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Speiseröhrenkrebs Frage an Dr. Wust

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  • Speiseröhrenkrebs Frage an Dr. Wust

    Sehr geehrter Dr. Wust,

    vor 2 Tagen wurde bei meinem Vater Speiseröhrenkrebs festgestellt. Die Ärzte im Detmolder Klinikum sagen dass es keine Chance für eine OP gibt, da der Tumor schon in die Lymphen gestreut hat. Sie versuchen es jetzt mit einer Chemotherapie. Was ist der Unterschied zwischen Strahlen- und Chemotherapie, bzw. ist es das Gleiche? Welche Methode ist für meinen Vater am angenehmsten? Es ist uns sehr wichtig dass er nicht leidet!!! Ihm wurde auch ein Schlauch in den Magen gelegt damit er sich selber Nahrung zuführen kann. Die Speiseröhre ist sehr stark angeschwollen.
    Ich hoffe Siekönnen mir ein par wertvolle Tipps geben!?
    MfG

  • RE: Speiseröhrenkrebs Frage an Dr. Wust


    Bei einem lokalisierten Befall wäre eigentlich die Radiochemotherapie die wirksamste Behandlung, die zu den längsten Überlebenszeiten führt. Allerdings könnte der Befall schon weiter ausgedehnt sein oder die Lokalisation sehr ungünstig, so dass man nur eine Chemotherapie durchführen will. Bei der Chemotherapie werden zytostatische Medikamente gegeben - sie wirkt überall im Körper. Die Verträglichkeit hängt von der Dosierung und den eingesetzten Substanzen ab. Die Radiotherapie ist eine lokale Therapie und daher oft (bei entsprechender Planung) recht gut verträglich. Was hier am besten ist, kann ich wirklich nicht sagen - da müsste man die Einzelheiten kennen. Leiden würde Ihr Vater natürlich auch (und insbesondere) bei einem unkontrollierten Wachstum des Tumors. Daher würde ich erst einmal mit einer Therapie beginnen. Leider ist die Prognose des Ö-sophaguskarzinoms nicht gut, so dass der Tumor irgendwann die Oberhand bekommt.

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