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  • Übersetzung

    Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser,

    Könnten Sie mir bitte den unten genannten Text für mich als Laien verständlich machen?

    Vielen Dank
    Herzliche Grüße
    Susanne Dostal

    In erster Linie dringender V.A. max 7,5 cm durchmessende metastasenverdächtige Raumforderung im linken Leberlappen. In erster Linie ist hier an Adenocarzinom des Gastrointestinaltraktes DD bronchogener Ursache zu denken.
    Die Verdachtsdiagnose wird durch das multiple Auftreten kleinerer Streuherde gestützt. Eine CCC (?????) erscheint bei fehlender Retraktion der Tumoroberfläche kein typischer Befund. Ein HCC (????) ist prinzipiell nicht auszuschließen. Thrombosierungen des portalvenösen Systemes wie häufig beobachtet können jedoch hier nicht abgegrenzt werden. Infolge der diffusen zentralen KM Aufnahme in der portovenösen Phase erscheint ein Abszessgeschehen im Hinblick auf die durchgeführte OP an der Appendix nicht wahrscheinlich. Eine Lyphomerkrankung ist bei deutlicher Inhomogenität des Befundes differentialdiagnostisch ebenfalls hinten anzustellen. Ein Pankreastumor (????) ist bei vollkommen unauffälliger Bildgebung des Organes a priore auszuschließen (???????).

    Letzendlich ist eine histologische stanzbioptische Dignitätsabklärung des Leberläsion bei fehlendem Primärtumornachweis nicht umgehbar.


  • RE: Übersetzung


    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

    ich bitte vielmals um Entschuldigung.

    Der Beitrag ist für Sie. Bin immer noch ziemlich aufgewühlt von dieser Sache, die mich im Moment noch nicht losläßt.
    Es gehört zu meiner Trauerbewätigung.

    Vielen Dank

    Susanne Dostal

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    • RE: Übersetzung


      Dringender Verdacht auf eine (oder mehrere?) Leber-Metastasen! Wo der ursprüngliche Tumor sitzt, ist anscheinend nicht klar - vermutlich im Verdauungstrakt oder aber in den Bronchien.

      Ein Tumor der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sei "a priori" (von vorneherein) auszuschließen, da diese auf dem Bild völlig normal aussieht.

      Zur genaueren Diagnose, was nun mit der Leber los ist, wird eine Leberbiopsie für notwendig erachtet. Dabei wird etwas krankhaft verändertes Gewebe aus der Leber entnommen und anschließend untersucht.

      So viel in Kürze
      Platon

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      • RE: Übersetzung


        Es werden 2 Differentialdiagnosen diskutiert. CCC heisst cholangiocelluläres Karzinom (von den Gallenwegen ausgehend). HCC heisst hepatozelluläres Karzinom (in der Leber entstanden). Man meint, dass es in erster Linie eine Metastase eines Adenokarzinoms ist (das ist oft ein kolorektales Karzinom - da sollte man zuerst suchen). Pankreas ist unauffällig, also wird es vermutlich kein Pankreaskarzinom sein.

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        • Fragen tun sich mir auf


          Guten Morgen Herr Prof. Wust,

          vielen Dank für die Übersetzung.
          Darf ich Ihnen noch ein paar Fragen stellen?

          1.) was heißt "kolorektal"?

          2.) was ist eine Laparoskopie?

          3.) Die Übersetzung ist der letzte Untersuchungsbericht Ende Mai 2002 meines Vaters gewesen. (mein Vater starb Ende Juli 2004 an Darmkrebs) Danach fehlen mir 4! Monate, in denen es keine Untersuchngen gab. Es wurde vorher eine Sonografie des Abdomens, Spiral-CT des Oberbauchs/Leber gemacht. Er klagte über heftige Bauchschmerzen. Niemand ist aber zu diesem Zeitpunkt auf die Idee gekommen, eine Magen oder Darmspiegelung zu machen. Im Oktober 2002 war er dann bereits im Stadium IV und wurde gleich operiert.
          Ich haben hier noch einen Kumulativbefund mit den Ergebnissen. Der AP-Wert liegt hier bei 206++, und die Blutsenkung 1 h mm liegt bei 86 mit Tendenz steigend.

          Was können Sie hieraus lesen?

          Herzliche Grüße und vielen Dank

          Susanne Dostal

          Ich suche keinen Sündenbock, bin aber der Meinung, das hier zuviel kostbare Zeit ins Land gegangen ist.

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          • RE: Übersetzung


            Guten Morgen platon,

            vielen Dank für die Info.
            Hab dazu noch mehrere Fragen (siehe oben).

            Grüße und Danke
            Susanne

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            • RE: Fragen tun sich mir auf


              Kolorektal ist der Oberbegriff für Rektum- oder Kolonkarzinom (also Dickdarm). Eine Laparoskopie ist eine Spiegeluntersuchung der Bauchhöhle. Die 3. Frage verstehe ich nicht ganz. Es wurde 5/02 ein metastasierendes (also inkurables) Tumorleiden gefunden. Da muss doch mit einer Therapie begonnen worden sein (Chemotherapie?). Wenn Ihr Vater noch über 2 weitere Jahre gelebt hat (bis 7/04), können die Maßnahmen nicht ganz verkehrt gewesen sein.

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