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PAP4 - Gebärmutterentfernung?

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  • PAP4 - Gebärmutterentfernung?

    Hallo , ich habe einen HPV-Virus bzw. den Befund PAP4 - ein Arzt rät mir, die Gebärmutter zu entfernen, der andere zu einer Konisation. Bin jetzt hin und her gerissen - kann mir jemand einen Rat geben, bzw. wer hat eine Gebärmutterentfernung schon hinter sich?
    Gruß Regina


  • RE: PAP4 - Gebärmutterentfernung?


    hallo Regina,
    ja ich, ich habe eine Hysterektomie - also Gebärmutterentfernung - hinter mir. Ich hatte solche Angst. Habe meinen Garten und mein Haus so hinterlassen, als käme ich nie mehr nach Hause. War 49 Jahre alt und noch n i e in einem krankenhaus außer bei der Geburt meines Kindes. Aber - was mich dann da erwartete, war eine Entfernung der GB mit Bauchschnitt. Ich hatte ein "kindskopfgroßes Myom", welches man auf vaginalem Wege nicht mehr entfernen konnte.
    Ich hatte natürlich Riesenangst, aber als ich einmal in meinem Bett war, wollte ich auch endlich alles hinter mich bringen. Die Beruhigungstablette habe ich heute noch in meinem Toilettenbeutel. Es war irgendein Nervenberuhigungsmittel,was ich aber nicht nahm, weil ich es garnicht brauchte. Ich scherzte noch bis in den OP. Vielleicht - so würde ich heute sagen - Galgenhumor. Ich kannte mich nicht mehr wieder, da ich ja ein ausgesprochener Angsthase bin, was Krankheiten angeht.
    Nach der OP - als ich erwachte - tat mir schon der Bauch weh, so als hätte jemand kräftig darin rumgebohrt, aber es war zum Aushalten. Es waren keine unerträglichen Schmerzen. Ich bekam auch ein Schmerzmittel über die Vene. Am anderen Morgen wurde ich noch im Bett gewaschen, aber einen Tag später mußte ich mich selbst im Bad zurechtmachen. Kreislauf - na ja, ein bischen wackelig, aber es ging. Am 2. TAG nach der OP stand ich morgens unter der Dusche und wusch sogar meine Haare. Ob das nun verboten war oder nicht, ich weiß es nicht. Duschen sollte ich. Und Haare habe ich dann auch gewaschen. Mich fein angezogen und meinen Besuch erwartet. Ich bekam allerdings keinen Besuch außer meiner Familie, weil ich - jeden Besuch abbestellt hatt - und zwar vorher. Ich dachte, da liegst du nun elend - vor Schmerzen stöhnend - und so sollte mich niemand sehen. Pustekuchen, war gott sei dank anders. Mir ging es super und ich bedauerte, daß mich nicht noch mehr Leute besuchten. Ich maschierte täglich im Krankenhaus hin und her und schaute mir alles an. 10 Tage war ich dort. ich hatte das Gefühl als sei ich in KUR. Keine Probleme, aber auch wirklich garkeine. Es gab schönes Essen, ich las und telefonierte - alles in allem es war s u p e r .. Das ist jetzt tatsächlich nicht übertrieben!!!!!!!!!
    ich weiß, dass man vorher riesige Angst hat und die kann wohl keiner einem nehmen. Aber es ist wirklich so.
    Eine Bekannte von mir hatte einige Wochen später die gleiche OP. Sie glaubte es mir nicht und zitterte am Abend vorher wie verrückt. Erst später, als ich sie traf, nahm sie mich bei einer Beerdigung beim Arm und flüsterte: Du hast recht gehabt, es war ein Klacks!"
    So nun wünsche ich Ihnen viel viel Glück und ich meine es ernst: Man braucht keine Angst zu haben.
    Natürlich ist jede OP irgenwie ein Risiko. Aber dann dürften Sie auch nicht mehr über die Straße zum nächsten Supermarkt Bananen kaufen!!!!
    Liebe Grüße
    Leni

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    • RE: PAP4 - Gebärmutterentfernung?


      noch was:
      Da ich selbständig war,saß ich nach meiner OP am 12. Tag wieder am Schreibtisch und arbeitete.
      Wäre ich als Briefträger tätig gewesen, hätte ich das sicher nicht gemacht. Man sollte sich auch - wenn man berufstätig ist - krankschreiben lassen.
      Möchte das nur erwähnen um zu beweisen, dass es mir richtig gut ging.
      Aber aufpassen und nichsts schweres heben - mindestens ein halbes Jahr lang.

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