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Fortgeschrittene Lebermetastasen

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  • Fortgeschrittene Lebermetastasen

    Bei meiner Mutter, 67 Jahre, wurden nach OP eines Kolon-Karzinoms in 12/01 im August letzten Jahres Lebermetastasen festgestellt. Diese haben sich mittlerweile - trotz Oraler Chemotherapie (Xeloda) von 09-11/04 deutlich erhöht. Mittlerweile sind Metastasen in den Knochen und über beiden Lungen eine diffuse Metasierung bzw. Lymphangiosis diagnostiziert.
    Nachdem meine Mutter Ende des Jahres innerhalb weniger Tage massiv abgebaut hat, war sie für 2 Wochen im Krankenhaus, wo die genannten Ergebnisse erzielt wurden. Nun wird sie nun mit 5-FU und Irinotecan behandelt (Vanhoefer), allerdings zeigt sie seit einer Woche absolute Appetitlosigkleit mit ständigem Brechreiz. Trotz dieser Indikation wurde sie aus dem Krankenhaus nach Hause entlassen, wo sie aber auch nichts mehr isst und wenn dann alles wieder bricht. So geht es nun seit einer Woche.
    Wir haben schon alles versucht, aber sie nimmt weder Essen, noch Astronautennahrung zu sich, ist mittlerweile bettlägrig und wird von Tag zu Tag schwächer. Macht es unter diesen Voraussetzungen Sinn, die Chemo weiterzuführen? Ich habe Angst, dass sie diese zusätzlichen Belastungen nicht überlebt!
    Wie kann ich meine Mutter überhaupt noch ernähren? Ich befürchte, dass sie verhungert! Bitte um Hilfe!!!
    Mir ist die Prognose sehr bewusst, nur kann es sein, dass für meine Mutter die lebensverlängernden Chemo-Maßnahmen zu spät kommen? Ich bin völlig hilflos!


  • RE: Fortgeschrittene Lebermetastasen


    Ihre Mutter hat Metastasen nicht nur in der Leber, die unter einer Chemotherapie progredient sind, sondern auch Metastasen in Lung und Knochen. Das sind leider sehr ungünstige prognostische Faktoren. Auch jetzt scheint das Ansprechen unter Irinotecan nicht gut und die Verträglichkeit schlecht zu sein. Wenn Ihre Mutter jetzt zu wenig zu sich nimmt, müsste etwas geschehen, damit Sie das überlebt. Das würde z.B. mit Ernährung über die Vene (parenteral) oder ev. auch über eine PEG (Schlauch in den Magen) geschehen, wozu eine stationäre Einweisung notwendig wäre. Die Frage ist, ob man damit noch einmal das Ruder herumreißen kann und dann den Weg für eine weitere Chemotherapie bereitet. Das kann ich aus der Ferne nicht beurteilen und das benötigt einiges Fingerspitzengefühl. Im anderen Fall führt diese Aktion nur zu sehr viel Aufregung und wird höchstens vorübergehend (wennn überhaupt) helfen. Das muss man abwägen. Unter Umständen könnte es humaner sein, die Mutter in Ruhe sterben zu lassen. Aber das müssen Sie in Absprache mit Ihrer Mutter und dem behandelnden Arzt entscheiden. Leider hilft Ihnen das nicht wirklich weiter, aber mehr kann ich aus der Ferne nicht sagen.

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