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an hans-jürgen u. attraktive

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  • an hans-jürgen u. attraktive

    Lieber Hans-Jürgen,liebe Susanne, ich wende mich an euch,weil Ihr immer so aufmunternde Worte-z.b. für Jelly-habt.Susanne,ich habe vor einigen Wochen deine Zeilen zum Tod deines Vaters gelesen und dabei Rotz und Wasser geheult, weil er noch so jung war und weil mir wohl ähnliches bevorsteht . Allein der Gedanke daran macht mich wahnsinnig!. Bei meiner Mutter-demnächst 60-wurde vor 6 Monaten Darmkrebs festgestellt,es folgte op,Chemo während der jedoch leider Lebermetas entstanden,welche ihrerseits operativ entfernt werden konnten,obwohl es schon mehrere waren.Meine Ma hat sich super erholt(sie ist super fit und "gesund" und es fällt einem wirklich schwer zu glauben,dass sie Krebs haben soll).Nach der op war Tumormrker gut gefallen,ist aber nun-6 Wochen später- schon wieder über 1000!!! Es soll nun eine neue Chemo folgen.Der Onkologe macht aber wenig Hoffnung....
    Ihr schreibt beide,dass gut Ärzte so wichtig sind.Ma hatte einen super Chirurgen( auch menschlich),der Onkologe ist weniger unser Fall,er hat eher so die Mentalität:eilt alles nicht. Mag ja sein,dass es ohnehin alles nichts mehr hilft,aber etwas mehr"Eile" täte meiner Mutter (und mir)psychologisch gut.Ist von Euch zufällig jemand aus München(Raum Nürnber ginge auch noch) und kennt da einen guten Onkologen?
    Was habt Ihr für Erfahrungen,wann machen die Metas Probleme,d.h. wann wird sich der Krebs bei meiner MUtter körperlich spürbar machen,worauf müssen wir uns zeitlich einstellen?
    DAnke fürs Lesen! Barbara


  • RE: an hans-jürgen u. attraktive


    Hallo Barbara!
    Wie gesagt, ich bin zwar kein Arzt, ich möchte aber zur Krankengeschichte Deiner Ma etwas sagen. Du schreibst, dass während der Chemo Metastasen auf der Leber gewachsen sind. Lediglich sicherheitshalber mache ich darauf aufmerksam, dass Deine Mutter offensichtlich auf diese Chemo nicht angesprochen hat und der Einsatz dieses Chemomedikaments möglicherweise nichts gebracht hat. Wenn also neuerlich eine Chemo eingesetzt werden soll, dann frage den Arzt, ob das Medikament gewechselt wird bzw. welches vor der Leberoperation gegeben wurde und welches jetzt gegeben werden soll. Interessant wäre auch zu wissen, ob eine Chemo deshalb eingesetzt werden soll, weil der Tumormarker gestiegen ist, oder weil bereits neue Metastasen aufgetreten sind. Vielleicht kannst Du uns das mitteilen.
    Zu Deiner Frage: Die Metastasen bei meiner Mutter (zuerst auf der Leber, dann auf der Lunge) haben sich überhaupt nie bemerkbar gemacht, weder im täglichen Leben noch sonst wie. Meine Mum wird seit Entdeckung der Krebserkrankung engmaschig (alle 3 Monate) kontrolliert, sodass bisher immer rechtzeitig reagiert werden konnte. Derzeit ist Mum tumor-und metastasenfrei.
    Zu Deiner weiteren Frage wegen einem Arzt in München: Ich komme aus Österreich, hab aber mal mit einem münchner Onkologen per email korrespondiert, der über die Behandlung des Darmca einen ausführlichen wissenschaftlichen Aufsatz geschrieben hat. Er heisst Dr. Florian Lordick. Ich glaube, dass er sich in diesem Bereich ziemlich gut auskennt.
    Alles Gute für Dich und Deine Mutter.
    Hans-Jürgen

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    • RE: an hans-jürgen u. attraktive


      Liebe Barbara,

      erst mal, laß dich ganz arg drücken. Ich fühle mit dir.

      Zu deinen Fragen: Mein Vater hatte sich im Mai einer radikalen OP unterzogen, wobei der bereits durchbrechende Tumor an der Bauchdecke, sowie die an der Leber sitzende Metastase (7cm) entfernt wurden.
      Danach mußten wir warten, bis die Wunde komplett verheilt war, vorher konnten wir keine Chemo machen. Dies wurde uns zum Verhängnis. Innerhalb 5 Wochen bildeten sich wieder kleine Metastasen (Bauchraum) und wieder ein tennisballgroßer Tumor an der gleichen Stelle. Leider konnten wir keine Nachsorge machen und wenn hier nichts geschieht, "explodiert" dann die Sache. Da die Metastasen sich im Bauchraum und am Darm bildeten, ging die Sache dann im Bauch voran. Mein Vater litt an heftigen Rückschmerzen (stahlte von vorne nach hinten), die mehr als heftig waren. Appetittlosigkeit aufgrund des immer wiederkehrenden - drohenden - Daremverschlusses. Wir merkten, dass sein Bauch immer härter wurde und der Darm von unten rauf langsam zumachte. Dies hatte zur Folge, dass er nichts mehr essen konnte und immer wieder spucken mußte. Leider ging auch hinten durch den Darm nichts mehr raus, nicht mal mehr mit Zäpfchen, das war das erste Anzeichen. Zum Glück, ging diese Tortur nur 1 Woche und er ist dann friedlich eingeschlafen. Sein Leben war nicht mehr lebenswürdig und ich frage mich heute noch, was ich ihm wohl geantwortet hätte, wenn er mich gerfragt hätte, was mit ihm los sei. Ich hätte damals nicht den Mut gehabt. Für mich war es immer wieder beruhigend zu wissen, dass er keine Schmerzen hatte. Das ist das allerwichtigste. Wir konnten nur noch für ihn da sein, aber das war für ihn schon sehr viel und das taten wir gerne.
      2 Wochen vor seinem Tod, suchte ich nochmals das Gespräch mit dem Onkologen wegen einer Oxiplatin-TablettenTherapie (Rat Hr. Dr. Hennesser), welche er mir auch gleich zustimmte. Mein Vater Griff nach jedem Strohhalm.
      Es kam aber nicht mehr zu dieser Chemo. Zum Glück, muß ich heute sagen. Die Chemo ist die Hölle.
      Wir mußten alle mit ansehen, wie es die Venen zerfraß und meinen vater auch geistig zerstörte. Es hätte wahrscheinlich alles nur noch hinausgezögert werden können. Bin ich froh, dass wir ihn damit nicht mehr quälen mußten. Wir mußten lernen loszulassen. Wir waren bei seinem Tod dabei und das kann ich dir nur raten. Laß dir ein Bett ins Zimmer stellen und sei bei ihr. Heute frage ich mich, ob ich nicht noch mehr hätte tun können. Aber wir hatten einen sehr sehr guten Onkologen. Ein hervorragender Arzt. Ich bin hier aus Ulm.
      Er heißt Dr. Hansi, Wengengasse, Ulm. Er ist auch ans Tumorzentrum in Ulm angeschlossen. Er hat uns mehr als geholfen. Der ist mehr als fähig.(ich glaube auch einer von 8 besten Onkologen in Deutschland).

      Ja, ich kenne das Gefühl, wenn einem die Zeit überholt. Sei da bitte sehr energisch und setze deine Forderungen durch. Lass dir einen früheren Termin geben, hier geht es um einen Menschen, der dir sehr nahe steht. Kämpfe.

      Falls ich dir noch weiter helfen kann, dann schreib mir, bin immer für dich da.

      Nein, überwunden habe ich es noch nicht, das werde ich auch nie. E ist mehr als schwer. Und ich glaube, dass es nur Menschen verstehen können, die das gleiche mitgemacht haben.

      Gang ganz liebe Grüße
      Susanne Dostal

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      • Tumorzentrum München


        Liebe Barbara,

        in München gibt es doch auch ein Tumorzentrum, oder?

        Liebe Grüße
        Susanne

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        • RE: an hans-jürgen u. attraktive


          Liebe Susanne,lieber Hans-Jürgen,,
          vielen Dank für Eure lieben Antworten! Ich versuche natürlich im Moment zu hoffen,dass es bei uns so gut läuft,wie bei Hans-J.,wohlwissend,dass das nicht besonders wahrscheinlich ist.Du scheribst,Deine Mutter ist im Moment Tumor und Meta. frei-aber bei ihr wurde erst eine op und dann -ohne dass neue Metas aufgetreten sind- eine Chemo gemacht,oder? Bei meiner Ma wurden die Lebermetas entfernt,bis zu diesem Zeitpunkt waren wir auch noch ganz hoffnungsvoll,aber dass nun nach nur so kurzer Zeit der Marker schon wieder so hoch ist,nimmt uns diese Hoffnung.Morgen kommt sie ins MRT zu Herdsuche und dann wird die neue-umgestellte- Chemo begonnen,allerdings nur,falls man im MRT etwas findet,denn der Arzt möcht nach eigenen Angaben keine"Loborkosnmetik" betreiben und "nur" den Marker behandeln.Aber ich gehe davon aus,dass man bei so hohem Wert was finden wird.
          Susanne,ging es Deinem Vater noch richtig gut,als man den Tomor entdeckte?Meine Mutter ist im Moment so fit,dass es einem wirklich schwer fällt zu glauben,dass ihr was fehlt-ich versuche,mir einzureden,das sei ein gutes Zeichen.Kann sich aber auch schlagartig ändern,oder?
          Hans -Jürgen,wie alt ist denn deine Mutter?

          Ich bin einfach fertig und kann mir im Moment nicht vorstellen,wie ich ohne meine Mutter weiterleben soll.Ich weiß,das hört sich albern an,wenn man erwachsen und verheiratet ist und 3 Kinder hat,aber es ist so. Ich hab keine Geschwister und mein Vater verstarb ,als ich noch ein Kind war.Hab gerade so das Gefühl,dass ich dann alleine auf der Welt bin..... Danke fürs lesen. Lieben Gruß Barbara
          PS:wir sind nicht direkt aus Muc,aber haben nächste Woche im Kinikum Großhadern einenTermin für eine "second opinion",brigt zwar wahrscheinlich nicht wirklich was,aber wie gesagt,wir sind mit unserem Onkologen hier vor Ort nicht wirklich glücklich .

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          • RE: an hans-jürgen u. attraktive


            Liebe Barbara,

            also nach der Radikal OP der Mestastasen und dem Tumor ging es meinem Dad den Umständen entsprechend (große OP) gut. Hattte sich dann mit der Zeit erholt. Die Wunde schloß sich mehr als gut und der Tumormarker war spitzenmäßig (wie bei gesunden Menschen). Danach konnte man leider nicht mit der Chemo anfangen, da die Wunde erst ganz verheilen sollte. In dieser Zeit (5 -8 Wochen!) sind diese Metastasen wieder gewachsen, sogar an gleicher Stelle. Vielleicht waren da aber auch noch "M-Nester" drin, die nicht entfernt werden konnten, oder das ganze wurde durch die OP erst "verseucht". Ich hätte hier einer Chemo sehr gute Chancen eingeräumt. Nur, man muß sich das vor Augen halten, dass die Chemo ja auch Nebenwirkungen hat. Positive, dass sie die Krebszellen im Griff hat, anderseits ja auch die guten Zellen zerstört. Bestes Beispiel: Wir hatten Glück, dass die OP-Wunde so gut zuheilte, da die Chemo ja auch gesundes Gewebe zerstört und hier maßgeblich ein schlechtes bzw. gar kein Zuheilen möglich macht.

            Mein Dad hat zwar die 36 Chemos (innerhalb 2 Jahren) sehr gut vertragen, aber wenn ich heute so meine Mutter frage, wie es denn "wirklich" war, sagt sie mir glatt, dass die Chemo die Hölle für meinen Vater war. Zwar ist die Metastase an der Leber vollständig verschwunden, doch man muß auch die Nebenwirkungen sehen (Darm wurde angegriffen und poröse, nach der OP bildete sich eine Dünndarmfistel,
            träge Darmschlingen-die immer wieder fast zu einem Darmverschluss führten, extreme Gleichgewichtsstörungen, Beeinträchtigung des Gehirns und nicht zu vergessen die rapide Gewichtsabnahme). Sei hier mehr als aufmerksam.

            In was für einem Stadium befindet sich deine Ma?

            Ich weiß was du durchmachst, bzw. kann ich mir vorstellen, dass es ja noch einen Tick heftiger ist, wenn die Mutter so krank ist, da ja sie es ist, die dich geboren hat.

            Auf deine Frage hin, ob es meinem Vater gut ging, als man den Tumor auf der Leber entdeckte, muß ich noch erwähnen, dass dies ja eine Folgeerscheinung des Darmkrebses ist/war. Die Auswirkungen haben sich in Bauchweh und Krämpfe geäußert. Auf/an der Leber hatte er nie Schmerzen. Nur die Organe und das Gewebe, die in Mitleidenschaft gezogen wurden.

            Ihr müßt alle miteinander herausfinden und entscheiden, was ihr machen wollt und könnt.

            Ich wünsche euch/dir von ganzem Herzen viel Kraft und bin mir sicher, dass ihr nichts unversucht laßt.

            Erzähl doch bitte, was die second opinion meint (ist).
            Mehrere Meinungen und Erfahrungen sind immer gut.

            Ganz liebe Grüße

            Susanne

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            • Trost


              Liebe Barbara,

              mach dir im Moment keine Gedanken, wie es einmal sein wird, wenn sie nicht mehr da ist.

              Sie ist noch da!

              Versuche so viel wie möglich Zeit mit ihr zu verbringen und
              geb auch auf dich acht. Es kommen noch schwere Zeiten auf dich zu und du brauchst viel Kraft.

              Hab keine Angst davor, wie oder wann was sein wird.
              Ich hatte panische Angst vor allem, was da kommen würde.
              Das "unvorbereitete".
              Ich wuchs förmlich in die Situationen rein. Jeden Tag war etwas anderes, mal spuckte er, mal ging es ihm wieder gut, dann wieder Darmverschluß. Ein auf und ab.

              Du schaffst das alles.

              In solchen Situationen merkt man erst, wie stark man ist. Stelle dich den Problemen und du wirst sehen, wie es dir hilft. Mir hat es sehr wohl geholfen, mich zu informieren und den Ärzten mal Druck zu machen und meine Meinung kund zu tun. Das hat uns alle geholfen und am meisten mir. Denn nichts ist schlimmer als nur dazustehen und "nichts" tun zu können.

              Du schaffst das, glaub mir. Weine, wenn du kannst und unterdrücke es nicht, es hilft.

              Nach dem Tod von meinem Vater ist der ganze Druck von mir abgefallen und das war ne ganze Menge. Er ist von seinem Leiden erlöst, aber ich hab unheimliches Heimweh nach ihm und das wird immer bleiben.

              Liebe Grüße
              Susanne

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              • RE: Trost


                Liebe Susanne,
                nochmal Danke für deine lieben Zeilen. Wie alt bist Du denn,wenn ich fragen darf? Ich bin ,wie gesagt, 30 und habe 3 Kinder.Eines davon ist ein "Sorgenkind",dh,. chronisch krank,was nicht so schlimm für uns ist,d.h. wir können damit umgehen,aber es ist bisher eben so gewesen,dass meine Ma die 3 oft betreute( ich arbeite Teilzeit und zwar gerne!)und uns einmal im Jahr eine Woche Urlaub ohne Kids ermöglichte-ich weiß,dass das ein riesen Luxus ist(war) aber es war auch schön und wichtig,und jetzt wird sich mein ganzes Leben ändern,auch davor hab ich Angst,umstellenzu müssen ,was mir bisher so wichtig war. Aber das ist zweitrangig!
                Meine Ma scheint im "Anfangsstadium" zu sein,wenn man das so sagen kann.Der Tumor wurde vor 5 Monaten entdeckt,es war ein Zufallsbefund,dh .sie hatte noch keine Darmbeschwerden,dennoch waren schon Lymphknoten befallen.Anfangs waren die Ärzte noch ganz zuversichtlich,aber dass während der Chemo Metas kamen und dass so kurz nach der op der Marker wieder steigt spricht wohl für einen recht aggrsiven Verlauf.Aber wie gesagt,sie ist noch"top-fit".

                Ich muss dich wirklich bewundern,wie Du das alles gemeistert hast und meisterst und wie Du die Kraft findest,hier zu schreiben und anderen Mut zu machen.
                Ich melde mich wieder bis bald und vielen Dank lg Barbara
                Ich muss dich

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                • RE: Trost


                  Liebe Barbara,

                  ich bin 34 Jahre noch kinderlos, aber das wird sich bald ändern.

                  Ich habe die ganze Sache noch nicht verdaut (das dauert auch noch ne gaaaanze Weile). Wenn ich meine Erfahrungen hier im Forum weitergeben kann, dann macht es mich glücklich.

                  Was ich noch sagen wollte.
                  Krebs ist mehr als aggressiv, das haben meine Mum und ich selber erfahren. Denn in der kurzen Zeit von 8 Wochen
                  nach der OP, war sein Zustand wieder wie "vor der OP".

                  Ganz liebe Grüße

                  Susanne

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                  • RE: Trost


                    Bist du schwanger? Neugierig bin!
                    Kinder sind echt was Schönes(und anstrengendes).Wir wollten eigentlich gerne ein viertes-aber irgendwie ist die Situation gerade nicht danach.Oder doch? Vielleicht kann man dem Tod nur mit neuem Leben begegnen?!!Meine 3 lieben ihre Oma über alles,sie wissen noch nichts.... Musst mit nicht antworten...das ist hier wirkilich etwas arg öffentlich! nochmal lieben Gruß

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                    • RE: an hans-jürgen u. attraktive


                      Hallo,
                      Barbara, Du hast Recht, die Beiträge von Hans-Jürgen und Susanne waren sehr hilfreich für mich. Besonders Mut hat mir gemacht, daß Hannos Mutter Schuhe kaufen geht - also ein ganz normales Leben führen kann - die Prognose von Dr. Wust hat mich ersteinmal umgehauen, da denkt man nicht mehr daran, Schuhe zu kaufen , aber ich laß den Kopf nicht hängen, bin noch jung (44), und solange ich noch Kraft habe, werde ich gegen diesen Krebs in mir kämpfen !
                      Vielen Dank nochmals und Dir Barbara, alles Liebe und viel Kraft. An Hanno und Susanne nochmals meinen herzlichen Dank !
                      Liebe Grüße
                      Ute

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                      • RE: Trost


                        Hallo Barbara,

                        ja, Kinder sind was schönes. Wir warten mal ab, was da kommt und wann es soweit ist.

                        Wenn ich dir helfen kann bezüglich Krankenkassen, Info, Pflegegeld usw. dann laß es mich wissen. Wir haben auch in dieser Richtung gekämpft und ich kann dir viele nützliche Tips geben was euch/dir so zusteht.

                        In meinem Bekanntenkreis gab es auch mal eine liebe Oma (Lungenkrebs) mit 2 sehr lieben Enkeln, die das mitgemacht haben. Da müssen die durch. Das ist das Leben, das gehört dazu. Wie ich bereits sagte, man wächst in die neue Situation immer rein, man steht dann einfach drin und muß handeln. Das schafft ihr alles.

                        Viele liebe Grüße
                        Susanne

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                        • RE: an hans-jürgen u. attraktive


                          Hallo Barbara!
                          Zunächst mal freue ich mich sehr, dass es mir gelungen ist, Dir ein bisschen Trost zu geben. Was ich aber möchte ist mehr als das. Es geht jetzt vor allem darum - so einfach das klingen mag -, kühlen Kopf zu bewahren und die richtigen medizinischen Schritte zu setzen. Ich finde es zwar gut, dass Susanne ebenfalls versucht, Dich zu unterstützen, aber da wird mir nach meiner Meinung schon ein bisschen zu viel über das Ende gesprochen. Bei Deiner Mutter gibt es zwar Grund über so manches nachzudenken, Faktum ist aber, dass derzeit "lediglich" der Tumormarker erhöht ist. Das sagt aber überhaupt noch nichts, geschweige, ob Deine Ma weitere Metastasen hat. Und wenn es so wäre, dann könnte man ja auch rechtzeitig darauf reagieren. Ich möchte also ganz bewusst nicht über die ganzen Nebenwirkungen einer Chemo oder über den Tod eines Menschen sprechen, solange der noch voll im Leben steht, so wie Deine Mutter. Es ist zwar irgendwie tröstlich, wenn Du das Leid mit anderen teilen kannst, es wäre mir aber lieber - sofern ich Dir das ganz persönlich sagen darf -, wenn Du sozusagen "wieder zurück" kommen könntest, damit man kühlen Kopfes gemeinsam mit den Ärzten die richtige Strategie ausarbeitet. Bedenke auch: Susanne hat zwar mit ihrem Vater diese Erfahrung leider machen müssen, es verläuft aber jeder Krebs anders. Die Geschichte von Susanne muss nicht auch auf Deine Mutter zutreffen. Susanne meint es wirklich gut, wie Du weisst, aber ich könnte Dir über meine Mutter mit der selben Krankheit etwas ganz anderes erzählen. Ich muss Dich also bitten, auf jeden Fall auch weiterhin strategisch/medizinisch und nicht zu viel jenseitsbezogen zu denken.
                          Ich finde es übrigens sehr gut, dass Du Dir noch eine second opinion holst. Das ist auch sehr wichtig, denn so kann man auch die richtigen Entscheidungen treffen. Wie Susanne richtigerweise schon angesprochen hat, wäre, glaube ich, das Tumorzentrum München sicher eine sehr gute Adresse. Ich glaube, dass dort auch der Florian Lordick, den ich Dir empfohlen habe, dabei ist.
                          Zu Deiner Frage: Meine Mum ist jetzt 62, der Tumor wurde vor fast 4 Jahren entdeckt. Die letzte CT letzte Woche hat ergeben, dass keine neuen Absiedelungen vorliegen.

                          Übrigen liebe Ute!
                          Das mit den Schuhen war nur so ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben meiner Mutter. Ihr geht es wirklich gut, macht alles ohne jede Beeinträchtigung. Es ist wie bei Barbaras Mutter, niemand würde ahnen, dass sie etwas hat.
                          Alles Gute inzwischen!
                          Hans-Jürgen

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                          • RE: an hans-jürgen u. attraktive


                            Hallo Hans-Jürgen,
                            ja, Schuhe kaufen ist ein kleiner Ausschnitt eines ganz normalen Lebens und drückt genau das aus - ein normales Leben führen - nicht an Krankheit und Tod denken - diese Themen nicht zum Leitfaden des Lebens machen ! Aber gerade weil es so alltäglich ist, hat mich Deine Formulierung so angerührt! Ich wurde am 1.8. operiert und hab noch immer erhebliche Beschwerden im Bauch, daß ich meine alltäglichen Dinge noch nicht machen kann, ich muß mich noch viel ausruhen, den Bauch ausstrecken und der Kreislauf ist auch noch nicht stabil, schlafe viel und bin trotzdem noch müde. Da fehlt mir doch das alltägliche Leben und das "Schuhekaufen".
                            Barbara, Hans-Jürgen hat völlig Recht, denke an das Leben, an die alltäglichen Dinge, die das Leben ausmachen und unterstütze Deine Ma in ihren Entscheidungen, was der richtige Therapieplan für sie ist. Nicht an das Ende denken, soweit sind wir noch nicht !
                            Liebe Grüße
                            Ute

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                            • Danke...


                              ..Euch allen.Muß schon wieder heulen,wenn ich Eure lieben Zeilen lese...Hans-Jürgen...DEine Worte in Gottes Ohr-im wahrsten Sinne des Wortes-wünsche mir so sehr,dass ich sie wenigstens noch ein paar Jährchen habe,in denen sie noch was davon hat. Die hoffnungsvolle Geschichte deiner Mutter tut mir so gut. Aber ich glaube,Ihr habt einfach großes Glück gehabt und meistens läufts schlechter.(?)UNd wie Jelly schreibt,die Antworten von Dr. Hennessen bzw Prof. Wust sind zwar hilfreich,aber in der Regel wenig ermutigend.....
                              Du schreibst,das mit dem Tumormarker muss nicht bedeuten,dass neue Metas da sind! Nein????Aber er war nach der op doch weit runter,was könnte es denn sonst sein? Euch allen einen schönen ABend-schön,dass Ihr da seid.! Barbara

                              Kommentar


                              • RE: an hans-jürgen


                                Lieber Hans-Jürgen,

                                Danke für deinen Beitrag.

                                1.)Ich gebe grundsätzlich jedem eine Chance, der Krebs hat!

                                2.) Wollte Barbara wissen, was passireen könnte und auf was sie sich einstellen muß.

                                Dies habe ich ihr hier aus meiner Sicht getan.

                                Ich könnte von den "schönen" Tagen meines Vaters seitenweise hier schreiben. Das waren die "Hochs" dieser Geschichte. Meiner Meinung nach habe ich es so verstanden, auf was für unvorbereitete Sachen sich Barabara hier wohl einstellen muß. Man muß hier deutlich sagen, dass es auch Ausnamhefälle, wie bei deiner Geschichte gibt. Aber uns haben die Ärzte in erster Linie erzählt, was kommen kann, wie die Krankheit verläuft und auf was wir uns einstellen müssen.

                                Darmkrebs ist sehr aggressiv.

                                Ich freue mich doch auch, wenn es ihrer Mutter bestens geht. Man hat es doch als Mensch verdient zu leben.

                                In diesem Sinne und nich nur
                                "jenseitsdenkend"

                                liebe Grüße

                                Susanne

                                Kommentar


                                • an Hans-Jürgen


                                  Lieber Hans-Jürgen,

                                  Danke für deinen Beitrag.

                                  1.)Ich gebe grundsätzlich jedem eine Chance, der Krebs hat!

                                  2.) Wollte Barbara wissen, was passireen könnte und auf was sie sich einstellen muß.

                                  Dies habe ich ihr hier aus meiner Sicht getan.

                                  Ich könnte von den "schönen" Tagen meines Vaters seitenweise hier schreiben. Das waren die "Hochs" dieser Geschichte. Meiner Meinung nach habe ich es so verstanden, auf was für unvorbereitete Sachen sich Barabara hier wohl einstellen muß. Man muß hier deutlich sagen, dass es auch Ausnamhefälle, wie bei deiner Geschichte gibt. Aber uns haben die Ärzte in erster Linie erzählt, was kommen kann, wie die Krankheit verläuft und auf was wir uns einstellen müssen.

                                  Darmkrebs ist sehr aggressiv.

                                  Ich freue mich doch auch, wenn es ihrer Mutter bestens geht. Man hat es doch als Mensch verdient zu leben.

                                  In diesem Sinne und nich nur
                                  "jenseitsdenkend"

                                  liebe Grüße

                                  Susanne

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                                  • RE: an Hans-Jürgen


                                    Hallo,
                                    ich kann Barbara auch verstehen, ich will auch wissen, was auf mich zukommt, welche Schmerzen ich aushalten muß, wie der Verlauf dieser Krankheit sein könnte..... und auch ich wollte die Prognose von Dr. Wust ... sonst hätte ich nicht gefragt. Die Stimmungen wechseln bei mir, mal bin ich traurig und schwach, dann denke ich über den Tod und die Krankheit nach, mal bin ich ausgeruht und dann denke ich über Therapieformen nach, was man tun kann, damit es weitergeht ..... Barbara, gehts es Dir genauso wenn Du Deine Mutter erlebst ?
                                    Liebe Grüße
                                    Ute

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                                    • An ute


                                      Liebe Ute, war unterwegs und 2 Tage nicht am PC.Du fragsr, ob meine Mutter auch so wechselnder Stimmung ist-kann ich schwer sagen,denn mir gegenüber gibt sie ich auffallend optimistisch.Ich kann mir kaum vorstellen,dass sie das wirklich ist,glaube eher,dass sie es mir gegenüber nicht so zeigen will-auf der anderen Seite ist sie tatsächlich ein Verdrängungstyp und es kann sein,dass dieses "nicht wahr haben wollen" ihre Methode des "Verarbeirens" ist. Bis bald-Barbara

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