• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Frage an Dr. Wust - (Hoden)Krebs

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Frage an Dr. Wust - (Hoden)Krebs

    Hallo,
    mein Vater hatte vor 2 Jahren Hodenkrebs, ein Hoden wurde erntfernt, Nachbehandlung und so weiter...ist alles gut gegangen, nun bin ich beunruhigt, das ich ein erhöhtes Krebsrisiko besitze, besitze ich ein erhöhtes Krebsrisiko? Und ist es überhaupt Möglich, dass ein Jugendlicher unter 16 Jahren (Hoden)Krebs bekommen kann? Die Krebsart war SemiNom oder so ähnlich, ist es typisch, dass sowas vererbt wird? Ich achte schon sehr auf Krebsbewusste Ernährung (z.B. viel Tomaten, grüner Tee, nichts schwarzes Verbranntes usw.)
    bitte beantworten Sie meine Fragen
    mfg
    Günter


  • RE: Frage an Dr. Wust - (Hoden)Krebs


    Eine Vererbbarkeit bzw. statistisch nachweisbare familiäre Belastung ist bei einem kleinen Teil nachgewiesen. Daher muss man von einer gewissen Risikoerhöhung bei Brüdern und Söhnen von Betroffenen ausgehen. Der einzige gesicherte Risikofaktor ist allerdings der Hochstand (sog. Kryptorchismus: wenn der Hoden nicht vollständig ins Scrotum gewandert ist). Auch unter Berücksichtigung einer familiären Belastung ist das Risiko immer noch gering (etwa 4000 Männer von 40 Mio bekommen pro Jahr ein Hodenkarzinom in Deutschland). In Ihrem Alter kommt es praktisch nicht vor (typischerweise liegt der Altersgipfel bei 35 Jahren, Spannbreite 25 - 45 Jahre). Beim Seminom ist das typische Alter noch etwas höher (um 40 Jahre). Ob man mit Tomaten und grünem Tee ein Krebsleiden verhindern kann, vermag ich nicht zu beurteilen. Wichtiger (um nicht zu sagen entscheidend) ist es, nicht mit Rauchen anzufangen.

    Kommentar


    • RE: Frage an Dr. Wust - (Hoden)Krebs


      Der Hodenkrebs hat sozusagen einen "Vorteil": man(n) kann ihn recht früh feststellen, indem man seine Hoden mit einer gewissen Regelmäßigkeit abtastet. Eine Schwellung bzw. Vergrößerung kann oft was ganz harmloses sein (eine Hydrozele z.B.), im Zweifelsfall sollte man aber zum Arzt gehen, vor allem wenn sich die Veränderung hart anfühlt. Bei frühen Stadien sind die Heilungsaussichten heute sehr gut.

      http://www.m-ww.de/gesund_leben/maen...odenkrebs.html

      Pl.

      Kommentar