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NSCLC - Strahlenth./Operation?

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  • NSCLC - Strahlenth./Operation?

    Sehr geehrter Herr Professor Dr. Wust,

    bei meinem Vater, 66 J., wurde leider am 15. Aug. 2005 im Rahmen einer
    Routineuntersuchung ein nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom des
    Mittellappens mit zerebralen und zerebellären Metastasen (pT2 CN2 M1 G3)
    diagnostiziert.

    Nach mittlerweile neun Chemotherapiezyklen (die ersten beiden mit Cisplatin und VP 16, die nachfolgenden mit Cisplatin und Gemzar, der - vorerst - letzte Zyklus findet nächste Woche statt) und einer
    Ganzhirnbestrahlung (10 Sitzungen/Gesamtdosis 30 Gy/letzte Sitzung am 5. Sept. 2005) ist der Primärtumor verkleinert; die beiden
    Hirnmetastasen, die ursprünglich einen Durchmesser von ca. 1 cm hatten, sind laut Schädel-MRT vom 13.12.2005 nicht mehr eindeutig abgrenzbar. Es finden sich lediglich punktförmige Restveränderungen. In der koronaren Schichtung sind die Veränderungen nicht mehr nachweisbar.

    Gestern stellte sich mein Vater bei seinem Strahlentherapeuten vor zwecks Besprechung, ob eine Radiotherapie des tumorbefallenen Lungenbereiches indiziert bzw. zu ewägen ist.

    Zu meinem Erstaunen (da NSCLC im Stadium IV) meinte der Strahlentherapeut, durchaus die Option einer Operation in Betracht zu ziehen, da sich der Primärtumor stark verkleinert habe und die Vergrößerungen der Lympfknoten wohl nicht mehr signifikant seien.

    Der Onkologe meines Vaters ist eher gegen eine Operation, aber auch nicht gänzlich abgeneigt. Jedenfalls sollte zunächst ein Lungenfunktionstest und eine PET/CT durchgeführt werden. Der heutige Lungenfunktiontest ergab, daß eine Resektion eines Lungenlappens gangbar ist. Die PET/CT wird voraussichtlich übernächste Woche stattfinden.

    Den Allgemeinzustand meines Vaters haben die Ärzte als gut befunden. Er leidet nicht unter Atemnot und hat während der Chemotherapie nur ca. 4 kg Gewicht verloren; er ist 1,76 m groß und wiegt 84 kg.

    Falls die PET/CT ergeben sollte, so wie ich inständig hoffe, daß keine Metastasen vorliegen, würde ich gene wissen, wie Sie sich entscheiden würden: Operation? Strahlentherapie? Oder würden Sie eventuell einen anderen Weg gehen?

    Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich im Voraus herzlichst und möchte meine Hochschätzung für Ihre Mühewaltung in diesem Forum aussprechen.


    Hochachtungsvoll

    V.S.


  • RE: NSCLC - Strahlenth./Operation?


    Eine Operation ist als definitive Sanierung möglicherweise weniger belastend als eine 5 – 6 wöchige Strahlentherapie. Ich gehe davon aus, dass nach einer Op eine Nachbehandlung erst einmal nicht vorgesehen ist, wobei die Strahlentherapie in Reserve verbleibt (wegen der cerebralen Metastasierung). Eine (einfache) Op (Lappenresektion) würde ich auch durchaus für eine Option halten. Natürlich hängt das ganze von Details ab. Ich würde vor allem den Operateur nach Art und Ausdehnung der Op fragen und inwieweit er damit den Resttumor vollständig entfernen kann.

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    • RE: NSCLC - Strahlenth./Operation?


      Sehr geehrter Herr Professor Dr. Wust,

      vielen herzlichen Dank für die prompte Beantwortung meiner Fragen!

      MfG
      V.S.

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