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Prostatitis?

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  • Prostatitis?

    Hallo Herr Dr. Kreutzig,
    ich bin 24 Jahre alt und angefangen hat alles vor ca. 5-6 Monaten mit einem Brennen beim Wasserlassen, ein Brennen im Dammbereich und ein Schmerzgefühl im linken Hoden. Daraufhin ging ich zu einem Urologen, er diagnostizierte einen Harnwegsinfket und verschrieb mir ein Antibiotikum (Tavanic) für 20 Tage. Untersucht wurden Urin, sowie ein Harnröhrenabstrich inkl. Test auf Chlamydien, was alles negativ war. Am Ende der Therapie wurden zwar die Beschwerden besser, verschwanden aber nicht ganz. In einem Zeitraum von ca. 1-2 Monaten hielten sich die Beschwerden in Grenzen, aber wurden danach wiederum schlechter.

    Ich habe momentan folgende Beschwerden:
    - Brennen im Dammbereich (den ganzen Tag über, am Schlimmsten ist es morgens)
    - Erhöhter Harndrang, muss meistens 2x nachts aufstehen zum Wasserlassen
    - Unangenehmes Druckgefühl beim Wasserlassen. Es fühlt sich unangenehm im unteren Rückenbereich an
    - Erektionsstörungen: Erektion wird nicht mehr so hart wie früher und kann sie teilweise auch nicht mehr so lange halten
    - Ab und zu Schmerzen im linken Hoden
    - Durchgängig leicht kränkliches Körperbefinden, häufig Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit
    - Anfällig für Krankheiten, bin nun schon das 2. mal krank seit Dezember. Außerdem bekomme ich nachdem ich Sport gemacht habe, relativ schnell Krankheitssymptome wie Halsschmerzen oder Schnupfen.

    Deshalb habe ich einen weiteren Urologen aufgesucht. Untersucht wurden Urin und Sperma, es wurden allerdings keine Bakterien gefunden. Er diagnostizierte eine Verspannung im Prostatabereich. Aus diesem Grunde wurde mir ein Alphablocker (Alfuzosin) sowie Ibuprofen und Diclofenac verschrieben, welche ich nun schon seit 21 Tagen nehme. Bereits nach dem 4. Tag der Einnahme waren die Beschwerden größtenteils verschwunden, die Erektion war wieder richtig hart wie früher und ich hatte auch keine Schmerzen im Dammbereich. Eine Woche später verschlimmerten sich die Symtpome wieder. Für mich ohne erkennbaren Grund, außer (ungeschützten) Analverkehr mit meiner Partnerin. Nun hatte ich wieder ein sehr starkes Brennen im Bereich des Damms. Die letzten Tage hat sich das Ganze wieder gebessert und ich war einige Tage fast beschwerdefrei (bis auf häufigen Harndrang).
    Der behandelnde Urologe verschrieb mir Alfuzosin für weitere 6 Wochen. Außerdem bekam ich ein Rezept für ein Antibiotikum (Ciprofloxacin 500mg) für 14 Tage, welches ich nach eigenem Ermessen versuchen sollte, falls die Beschwerden schlimmer werden.
    Am belastensten für mich ist die eingeschränkte Erektionsfähigkeit, da ich aktuell in einer Beziehung bin. Das Brennen im Dammbereich ist im Alltag auch sehr störend. Außerdem kann ich kaum mehr Sport betreiben, da ich relativ schnell krank werde. Da die Beschwerden schon über einen Zeitraum von fast 6 Monaten vorhanden sind, bin ich etwas niedergeschlagen mittlerweile.

    Welche weitere Vorgehensweise würden Sie empfehlen? Was könnte die Ursache für die Beschwerden sein?
    Ich würde mich über eine Antwort freuen. Vielen Dank im Voraus!

    Mit freundlichen Grüßen


  • Re: Prostatitis?


    Die erneute antibiotische Therapie ist sicher sinnvoll. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben sie eine erneute Prostatitis..... bei der Therapie sollte aber auch die Partnertherapie nicht vergessen werden, da es sonst ping pong Effekte gibt.....

    Die Erreger sind sehr häufig mit den normalen Methoden nicht nachweisbar.....

    Beschwerden können auch nach erfolgreicher Therapie noch über Wochen anhalten!

    Die Potenz würde ich übergangshalber mit Potenzmitteln (Viagra/Cialis/Levitra) unterstützen....!

    Wärme ist sehr wichtig!... und reichliche Trinkmenge!

    Lieben Gruß

    Dr. T. Kreutzig

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    • Re: Prostatitis?


      Vorab vielen Dank für Ihre Antwort!

      Laut anderen Beiträgen von Ihnen empfehlen Sie Doxycyclin 200mg/Tag über einen Zeitraum von 3-4 Wochen? Gilt das Gleiche Schema auch für meine Partnerin?
      Außerdem berichtete meine Partnerin ebenfalls über Schmerzen im Dammbereich, vielleicht steht das auch im Zusammenhang mit meinem Problem. Mich wundert nur, dass der Alphablocker trotzdem zumindest Besserung mancher Symptome bewirkt hat.

      Könnten Sie mir einen kompetenten Urologen bzw. Anlaufstelle empfehlen im Bereich um München? Wobei ich auch bereit bin etwas längere Anfahrtsstrecken in Kauf zu nehmen.

      Viele Grüße

      Kommentar


      • Re: Prostatitis?


        Gleiches Schema für Ihre Partnerin.
        Der Alphablocker entspannt einfach wirkungsvoll....
        In München.... z.B. Dr. Grohmann (schönen Gruß).

        Lieben Gruß

        Dr. T. Kreutzig

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        • Re: Prostatitis?


          Hallo Herr Dr. Kreutzig,
          neuer Urologe, neue Diagnose. Dieses mal: Durchblutungsstörungen, da keine Bakterien im Urin vorhanden waren und der Bluttest nichts ergab (inkl. Testosteronwert, ein PSA Wert wurde nicht bestimmt). Behandlung sollte ein pflanzliches Präparat sein. Da ich auch mittlerweile sehr anfällig für Erkältungen bin und meine Partnerin auch Beschwerden hat, kann ich mir die Diagnose mit den Durchblutungsstörungen nicht wirklich erklären.

          Situation ist mittlerweile wie folgt. Meine Partnerin hat seit 1,5 Wochen weiß-gelblichen Ausfluss und auch Blut (ein Termin beim Frauenarzt ist schon vorhanden). Ich war die letzten Tage nahezu beschwerdefrei. Nun hatten wir wieder ungeschützt Geschlechtsverkehr und innerhalb von ca. 5-6 Stunden bekam ich wieder das bekannte Brennen im Dammbereich.
          Könnte es da einen Zusammenhang geben bzw. können dafür Bakterien die Ursachen sein? Kommt außer einer Prostatitis sonst noch was in Frage?

          Langsam gehen mir die Ideen aus, was ich noch machen könnte. Bisher konnte sich kein Urologe meine Beschwerden erklären und eine für mich nachvollziehbare Diagnose geben. Harnwegsinfekt, orthopädisches Problem, Prostatareizung und Durchbluttungsstörungen wurden bisher genannt. Die mir vorgeschlagenen Antibiotika-Therapien betrugen maximal 14 Tage, nach Ihrer Aussage ist die Zeitspanne zu kurz für eine Behandlung solcher Beschwerden.

          Mit freundlichen Grüßen

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          • Re: Prostatitis?


            Ich halte die aktuelle Diagnose für schlicht falsch.... meine Empfehlung hatte ich ja gegeben.

            Lieben Gruß


            Dr. T. Kreutzig

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            • Re: Prostatitis?


              Hallo Herr Dr. Kreutzig,
              ein Urologe hat mir für ca. 7 Tage Doxycyclin 200mg verschrieben (inklusive meiner Partnerin), woraufhin die Beschwerden leicht besser wurden. Aufgrund der Besserung der Beschwerden erfolgt die Doxycyclin Gabe bei mir nun über 3 Wochen.

              Eine Frage dazu hätte ich noch, ist es möglich in dieser Zeit Sport zu betreiben? Oder sollte es besser vermieden werden? Im Allgemeinen wird empfohlen unter Antibiotika-Gabe auf Sport zu verzichten, ist das hier auch der Fall ohne allgemeine Krankheitssymptome?

              Vielen Dank.

              Grüße

              Kommentar



              • Re: Prostatitis?


                Sport ist kein Problem .... keine Nässe/Kälte....

                Lieben Gruß

                Dr. T. Kreutzig

                Kommentar


                • Re: Prostatitis?


                  Hallo Herr Dr. Kreutzig,

                  ein kleines Update zu meinem Problem und eine erneute Fragestellung. Es erfolgte eine Therapie mit Doxycyclin 200mg über 5 Tage für mich und meine Partnerin um zu Testen, ob der Wirkstoff hilft. Ich empfand eine Besserung der Symptome, deshalb verschrieb mir der behandelnde Urologe Doxycyclin 200mg über 20 Tage. Meine Partnerin wurde nicht mehr mitbehandelt, sie bekam das Antibiotikum nur 5 Tage.

                  Meine Beschwerden wurden deutlich besser, auch meine Erektion wurde wieder härter und länger anhaltend. Auch fühlte ich mich körperlich wesentlich fitter. Das Brennen im Dammbereich ging zwar nie zu 100% weg, aber annähernd. Mittlerweile ist die Therapie mit dem Antibiotikum seit knapp 7 Wochen beendet. Ungefähr 1 Woche nach Einnahme der letzten Tablette fing das Brennen im Dammbereich an wieder stärker zu werden. Seitdem geht es tageweise mal wieder besser, dann wird der Schmerz wieder schlimmer. Seit ein paar Tagen verschlimmert sich der Schmerz wieder und wird sehr unangenehm. Außerdem fühle ich mich abgeschlagen und erschöpft.

                  Meine Frage ist deshalb, wie soll es weiter gehen? Soll ich noch abwarten, ob sich die Beschwerden irgendwann bessern. Ist ein erneuter Gang zum Urologen sinnvoll, wiederum mit Antibiotika-Gabe? Oder gibt es sonstige Behandlungsalternativen?

                  Langsam aber sicher mache ich mir Sorgen, da die Beschwerden seit gut 8 Monaten anhalten und sehr störend sind.

                  Vielen Dank und viele Grüße,
                  tojos

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                  • Re: Prostatitis?


                    Beschwerden brauchen oft Wochen nach der Therapie, bis sie besser werden. Die Partnertherapie hab ich so nicht verstanden.... diese muss eigentlich gleich lang sein..... so könnte es durchaus auch zu einer ping-pong-Situation gekommen sein.

                    Lieben Gruß

                    Dr. T. Kreutzig

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                    • Re: Prostatitis?

                      @tojos1
                      Lange her ich weiss wie ist die Sache weiter gegangen?

                      Kommentar