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große Lebermetastasen

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  • große Lebermetastasen

    Hallo,

    ich muß nochmal wegen der Lebermetastasen meiner Mutter nachfragen, weil mir das keine Ruhe lässt.

    Fakt ist sie hat ein Neuroendokrines Karzinom (Karzinoid) am Dünndarm und diffuse Lebermetastasen, die teilweise die größe einer Apfelsine haben.

    Die Ärzte sind sich scheinbar alle nicht einig. Der eine will den Primärtumor operieren, der andere nicht. Der eine will eine Chemo, andere wieder nicht. Die Ärztin, die die CT gemacht hat hat damals gesagt kleine Metastasen, kleine Chemo. Jetzt sind die Metastans plötzlich groß.... kann so ein CT unterschiedlich gedeutet werden???

    Im Moment ist es so, daß sie weder operiert wird, noch eine Chemo bekommt.

    Meiner Mutter geht es, mal abgesehen von der psych. Belastung sehr gut. Sie hat keine körperlichen Beschwerden und das verstehe ich nicht. Ich freue mich natürlich sehr darüber nur fange ich immer wieder an zu grübeln, wie es einem Menschen mit so einer schweren Lebererkrankung noch gut gehen kann. Besteht vielleicht noch ein Funke Hoffnung, daß doch alles nicht so schlimm ist wie es im MOment aussieht.

    Hat jemand von Ihnen/Euch eine Erklärung?

    Gruß, TinaW.


  • RE: große Lebermetastasen


    hallo tinaw.,
    eine ct kannunterschiedlich gedeutet werden (ich spreche aus erfahrung). bei meiner mutter wurde im dez.04 eine ct gemacht (diagnose 5 lebermetastasen bei einem primärtumor im darm), der 2. radiologe hat gemeint es wären nur blutschwämme..... als wir den 1. radiologen mit der diagnose des 2. radiologen konfrontiert haben, revidierte er seine meinung und gab zu "einen fehler bzgl. der diagnose gemacht zu haben...es sind wohl doch keine metastasen! was meine mutter und ich aber die ganzen wochen durch gemacht haben, danach frägt keiner.
    ihr wurde dann auch bei der entfernung des primärtumors ein port zur chemo eingepflanzt, den sie jetzt ja gar nicht benötigt. soviel zu den unterschiedlichen diagnosen der ärzte. seid hartnäckig deine mutter und du und hinterfragt alles. konfrontiert die ärzte untereinander mit deren unterschiedlichen meinungen - mein tip und allles gute

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    • RE: große Lebermetastasen


      Es kann schnell gehen auch wenn es ihr im Moment gut geht, war bei meiner Oma genauso, ihr ging es lange gut.
      Aber mit Chemotherapie kann man vieles noch herauszögern.
      Ich wünsche deiner Mutter alles gute und Viel Kraft

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      • RE: große Lebermetastasen


        Hallo TinaW.,
        leider kann ich Dir auch nicht viel Positives berichten, denn auch bei meiner Mutter, bei der 3 Jahre nach der Darmkrebserkrankung zunächst ganz kleine Lebermetastasen festgestellt wurden, die stetig wuchsen, haben wir zunächst auch nicht glauben wollen, dass sie so krank ist: gute Appetit, lange Spaziergänge etc. - doch das Brutale und Tückische an Lebermetastasen ist, dass man sie sich erst im weit fortgeschrittenen Stadium bemerkbar machen, dann aber mit einem solchen, spontanen Einruch, dass man es kaum glauben möchte: bei meiner Mutti war es passenderweise eine Woche vor Weihnachten. Und all das, obwohl sie in Behandlung ist (Chemo etc.). Dieser Einbruch ist wie eine Lawine - innerhalb weniger Tage ist alles anders und das ohne Hoffnung auf erneute deutliche Besserung: meine Mutti hat innerhalb von 7 Wochen 15kg abgenommen, kein Appetit mehr, nur noch Brechreiz, Schmerzen überall (jetzt durch Morphium abgedämpft) - bettlägrig und ein Pflegefall. Die Ärzte geben ihr noch wenige Wochen, max. Monate. Ich schreibe dies als selbst Betroffener, der derzeit völlig fertig ist und sehr damit zu kämpfen hat. Ich weiß, das ist alles andere als ein Trost , aber ich will Dir keine Illusionen machen. Was aber wirklich der einzige "Lichtblick" ist, ist eine Chemo - je früher desto besser, um das Wachstum aufzuhalten, denn ab einem gewissen Zeitpunkt kann das Ruder nicht mehr herumgerissen werden. Es gibt neuere, sehr effektive Chemos für Lebermetastasen: Irinotecan oder Oxaliplatin. Da kann man z.T. sogar mehrere Jahre rausholen - bei meiner Mutter wurde auf ihren Wunsch hin mit der Tablettenchemo Xeloda begonnen - leider die Falsche Entscheidung, denn damit wurde das Wachstum nicht entscheidend gebremst. Sie kriegt nun Irinotecan, jedoch wohl leider zu spät. Ich selbst war bisher ein absoulter Gegner von Chemos, weil sie das Immunsystem im Körper sehr stark in Mitleidenschaft ziehen und auch gesunde Zellen angreifen. In diesem Stadium aber sind die genannten Präparate meiner Kenntnis nach wirklich effektiv was Lebensverlängerung bertrifft.
        Ich wünsche Euch von Herzen viel Kraft - genießt die Zeit, in der es Deiner Mutter noch so gut geht, so gut und intensiv wie möglich. Ich selbst bin bei dem Leiden, das ich jetzt sehe, nur noch traurig...

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        • RE: große Lebermetastasen


          TinaW.: als Nachtrag: natürlich solltet Ihr nur dann auf diese Chemos bestehen, wenn die Metastasen wachsen. In ganz seltenen Fällen hab ich davon gehört, dass sich diese auch einkapseln und damit das Wachstum aufhört. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit wohl einem Wunder gleichzusetzen. Vielleicht wollen die Ärzte nur abwarten, ob die Metastasen wachsen - bei meiner Mutter z.B. wurde die ersten 2 Monate (August und September 2004) trotz kleiner Metastasen auf eine Chemo verzichtet, da noch kein erhebliches Wachstum feststellbar war. Dann Oktober/November bis Mitte Dezember Xeloda Tablettenchemo mit nur begrenztem Erfolg - dann meinte der Onkologe, meine Mutter könnte über Weihnachten eine Chemo-Pause "geschenkt" bekommen und wir freuten uns alle sehr darüber. Doch in dieser Pause verschlechterte sich ihr Zustand schlagartig wie beschrieben. Seit der Behandlung mit Irinotecan hat sich ihr Zustand etwas stabilisiert, aber auf einem Niveau, das sehr deprimierend ist und mit der genannten Prognose...

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          • RE: große Lebermetastasen


            An Breiungshalle gerichtet
            Außer Schmerztherapie und Medikamente gegen Übelkeit wird derzeit nichts unternommen. Der Bauch gleicht einer Schwangeren im 5.Monat. Hatte deine Mutter auch diese Anzeichen und wie war der Verlauf. Es stellt sich bei uns die Frage. Redet man mit den Kindern?

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