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BPH und Finasterid

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  • BPH und Finasterid

    Hallo,

    nach vielen Untersuchungen (u. a. Urodynamik und Spiegelung) wurde eine beginnende Obstruktion und Verkalkung der Prostata (vermutlich im Ergebnis einer ländanhaltenden Entzündung) festgestellt. Ich nehme nun Finasterid 5 mg. Welche länger anhaltenden Erfolge sind zu erwarten? Die Hauptnebenwirkung ist Impotenz/nachlassende Lust, läßt diese nach der langen Einnahme des Medikamentes wieder nach oder ist eine OP insgesamt gesehen sinnvoller? Beides beuruhigt mich stark, zumal ich noch nicht einmal 50 bin.

    Andreas


  • Re: BPH und Finasterid


    Finasterid hat eine wachstumsbremsende Wirkung auf die Prostata und kann auch eine vergrößerte Prostata wieder verkleinern. Auch langfristig gesehen sind die Nebeneffekte eher sehr gering.
    Ich kenne Ihre individuellen Untersuchungsergebnisse nicht und kann daher gegenüber eine OP nicht abwägen. Ich persönlich versuche meinen Patienten wenn immer möglich eine Prostata-OP zu ersparen. Das geht aber nur wenn rechtzeitig die richtigen Medikamente eingesetzt werden.

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig

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    • Re: BPH und Finasterid


      Hallo
      obwohl zu diesem Thema keine aktuellen Meinungsäußerungen vorliegen, möchte ich hier anknüpfen. Ich bin 60 und habe jetzt ein Jahr 5mg Finasterid wegen leichter BPH eingenommen. Da sich die Beschwerden deutlich gebessert haben, konnte ich mich mit meinem Arzt auf ein Aussetzen der Einnahme verständigen, solange ich beschwerdefei bin. Zu den Nebenwirkungen möchte ich sagen, dass diese wie in der Beschreibung genannt bei mir festzustellen waren/sind. Ich hatte jetzt den Eindruck, dass die Prostata die Produktion von Ejakulat so gut wie eingestellt hat, da nur noch wenige Tropfen kamen, sprich ein trockener Orgasmus vorliegt - schon ein ziemlich anderes Gefühl als mit Erguß. Ich denke dass dies jedoch bei vielen der Patienten mit BPH und der entsprechenden Behandlung keine große Rolle (mehr) spielt, während ich es doch als sehr beeinträchtigend empfinde.
      Jetzt werde ich mal sehen wie sich die Situation weiter entwickelt.
      Es würde mich interessieren, ob auch andere Männer diese Erfahrungen gemacht haben, oder ob es evtl. andere Gründe gibt, bzw. ob altersbedingt die Menge des Ejakulates so stark abnimmt.

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      • Re: BPH und Finasterid


        Finasterid und Dutasterid sind die einzigen beiden Wirkstoffe, die bei einer vergrößerten Proststs eine Verkleinerung bewirken. Auch langfristig werden die Substanzen sehr gut vertragen, dafür sind sie gemacht. Effekte können bis zu 4 Jahre dauern.

        Ein Absetzen ist nicht sinnvoll, da dann im Laufe der Zeit die Situation sich wieder an den Ausgangspunkt entwickelt. Man kann aber eine Dosisreduktion überlegen, wenn die Prostata bei Kontrolle nicht mehr weiter kleiner wird.


        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig

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        • Re: BPH und Finasterid


          Lieber Dr. Kreutzig,
          herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort, werde in diesem Sinne bei der nächsten Kontrolle die Problematik nochmal mit meinem Arzt besprechen.

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