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Meningeom

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  • Meningeom

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

    war vor kurzem zu einer Routineuntersuchung beim Augenarzt. Dieser hat wegen Glaukom einen Gesichtsfeldtest gemacht, der nicht optimal ausfiel, meinte, da ich erst 39 Jahr ealt sei, sollte man einfach mal schauen, ob es da einen Grund gibt (etwa 100 v. 120 Punkten gesehen).

    Es wurde ein MRT gemacht und ein menigeom gefunden (1,5 cm x 1,5 cm groß). Im oberen Kopfbereich, mittig (wenn man das Gesicht anschaut und von der Seite etwas weiter vorn.

    Angeblich können die Ausfallerscheinungen, die man beim Geschichtsfeldtest gefunden hat dadurch nicht erklärt werden.

    Man rät mir nun zur Beobachtung (also MRT wieder nach 6 Monaten). Was raten Sie mir? Macht es Sinn das Menigeom schon jetzt mit gamma-Knife o.ä. versuchen zu entfernen? Oder soll man einfach warten, bi sman weiß wie schnell es wächst und demnächst noch größer ist. Es kann natürlich auch stoppen.

    Ich habe sonst bis jetzt keine weiteren Auffälligkeiten bemerkt (nur ein paar kurze Male ein Flimmern oder so etwas ähnliches im Auge).

    Ich wäre für eine kurze Antwort sehr dankbar.

    MFG thueringer


  • RE: Meningeom


    Die Standardtherapie eines Meningeoms ist zunächst die Operation, wenn sie unproblematisch durchführbar ist. Nur in kritischen Regionen kommen die anderen Verfahren (wie Gamma-Knife) zum Zuge (oder wenn Sie die Op partout ablehnen). Ein asymptomatisches (kleines) Meningeom kann beobachtet werden. Da Sie noch keine Information über das Wachstumsverhalten haben, scheint mir das (wait and see) durchaus sinnvoll. Es müssen dann die Kontrollen zeitgerecht durchgeführt werden.

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    • RE: Meningeom


      Danke Hr. Wust. Ist 1,5 cm x 1,5 cm klein? Ich habe ja keine Ahnung. Sind solche Operationen gefährlich? Eine Ärztin sagte, daß jeder Tumor im Kopf potenziell bösartig ist, wegen des Platzmangels. Können Sie das bestätigen? Sollte ich das Intervall für die nächste Untersuchung kleiner als 6 Monate gestalten, falls das Menigeom doch stärker wächst? Danke für Ihre Antwort im voraus.

      Kommentar


      • RE: Meningeom


        Das ist eine geringe Größe. Das Risiko einer Op hängt von Details ab. Sie sollten sich mal von einem Neurochirurgen beraten lassen. Sie können dann immer noch entscheiden, ob Sie zuwarten oder operieren lassen (oder Radiochirurgie erwägen). Im Prinzip erwartet man hier kein schnelles Wachstum. Daher halte ich das Kontrollintervall für vertretbar. Aber man wird es sicher etwas verkürzen, wenn Sie das wünschen (z.B. auf 3-4 Monate).

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        • RE: Meningeom


          Danke nochmals Herr Wust!!! Habe jetzt auch die genauen "Daten": 24 x 14 x 17 mm (Falxmeningeom). Man sagt, es wäre gutartig (wobei ich echt nicht weiß, wie man das so genau sagen kann). Aber gut.

          Werde es jetzt zunächst nach 3 Monaten wieder kontrollieren lassen.

          Ein freundlicher Gruß aus Thüringen

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          • RE: Meningeom


            Herr Prof. Wust:

            nochmal eine Frage, wenn erlaubt:

            Habe nun noch einen Befund in die Hand bekommen: man schreibt "enger Bezug zum Sinus" - ist dies ein Indiz, um eher früher zu operieren als später?

            Danke.

            thueringer

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            • RE: Meningeom


              Hallo,

              wollte nur kurz mitteilen: Bin operiert und es geht mir sehr gut! Es war höchste Zeit zu operieren. Alles war gutartig und ist rausoperiert. Das ist doch mal was.

              Danke nochmals Hr. Prof. Wust für Ihre Unterstützung!

              Gruß thueinger

              thueringer :
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              Herr Prof. Wust:

              nochmal eine Frage, wenn erlaubt:

              Habe nun noch einen Befund in die Hand bekommen: man schreibt "enger Bezug zum Sinus" - ist dies ein Indiz, um eher früher zu operieren als später?

              Danke.

              thueringer

              Kommentar