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Lymphknoten

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  • Lymphknoten

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

    ich drehe momentan durch vor Angst vor Krebs.
    Vor ca. 4 Monaten fand ich geschwollene Lymphknoten am Hals, versuchte das zu verdrängen und dachte mir nichts dabei. Dann wurde ich immer schlapper.

    Vor 5 Wochen etwa dann fühlte ich wieder diese Lymphknoten ging zum Arzt, bekam Antibiotika Doxy 100mg und der Arzt meinte es sehe nach einem Infekt aus. Ich ging dann noch zu einem anderen Arzt, der machte Blutbild und Ultraschall. Knoten sehen nach Infekt aus, Leber u. Milz unaufflällig, leichte Entzündung im Blut sonst alles top.
    Alles sprach für eine abgelaufene EBV-Infektion.

    Die Lymphknoten am Hals sind auch nur noch minimal vorhanden.
    Nun sind in meinem Bekanntenkreis mehrere Menschen an Krebs erkrankt, einer sogar sehr jung vor kurzem daran gestorben. Diese Angst frisst mich auf...Ständig fühle ich ob noch irgendwo Knoten sein könnten und nun hab ich einen Knubbel am HInterkopf schräg über dem rechten Ohr entdeckt. gibt es dort auch Lymphknoten ? warum schwellen die denn an ? Kann das ein Hirntumor sein ?

    Ich werde noch verrückt..
    vielen lieben Dank für Ihre Antwort.

  • RE: Lymphknoten


    Meiner Tochter (16) geht es auch so, seit ihr Bruder an Morbus Hodgkin erkrankt war. Ihre Lymphknoten reagieren auf jede Entzündung und am Anfang hatten wir immer Angst, es könnte mehr dahinter sein. Sogar der Arzt hat sämtliche Untersuchungen veranlasst. Jetzt sind wir schon "gelassener" - das Immunsystem reagiert eben sehr gut. Die Lymphknoten sind ja dazu da.
    Wenn im Bekanntenkreis jemand an Krebs stirbt, noch dazu ein junger Mensch, wird man nachdenklich. Wir haben das in den letzten Jahren einige Male wirklich hautnah erlebt, unserem Sohn geht es Gott-sei Dank wieder gut.
    Ich habe jetzt auch immer gleich Sorgen, wenn ein Familienmitglied Probleme hat. Ich versuch dann durchzuatmen und mir bewusst zu machen warum ich so in Panik bin. Ich spreche es auch beim Arzt an. Der erklärt mir dann die Dinge verständlicher und ich kann sie wieder einordnen und einen realistischeren Blick bekommen.
    Ich hoffe, meine Ausführungen haben dir ein wenig geholfen. Alles Gute und liebe Grüße!

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    • RE: Lymphknoten


      Hallo lore!
      Danke für deine liebe Antwort.
      Ich denke ein teil ist wirklich überreagiert, das weiss ich ja. Aber es ist halt so dass ich mir ständig etwas einbilde und irgendwann ist es dann auch da (oder ich denke dass es da ist?). Ich weiss es nicht.

      jetzt dieses Dingen am Hinterkopf. Das macht mich echt wahnsinnig..

      Lg

      Katja

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      • RE: Lymphknoten


        Geschwollene Lymphknoten im Rahmen von Infektionen sind nicht ungewöhnlich. Bei einigen können LK sogar auf Dauer tastbar sein. Solange diese unter 1 cm Ausdehnung liegen, ist es vollkommen unbedenklich. Nun gibt es einige bösartige Lymphknotenerkrankungen (z.B. Hodgkinsche Erkrankung), die auch Jüngere bekommen können (die im übrigen relativ gut behandelbar sind mit Heilungsraten von über 80 %). Zu diesen (bösartigen) Erkrankungen gehört ein relativ schnelles und kontinuierliches Wachstum der LK auf Größen deutlich über 1 cm. Die Knoten sind typischerweise schmerzlos (indolent) und derb. Dann und nur dann besteht Verdacht und muss eine Biopsie erfolgen. Ein solcher Verlauf ist jedoch deutlich zu unterscheiden von Ihren Beschwerden. Sie sollten mal die Sache vergessen und wieder ein natürliches Verhältnis zu Ihrem Körper bekommen. Natürlich kann letztlich jeder von uns mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit krank werden. Aber wir können nicht jeden Tag die Angst mit uns herumtragen.

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