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Exculc Mammaca, nochmal/Prof W

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  • Exculc Mammaca, nochmal/Prof W

    Lieber Prof Wust,

    meine Mutter liegt inzwischen nach Apoplex 13.7., Erblindung, linkkss Lähmung im Pflegeheim, Brust Op wg exulc mamma Ca wurde abgesagt, sie bekommt Aromasin 25.

    Thorax, CCT Metastasenfrei, weitere Diagnostik ( Knochen) leider nicht durchgeführt, da der Apoplex alle Pläne umwarf. Fall Knochenmetas - wie äußern sie sich - siedelt es immer ab ins Skelett?

    Sie hat ein histologisch aus der Biopsie festgestelltes ductal invasives Mamma Ca,
    G 2, NOS ( ??Was heißt das?) , mäßig differenziert, ICD 10 C50.9 M8500/3
    B-Kategorie :5 b (???)
    Östrogen Rezeptor 12, Prog 3 ( macht da Aromatase Sinn - ich las irgendwo, daß allein ansprechende Östrogen Rez nicht so den Erfolg bringen ), 15 % proliferationsaktive Tumorzellkerne und einen CA 15-3 Wert von horrenden 98.7

    Was meinen Sie anhand dieser Daten zur Prognose? Der CA 15-3 ist vermutlich noch so hoch, weil der Tumor ja immer noch an Ort und Stelle sitzt - oder läßt er Rückschlüsse zu, daß es irgendwo metastasiert hat? CEA ist im Normbereich.

    Es wurde, auch anhand des Alters ( 87) und reduz Allg frühestens in 6 Wochen Vorstellung beim Gynäkologen wg evt Op Termins empfohlen, aber vermutlich eher nicht operieren - aber: was passiert dann, wenn man alles so wachsen lassen muß, wie es wächst???

    herzliche Grüße

    Dorle Schans

  • RE: Exculc Mammaca, nochmal/Prof W


    Unter Berücksichtigung des Alters, des Allgemeinzustands und des hohen Östrogenrezeptorstatus scheint mir die Gabe eines Aromatasehemmers durchaus sinnvoll. Dieser avanciert zunehmend zum Mittel der ersten Wahl (sonst wäre Tamoxifen das erste Mittel gewesen). Vermutlich kann man damit das Wachstum aufhalten oder sogar langsam zur Rückbildung bringen. Auch eventuelle Metastasen würden da ansprechen. Eine Überdiagnostik erscheint mir nicht angebracht. Sie hätte keine therapeutischen Konsequenzen – oder wollen Sie, dass eine Chemotherapie bei Ihrer Mutter durchgeführt wird? Bei Ansprechen auf die Hormontherapie (im hohen Alter) kann man das Tumorleiden vermutlich eine ganze Weile unter Konrolle halten, so dass möglicherweise der Apoplex das größere Problem darstellt. NOS heisst übrigens: not otherwise specified.

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