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Peiffer Drüsenfieber/Schlechtes Spermiogramm

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  • Peiffer Drüsenfieber/Schlechtes Spermiogramm

    Sehr geehrter Herr Dr. Kreutzig,


    Ich habe am 30. März 09 ein Spermiogramm machen lassen. Leider war dieses nicht gut. Der behandelnde Urologe sagte, dass ich nur eingeschränkt zeugungsfähig sei (1,5mio Spermien/ml). Es seien jedoch auch gesunde Spermien vorhanden und eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege sei zwar unwahrscheinlicher aber nicht unmöglich!

    Ich bin aufgrund des Befundes sehr beunruhigt, da ich später auf jeden Fall Kinder haben will!!!!!!

    Zu mir:

    Am linken Hoden wurde bei mir bereits 1998 eine Stecknadelkopfgroße Verhärtung festgestellt. Ich war diesbzgl. schon bei 2 Urologen. Der eine geht von einer Hydatide aus. Der andere von einer „Mini-Varikozele“. Beide stimmen aber darin überein, dass die Verhärtung harmlos sei! Die Ultraschalluntersuchungen der Hoden waren jedes Mal (zuletzt ende April kontrolliert) unauffällig (Größe der Hoden, Durchblutung und Gewebe waren ok!!!!)


    Vielleicht wichtig: Ich war ende Januar 2009 (ca. 60-70 Tage vor dem Spermiogramm) krank (Hohes Fieber, Husten, Halsschmerzen, Schüttelfrost, etc). Zudem hatte ich in dieser Phase zeitweise (1-2 Tage) Hodenschmerzen und konnte eine Starke Erhitzung der Hoden feststellen. Nach ca. 1-2 Wochen ging es mir dann aber wieder besser. Außer dass, ich mich bis mitte März noch müde und schlapp fühlte. Mein Hausarzt stellte bei einer Blutuntersuchung ende Februar erhöhte Leberwerte fest und diagnostizierte Pfeifer’sches Drüsenfieber. Mittlerweile fühle ich mich wider fit und die Leberwerte haben sich auch normalisiert.


    Fragen:

    1) Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Pfeifer’schem Drüsenfieber und dem schlechten Spermiogramm? Hat dieses vielleicht eine Hodenentzündung ausgelöst! Müsste ich in einem solchen Fall mit einer dauerhaften Einschränkung der Fruchtbarkeit rechnen? Das Hodengewebe war nach der letzten Ultraschalluntersuchung angeblich OK!

    2) Kann man den Zustand des Hodengewebes per Ultraschall überhaupt beurteilen? Und dadurch Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit ziehen?

    3) Eine Hormonbestimmung im Blut (FSH, etc.) wurde bei mir nie durchgeführt! Sollte ich das noch nachholen?

    4) Könnte es vielleicht doch an der „Mini-Varikozele“ liegen?

    5) Ich habe eine Karenzzeit von 3 Tagen eingehalten. Am 4. Tage vor dem Spermiogramm hatte ich jedoch ca. 3-mal Geschlechtverkehr! Könnte das auch ein Grund sein?

    6) Zudem habe ich über einen Zeitraum von 4 Jahren 0,5 mg finasterid/Tag wegen leichtem Haarausfall eingenommen. Seit Januar habe ich das Medikament abgesetzt! Könnte das einen Einfluss auf das SG gehabt haben?

    7) Welche Ursache halten Sie für wahrscheinlich? Wie sollte ich weiter vorgehen?


    Es wäre sehr nett von Ihnen, wenn Sie mir bzgl. der Beantwortung dieser Fragen weiterhelfen könnten! Schon einmal vielen Dank im Voraus!!!

  • Re: Peiffer Drüsenfieber/Schlechtes Spermiogr


    1) Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Pfeifer’schem Drüsenfieber und dem schlechten Spermiogramm? Hat dieses vielleicht eine Hodenentzündung ausgelöst! Müsste ich in einem solchen Fall mit einer dauerhaften Einschränkung der Fruchtbarkeit rechnen? Das Hodengewebe war nach der letzten Ultraschalluntersuchung angeblich OK!

    Ja, und wenn dies eine Orchitis ausgelöst hat, kann die Einschränkung auch von Dauer sein.

    2) Kann man den Zustand des Hodengewebes per Ultraschall überhaupt beurteilen? Und dadurch Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit ziehen?

    Nur sehr geringe Rückschlüsse (nicht zuverlässig) möglich.

    3) Eine Hormonbestimmung im Blut (FSH, etc.) wurde bei mir nie durchgeführt! Sollte ich das noch nachholen?

    Ich würde sagen ja!

    4) Könnte es vielleicht doch an der „Mini-Varikozele“ liegen?

    Nein, sehr unwahrscheinlich!

    5) Ich habe eine Karenzzeit von 3 Tagen eingehalten. Am 4. Tage vor dem Spermiogramm hatte ich jedoch ca. 3-mal Geschlechtverkehr! Könnte das auch ein Grund sein?

    Nein, dennoch Spermiogramm nie als eine Untersuchung beurteilen. Immer 2. Spermiogramm im Abstand von 3-4 Monaten.

    6) Zudem habe ich über einen Zeitraum von 4 Jahren 0,5 mg finasterid/Tag wegen leichtem Haarausfall eingenommen. Seit Januar habe ich das Medikament abgesetzt! Könnte das einen Einfluss auf das SG gehabt haben?

    Ja!. S. zu Punkt 5!

    7) Welche Ursache halten Sie für wahrscheinlich? Wie sollte ich weiter vorgehen?

    Ursache erst einmal am wahrscheinlichsten eine Folge einer Hodenentzündung. 2. Spermiogramm machen und dann erst einmal sehen!


    Lieben Gruß


    Dr. T. Kreutzig

    Kommentar


    • Re: Peiffer Drüsenfieber/Schlechtes Spermiogr


      Hallo Herr Dr. Kreutzig,

      zunächst einmal vielen Dank für die rasche Anwort!!!

      Ein paar Fragen hätte ich allerdings noch zu Ihren Antworten! Ich hoffe das ist OK?

      1) bzgl. Orchitis Verdacht: Meinen Sie mit „dauerhaft“, dass die Fruchtbarkeit endgültig eingeschränkt ist! Habe bisher immer gelesen, dass das nur bei einer Mumpsorchitis möglich ist und zudem eher selten passiert (in ca. 8% der Fälle). In allen anderen Fällen käme es nur zu einer vorübergehenden Einschränkung?? Besteht in meinem Falle Hoffnung? Geschwollen waren meine Hoden zudem nicht. Konnte nur ein schmerzhaftes Ziehen und eine Erwärmung beobachten! War aber nicht so schlimm! Sonst wäre ich natürlich zum Arzt!

      2) Zur Hormonbestimmung im Blut: Welche Erkenntnis könnte diese bringen? Ist, wenn man von einer Orchitis ausgeht, nicht sowieso mit erhöten FSH-Werten auszugehen? Oder könnte die Untersuchung Aufschluss darüber geben, ob es sich um einen vorübergehenden oder endgültigen Hodenschaden handelt?

      Weiß ein Endokrineologe darüber Bescheid, welche Werte zu untersuchen sind? Es geht ja nicht nur um FSH, oder? Was soll ich genau untersuchen lassen?


      3) Wenn man von einer Einschränkung aufgrund der Einnahme von Finasterid ausgeht! Ist diese irreversibel oder stellt sich nach Absetzen des Medikaments wieder eine Normalisierung ein?

      5) 2. Spermiogramm: Wann sollte sich dieses durchführen? 3-4 Monate nach dem 1.SG oder 3-4 Monate ab dem Zeitpunkt, an dem sich meine Leberwerte wieder normalisiert haben?


      6) Ein Frage hätte ich noch! Ich verspüre seit einiger Zeit (3-Jahren) im Afterbereich und dem unmittelbaren Umkreis einen Juckreiz (unregelmäßig: kommt und geht). Mein Urologe hat mir dagegen „Clotrimatzol“ verschrieben. Könnte es sich dabei um einen Pilz handeln? Mit evtl. Auswirkung auf die Fertilität?


      Besten Dank für Ihre Hilfe!!!!!

      Kommentar


      • Re: Peiffer Drüsenfieber/Schlechtes Spermiogr


        1) bzgl. Orchitis Verdacht: Meinen Sie mit „dauerhaft“, dass die Fruchtbarkeit endgültig eingeschränkt ist! Habe bisher immer gelesen, dass das nur bei einer Mumpsorchitis möglich ist und zudem eher selten passiert (in ca. 8% der Fälle). In allen anderen Fällen käme es nur zu einer vorübergehenden Einschränkung?? Besteht in meinem Falle Hoffnung? Geschwollen waren meine Hoden zudem nicht. Konnte nur ein schmerzhaftes Ziehen und eine Erwärmung beobachten! War aber nicht so schlimm! Sonst wäre ich natürlich zum Arzt!

        Dazu kann ich natürlich kaum etwas sagen...... Jeder Fall ist individuell!!

        2) Zur Hormonbestimmung im Blut: Welche Erkenntnis könnte diese bringen? Ist, wenn man von einer Orchitis ausgeht, nicht sowieso mit erhöten FSH-Werten auszugehen? Oder könnte die Untersuchung Aufschluss darüber geben, ob es sich um einen vorübergehenden oder endgültigen Hodenschaden handelt?

        Genau so ist es. FSH hoch oder tief.....!!

        Weiß ein Endokrineologe darüber Bescheid, welche Werte zu untersuchen sind? Es geht ja nicht nur um FSH, oder? Was soll ich genau untersuchen lassen?

        LH/FSH/Testosteron!


        3) Wenn man von einer Einschränkung aufgrund der Einnahme von Finasterid ausgeht! Ist diese irreversibel oder stellt sich nach Absetzen des Medikaments wieder eine Normalisierung ein?

        Nach Absetzen Normalisierung innerhalb von 3-6 Monaten zu erwarten!

        5) 2. Spermiogramm: Wann sollte sich dieses durchführen? 3-4 Monate nach dem 1.SG oder 3-4 Monate ab dem Zeitpunkt, an dem sich meine Leberwerte wieder normalisiert haben?

        3-4 Monate nach 1. Spermiogramm!


        6) Ein Frage hätte ich noch! Ich verspüre seit einiger Zeit (3-Jahren) im Afterbereich und dem unmittelbaren Umkreis einen Juckreiz (unregelmäßig: kommt und geht). Mein Urologe hat mir dagegen „Clotrimatzol“ verschrieben. Könnte es sich dabei um einen Pilz handeln? Mit evtl. Auswirkung auf die Fertilität?

        Pilz ja... Auswirkung auf Fertilität NEIN!


        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig

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        • Re: Peiffer Drüsenfieber/Schlechtes Spermiogr


          Herr Dr. Kreutzig, vielen Dank für Ihre Hilfe!

          Eine Frage stellt sich mir noch! Soll ich die Blutuntersuchung (FSH,etc.) jetzt durchführen? Oder damit noch etwas warten?

          Beste Grüße

          Kommentar


          • Re: Peiffer Drüsenfieber/Schlechtes Spermiogr


            Ich würde das gleich mal machen...

            Lieben Gruß


            Dr. T. Kreutzig

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            • Re: Peiffer Drüsenfieber/Schlechtes Spermiogr


              Hallo Herr Dr. Kreutzig,

              ich habe auf Ihr Anraten hin heute morgen eine Hormonbestimmung durchführen lassen!
              Hier die Ergebnisse:

              Testosteron 7.31
              ng/ml (1.66 - 8.77) :k::
              Luteinisierend.Hormon 2.0
              mIE/ml (2.0 - 12.0) :k::
              Follikelstimul.Hormon 3.5
              mIE/ml (1.0 - 12.0) :k::

              Es wäre sehr nett von Ihnen, wenn Sie dazu kurz Stellung nehmen könnten!!

              Kann ein Hodenschaden jetzt ausgeschlossen werden? Also keine dauerhafte Einschränkung?

              Sollte ich noch etwas untersuchen lassen? oder erst einmal das Ergebnis des 2.SG abwarten und dann weiter sehen!

              Besten Dank und viele Grüße

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              • Re: Peiffer Drüsenfieber/Schlechtes Spermiogr


                Die Befunde sprechen klar GEGEN einen Hodenschaden.
                2. Spermiogramm abwarten!

                Lieben Gruß

                Dr. T. Kreutzig

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