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LITT bei Lebermetas.???

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  • LITT bei Lebermetas.???

    Bei meiner Mutter wurde vor einem knappen Jahr Dermkrebs festgestellt und op., vor 6 Monaten traten Lebermetas auf,die Chemo mit Oxaldiplatin bringt wohl nur wenig ERfolg. Jetzt habe ich von einer"Krebskollegin" meiner Mutter gehört,dass sie sich an der Uni FFM einer LITT unterziehen will. Hab im Netz gestöbert und finde,das hört sich ganz gut an. Was halten Sie davon?Wer hat sonst noch Erfahrung damit gemacht? "Zahlen-und Größenmäßig" (was die Metastasen betrifft)würde meine Ma wohl dafür in Frage kommen und sie" erfreut sich auch sonst guter Gesundheit",d.h. sie ist noch(!!) fit und "jung"(60). Bin für jede Antwort dankbar !


  • RE: LITT bei Lebermetas.???


    Hallo Babs!
    Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die Entfernung von Lebermetastasen mittels herkömmlicher Operation oder LITT immer erste Wahl sein sollte, solange eine Operation je nach Lage und Ausdehnung der Metastasen noch möglich ist und es der Allgemeinzustand des Patienten zulässt. Deine Mutter scheint recht fit zu sein, sodass eigentlich nichts gegen eine Operation sprechen würde. Mich wundert etwas, dass nicht unmittelbar nach der Entdeckung der Metastasen sogleich eine Op. in Erwägung gezogen wurde. Man sollte nach meiner Auffassung nicht zuviel Zeit verschwenden und die Chance einer Op nutzen. Die Erfolge bei der Metastasenchirurgie sind beachtlich. Ob Metastasen auf der Leber (oder anderswo) nachwachsen, kann man vorher zwar nie genau sagen, wenngleich man leider davon ausgehen muss, dass die Wahrscheinlichkeit recht gross ist, aber man sollte die lebensverlängernde Chance jedenfalls nützen. Die ( palliative) Chemo allein wäre mir zu wenig. Eine gute Lösung wäre, wenn Du mit der Krankenakte Deiner Mutter und den CT-Bildern von der Leber bei einem erfahrenen Transplantationschirurgen einer Uniklinik vorsprichst. Eine Doppelstrategie bestehend aus Chemo und Op. könnte möglicherweise von grossem Nutzen sein.
    Alles Gute
    Hans-Jürgen

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    • RE: LITT bei Lebermetas.???


      Die interstitielle Radiotherapie (Afterloading, sog. Radioablation) ist inzwischen eine ernste Konkurrenz zur LITT, da sie hocheffektiv, flexibler und auch bei schwierigeren Fällen noch einsetzbar ist (diese wird in der Charité, Prof. Ricke, durchgeführt). Die Operation von Metastasen muss natürlich vorher diskutiert werden. Derzeit ist die Op Standard (wenn sie überhaupt möglich ist). Aber die anderen Verfahren sind möglicherweise gleichwertig (eine Studie gibt es allerdings nicht dazu und diese wird schlecht durchführbar sein) und natürlich im Vergleich zu einer Leberteilresektion deutlich weniger belastend.

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