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rez. Harnröhrenentzündung

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  • rez. Harnröhrenentzündung

    Sehr geehrter Herr Dr. Kreutzig,

    ich habe seit einer Gebärmutterhalsentzündung im vergangenen Jahr Probleme mit ständig wiederkehrenden Harnröhrenentzündungen. Der Urin ist immer in Ordnung, keine Blasenentzündungen, ich trinke ca. 3-4 Liter pro Tag, nehme Cranberryextrakte zu mir und beachte die üblichen Hygieneregeln. Die verursachenden Keime sind meist Darmkeime (hauptsächlich e-Coli), das letzte Mal waren auch Ureaplasmen dabei. Dagegen habe ich ein Antibiotikum genommen, aber egal ob ich eins nehme oder nicht, die Beschwerden werden selbst unter der Einnahme nicht besser und ich bekomme immer einen Pilz davon, sodass man schon fast sagen lassen, dass sich die Antibiotikaeinnahmen für mich nicht "lohnen", weil sich nichts ändert sondern es eher noch schlimmer wird. Antibiogramm wird immer mit erstellt und danach behandelt, die Behandlung erfolgt 10 Tage, viel länger würde ich es auch niemals aushalten, weil ich dann den Pilz gar nicht mehr wegbekommen würde.
    Meine Beschwerden sehen wie folgt aus: ich habe nach dem Wasserlassen manchmal (seltsamerweise nicht immer und gegen Abend gehäuft) ein leichtes Brennen in der Harnröhre. Es tut nicht sehr doll weh, ist aber beeinträchtigend und ich merke, dass etwas nicht stimmt. Mein Arzt verschreibt immer wieder ein Antibiotikum nach dem anderen, dann gehe ich nach 6 Wochen zum Kontrollabstrich der Harnröhre und nichts hat sich verändert, es gibt wieder ein neues Antibitikum und wir drehen uns im Kreis. Chlamydien wurden bereits per Abstrich beim Frauenarzt, Urinuntersuchung und serologisch ausgeschlossen, daran kann es also nicht liegen. Ich habe Uro-Vaxom daheim liegen, kann die Einnahme aber nicht beginnen, da man ja beschwerdefrei sein muss und ehrlich gesagt weiss ich auch nicht, ob das wirklich helfen würde. Gynäkologisch habe ich auch mal einen Abstrich machen lassen, weil ich die Vermutung hatte vielleicht nicht genügend schützende Milchsäurebakterien zu haben, aber da war alles in Ordnung, auch keine Keime usw. Ich habe nur manchmal mit etwas Östrogenmangel zu kämpfen.
    Haben Sie noch eine Idee wie ich meine Beschwerden in den Griff bekommen kann und wo sie herkommen?
    Ich bin jetzt erst einmal für ein halbes Jahr im Ausland, danach denke ich darüber nach es mal mit Strovac zu versuchen. Wäre das sinnvoll? Hilft das auch bei Harnröhrenentzündungen?

    Vielen Dank!


  • Re: rez. Harnröhrenentzündung


    Ich würde Ihnen in jedem Fall eher zu einer "Single-Shot-Therapie" raten. Keine zu lange antibiotische Therapie. Die Pizinfektionen sind sonst eine Folge. Stets Urinkultur wenn möglich....

    Strovac ist in jedem Fall ein Versuch wert!

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig

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    • Re: rez. Harnröhrenentzündung


      Sehr geehrter Herr Dr. Kreutzig,

      vielen Dank für Ihre Antwort. Das interessante bei mir ist, dass sich im Urin nie Entzündungszeichen finden und in der urinkultur auch keine Erreger herangezüchtet werden können. Das wurde mittlerweile auch so oft gemacht, dass es eigentlich ausgeschlossen ist, dass es einfach mal mit dem Heranzüchten der Bakterien nicht funktioniert hätte.
      Haben Sie noch eine Idee was ich noch tun kann? Bin jetzt erst einmal im Ausland für ein halbes Jahr und da gibt es nicht die Möglichkeit einer Impfung mit Strovac.

      Vielen Dank!

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      • Re: rez. Harnröhrenentzündung


        da kommen Chlamydien und Mykoplasmen als Auslöser in Frage, die sich häufig dem Nachweis (Kultur/Abstriche) entziehen. In diesem Fall ist eine besonders lange antibiotische Therapie sinnvoll (den unvermeidbaren Pilzärger gleich eindämmen). 3 Wochen mit z.B. Doxy 200mg/Tag sollten es schon sein....

        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig

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        • Re: rez. Harnröhrenentzündung


          Chlamydien wurden ausgeschlossen, sowohl beim gynäkologischen Abstrich als auch beim urologischen als auch serologisch. Mykoplasmen wurden nie nachgewiesen, aber ich weiß dass der Nachweis schwer ist. Das problem ist nur, dass kein Arzt ein Antibiotikum nur auf Verdacht verschreibt, wenn keine Laborbefunde da sind, bekomme ich auch kein Rezept...

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          • Re: rez. Harnröhrenentzündung


            Ich mache so etwas.... und es gibt sicher auch Kollegen, die die Zusammenhänge nachvollziehen können!

            Lieben Gruß

            Dr. T. Kreutzig

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            • Re: rez. Harnröhrenentzündung


              Hallo,
              wenn so garnichts und nie etwas gefunden wird und du auf Doxy 200 über 10 tage (empfehlenswert sind mindestens 14 tage)
              oder auf Azithromycin Single Shot nicht ansprichst ist NICHT davon auszugehen, dass es etwas bakterielles ist.
              Mich hat man monatelang mit mykoplasmen verrückt gemacht, die weder per harnröhrenabstrich noch zervixabstrich nachgewiesen werden konnten. machen sie probleme, sind sie nachweisbar.
              ist der patient symptomfrei können zb auch chlamydien nicht nachgewiesen werden!
              also versuch es mit diesen beiden antibiotika.
              ansonsten ist es eventuell und wahrscheinlich ein URETHRALSYNDROM. das ist oft psychisch, aber kann auch nach infektionen wegen der noch gereizten schleimhaut auftreten.

              grüße

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