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Hodenveränderung mit verschiedenen Schmerzen

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  • Hodenveränderung mit verschiedenen Schmerzen

    Hallo Herr Dr. Kreutzig,

    ich bin 26 Jahre alt und habe seit ca. 3 Monaten einige Symptome / Veränderungen, die mich langsam aber sicher zum verzweifeln bringen.

    Angefangen hat alles, nachdem ich nach einem einwöchigen Skiurlaub in Österreich auf dem nach-Hause-Weg 18 Stunden in einem Reisebus verbracht habe. Am darauffolgenden Tag habe ich neben meinem linken Hoden, kurz vor dem Übergang zum Bein einen mittelharten Knoten entdeckt, der eine Größe von ca. 0,5 bis 1 cm hatte und keine Schmerzen verursacht hat. Ich habe mir zu diesem Zeitpunkt nicht viel dabei gedacht und war überzeugt davon, dass dieser sehr bald genauso plötzlich wieder verschwinden würde, wie er aufgetaucht ist.

    Nach ca. 4 Wochen ist er jedoch nicht verschwunden und hat sich leicht verändert ... er hat eine "ovale" Form angenommen und begann langsam aber sicher zu schmerzen. Diese Schmerzen hatte ich nun auch im linken Hoden, der seit dieser Zeit auch viel weiter oben und viel weiter vorne steht als der rechte, was noch nie der Fall gewesen ist.
    Darüber hinaus ist der Knoten stark angeschwollen und hat sich sehr verhärtet.
    Ich tippte auf ein urologisches Problem und entschied mich etwa eine Woche darauf einen Urologen aufzusuchen, weil ich mir doch schon leichte Sorgen gemacht habe.

    Der Urologe kam nach meiner Schilderung, einer Prostatauntersuchung und Abtasten zu der Erkenntnis, dass es sich um eine Samenleiterentzündung handelt und verschrieb mir Ciprofloxacin 500, das ich eingenommen habe. Am dritten Tag der Behandlung bin ich nachts mit Atemnot wach geworden. Ich konnte 2-3 Sekunden keine Luft holen, hatte Herzrasen und konnte auch in der darauffolgenden Stunde nur schwer atmen. Weiterhin kamen Schmerzen mittig oberhalb des Brustbeins hinzu. Ich bin mir nicht sicher, ob sich dabei um eine Nebenwirkung des Antibiotikums handelt oder es doch mit meinem Krankheitsbild zu tun hat.
    Zwischenzeitlich habe ich meine Hausarztvertretung (da mein Hausarzt zu diesem Zeitpunkt im Urlaub war) aufgesucht und diese Atemnot sowie die Brustschmerzen geschildert, woraufhin ein Ultraschall, ein Lungenfunktionstest sowie ein EKG durchgeführt wurden. Der Ultraschall war abgesehen von Luft im Darm sehr gut, genauso wie der EKG. Der Lungenfunktionstest wies eine leichte Schwäche auf, die aber für unerheblich befunden wurde.
    Nachdem das Antibiotikum komplett eingenommen war, ist dieser Knoten zwar ein wenig kleiner und weniger schmerzhaft geworden, aber er war immer da, genauso wie die eben geschilderten Hodenbeschwerden. Ich habe erneut den Urologen aufgesucht und ihm die leichte Besserung geschildert, woraufhin er mir eine kleinere Packung des Antibiotikums verschrieb und mir sagte, dass Knoten sowie Schmerzen danach völlig verschwunden sein werden. Ich habe auch dieses Antibiotikum eingenommen und einige Tage später flammte der Knubbel wieder auf, wurde schmerzhafter, größer und wieder hart. Hinzu kamen Schmerzen im linken Bein die sich hauptsächlich im Oberschenkel, in der Kniekehle und im Wadenbereich bemerkbar machten. Darüber hinaus Schmerzen im Leistenbereich, vorzugsweise links.

    Ich suchte ein weiteres Mal den Urologen auf und schilderte ihm die erneute Veränderung. Er sah sich den betroffenen Bereich an, diagnostizierte ein Furunkel und gab mir eine Zugsalbe, die ich täglich anwenden sollte ( Schwarze Salbe Lichtenstein 20% ). Er sagte, dass dieses Furunkel sich öffnen würde und die Sache dann völlig abheilt. Ich habe diese Salbe 5 Tage angewendet, aber statt sich zu öffnen, bildete sich dieser Knoten wieder in gleichem Maße zurück wie nach der Einnahme des ersten Antibiotikums und war fast(!) nicht mehr vorhanden.
    Schmerzen und Positionierung des linken Hodens waren jedoch unverändert, also begab ich mich ein weiteres Mal zum Urologen, der meine Hoden abtastete und diesmal eine Entzündung des Nebenhodens feststellte und mir erneut ein Antibiotikum verschrieb (diesmal Doxy 200). Ab dem zweiten Behandlungstag kamen zu all dem noch Nierenschmerzen hinzu und Schmerzen in der Bauchnabelgegend, die nicht durchgehend waren, sondern eher sporadisch mal zustachen. Genauso waren die Schmerzen in der Brust und ein ganz leichtes, ebenso sporadisches, Hüsteln vorhanden.
    Bei meinem letzten Besuch beim Urologen erläuterte ich die hinzugekommenen Symptome, woraufhin er einen Ultraschall von Nieren, Leber und Blase machte und nichts auffälliges entdeckte. Er hat jedoch nie einen Ultraschall der Hoden gemacht. Er redete mir ein, ich sei kerngesund und sollte viel trinken. Dies war vor zwei Tagen.
    Gestern besuchte ich wieder meinen Hausarzt und erzählte ihm wieder die ganze Geschichte. Er tippte auch wegen der Schmerzen im Bein auf ein vaskuläres Problem und schickte mich mit Verdacht auf Thrombose und Lungenembolie zu einem Angiologen, den ich heute Besuchte, der mich gründlich mit Ultraschall der Venen und dem vollen Programm untersucht hat und zu dem Entschluss kam, dass meine Venen kerngesund sind.

    So langsam gehen mir die Ideen aus welchen Arzt ich aufsuchen könnte, da Hodenschmerzen, Hodenveränderung, Hüsteln, Schmerzen in Brust, Bein und Leiste noch vorhanden sind. Hinzu kommt, dass die Schmerzen in der Leiste oft sehr stark stechend sind und ab und an von einem Schwindelgefühl begleitet werden. Ich bin langsam wirklich verzweifelt.

    Tut mir leid, dass die Schilderungen so lang geworden sind, aber ich wollte so ausführlich wie möglich sein. Ich hoffe Sie können mir helfen bzw. einen Rat geben.

    Vielen Dank im Voraus.

    PS. Leistenbruch ist von Urologe sowie Hausarzt ausgeschlossen worden!

  • Re: Hodenveränderung mit verschiedenen Schmer


    Lange Geschichte.....

    Ich denke, Sie haben/hatten einfach eine Nebenhodenentzündung. Man muss Ihnen nur sagen, daß Sie damit auch etwas Geduld haben müssen.
    Alle anderen Symptome haben mit dem lokalen Problem eher nichts zu tun und dürfen als eigenständig bzw. Nebeneffekt eingeordnet werden. Ich frage mich aber, wie man ein Furunkel und eine Nebenhodenentzündung vermixen kann.... Ich kann das allerdings wirklich nur einordnen, wenn ich es gesehen habe...
    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig

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