einen Pilz, weshalb ich mir Candibene verschreiben habe lassen wodurch zumindest das Jucken weg ging und es nicht schlimmer wurde.

                      Besteht die Gefahr, dass sich Pilzinfektionen bei meiner Anfälligkeit, wenn ich weiter die Medikamente nehme, auch auf andere Körperteile überträgt? Kann ich selbst etwas machen um den Pilz loszuwerden außer Medikamenten und trocken-luftig halten?

                      Könnte das Jucken, Rötung und Hautablösung auch noch durch etwas anderes ausgelöst werden außer einem Pilz? Es wurde nämlich nichts ins Labor geschickt.

                      Sollte Candibene und die äußerliche Behandlung reichen um die Infektion ganz los zu werden?

                      Was kann ich machen um die Prostatitis und Blasenprobleme besser in den Griff zu bekommen? Besonders wenn es vielleicht eine abakterielle Erkrankung ist, vielleicht auch verbunden mit Verspannungen und Stress?

                      Vielen Dank!

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                      • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


                        Unter antibiotischer Therapie haben Pilze einfach ganz gute Bedingungen... das ist häufig. Bleibt nur die entsprechende Therapie.

                        Stress und Verspannung können eine wesentliche Rolle spielen.... entsprechend sind Entspannung und Ruhe gute Gegenspieler. Zudem reichlich trinken und viel Wärme (Sitzbäder/Sauna/Dampfbad).

                        Lieben Gruß

                        Dr. T. Kreutzig

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                        • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


                          Weil meine Beschwerden noch immer nicht weg sind, wurde mir jetzt zusätzlich zu den Antibiotika und Urogutt statt Detrusitol Tamsu Genericon (Wirkstoff Tamsulosinhydrochlorid) verschrieben.

                          Bis jetzt merke ich nicht viel, aber der Organismus ist weniger intensiv und die Ejakulation ist wesentlich geringer bis kaum vorhanden, geht in die Blase vielleicht nach den Nebenwirkungen.

                          Kann mir das Medikament vielleicht auch dauerhaft helfen, wenn es die Verspannungen löst, oder ist es nur gegen die Symptome gut?

                          Wenn ich es wieder absetze, kann es dann sein, dass die Orgasmus und Ejakulationsstörung anhält, oder gibt es diese Gefahr gar nicht?

                          Wie lange kann es denn dauern, bis damit alles wieder normal ist, wenn ich das Medikament abgesetzt habe? Jetzt nach ein paar Tagen und wenn ich das Tamsu länger nehme?

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                          • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


                            Der Nebeneffekt der Ejakulationsstörung geht nach Ende der Einnahme auch wieder weg. Jede Prostatitis braucht einfach viel Geduld!

                            Gute Besserung &
                            Lieben Gruß

                            Dr. T. Kreutzig

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                            • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


                              Leider habe ich noch immer Beschwerden der Prostatitis und nehme zur Zeit Harzol und Detrusitol.

                              In meinem Ejakulat wurde trotz der vorangegangenen Antibiotikatherapien (Amoxicillin und Ciprofloxacin) enterococcus faecalis festgestellt.

                              Jetzt frage ich mich, ob es bei diesem Bakterium Sinn macht gleich noch einmal eine Antibiotikatherapie zu versuchen?

                              Weil anscheinend haben das viele Männer und auch viele Frauen, bei den meisten bleibt es ohne Symptome. Es kommt auch immer wieder liest man öfter.

                              Zusätzlich mache ich jetzt eine Phyiotherapie um Verspannungen abzubauen und die Muskulatur zu stärken, weil Stress und Verspannungen die Symptome deutlich verschlimmern.

                              Ihre Meinung zu weiteren Therapiemöglichkeiten würde ich gerne erfahren. Vielen Dank.

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                              • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


                                Weite supportive Therapie (Wärme/viel Trinken). Zu spezifischen Therapieansätzen ist so kaum etwas zu sagen.....

                                Lieben Gruß

                                Dr. T. Kreutzig

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                                • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


                                  Und wegen der enterococcus faecalis?

                                  Können diese die Ursache sein und sollte man deshalb noch einmal Anibiotika probieren oder kommen die sowieso dauernd wieder?

                                  Kann das vorkommen von enterococcus faecalis im Ejakulat auch Blasenentzündungen bei Frauen auslösen?

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                                  • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


                                    Ach und kommt enterococcus faecalis auch im Mundbereich vor, könnte als mehrfach durch Oralverkehr übertragen werden?

                                    Kommentar


                                    • Re: Prostatitis, Prostataentzündung


                                      Ich kann kaum etwas zur Pathogenität in diesem Fall sagen. Ein typischer Darmkeim..... Verunreinigung?
                                      Im Zweifel halt testgerechte antibiotische Therapie. als Erreger für Harnwegsinfektionen denkbar, im Mund aber eher nicht vorkommend.

                                      Lieben Gruß

                                      Dr. T. Kreutzig

                                      Kommentar