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Pankreaskarzinom?

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  • Pankreaskarzinom?

    Ich habe hier schon einmal Anfang Dezember das Problem meiner Mutter (inzwischen 53, Raucherin) geschildert.

    Inzwischen war sie in einem anderen Krankenhaus zur Untersuchung. Ursprünglich sollte eine Endoskopie durchgeführt werden, die Ärzte sahen das jedoch als zu ungenau an und machten etwas anderes. Soweit mir meine Mutter berichtet hat unter anderem eine neue Methode etwas mit einem "Kontrastmittel" das sich in Form von Bläschen in verdächtigen Krebsbereichen ansammelt...
    Alle diese Untersuchungen, sowie Darmspiegelung und eine weitere Leberpunktion waren negativ. Einziges Ergebnis war bei der Magenspiegelung eine leichte Entzündung.
    Am 2. Januar ist sie ins Krankenhaus (ein drittes insgesamt) gekommen, weil sie, womöglich schon seit 3 Monaten, eine Rippenfellentzündung hatte. Dort machte man wiederum Untersuchungen und hatte offensichtlich bei der inzwischen dritten Leberpunktion ein Pankreaskarzinom diagnostiziert. Operation sei nicht möglich, weil man nicht genau wisse wo der Krebs sitzt und unter diesen Umständen eine OP zu belastend sei. Der Antrag zur Chemotherapie wurde bei der Krankenkasse gestellt, für dieses Krankenhaus jedoch abgelehnt. Zur Auswahl stehen nun 2 verschiedene Ärzte und eine anscheinend ambulante Therapie. Gestern wurde meine Mutter nun aus dem Krankenhaus entlassen, das Wasser zwischen den Rippen hatte man in den Griff bekommen, allerdings hat sie momentan ziemliche Probleme mit dem Gehen: schon seit mindestens 6 Wochen hat sie zeitweise Schmerzen in den "inneren Oberschenkelmuskel" oder so ähnlich. Mit Magnesium-Brausetabletten, zu denen eine ehemalige Krankenschwester geraten hatte, werden sie besser, kann aber auch ein Placebo-Effekt sein. Gestern waren sie jedoch offensichtlich so schlimm, dass sie keine Treppen gehen konnte.
    Die einzigen Symptome meiner Mutter die auf Bauchspeicheldrüsenkrebs hindeuten sind Rückenschmerzen und die Rippenfellentzündung, sowie möglicherweise der Druck im Bauchraum. Abgesehen von der Aufregung und den Begleiterscheinungen der bekannten Erkrankungen gibt es keine Appetitlosigkeit oder rapiden Gewichtsverlust.

    Nun habe ich wiederum mehrere Fragen. Ich habe mit keinem Arzt gesprochen, da ich die Woche über mit dem Schreiben meiner Biologie-Diplomarbeit beschaftigt bin.
    - Wie kann man bei einer Leberpunktion ein Pankreaskarzinom diagnostizieren? Oder war es eher eine Pankreaspunktion?
    - Im Okt/Nov hatte man eine Veränderung an der Bauchspeicheldrüse gesehen, sie jedoch per Ultraschall als eindeutig zystisch eingestuft. Kann diese sich in dieser Zeit so sehr verändert haben?
    - Auf einer Internetseite habe ich von einem meist nicht beachteten Frühzeichen des Pankreaskarzinoms gelesen: eine Thrombose. Im Winter 03/04 hatte meine Mutter eine schmerzhafte Thrombose in den Beinen. Kann dies der Beginn gewesen sein.
    - Wozu würden Sie, Prof. Wust, jetzt raten? Die Chemotherapie beginnen oder eine weiter Untersuchung? in einem anderen Krankenhaus? Könnten Sie etwas in der Nähe des Saarlandes empfehlen?

    Vielen Dank für das Lesen und für mögliche Antworten.

    Eine sehr besorgte Tochter


  • RE: Pankreaskarzinom?


    Inzwischen kann ich ergänzend sagen, dass die Ärzte meinen, die erwähnten Beinschmerzen kämen vom Krebs und dass meine Mutter stärkere Schmerzmittel bekommen hat. Lediglich eine ambulante Chemotherapie ist bis jetzt genehmigt und meine Mutter kann laut Angaben meines Vaters nicht im Auto dorthin gefahren werden...

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    • RE: Pankreaskarzinom?


      Das sieht nach einem Ultraschall-KM (Bläschen) aus. Man tut sich wohl etwas schwer mit CT oder MRT, obwohl diese Verfahren die Pankreasregion besser darstellen (vermutlich aus finanziellen Erwägungen). Wenn man alles zusammen nimmt, was Sie berichten (Pleuraerguss? Rückenschmerzen, Druck im Bauch) könnte es um eine fortgeschrittene Erkrankung handeln. Möglicherweise hat man eine Leberläsion (Metastase) punktiert. Metastasen in der Leber sind typisch für Pankreaskarzinome. Im Prinzip haben Sie recht damit, dass man über die Leber schwer an das Pankreas kommt. Offenbar hat man mehr Informationen, als Sie hier berichten. Man empfiehlt eine Chemotherapie, die in der Tat ambulant durchgeführt werden kann und sollte (mit Gemcitabin). Das tut man nur bei fortgeschrittenen und/oder metastasierenden Tumoren. Ich denke, man sollte mit der Chemotherapie beginnen. Vielleicht bekommen Sie einen vernünftigen Bericht aus dem Krankenhaus oder Sie bemühen sich um einen Besprechungstermin beim Stationsarzt (natürlich zusammen mit Ihrer Mutter), damit die Informationslage etwas günstiger wird.

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      • RE: Pankreaskarzinom?


        Vielen Dank für Ihre doch recht schnelle Antwort. Gestern hat die nur teilambulante Chemotherapie begonnen. Für eine Besprechung mit dem Arzt habe ich nicht wirklich Zeit, da ich in der Woche an der Universität bin, 50 km entfernt, aber ich gehe auch so davon aus, dass man alles nötige für meine Mutter tut, und sie hat auch genug Menschen die sich direkter um sie kümmern.
        Heute mittag werde ich zu ihr fahren und mich genauer erkundigen.

        CT und MRT sind übrigens bereits im Herbst durchgeführt worden, jedoch ohne klaren Befund.

        Kann man an in der Leber gefundenen Tumorzellen erkennen, dass sie von der Bauchspeicheldrüse stammen?

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        • RE: Pankreaskarzinom?


          Sehr geehrte Herr Professor Wust,

          ich habe seit ca. 14 Tagen Schmerzen im rechten Oberbauch.Weitere Symptome sind
          nicht vorhanden. Von meinem Hausarzt wurde eine Ultraschalluntersuchung des
          Bauches , eine Magen-Darm-Spiegelung und eine Blutuntersuchung ohne Befund durchgeführt. Die Schmerzen bestehen aber weiterhin und sind sogar intensiver geworden. Mein Arzt meinte, dass die Schmerzen auch von der Wirbelsäule kommen könnten. Können diese Schmerzen auch auf ein Pankreaskarzinom deuten auch wenn andere Symptome fehlen? Welche Untersuchung sollte zur Abklärung der Beschwerden noch durchgeführt werden? Für eine baldige Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

          Mit freundlichen Grüßen
          Mirko Haberl

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